Berlin, Berlin: Workshop nach dem ersten Monat

Während ich meinen Milchkaffee trinke, prasselt draußen gerade ein Platzregen auf die Stadt nieder, und der Wind lässt die sattgrünen Blätter der Bäume vor unserem Haus an mein Fenster klatschen. BeimRE Moderatoren-Workshop in Berlin am letzten Wochenende (1./2. Juli 2006) hatten wir mehr Glück mit dem Wetter: an beiden Tagen

Workshop2.jpgWährend ich meinen Milchkaffee trinke, prasselt draußen gerade ein Platzregen auf die Stadt nieder, und der Wind lässt die sattgrünen Blätter der Bäume vor unserem Haus an mein Fenster klatschen. BeimRE Moderatoren-Workshop in Berlin am letzten Wochenende (1./2. Juli 2006) hatten wir mehr Glück mit dem Wetter: an beiden Tagen wurde die Hauptstadt von wunderschönem Sommerwetter regiert.

Was natürlich nicht bedeutet, dass wir uns in die Sonne und damit auf die faule Haut gelegt hätten. Nach einem ersten informellen Treffen im Prater-Biergarten am Freitag gingen wir nach einem gemeinsamen Frühstück Samstag morgen (mehr oder weniger) munter an die Arbeit. Ort des Geschehens war der Konferenzraum der Netzeitung, in dem sich Projektleiterin Solveig Grothe, der inzwischen leider andernorts beschäftigte Inititator der RE, Peter Schink, IT-Guru Ollie Löschke (einzig passende Formulierung, Gerd!), acht Moderatoren und Philip Dönhoff, Geschäftsführer der Netzeitung, eingefunden hatten. An diesem und dem darauf folgenden Tag nahmen wir uns die beiden großen Themenbereiche Technisches und Redaktionelles vor und sammelten und diskutierten jede Menge Ideen zur Weiterentwicklung der Readers Edition. Entstanden ist daraus eine einige Meter lange To-Do-Liste voller Ideen, die wir abschließend am Sonntag auch mit Dr. Michael Maier, dem Chefredakteur der NZ, besprachen. Ein bisschen Zeit zum Fußball-Kucken hatten wir zwischendrin aber auch noch.

Wir wollen mehr!
Zentrales Thema während des Workshops war immer wieder die Frage, wie wir den Bekanntheitsgrad der Readers Edition steigern und potentielle Autoren dazu motivieren können, Artikel zu schreiben. Um die Kommunikation zwischen Autoren und Moderatoren zu verbessern, sind offene Chat-Sitzungen geplant, in denen die Moderatoren regelmäßig unterstützend zur Verfügung stehen sollen. Auch Stammtische mit den Moderatoren (vorläufig nur in Berlin und Frankfurt) sind angedacht.

Um nicht nur mehr, sondern auch qualitativ hochwertige Artikel zu bekommen, wollen wir auch besser kommunizieren, welche Art Beiträge auf der Readers Edition veröffentlicht werden soll. Denn über eines sind wir uns alle einig: wir wollen eine Nachrichtenseite bleiben und ein Bürgerjournalismus-Projekt sein, kein Kommentar-Blog und keine PR-Seite. In der RE sollen vor allem Nachrichten erscheinen, die nicht unbedingt auf anderen Plattformen zu finden sind. Um dies umzusetzen, wollen wir unseren Artikel-Guide weiter ausbauen und eine Art Schreibworkshop entwickeln. Als weiteren Anreiz werden wir künftig regelmäßig für jedes Ressort einen Artikel des Monats küren. Diese werden dann auch in der Netzeitung erscheinen und dementsprechend entlohnt werden. Einmal im Jahr soll es schließlich auch eine größere Veranstaltung geben, bei der die besten Artikel ausgezeichnet werden.

Work in Progress
Auch im technischen Bereich haben wir so einiges an Ideen zusammengetragen und teilweise auch schon umgesetzt. Seit Mitte der Woche gibt es eine Moderatoren-Seite mit Profil und E-Mail-Adresse der Moderatoren, um die Kontaktaufnahme für die Autoren zu erleichtern. Außerdem arbeitet Ollie u.a. an einem Warn-Tool für kritische Artikel und einer Bilderschau.

Moderatorenintern hat sich ebenfalls einiges getan. Wir alle empfanden das Wochenende als tolle Gelegenheit, uns gegenseitig besser kennen zu lernen und haben die Möglichkeit, auch mal von Angesicht zu Angesicht über die Readers Edition zu kommunizieren, sehr geschätzt. Und damit auch weiterhin eine gute interne Kommunikation gewährleistet ist, werden wir uns zukünftig wöchentlich zur „Redaktionskonferenz“ treffen sowie im Vierteljahres-Rhythmus weitere Moderatoren-Workshops in Berlin abhalten.

Zu guter Letzt
Es war ein tolles, produktives, super organisiertes, sonniges Wochenende, das einen Riesen-Beitrag nicht nur für die Weiterentwicklung der RE, sondern auch für unsere Identifikation mit dem Projekt und als Team geleistet hat. Viele Ideen sind schon umgesetzt worden, und an den restlichen Baustellen arbeiten wir fleißig weiter – und freuen uns natürlich immer über Feedback Eurerseits.

Jetzt muss nur noch das Wetter wieder besser werden.

Kleine Bilderschau zum Treffen

Kommentare

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  1. Ich verstehe die Aufregung gar nicht: Für die Netzeitung hat sich doch die neue Aufmerksamkeit, Links und dergleichen schon gelohnt, oder?

    Und wenn es mit den kostenlosen Schreiberlingen doch nicht klappt, was solls? Irgendeinen anderen Weg wird die Netzeitung schon noch finden zu überleben, oder?