Johannes B. Kerner: Der Beliebte und seine glorreichen Taten

Johannes B. Kerner ist für über 50 Prozent der Fernsehzuschauerinnen der beliebteste WM-Moderator – das besagt eine Forsa-Umfrage für “Frau im Spiegel”. Anlass genug, auf einige besonders glorreiche Taten von “JBK” zurückzublicken: – Kerner wirbt im Frühjahr 2006 für den Börsengang der Fluggesellschaft “Air Berlin”. “Bei Aktien setze ich nur

Kernerbearb.jpgJohannes B. Kerner ist für über 50 Prozent der Fernsehzuschauerinnen der beliebteste WM-Moderator – das besagt eine Forsa-Umfrage für “Frau im Spiegel”. Anlass genug, auf einige besonders glorreiche Taten von “JBK” zurückzublicken:

- Kerner wirbt im Frühjahr 2006 für den Börsengang der Fluggesellschaft “Air Berlin”. “Bei Aktien setze ich nur auf Sieger”, sagt er im Werbespot. Mangels Nachfrage musste der Börsengang verschoben und der Emissionspreis gesenkt werden. Zweimal war Air-Berlin-Chef Joachim Hunold in Kerners ZDF-Talkshow, zuletzt im November 2005.

- Ab 1996 moderiert Kerner eine themenreiche Nachmittagstalkshow auf Sat.1 und qualifiziert sich damit fürs ZDF – jedenfalls landet er dort anschließend. Was für eine Karriere!

- Kerner wirbt für “Bonaqua”, das Wasser des “Coca-Cola”-Konzerns, einem der Hauptsponsoren der Fußball-WM. Jene Fußball-WM, deren beliebtester Moderator Kerner jetzt ist. Keine Auskunft gibt obige Umfrage über seine Glaubwürdigkeit.

- Als George Clooney wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht zu Kerners ZDF-Talk kommen kann, wird in der Not eine Kochsendung geboren. Regelmäßig sorgen seitdem Lafer, Zacherl, Mälzer und andere “Spitzenköche” dafür, dass Kerner weniger talken kann. Danke, George.

- Mit Gattin Britta wirbt Kerner für “Gutfried”. Auch schon wurst.

- Ein Höhepunkt der Fernsehgeschichte: Bereits am Abend des Amoklaufes eines Schülers aus Erfurt (2002) sendet Johannes Baptist live vom Tatort. Später erhält er dafür den “Preis der beleidigten Zuschauer“.

- Das “Netzwerk Recherche” fordert in seinem Medienkodex: “Journalisten machen keine PR.”

- Kerner zu Beckmann: “Ich bin ja auch Journalist. Das wollen wir ja mal nicht vergessen. Ich mache eine Talkshow, die ja schon auch journalistisch ist. Und ich mache Sportsendungen, mache Fußballspiele und so was als Reporter, und insofern, ich fühle mich auch als Journalist.” (Quelle: Zapp, NDR)

Kommentare

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  1. Ja, prima. Und wieder sind wir in Deutschlands Neidkultur angekommen. Und was ist mit Harald Schmidt, Gotschalk, Beckmann und allen anderen, die bei den Öffentlich Rechtlichen arbeiten und Werbung machen? Stört und z.B. Kerners Tätigkeit für Bonaqua? Nein. Aber beschweren hilft.