“5.24 Uhr. Ich habe noch 10 oder 15 Minuten bevor ich diesen Stift niederlegen muss. Was kann in 15 Minuten gesagt werden? Die Angst zieht ein, die unvermeidbare Angst vor dem Unbekannten.Ich vertraue auf Gott, das Schicksal, dass die Dinge gut werden. Keine Worte mehr….”
Das ist die letzte Tagebuchaufzeichnung von Robert West vor seiner Hinrichtung am 29. Juli 1997 in Texas. Ein neues Buch gibt Einblicke in die amerikanischen Todestrakte und lässt Gefangene zu Wort kommen.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurde die Todesstrafe im Jahr 2004 an mindestens 3.797 Menschen in 25 Ländern vollstreckt, mindestens 7.395 Menschen in 64 Ländern wurden zum Tode verurteilt. Auch die USA halten weiter an dieser menschenrechtswidrigen Strafpraxis fest.
“Auge um Auge – Todesstrafe in den USA” ist Titel des Buches, das Matthias Wippich und Silke Porath im Gipfelbuch-Verlag herausgeben. Das Buch enthält Berichte von Mitgliedern der Initiative gegen die Todesstrafe, die – zum Teil sehr intensive langjährige – Freundschaften mit Todeskandidaten eingegangen sind, die versucht haben, etwas Wärme und Menschlichkeit in den unmenschlichen Alltag der Todestraktinsassen zu bringen und sie schließlich begleitet haben auf ihrem letzten, schweren Weg.
In zahlreichen Beiträgen des durchgehend mit Fotografien illustrierten Bandes kommen die Todeskandidaten selbst zu Wort und beschreiben die unerträgliche Situation des Wartens auf den Tod unter teilweise unmenschlichen Haftbedingungen in den Todestrakten der USA.
Die Autoren setzen sich detailliert auch mit den Argumenten der Befürworter der Todesstrafe auseinander, stellen Appelle an Politiker vor und geben eine Anleitung, wie man selbst Appelle gestalten kann.
„Wir haben uns entschlossen, dieses Buch herauszugeben, um einem möglichst breiten Publikum Einblick in unsere Arbeit zu geben und die Leser dazu zu ermutigen, selbst aktiv zu werden gegen Todesstrafe, Folter und jede Form von grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe“, erklärt Matthias Wippich als stellvertretender Vorsitzender der Initiative gegen die Todesstrafe.
Gewinne, die durch den Verkauf dieses Buches erzielt werden, werden vollständig dem Konto des gemeinnützigen Vereins Initiative gegen die Todesstrafe e.V. gutgeschrieben.
NEUERSCHEINUNG
Auge um Auge – Todesstrafe in den USA: Stimmen aus dem Todestrakt
Herausgeber:
Silke Porath, Spaichingen, freie Journalistin und Autorin, ist Mitglied bei der Initiative gegen die Todesstrafe e.V.
Matthias Wippich, Bochum, ist stellvertretender Vorsitzender der German Coalition to Abolish the Death Penalty (kurz GCADP) und Mitglied bei Amnesty International.
[Anm. der Moderatoren der Readers Edition: Bei diesem Stück handelte es sich offenbar um Eigenwerbung der Autoren. Wir haben uns ausnahmsweise trotzdem entschieden, den Text zu veröffentlichen.]
Positive Kritik: Kann man bitte die Unterstreichungen weglassen. Das irritiert sehr. Man nimmt dann eigentlich einen Link an, ich habe mich auch gerade schon dabei erwischt, einmal auf Neuerscheinung zu klicken. Vielleicht könnte man das zukünftig auch anders gestalten, also den Hinweis auf Literatur meine ich. Service wäre, wie in der Wikipedia direkt eine Verlinkung, über die ich dann einen Online-Buchhändler auswählen kann, ganz sicher werden in Zukunft noch weitere Ihre Neuerscheinungen hier vorstellen…