Vor Jahren begeisterte Dieter Baumann mit der Theorie, dass ein Krimineller seine Zahnpasta mit Nandrolon verseucht habe. Den Beweis, oder einen Namen des Täters blieb er bis heute schuldig. Besser macht es Trevor Graham, Trainer des gedopten US-Sprinters Justin Gatlin.
Graham liefert zumindest einen Verdächtigen für seine Verschwörungstheorie: Masseur Christopher Whetstine. Dieser habe Gatlin am 22.April in Kansas mit einer Testosteron-Salbe behandelt. Gerade mit diesem Masseur gab es zuvor eine Meinungsverschiedenheit. Nun ganz klar. Der gute Mann wollte sich rächen, was ihm auch gelang, denn an diesem Tag nahmen die Dopingwächter Gatlin eine positive Doping-Probe ab.
Kurios, aber vielleicht doch wahr. Wer weiß es schon? Graham wollte von Anfang an nicht an Doping glauben und hatte sogar schon einen Privatdetektiv beauftragt. Doch die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen wird auf eine harte Probe gestellt, denn sowohl Gatlin wurde bereits einmal positiv getestet (angeblich unabsichtlich), aber auch Graham betreute bereits sechs Doping-Sünder.
“Wir wissen, wer der Täter ist und hoffen, dass er den Mut hat, sich zu stellen. Justin und ich sind total am Boden zerstört und werden alles in unserer Macht stehende tun, um seine Unschuld zu beweisen”, glaubt Graham an die Unschuld seines Schützlings.Inzwischen dementierte Gatlins Masseur, dass er auch nur irgendetwas mit der Sache zu tun hätte.
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