Fünf Minuten Zeit – das ist alles, was man für einen Praxistest eines Bahnhof brauchen sollte. Mehr Zeit gibt es für das Umsteigen oft nicht und auch für diesen Artikel will ich in diesem Zeitrahmen bleiben.
Ziel: Mit der S-Bahn einfahren, Ticket kaufen, ICE nach Hamburg nehmen.
Erster Blick: Ein lichtdurchfluteter Glas-/Stahlbau aus dem man auf das Kanzler(innen)amt schaut. Die Gleise in Ost-West-Richtung liegen in einigen Metern über dem Boden – wo auch immer das Erdgeschoss ist und noch kein Keller angefangen hat, oder eine Plattform Ebenerdigkeit suggeriert.
Über Rolltreppen geht es Richtung Reisezentrum (davon gibt es mehrere) irgendwo zwischen Dachgeschoss und Keller. Die Kartenautomaten sind schneller als sonst – sehr gut!
Weiter Richtung Gleis 8, der ICE wartet schon, aber dahin zu kommen ist erstaunlich schwierig. Ein Gleis, das nur per Fahrstuhl erreichbar ist? Weit und breit ist keine Treppe zu sehen? Für den ICE nach HH? Unmöglich – oder etwa doch? Nach einigem Hin und Her fand ich doch einen Zugang mit zwei Rolltreppen, die allerdings beide nach oben liefen. Habe dann, mich wundernd, die Festtreppe genommen. … und Abfahrt.
Fazit: Beim ersten Besuch und zu Stoßzeiten sollte man tatsächlich die 8 Minuten einplanen, die die Bahn zum Umsteigen angibt. Wenn man sich einen Überblick verschafft hat, wird es schneller gehen. Besonders die Fahrstühle können auch für den leidenschaftlichen Treppensteiger eine Zeitersparnis bringen.
Drei Minuten Umstiegszeit für S-Bahn/Fernverkehr sollten bequem zu realisieren sein. Der Bau ist imposant, weit und hell. Bleibt abzuwarten, wie er sich mit Leben füllt.
Ja, dieses Gleis ist mir auch aufgefallen, der Fahrstuhl hab auch nur Unsinn von sich wo er uns den nun hinbringen wollte. Da muss noch nachgebessert werden, der Rest ist schon wirklich Top.