Plaudereien einer Kanzlerin

Angela Merkel hat sich offenbar vorgenommen, ihren immer noch als “Medienkanzler” bekannten Amtsvorgänger in jeglichen Kategorien zu übertrumpfen. Jetzt starten sie ihren persönlichen Medien-Vorstoß: Video-Podcasting. Der Sagen umwobene Zauberbegriff der modernen Medienwelt, mit dem Video- und Audiodateien auf mobile Abspielgeräte übetragen werden können, soll nun auch der Kanzlerin helfen. “Angela

Angela MerkelAngela Merkel hat sich offenbar vorgenommen, ihren immer noch als “Medienkanzler” bekannten Amtsvorgänger in jeglichen Kategorien zu übertrumpfen. Jetzt starten sie ihren persönlichen Medien-Vorstoß: Video-Podcasting.

Der Sagen umwobene Zauberbegriff der modernen Medienwelt, mit dem Video- und Audiodateien auf mobile Abspielgeräte übetragen werden können, soll nun auch der Kanzlerin helfen.

“Angela Merkel – die Kanzlerin direkt” geht morgen, am 08. Juni zum ersten Mal auf Sendung. Auf ihren Internetseiten unter www.bundeskanzlerin.de und auf allen gängigen Podcast-Portalen kann der Kanzlerinnen-Podcast abonniert werden und wird dann regelmäßig und vollautomatisch auf das Abspielgerät gesendet.

Vom unterschätzten Dorfmädchen zur Trendsetterin

Nach eigenen Angaben ist Angela Merkel die erste Politikerin, die diesen neue Technik nutzt. Die Kanzlerin will auf diesem Weg allen interessierten Abonnenten die Politik der großen Koalition erklären. Man darf also darauf gespannt sein, ob Merkel künftig auf diesem Weg die aktuellen Tagesnachrichten über Hartz IV und Föderalismusreform zu entkräften oder zu ergänzen sucht.

Noch spannender könnte nur eine regelmäßige Chat-Stunde mit Frau Merkel sein. Aber dazu wird sie bei ihrem Job wohl nun wirklich keine Zeit mehr haben. Nur so ist es auch zu erklären, dass sie sich im Vorfeld nicht ausgiebig mit dem Thema Podcasting beschäftigen konnte.

Podcasting noch in den Kinderschuhen

Ob sie und ihre Berater wohl von der jüngst veröffentlichten Studie der Forrester Research (USA) zu diesem Thema wusste? Die Zahl der Podcast-Hörer sei demnach verschwindend gering und 80 Prozent aller bereit gestellten Dateien gelangen gar nicht erst bis auf irgendein mobiles Abspielgerät. (vgl. http://www.netzeitung.de/internet/391181.html )

An alle(s) gedacht!?

Aber keine Bange: Auch ohne teure mobile Abspielgeräte kann man sich die Videobotschaften der Angela Merkel ansehen. Diese werden in allen gängigen Formaten auch auf der Homepage der Kanzlerin (www.bundeskanzlerin.de) zum normalen Download verfügbar sein.

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