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Freies Lexikon, die Fünfte

Freitag, den 15. September 2006 um 19:08 Uhr von Mathias Schindler

Auf der vierten Wizards-of-OS-Konferenz in Berlin hat der ehemalige Nupedia-Chefredakteur und Wikipedia-Mitbegründer Larry Sanger das Konzept einer neuen freien Enzyklopädie “Citizendium” vorgestellt. Zusammen mit der Digital Universe Encyclopedia und der Encyclopedia of Earth ist dies nun das fünfte enzyklopädische Projekt des Philosophen.

Sanger, der nach dem Ende seiner Anstellung als bezahlter Chefredakteur von Nupedia dieses und Wikipedia verlassen hatte, war auf der Konferenz als Teilnehmer zu einem Panel zu “Quality Management in Free Content” eingeladen. In seiner Präsentation ging er zuerst kurz auf seine Wahrnehmung der Probleme von Wikipedia ein und nutzte dann den Rest seiner Zeit für die Darstellung seines Vorschlages. Seit heute ist dieser Vorschlag auch auf citizendium.org nachlesbar, das Kofferwort bildet sich aus “citizen” und “compendium”.

Technisch soll Citizendium ebenso wie Wikipedia und die Encyclopedia of Earth auf der Software MediaWiki basieren, die Anmeldung setzt die Angabe eines Realnamens und einer Email-Adresse voraus. Bis zum Vorhandensein eigener Inhalte sollen die Texte der englischsprachigen Wikipedia kontinuierlich gespiegelt werden. Sanger schlägt zusätzlich ein komplexes Rollenmodell aus “Autoren”, “Editoren” und “Konstablern” vor, die den ordnungsgemäßen Ablauf des Enzyklopädieschreibens gewährleisten sollen. Grundprinzipien der Wikipedia wie der “neutrale Standpunkt” und das Verbot eigener Forschung (im Gegensatz zu dem Verweis auf bereits publizierte Forschung), an denen Erstellung Sanger selbst beteiligt war, sollen erhalten bleiben.

Sanger betont den vorläufigen Charakter seines Vorschlages und bittet um Vorschläge für Änderungen. Bis zum Ende des Monats soll die technische Infrastruktur bereitstellen, zu einem späteren Zeitpunkt wird es dann auch die Ankündigung für den Start des eigentlichen Wikis geben.

Das Projekt ist ausdrücklich nicht Teil der Unternehmungen seines Arbeitgebers, der Digital Universe Foundation, deren Veröffentlichung der Encyclopedia of Earth mehrfach angekündigt war und derzeit auf einen nicht publizierten Zeitpunkt in der Zukunft verschoben ist. Auf Nachfrage war Sanger nur sehr bedingt bereit, Gründe für die Verzögerung zu nennen. 1000 Artikel seien bereits geschrieben jedoch derzeit nicht offen einsehbar.

Citizendium wird aus rechtlichen Gründen die gleiche Lizenz wählen müssen, unter die auch die Texte der Wikipedia gestellt sind. Die “Free Documentation License”, eine Schwesterlizenz der GPL, unter der auch Linux und ein Großteil der anderen freien Software lizenziert sind, erlaubt die Verwendung der Texte und ihre Modifiktion.

In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Abspaltungen, sogenannten “Forks” der Wikipedia in unterschiedlichen Sprachen. In Spanien gründete sich früh die “Encyclopedia Libre”, in Deutschland gründete der Dipl. Ing Ulrich Fuchs “Wikiweise”.

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12 Reaktionen zu “Freies Lexikon, die Fünfte”

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  1. Arndt Leininger

    am 15. September 2006 um 20:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hm, recht interessanter Artikel. Dass es so viele Wikipedia-ähnliche Online-Enzyklopädien gibt wusste ich noch nicht. Was jetzt aber der Sinn von Projekten, wie “Citizendium” ist erschließt sich mir durch den Artikel nicht. Kann das jemand näher erläutern?

  2. Wikipedistik » Citizendium: Wikipedia 2.0?

    am 15. September 2006 um 23:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Schindler. Reaktionen auf diesen Beitrag via RSS 2.0 Bitte kommentieren Sie oder diskutieren via Trackback weiter! Kommentare Bitte kommentierenSie! […]

  3. Turbo

    am 16. September 2006 um 10:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nett und schön,

    noch ein “Wiki”. Wie zu befürchten ist, genauso DOGMATISCH und KLEINGEISTIG
    ferngelenkt durch an Schlüsselstellen hineingeparkte “Moderatoren”. Die als
    Admins fleißig ihnen, bzw. ihren Hinterleuten!, mißliebige Beiträge erst diffamieren,
    dann weglöschen - und Proteste rotzfrech und unverschämt, also mit viel Chutzpe,
    verschwinden lassen.
    Am Ende steht dann wieder nur das Produkt so vieler “nützlicher Idioten” da, wie
    bei Wiki, wie es den Projekt-Lenkern als Ziel vorschwebte, offensichtlich bei der
    Gründung schon. Denn, da es viele sind, die das gestalten, fällt der Dirigismus
    dahinter gar nicht auf. Wie schon bei der “Gruppe Ulbricht” damals, als sie aus
    Moskau kommend die “Demokratie” in der SBZ, also DDR errichtete: Der Spitzbart
    hat, auch heute noch und hier leider passend, gesagt: Es soll alles schön demo-
    kratisch aussehen, soll bloß niemand merken, daß WIR die Schlüsselpositionen
    und Ministerämter besetzt haben.

    Ja, alles geklaut. Es kommt alles wieder, nur die Drapierung, die Verpackung,
    die wechselt. Ein wenig umgemodelt, ein wenig aufgepeppt. Colagen unter das
    schwach gewordene Bindegewebe gespritzt - und fertig ist das neue “Produkt”.

    Da ich das leider ständig wiederholt immer wieder erlebe, stellt sich mir die Frage
    aller Fragen: ist es wirklich so grauenhaft - und merkt es nur im geschäftigen
    Getriebe keiner mehr, oder - bin ich zu alt, weiß zuviel, und sollte lieber mein
    Brötchen aus der Schnabeltasse trinken?

    Turbo

  4. Tim 'avatar' Bartel

    am 16. September 2006 um 14:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    Turbo: Wenn du von der Wikipedia redest, nenne sie am besten auch so - sonst kann man deinem Text schwer folgen. Was genau ist denn ein erstrebenswerter Ansatz deiner Meinung nach? Ein Wiki, ohne Administratoren/Moderatoren, also ohne die Möglichkeit Artikel und Benutzer zu sperren?

  5. Turbo

    am 16. September 2006 um 18:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Tim,

    darf ich davon ausgehen, daß Du ernsthaft Wikipedia besser machen willst?
    Trotz bereits ganz schlimmem Ruf seit Beginn?

    Gut, ich will es, Dir und Wiki zu Liebe versuchen:

    Wirf nicht gleich das Kind mit dem Bade hinaus. Niemand, gar keiner!!!, will
    eine FEINFÜHLIGE und ehrlich um KONSTRUKTIVES MITWIRKEN bemühte
    Hand missen. Gar Keiner.

    Das Problem ist, und auch virulent bei Wiki, daß sich bestimmte Charakter-
    Lumpen hoch auf einem Ast wähnen, wo sie “ex kathedra”, von oben herab
    andere, fleißige Mitschreiberlinge, die ihren ganzen Fleiß und Herzschmerz
    teilweise in ihre Arbeit stecken, ABBÜRSTEN. GROB, GEMEIN und äußerst
    herzlos.

    Einer, der sich zum Admin.-Posten drängt, behaupte ich mal frei heraus,
    ist dafür NICHT geeignet. Ich meine, aus charakterlichen Gründen!!!
    Muß ich das hoffentlich nicht weiter erklären?

    Wer sich aber durch gute Beiträge, andere Mitschreiber merken das sofort!!!,
    bemerkbar macht, den sollte Wiki ganz lieb anfragen, ob dieser gute Schreiber
    eventuell bereit wäre, als Admin. oder Mod. seinen weniger guten Mitmenschen
    gelegentlich “unter die Arme” zu greifen, zu helfen. Durch Ratschläge, durch
    Vorbild, durch Beispiel geben! Es wird DANN sicher genug geben, die weiter
    helfen wollen und es tun.

    Großkotze, wie derzeitig im Polit-Feld und bei Geschichts-Wissenschaften und
    bei Medizin sogar, sind EKEL-erregend, besserwisserisch und einfach nur extrem
    abstoßend.
    Dazu drücken Teile dieser Ekelgestalten noch allein ihren schmalbrüstigen poli-
    tischen Standpunkt durch, indem sie alles, wirklich alles andere weglöschen.
    Widerlich! De-Motivierend.
    Sollte mal eine Anti-These zur etablierten These unvermeidlich werden, wie beim
    Thema World-Trade-Center, dann werden Gegenthesen nicht etwa zugelassen,
    sie darzustellen, wie man denken sollte.
    Nein, SIE SELBER gestalten die Gegenthese so, wie sie meinen, daß die gestaltet
    werden MUSS. Alles da nicht reinpassende wird weggelöscht, dumm belabert und
    still wieder redigiert. Unwürdig, Kindergarten, oder doch üble Politik der Bonzen
    von Wiki???

    Achte, bitte!!!, mal darauf, ob ich da nur “jammere”, oder ob ich vielleicht doch
    ein “Körnchen” Wahrheit Dir hiermit sehr ernst rübergereicht habe. Denn, glaube
    mir, auch ich bin idealistisch und finde den Wiki-Gedanken eigentlich super, und
    sogar NOTwendig. Für uns alle.

    Schlimm, wenn alles wieder unter Mainstream-Kontrolle gerät, und man den
    Pest-Atem des Möchte-Gern-Großen Bruders riechen muß.

    Hilf bitte mit, bleib dran. Ich bin da zu klein dazu.

    Dein Turbo

  6. Tim 'avatar' Bartel

    am 16. September 2006 um 18:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hi Turbo.

    Ja, du darfst davon ausgehen, dass ich sehr daran interessiert bin, die Wikipedia zu verbessern.

    Allerdings bin ich auch seit Beginn der Wikipedia dabei und die Ansicht, dass diese seit ihrem Start bereits einen ganz schlimmen Ruf hat, muss man denke ich mit ein wenig Selbstreflektion als nicht repräsentative Sicht bezeichnen.

    Ich teile durchaus deine Meinung, dass einige Benutzer ein wenig an ihrer Sozialkompetenz arbeiten sollten - wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass es in einem Projekt dieser Größe niemals funktionieren wird, dass sich alle wie gewünscht verhalten.

    Du kritisiert allerdings das Citizendium aufgrund der “Editoren” und “Konstabler”, wie ich vermute. Allerdings wurde über die Rollenzuweisung bisher ja noch gar keine Aussage von Larry Sanger gemacht (zumindestens keine, die mir bekannt wäre). Insofern wäre es möglich, dass es in einer wie von dir beschrieben Modell passiert: die Betreiber sprechen Benutzer an, die ihnen positiv aufgefallen sind.

    Ein weiteres Problem ist, dass es immer zu Kontroversen kommen wird - um dein Beispiel aufzugreifen: Bist du der Meinung, dass JEDE Sicht in den Artikel World-Trade-Center aufgenommen werden muss? Dabei kann wohl kaum ein sinnvoller enzyklopädischer Artikel herauskommen.

  7. Turbo

    am 16. September 2006 um 19:33 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Tim,

    Danke Dir für Deine prompte Re-Aktion. Die Art, wie Du schreibst, stimmt mich
    positiv. Klar bin auch ich nicht perfekt und vielleicht überzeichne ich auch etwas.
    Aber, Dir und mir geht es wirklich darum, aus anderen Fehlern für die Zukunft
    draus lernen. Es muß nicht gleich am ersten Tag schon alles super funktionieren.
    Und perfekt sein. Sicher nicht!

    Vielleicht fehlt bei Wikipedia, um das bisher laufende “Projekt” hier beispielhaft
    im Auge zu behalten!, eine Rubrik, Kritik an den Aufsichtsführenden, an denen
    diese keine Redigiervollmacht haben, nur das Recht, ihren Gegenvorhalt zu
    erwähnen. Also - freies Vortragen der Leserschaft, mit - natürlich!!! - dem Ziel,
    nicht die “da oben” abzuschießen, sondern sie zu wirklich!!! neutralem Verhalten
    und Tätigsein anzuhalten, bzw. zu schieben, wenn nötig.

    Leider haben sich, wirklich, viele schon bei Wiki geistig verabschiedet, und sitzen
    schmollend im Winkel. Traurigerweise. Denn gerade diese Sensiblen, waren nicht!
    die schlechtesten Schreiber. -

    Wenn wer Fehler macht, kann man ihn, auch wenn es öfter mal vorkommen sollte,
    doch dennoch freundlich auf den Sinn aufmerksam machen. Und wenn es nichts
    fruchtet, werden das sicher andere auch bemerken - und dann ebenfalls etwas
    dazu sagen. Mit Geduld und Freundlichkeit geht es, langfristig, immer.

    Die Vandalismen, in Wiki, Du weißt, warum sowas geschieht?
    Aus Frust auf die Arschlö… da “OBEN”, die wieder alles weggelöscht haben, anstatt
    gemeinsam über Möglichkeiten zu diskutieren, und den Fehlermacher wieder ins
    gemeinsame Konzept einzubinden.

    Ganz konkret: ich werfe den Admins. bei Wiki zu wenig GEDULD vor.
    Kann es belegen und bestehe darauf!!!

    Wer aber dann auch noch seinen kleinkarierten Polit-Standpunkt durchpeitscht,
    leider mit Rückhalt anderer Admins, die hohngrinsend beim Kaputtlöschen und
    Sperren sogar mitmachen, - der gehört aus Wiki von GANZ OBEN her entfernt!
    Leider kommen so Gestalten mit nem anderen Nick wieder, wie die Süchtigen!

    Wenn Wiki so weitermacht - geht es, sorry, das zu sagen, kaputt. BALD.

    **Du kritisiert allerdings das Citizendium aufgrund der “Editoren” und “Konstabler”, wie ich vermute. Allerdings wurde über die Rollenzuweisung bisher ja noch gar keine Aussage von Larry Sanger gemacht (zumindestens keine, die mir bekannt wäre). Insofern wäre es möglich, dass es in einer wie von dir beschrieben Modell passiert: die Betreiber sprechen Benutzer an, die ihnen positiv aufgefallen sind.

    Versteh mich nicht falsch, ich motze nicht rum, weil ich Spaß dran hab.
    Es ist unendlich traurig, an sich gut gemeinte Ideen - von anderen einfach
    weggeharkt zu bekommen. Und dieser Schmerz - wird verstärkt, wenn da Bonzen
    oben einfach alles wegharken, ohne Teilelemente einzubinden, stehen zu lassen,
    oder wenigstens nachvollziehbar!!! zu begründen, warum es nun wirklich diesmal
    gar nicht gehen kann. - Wer mitdenken will, wird das dann ja auch akzeptieren,
    und einen besseren Lösungsansatz unterstützen, auch als normaler Schreiberling!

    **Ein weiteres Problem ist, dass es immer zu Kontroversen kommen wird - um dein Beispiel aufzugreifen: Bist du der Meinung, dass JEDE Sicht in den Artikel World-Trade-Center aufgenommen werden muss? Dabei kann wohl kaum ein sinnvoller enzyklopädischer Artikel herauskommen.

    Brauchen wir nicht drüber zu streiten. Sind wir uns einig!
    Aber!!! Jeder vertretene Standpunkt sollte, wenn ihn jemand unbedingt erwähnt
    haben will, durchaus als Gegenvorhalt oder Anti-These zum Mainstream im
    Minderheitenvotum, wie “im richtigen Leben” auch, Erwähnung finden. Was der
    “mündige” Bürger, oder sind es doch alles Bähschafe?, daraus vertiefend macht,
    ist nicht die Aufgabe einer Enzyklopädie, klar. Aber Faktenlagen sollten erwähnt
    werden, wenn sie jemand für das Thema für wichtig hält, auch wenn lautstarkes
    GEKREISCH sogar dagegen ist. Das gleiche gilt natürlich auch für die “HEILIGEN
    Kühe” der Gegenseite, fair muß fair bleiben, klar.

    Beim WTC also, um im Beispiel zu bleiben: Sollte die Aussage des Hausmeisters
    Rodriguez des einen Turms, der mit anderen Hauskräften schwerverletzte Menschen
    aus dem KELLER!!! des WTC befreite, lies bitte dazu nach, es lohnt!!!, erwähnt
    werden. Und nicht nur auf der Diskussionsseite, wo ich gewaltsam das Ding reinge-
    puscht habe, bis man es nicht mehr löschte. Wer solche FAKTEN verdrängt,
    nachweisbare, kontrollierbare, der VERNICHTET den Ruf von Wiki wissentlich,
    weil er dogmatisch nur seine Thesenfreunde gelten läßt. Auch ich habe, natürlich,
    die Gegenthesen zu meinen favorisierten alle, ausnahmslos stehen zu lassen.
    Meinung - soll sich der Leser erst bilden, bzw. Fakten dazu in Wiki finden.

    Sind wir soweit derselben Grundhaltung?
    Dein Turbo

  8. Oliver H

    am 17. September 2006 um 13:51 Uhr | Link | Kommentar melden

    Das Editoren-Konzept ist m.E. das einzig richtige. Wer Qualität will, muss sich auch in Konfliktfällen dem Urteil von Fachleuten beugen. Wikipedia ist voll von Leuten, die auch ihrem spezifischen Gebiet durchaus hervorragend qualifiziert sind, aber diese Authorität auch in anderen Gebieten nicht ablegen wollen -und das ist auf die Dauer tödlich. Wenn Kreditvermittler promovierte Naturwissenschaftler über deren Fachgebiete belehren, kommt Murks raus. Punkt. Umgekehrt sollten die Naturwissenschaftler, so sie nicht entsprechend zu MLP etc. abgewandert sind, sich beim Finanzwesen zurückhalten. Wenn sie meinen, auf diesen Gebieten schreiben zu müssen, so sei ihnen das unbenommen. Aber die letztgültige redaktionelle Entscheidung muss von Leuten kommen, die vom Thema eine Ahnung haben.

  9. Thilo Pfennig

    am 17. September 2006 um 16:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich finde man kann trefflich über die Konzepte der Wikipedia streiten. Letztendlich ist es aber momentan das erfolgreichste Projekt der Art was die Popularität betrifft. Wikis und kaputtgehen? Geht nicht, denn anturgemäß ist das Wiki-Konzept als solches unkaputtbar.

    Was wir nun erleben werden in den nächsten 5 Jahren ist, das sich die Wikipedia als führendes Enzyklopädie-Projekt verteidigen muss - und das unter den Bedingungen, das alle frei auf ihre Inhalte zugreifen können. Wollen wir diese Entwicklung beklagen? Im Gegenteil! Ich begrüße es, wenn es Enzyklopädien für Kinder und für allerhöchste Ansprüch geben wird, die alle auf dem Aufbauen können, was die Wikipedia an Grundlagen gelegt hat. Die Leute müssen jetzt erst mal lernen, das es mehrere Varianten geben kann. und die neuen Projekte müssen sich erst ihre Community aufbauen und ein funktionierendes Alternativsystem aufbauen.

    Das einfache dabei ist, das alle Projekte schon dann gut sind, wenn sie den Datenbestand der Wikipedia nehmen und revidieren und zusammenstreichen. Sie werden nur dort ihre probleme bekommen, wo es um neue Entwicklungen geht. Denn da wird auch in den nächsten Jahren wohl am schnellsten in der Wikipedia gearbeitet werden. Ich freue mich aber auch auf eine Vielzahl spezieller Wikis, die z.B. zur Medizin oder Astrophysik viel detaillierter und qualifizierter arbeiten können als die Wikipedia.

    Bei dem was bereits geschaffen wurde ist auch das Schicksal der Wikipedia selbst unerheblich. Das Wissen wird überleben. Und das ist das wichtigste.

    Thilo

  10. WOS 4: Citizendium - Eine bessere Wikipedia? « Bibliothek 2.0 und mehr …

    am 18. September 2006 um 10:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Jedoch ist dies sicher nicht das Ende des Wikis wie es Robert A. Gehring bei Golem.de vermutet. Die Ankündigung wird in den Netz-Medien wie heise.de, zwei mal auf Readers Edtion und der Blogsphäre kritisch betrachtet. Man darf sicher sein das http://citizendium.org weiter kritisch beobachtet wird. […]

  11. הלשכה המרכזית להיצף מידע » Blog Archiv » Lebenszeichen von der Erde: Encyclopedia of Earth nun online

    am 28. September 2006 um 00:41 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Der Start der Encyclopedia of Earth war mehrfach verschoben worden, zuletzt hatte es gar keinen Erscheinungstermin mehr gegeben. In den begleitenden Dokumenten der Digital Universe Foundation wird auf einen Start im Oktober verwiesen. Es ist möglich, daß die Größe des Lexikons bis dahin noch zunehmen wird. Larry Sanger, der einst als bezahlter Redakteur den Start der Wikipedia erlebte und nun Angestellter der DUF ist, gab zuletzt in Berlin auf der Wizards of OS-Konferenz an, es seien bereits 1000 Artikel geschrieben. […]

  12. Readers Edition » Lebenszeichen von der Erde: Encyclopedia of Earth nun online

    am 28. September 2006 um 10:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Der Start der Encyclopedia of Earth war mehrfach verschoben worden, zuletzt hatte es gar keinen Erscheinungstermin mehr gegeben. In den begleitenden Dokumenten der Digital Universe Foundation wird auf einen Start im Oktober verwiesen. Es ist möglich, dass die Größe des Lexikons bis dahin noch zunehmen wird. Larry Sanger, der einst als bezahlter Redakteur den Start der Wikipedia erlebte und nun Angestellter der DUF ist, gab zuletzt in Berlin auf der Wizards of OS-Konferenz an, es seien bereits 1000 Artikel geschrieben. […]

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