Erstes Barcamp in Deutschland
Auf das Oktoberfest musste ich verzichten. Dafür durfte ich am Samstag morgen zum Barcamp aufbrechen. Einer recht ungewöhnlichen Veranstaltung zur Zukunft des Internet.
Das Prinzip des Barcamp heißt “Unconference”. Organisiert wird lediglich der Ort, der Rest läuft über ein Wiki. Ein Veranstaltungsprogramm gibt es nicht. Dafür reist jeder Teilnehmer auch gleichzeitig mit der Idee zu einer eigenen Präsentation an, oder auch einem Thema das er diskutieren will - das Barcamp gleich demnach einer überdimensionierten Expertenrunde. Die Idee kommt aus den USA, wo die Treffen inzwischen regelmäßig an vielen Orten stattfinden.
Praktisch sah das so aus, dass etwa 80 bis 90 Teilnehmer gegen 10 Uhr bei spätsommerlichem Sonnenschein im Innenhof von Pixelpark saßen, mit Kaffee aus Plastikbechern und kleinen (schwarz-rot-goldenen ;) Plastikkärtchen um den Hals. Toll.
Und, oh Wunder: Das Prinzip “Unconference” funktioniert. Wenig später - nach einer wirklich großartigen Schnell-Vorstellungsrunde - standen alle Teilnehmer da und teilten kleine gelbe Zettelchen auf fünf Tafeln in jeweils 45 Minuten lange Sessions ein. Eigentlich wollte ich ja erst morgen einen Vortrag (über die Weiterentwicklung des Bürgerjounalismus) halten. Weil sich aber jemand fand, der sich auch mit der Zukunft von Verlagen beschäftigt, fand ich mich auf einmal als Referent in einer Session zu selbigem Thema wieder - mit mehr als 40 Teilnehmern…
Das Spektrum der Vorträge ist rießig und erstreckt sich von technischen Themen wie Local Based Services und Acessibility von Ajax-Anwendungen bis hin zu Politik und Internet. Wer mehr darüber wissen will, kann demnächst auch ein Podcast und Video der Veranstaltung im Internet finden. Auch an anderne Orten in Deutschland sind demnächst Barcamps geplant. Nähere Informationen finden sich … natürlich im Wiki.











Oliver Loeschke
Hi Peter,
was sollte man denn mitbringen, um am Barcamp mitmachen zu dürfen/können! Schöner Artikel und die Party abends war ja wohl auch nicht schlecht ;)!
Lieben Gruss an meinen Mitprogrammierer a.D. der RE! ;)
Peter Schink
coole Bilder gibt’s auch bei Flickr….
http://flickr.com/photos/tags/barcampberlin
Und, Olo: Um mitmachen zu dürfen, muss man was vortragen ;)
Torsten
Irgendwie bin ich ratlos angesichts des Artikels. Was sind die Barcamps denn nun? Dass Veranstaltungen per Wiki organisiert werden, ist ja nicht mehr so ungewöhnlich.
Oder um es einfacher zu formulieren: Wo ist der konzeptionelle Unterschied zum Webmontag?
Phil v. Sassen
>> “[…]und die Party abends war ja wohl auch nicht schlecht ;)!
Peter Schink
der konzeptionelle Unterschied zum Webmontag ist, dass es eigentlich keine Zuhörer sondern nur Diskutanten gibt. Muss aber zugegebenermaßen beim Webmontag auch nicht zwingend anders sein.
Phil - Tales from the Geekside » Moderatoren Workshop der Readers Edition
[…] Das „traditionelle“ informelle Treffen wurde am Vorabend zuerst in der Ständigen Vertretung, anschließend im spindler&klatt veranstaltet, dort fand die Party des ersten Barcamps in Deutschland statt. […]