Mit einem Interview im US-Musikmagazin Billboard hat Chris Stephenson, bei Microsoft für das Marketing des MSN-Unterhaltungsgeschäfts zuständig, das Geheimnis um den geplanten iPod-Konkurrenten Zune etwas gelüftet.
Mit einer 500-Millionen-Dollar-Kampagne will der Softwaregigant bis Weihnachten sein neuestes Baby bekanntmachen. Dazu gehören Weblogs, YouTube-Videos, User Generated Content und eine (wegen ihrer Einfallslosigkeit schon jetzt umstrittene) Start-Website.
Der Kunstbegriff “Zune” steht sowohl für das gesamte Projekt wie auch für eine eigene Microsoft-Musikdownloadplattform und die Endgeräte. Der erste Zune-Player soll mit Festplatte und WLAN für einen drahtlosen Internetzugang ausgestattet werden.
In die Plattform will Microsoft “Community-Funktionen” integrieren. So sollen Zune-Nutzer Playlisten untereinander tauschen und sich Musik empfehlen können. Auch die Verbindung mit der Xbox 360, Windows PCs, Windows Media Center und Mobiltelefonen mit Windows Mobile ist geplant.
Neben Musik soll auch das Thema Video mit Zune addresiert werden. Bei den Plattenfirmen und Hollywood-Studios stößt die Microsoft-Initiative auf Begeisterung. Denn damit kommt Bewegung in den bisher von Apple dominierten Markt. Der iPod-Hersteller hat derzeit mit iTunes einen Marktanteil von 80 % bei den kommerziellen Musik-Downloads. Die (vermutlich berechtigte) Hoffnung der Industrie: Microsoft verhält sich bei der Preisgestaltung “offener und flexibler” als Apple. Denn den Plattenbossen ist Apples Einheitspreis für das legale Herunterladen von Musikstücken schon seit langer Zeit ein ziemlicher Dorn im Auge.
Wie sieht es mit DRM bei dem Ding aus? Ich nehme doch an, das wird da mindestens genau so sein wie beim iPod?