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Web & Technik

Erstes Barcamp in Deutschland

Samstag, den 30. September 2006 um 16:09 Uhr von Peter Schink

Auf das Oktoberfest musste ich verzichten. Dafür durfte ich am Samstag morgen zum Barcamp aufbrechen. Einer recht ungewöhnlichen Veranstaltung zur Zukunft des Internet.

Das Prinzip des Barcamp heißt “Unconference”. Organisiert wird lediglich der Ort, der Rest läuft über ein Wiki. Ein Veranstaltungsprogramm gibt es nicht. Dafür reist jeder Teilnehmer auch gleichzeitig mit der Idee zu einer eigenen Präsentation an, oder auch einem Thema das er diskutieren will - das Barcamp gleich demnach einer überdimensionierten Expertenrunde. Die Idee kommt aus den USA, wo die Treffen inzwischen regelmäßig an vielen Orten stattfinden.

Praktisch sah das so aus, dass etwa 80 bis 90 Teilnehmer gegen 10 Uhr bei spätsommerlichem Sonnenschein im Innenhof von Pixelpark saßen, mit Kaffee aus Plastikbechern und kleinen (schwarz-rot-goldenen ;) Plastikkärtchen um den Hals. Toll.

Und, oh Wunder: Das Prinzip “Unconference” funktioniert. Wenig später - nach einer wirklich großartigen Schnell-Vorstellungsrunde - standen alle Teilnehmer da und teilten kleine gelbe Zettelchen auf fünf Tafeln in jeweils 45 Minuten lange Sessions ein. Eigentlich wollte ich ja erst morgen einen Vortrag (über die Weiterentwicklung des Bürgerjounalismus) halten. Weil sich aber jemand fand, der sich auch mit der Zukunft von Verlagen beschäftigt, fand ich mich auf einmal als Referent in einer Session zu selbigem Thema wieder - mit mehr als 40 Teilnehmern…

Das Spektrum der Vorträge ist rießig und erstreckt sich von technischen Themen wie Local Based Services und Acessibility von Ajax-Anwendungen bis hin zu Politik und Internet. Wer mehr darüber wissen will, kann demnächst auch ein Podcast und Video der Veranstaltung im Internet finden. Auch an anderne Orten in Deutschland sind demnächst Barcamps geplant. Nähere Informationen finden sich … natürlich im Wiki.

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6 Reaktionen zu “Erstes Barcamp in Deutschland”

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  1. Oliver Loeschke

    am 30. September 2006 um 16:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hi Peter,

    was sollte man denn mitbringen, um am Barcamp mitmachen zu dürfen/können! Schöner Artikel und die Party abends war ja wohl auch nicht schlecht ;)!

    Lieben Gruss an meinen Mitprogrammierer a.D. der RE! ;)

  2. Peter Schink

    am 30. September 2006 um 22:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    coole Bilder gibt’s auch bei Flickr….

    http://flickr.com/photos/tags/barcampberlin

    Und, Olo: Um mitmachen zu dürfen, muss man was vortragen ;)

  3. Torsten

    am 1. Oktober 2006 um 01:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    Irgendwie bin ich ratlos angesichts des Artikels. Was sind die Barcamps denn nun? Dass Veranstaltungen per Wiki organisiert werden, ist ja nicht mehr so ungewöhnlich.

    Oder um es einfacher zu formulieren: Wo ist der konzeptionelle Unterschied zum Webmontag?

  4. Phil v. Sassen

    am 1. Oktober 2006 um 12:28 Uhr | Link | Kommentar melden

    >> “[…]und die Party abends war ja wohl auch nicht schlecht ;)!

  5. Peter Schink

    am 4. Oktober 2006 um 00:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    der konzeptionelle Unterschied zum Webmontag ist, dass es eigentlich keine Zuhörer sondern nur Diskutanten gibt. Muss aber zugegebenermaßen beim Webmontag auch nicht zwingend anders sein.

  6. Phil - Tales from the Geekside » Moderatoren Workshop der Readers Edition

    am 10. Juni 2007 um 10:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Das „traditionelle“ informelle Treffen wurde am Vorabend zuerst in der Ständigen Vertretung, anschließend im spindler&klatt veranstaltet, dort fand die Party des ersten Barcamps in Deutschland statt. […]

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