Noch zwei Tage bis zur Veröffentlichung von FreeDOS 1.0

Die Idee ein MS-DOS-kompatibles Betriebssystem zu entwickeln wurde 1994 von Jim Hall geboren. Er nannte es PD-DOS, später wurde das Projekt dann in FreeDOS umbenannt. Microsoft gedachte, MS-DOS in Pension zu schicken und so begann Hall freie Software für einen offenen DOS-Clone zu sammeln und zu programmieren. Die Software muss

Die Idee ein MS-DOS-kompatibles Betriebssystem zu entwickeln wurde 1994 von Jim Hall geboren.

Er nannte es PD-DOS, später wurde das Projekt dann in FreeDOS umbenannt. Microsoft gedachte, MS-DOS in Pension zu schicken und so begann Hall freie Software für einen offenen DOS-Clone zu sammeln und zu programmieren. Die Software muss genau wie in Linux einen offenen Quellcode besitzen (GPL) bzw. Freeware sein.

Einige Monate nach dem Start wurde Jim Hall von Pat Villani kontaktiert. Seitdem besitzt FreeDOS einen eigenen Kernel, der zu 100% in der Programmiersprache C geschrieben ist.

In zwei Tagen ist es nun soweit: FreeDOS 1.0 wird das Licht der Welt erblicken. Mittlerweile ist es fast 100% MS-DOS kompatibel, hat sogar einige erweiterte und moderne Features. Der Kernel unterstützt nicht nur FAT12/16, sondern auch FAT32 und LBA. Damit ist es leicht möglich, FreeDOS neben WindowsXP zu installieren, falls die Festplatte
mit FAT32 formatiert wurde.

Zudem gibt es einen Treiber für lange Dateinamen (in Windows ab Version 4/Win95), schon seit längerem ein Standard in der Computerwelt. Zusätzlich beinhaltet das freie Betriebssystem einen Treiber für UDMA (damit ist der Festplattenzugriff genauso schnell wie in Linux oder Windows), einen eigenen Maustreiber, einen eigenen CD-ROM/DVD-Treiber sowie einen Treiber, um den PC in Stand-by oder Ruhezustand zu versetzen und Energie zu sparen.

Daneben ist auch ein Internet-Browser und E-Mail-Client Arachne inkludiert sowie ein MP3-Player MPXPLAY, der nicht nur sehr viele Formate (OGG, WMA, MP3, M4A etc.) und Soundkarten unterstützt, sondern auch unter WinXP lauffähig ist.

Seit einigen Monaten ist es sogar möglich, mittels eines externen Programms (HX DOS Extender) Windows-Programme unter DOS zu verwenden. Ein bekanntes Beispiel ist die Windows-Version von QEMU. Auch Webserver für DOS sind erhältlich. Nicht zuletzt ist FreeDOS oft auch zur Wiederherstellung von Windows sehr nützlich.

Das Projekt ist noch bis zur Veröffentlichung in der Testphase, wer mithelfen will, kann mehr auf http://www.freedos.org bzw. in einer der E-Mail-Listen erfahren.

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