“Link für Link und Klick für Klick baut die Suchmaschine das wohl dauerhafteste, massivste und aussagekräftigste kulturelle Artefakt der Menschheitsgeschichte auf: die Datenbank der Absichten.” John Battelle
“Die Suche – Geschäftsleben und Kultur im Banne von Google & Co.” ist eines jener Bücher, das den Leser mit fundiertem Wissen informiert, exzellent zu lesen ist und einen visionären Blick in die Zukunft wagt. Im Gegensatz zur Google-Biografie “Die Google-Story” widmet sich der Mitbegründer des Wired-Magazins dem Thema Suche in seiner Gesamtheit und formuliert gleichzeitig einen neuen Begriff: die Datenbank der Absichten. Diese Datenbank der Absichten definiert er hierbei als die Summe aller Suchanfragen, die “das wohl dauerhafteste, massivste und aussagekräftigste kulturelle Artefakt der Menschheitsgeschichte”. Denn die Datenbank der Absichten umfasst Millionen eingetippte Wünsche, Ängste und Absichten von Millionen von Benutzern.
Während das Buch zu Beginn einen historischen Abriss bietet und dadurch den Leser für das Thema sensibilisiert, nimmt Battelle später die wirtschaftlichen Antriebsfedern der Suchmaschinen aufs Korn. Dabei sensibilisiert der gut gelungene Einstieg den Lesenden und erklärt ihm wichtige Begriffe und Bestandteile der heutigen Suchmaschinen, wie zum Beispiel die Crawler und Spider.
Clever stellt der Journalist weiterhin die Funktionen und Wirkungsweisen der Suchmaschinen vor und verwebt sie mit zahlreichen Originalzitaten aus Interviews, die er mit den verschiedensten Köpfen der Suchwirtschaft geführt hat. Fast selbstverständlich stellt sich der Journalist dem Thema Google, da Google den Begriff der Suche in unserem Jahrzehnt seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt hat. Glücklicherweise verweilt Battelle in seinem Buch jedoch nicht nur bei Google, sondern vergleicht die Denk- und Suchweise der Datenkrake mit anderen Suchriesen wie Yahoo!, Ask Jeeves oder neueren Maschinen wie der nur speziellen Kunden zugänglichen IBM-Suchmaschine.
Neben sämtlichen zusammengetragenen Fakten muss man vor allem die Sprache und den Ton des Autors loben. John Battelle beschreibt die Dinge wie sie sind. Die einzelnen Protagonisten charakterisiert er auf den Punkt und bleibt nicht nur bei schmeichelnden Worten, sondern übt Kritik und hinterfragt aufgestellte Behauptungen. Schonungslosen, eloquenten und auf den Punkt gebrachten Journalismus schreibt der Amerikaner somit groß und bietet dem Leser dadurch eines der spannendsten Bücher zum Thema Recherche, Suche, Technologie und Internet. Definitiv eine Empfehlung.
Links
- Weblog zur Suche von John Battelle: www.battellemedia.com
- Informationen zu John Battelle (Wikipedia)
Ja, Google und Co, wem gehoeren diese verflixten Suchmaschinen eigentlich!, jeder braucht sie, gebraucht sie.
Und wie ideal eignen sich die kleinen Helferlein doch als Ausforscher dessen, was den Mob, den Poebel, also uns, so eigentlich wirklich interessiert.
Ein bisschen Schmuddelsex, ein bisschen bang-bus, ja, auch ich kenn diesen US-bus, inzwischen sogar bang-boat, man google danach, auf dass man selber staune!, alles was der Bürger so heimlich und offen wissen will – liegt dem GROSSEN BRUDER, der dies alles auswertet, frei auffem Monitor. Was er an Interessierte, Agenturen, Dienste, Geheime Dienste usw. weitergibt, gegen Cash, versteht sich, okay – man nimmt auch Warenwerte, nonbar. Aber, darueber spricht man nicht, oder doch nur auf dem gemeinsamen Cayman-Island-Urlaub, gelle?
Ja, wir sind laengst glaesern, auch wenn die Gruenen das aus volkspaedagogischen Gruenden, eh, was is eigentlich deren Volk, raeusper, noch nicht zugeben moegen.
Google, kenn ich. Nutz ich aber nicht, weil ich den Eigentuemer kenne. Dessen Nase – stinkt mir, aus nachvollziehbaren Gruenden.
Ich nehme da lieber eine Suchmaschine ueber den Suchmaschinen, naemlich das Uni-Rechenzentrum des Landes Hannover, die haben schwer Geld investiert, die Gurke da is flott, und – eh – man wertet noch nicht nach saemtlichen Kriterien aus, hoffe ich jedenfalls. Und eh google-suche, is nebenbei auch mit drin, aber nur, wenn ich es will, toll was? Diese Meta-Suchmaschine heißt http://metager.de, einfach diese Adresse hier kopieren und oben in die Adress-Suche reinsetzen. Schon flutscht es. Kennt jemand ne bessere als die, bitte melden. Moechte das testen, glaube aber nicht, dass es eine NOCH bessere deutschsprachige Suchmaschine gibt.
Turbo