Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihren Elch-Test bravourös bestanden hat, muss die Börse erst noch beweisen, wie standhaft sie ist.
Zwar hat sich der DAX wieder oberhalb von 5500 Punkten einrichten können, doch das ist nur ein Teilerfolg. Bis Ende des Monats dürfte wenig passieren, es sei denn, die US-Notenbank hat wieder einige Überraschungen im Köcher. Erwartet wird die 17. Erhöhung des Leitzinsen in Folge.
Die Aktionäre achten insbesondere auf die Begründungen zu diesem Schritt. Man erhofft sich Andeutungen, wann der Zinserhöhungs-Zyklus beendet wird. Daran könnte sich dann auch die Europäische Zentralbank orientieren.
Sollte also der neue Notenbank-Präsident Bernanke klar sagen, was er und seine Berater denken, würde das dem Markt helfen. Wahrscheinlicher sind jedoch Orakelsprüche, die letztlich vieles offen halten. „Sie werden alle in Stellung gehen und dann die Luft anhalten!“, sagte ein Händler und beschreibt damit die Erwartung, dass sich der Markt zuerst wegen der Zinsentscheidung blockiert und anschließend auch nichts macht.
Vermutlich müssen erst die Zahlen des zweiten Quartals schwarz auf weiß auf dem Tisch liegen, bevor neuer Schub möglich ist. Bis dahin haben eher die Markttechniker das Wort. Diese orientieren sich an Unterstützung und Widerstand. Hier gilt der Wert DAX 5475 als wichtige Bremsmarke. Unter dieses Niveau sollte das Börsenbarometer in den nächsten Tagen nicht fallen, um weiter eine Chance auf eine Sommer-Rallye zu haben.
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