Readers Edition http://www.buergerinfo09.de



Web & Technik

Streik bei Stern Shortnews: Bürgerjournalisten fordern Selbstbestimmung

Dienstag, den 10. Oktober 2006 um 14:02 Uhr von Johannes Mayr

Wäre ich nicht schon über zwei Jahre dabei und hätte ich in diesem Zeitraum nicht unzählige Nachrichten in Suchmaschinen wie Google-Nachrichten gefunden, gelesen, auf höchstens 750 Zeichen zusammengefasst und bei der „grössten News-Community Deutschlands“ eingeliefert, hätte mich der im vergangenen Monat dort ausgebrochene Konflikt zwischen Mitgliedern, Lesern und den Betreibern von „Stern Shortnews“ wohl kaum tangiert. Wenn ich dann die folgenden Zeilen schreibe, tue ich dies ausschliesslich, um anhand dieser Vorkommnisse zu beginnen, die Möglichkeiten und Grenzen einer Website mit „user generated content“ zu eruieren. Was ist dabei hilfreicher als ein Konflikt, aus dem alle Beteiligten lernen können.

In der Nachrichtenplattform auf stern.de, die von der in Regensburg ansässigen Gonamic GmbH betrieben wird, dürfen die Mitglieder (die Mitgliedschaft ist kostenlos) ihre eigenen Nachrichten verfassen. Diese müssen nur aus einer anerkannten und überprüfbaren deutschen oder englischen Nachrichtenquelle stammen und sollen höchstens die schon erwähnten maximal 750 Zeichen – ohne den Titel, hierfür werden 80 Zeichen bereit gestellt – umfassen. Belohnt werden die „Newser“, das sind diejenigen die Nachrichen einliefern, mit Punkten, die sie mittels eines ausgefeilten Systems ansammeln und gegen Prämien eintauschen können. Die „shortnews“ müssen auf Richtigkeit, Orthografie und den Stil überprüft werden, bevor sie veröffentlicht werden. Einmal publiziert, können die Besucher der Webseite die Kurz-Nachrichten kommentieren aber auch qualitativ bewerten.

Bei Stern Shortnews Germany (SSN) sind nach eigenen Angaben über 300.000 Mitglieder registriert; es wird geschätzt, dass davon etwa 20.000 regelmässig die Seite besuchen, zu Spitzenzeiten sind um die 450 Mitglieder eingeloggt. Betreut wird Stern Shortnews von einem festen Mitarbeiterstamm, der während der Jahre die die Plattform schon existiert, von frei mitarbeitenden Helfern unterstützt wurde.

Am 21. September diesen Jahres wurde dann bei „Stern Shortnews“ eine Bombe gezündet: „Hallo Zusammen, leider muss ich Euch heute mitteilen, dass wir die Betreuung von „Stern Shortnews“ umorganisieren werden. Stern Shortnews wird ab sofort nur noch von internen Mitarbeitern betreut, die die Aufgaben der Admins, Channelmaster und Forenmoderatoren übernehmen werden.…” Dies waren die einführenden Worte, mit denen das Management des Internetforums die Veränderung bekannt gab. Mehr als fünfzehn Channelmaster und News-Checker, die bisher als freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Betreiber tätig waren, konnten an diesem und den folgenden Tagen zusammen mit all denen die die Nachrichtenplattform besuchen im dortigen Forum nachlesen, dass sie ihre Posten verloren hatten – die grösste Nachrichtencommunity Deutschlands stand Kopf.

Virtueller Streik

Nach der ersten Sprachlosigkeit und verwirrten Reaktionen von Ex-Forenmoderatoren, Ex-Nachrichten-Checkern und SSN-Mitgliedern die sich um den Verbleib ihrer bisherigen Betreuung sorgten, wurden Proteste gegen die Art und Weise, wie die Umorganisation von den Verantwortlichen vorgenommen worden war, laut. In den Foren der Nachrichtenplattform wurde um Klärung gebeten und nachdem die Anfragen verhallten kurzerhand zum „virtuellen Streik“ (der eigentlich eher ein Boykott war) aufgerufen. Viele der aktiven News-Schreiber, die regelmässig Nachrichten eingeliefert hatten, legten vorerst die Feder nieder. Im Forum wurde eine Unterschriftenaktion organisiert. Die Petition, in der gebeten wurde, die langjährige Arbeit der ehemaligen freien Mitarbeitern zu würdigen und sich für das Vorgehen zu entschuldigen, wurde per E-Mail an den „Stern“ geschickt. Auf den Webseiten des Nachrichtenmagazins, ein Kooperationspartner der GoNamic GmbH, läuft der Ticker mit den „shortnews“. Die Unterzeichner wollten erst nach erfolgter Entschuldigung wieder Nachrichten einliefern – es blieb still. Weder vom Magazin Stern, noch von der Gonamic GmbH, aber auch nicht vom in Regensburg ansässigen Management der Content-Website, kam eine Reaktion.

Die Community reagierte: Als Streikmassnahme weigerten sich regelmässige News-Schreiber, Nachrichten bis zu einem Stichtag einzuliefern. Die Internetcommunity spaltete sich. Andere sahen nicht ein, was sie mit einer Personalentscheidung zu tun haben sollten und schrieben weiter. Eine Gruppe will als Mitglieder wahrgenommen und an Entscheidungen beteiligt werden, andere wollen ungehindert Nachrichten einliefern. „Ungehindert“, da auch Saboteure nicht fehlten, die auf der Seite veröffentlichte Kurznachrichten über willkürlich schlechte Bewertungen sperren konnten.

Virtuelles Konfliktmanagement: Aussitzen

Für die Mitglieder von Sternshortnews gab es bis zu der Umorganisation kaum eine Hemmschwelle Beiträge einzuliefern. Jung wie Alt schrieben die Nachrichten, die sie für richtig und wichtig hielten. Wer darüber zu befinden hatte, waren zunächst die Moderatoren (verantwortlich für den Prozess der Freigabe) und danach die kritische Leserschaft. Wenn es zu kleineren Unzufriedenheiten unter den „Newsern“ um unfaire Bewertungen eingelieferter Shortnews gekommen war oder Kommentare die sich vom Regelwerk entfernten editiert werden mussten – waren diese im Vergleich zu der Situation nach der Personalentscheidung und deren Umsetzung gern gesehene konstruktive Kritik.

Derzeit haben es die Mitglieder und auch die Betreuer dieser „Infotainment“-Site nicht einfach. Die Kommunikation zwischen Newsern und den nun internen, also quasi hauptamtlichen Mitarbeitern ist von Misstrauen gezeichnet. Ratlosigkeit und Unsicherheit darüber, was kommen wird, bis hin zu Lustlosigkeit sind in dieser (wenn auch) virtuellen Gemeinschaft zu spüren. Das Abwarten, ob etwas passiert, scheint der Skepsis zu weichen, dass etwas passieren wird.

Was auf der Seite der Betreiber einer Website mit „user generated content“ in solch einem Konfliktfall vorgeht, kann ich als „User“ und damit als Betroffener nur schwer einschätzen. Inwieweit dieses Konzept von Websites, bei denen die Benutzer Inhalte kreieren und diskutieren, mit einem Konzept des „user generated & participatory content“ (an dem die Benutzer über die Inhalte hinaus an der Plattform teilhätten) vereinbar ist, ist für mich ebenfalls eine offene Frage.

Es bleibt wohl zu beobachten, was die Autoren und die Leser bei SSN in nächster Zukunft erwartet. Es bleibt wohl auch zu beobachten, ob solche Nachrichten-Plattformen eine Chance für virtuelles Informationsmanagement und deren (globalen) Austausch sind, oder ob sie nur ein Medium darstellen, mit Hilfe dessen versucht wird eine Leserschaft zu ködern, damit die „Einschaltquoten“ oder „Treffer“ der Website im Internet stimmen. Einer Tatsache bin ich mir aber sicher: Plattformen mit einem „user generatet content“ leben nicht ohne ihre Aktiven, die Leserschaft und jene Autorinnen und Autoren die für sie schreiben.

Anmerkung des Autors: Wie Eingangs schon erwähnt, ist dieser Beitrag aus dem empfundenen Bedürfnis einer Vertiefung des Themas „user generated content“ entstanden und will in keiner Weise für eine der Seiten Partei ergreifen. Einzig mein Status als Mitglied der Community bedingt eine gewisse Subjektivität, die beim Lesen des Artikels nicht außer Betracht gelassen werden sollte. Im Falle einer Veröffentlichung dieses Beitrags möchte ich der „Readers Edition“ meinen Dank aussprechen – nur zu leicht könnte die Veröffentlichung dieser Betrachtungen als „billige Kritik an einem Angebot eines Konkurenten“ interpretiert werden – was eine Publikation bestimmt nicht zum Ziel hätte.

  • diesen Artikel drucken
  • E-Mail This Post/Page
3.9
  • derzeit 3.94 Sterne
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
 
 

Schlagwörter

Share it!

23 Reaktionen zu “Streik bei Stern Shortnews: Bürgerjournalisten fordern Selbstbestimmung”

  1. Torsten

    am 10. Oktober 2006 um 14:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    1. Irgendwo hat ihr einen Tag nicht geschlossen, die halbe Seite ist kursiv.

    2. Ich werde aus dem Artikel nicht ganz schlau: Wurden die “freien Mitarbeiter”, denen gekündigt wurden, vorher bezahlt?

  2. Teppichratte

    am 10. Oktober 2006 um 14:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich hab in den letzten tagen auf SSN öfter mal quergelesen. Für meinen Geschmack ist das Niveau dermaßen gesunken, dass ich kaum noch Lust verspüre, Kommetare abzugeben.
    Im Moment sehe ich nicht, dass ich mich noch mal beteiligen werde.

  3. Holti2001

    am 10. Oktober 2006 um 23:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Torsten:
    Das ganze System bei SSN läuft über Prämien. Mit genügend Punkten (durch News schreiben, Kommentare schreiben usw.) kommt man in Highscores zu vers. Themen (z.B. Entertainment) und bekommt dafür sogenannte “Shorties” (- abgeleitet von Shortnews). Diese kann man dann einlösen, z.B. in Gutscheine, Handyguthaben, Festplatte oder iPod.
    Die “freien Mitarbeiter” bekamen pro Monat 5000 Shorties, was ca. 50 Euro entspricht. Einer der Führenden (freien Mitarbeitern) erklärte, dass letzlich ein Stundenlohn von 30-50 Cent dabei herauskommt.

    MfG
    Holti2001

  4. sebastian

    am 10. Oktober 2006 um 23:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es wäre schön gewesen, wenn du selbst auch mal versucht hättest, als Journalist ein Statement von den shortnews zu erhalten, mit dem Hinweis, dass du einen Artikel veröffentlichen wirst. Oft fragen viele gar nicht selbst nach und schreiben dann, das Problem würde ausgesessen. Einfach mal anrufen, dann wäre der Artikel noch besser.

  5. Eric

    am 11. Oktober 2006 um 02:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    “Bürgerjournalismus” - obwohl ich diesen Begriff für die steril wiedergekauten Inhalte von shortnews niemals verwendet hätte - verträgt einfach keine Nähe zu kommerziellen Unternehmungen. Deswegen darf man sich auch nicht über solche Entwicklungen wundern.
    Das Internet bietet doch gerade die Option der Unabgängigkeit von kommerziellen Werbeumfeldern, um journalistisch tätig zu werden. Und solche Strukturen gilt es aufzubauen, anstatt unterbezahlte Zeit für shortnews herzugeben.

  6. Klaus

    am 11. Oktober 2006 um 05:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Holti2001

    wenn wirklich nur ein Stundenlohn von 30-50 Cent herauskam, dann sollte man sich doch freuen, dass man den “Scheißjob” nicht mehr machen muss. Bei McDonald´s vor dem Grill oder beim Supermarkt beim Wareneinräumen bekommt man etwa 10 Mal soviel (Gehalt West).

    Ich finde zudem (als langjähriger Communitymitglied), dass die Kommentare, die dort abgegeben werden, so ein Niveau haben, dass der Verfassungsschutz sicherlich die User gerne durchleuchten würde, wenn es mal Zeit hätte.
    Über die Qualität der News kann man auch einiges schreiben. In letzter Zeit häufen sich News von Seiten, die selbst andere Quellen gekürzt wiedergeben (Bsp. Yahoonews). Interessant sind sie aber trotzdem. Ich meine, wer findet eine News uninteressant, in der es um Vergewaltigung von Minderjährigen, Mord oder Paris Hilton geht? Klingt vielleicht Makaber, ist aber die Realität in unserer Medienwelt.

    Ich denke, dass die Seite Veränderungen dringend nötig hat. Vielleicht war das der erste Schritt.

  7. Torsten

    am 11. Oktober 2006 um 09:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nur um eins Klarzustellen: auf Shortnews hat niemals “Bürgerjournalismus” stattgefunden, da hier lediglich Meldungen aus anderen Medien zusammengekürzt wurden. Ein Bürgermedium, dass nur aus Massenmedien abschreibt, ist kein Bürgermedium - egal wie schlecht die Mitarbeiter entlohnt werden. Am ehesten trifft wohl die Bezeichnung “News-Forum”.

    Das Ergebnis taugt eigentlich nur als Witz, beziehungsweise als Sammelstelle für Falschmeldungen und hanebüchene Missverständnisse.

  8. vom Autor

    am 11. Oktober 2006 um 13:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    Zum “Bürgerjournalismus”würde ich sagen, dass dieser als eine relativ neue Begrifflichkeit ein weites Feld umfasst. Da wird von manchen Medien der Bürger (und die Bürgerin) aufgefordert Fotos einzuliefern, andere wollen local news, wieder andere fordern zum Recherchieren in den Medien auf und bei ssn dürfen eben “eigene” Nachrichten als Synopsis oder Zusammenfassung veröffentlicht werden. Diese bringt die Inhalte anderen ebenfalls näher und animieren zum Austausch - im Forum (ähnlich wie Leserbriefe). Ich denke, dass auch mit Nachrichten über Nachrichten eine Leserschaft animiert wird über diese nachzudenken (oder sich schlicht an ihnen erfreut).

    Wie auch immer - innerhalb des Konzepts einer “user generated content” Webseite erscheint mir wichtig, dass klarer herausgearbeitet wird, was die Rolle derjenigen ist, die dazu (in diesem Fall mit Nachrichten) beitragen.

    Erzeugen die “Newser” Nachrichten zum inhaltlichen Austausch, zur Diskussion eines Themas oder Vorfalls, oder sollen sie damit vorrangig Internet-Traffic auf einer Webseite anregen und sind sonst nichts wert?

  9. Torsten

    am 11. Oktober 2006 um 13:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    la iguana:

    Die User generieren ja keinen Content - sie formatieren ihn bloß.

    Insofern kommt das Konzept von Shortnews einem “mechanischen Türken” näher als dem eines Bürgerjournalisten.

  10. Lars Lippenmeier

    am 11. Oktober 2006 um 19:33 Uhr | Link | Kommentar melden

    klasse Artikel! Wenn man was über Bürgerjournalismus wissen will, ganz klar readers-edition. de

    Vielen Dank.

  11. Peter Schink

    am 11. Oktober 2006 um 23:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wow, guter Artikel. Ich hoffe nur, dass artet nicht zu einemKonkurrenzkampf zwischen RE und SSN aus ;)

  12. Amos

    am 13. Oktober 2006 um 11:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo,

    die Absetzung des Teams empfand ich als absolut nötig. Es wurde von diesem in politischen Dingen eine linkslastige Meinungsdiktatur etabliert, was für unzählige gemäßigte konservative User zu Provokationen, Usermobbing und letztendlich Sperrung führte.

    Beispiel: Volksverhetzung gegen die USA. Für den Hitler-Bush-Vergleich wurde 2002 Herta Däubler-Gmelin als Justizministerin aus Gerhard Schröders Regierungteam entfernt. In SSN waren solche Hetzereien an der Tagesordnung, wurden toleriert und User mit mehr oder weniger Sympathien für die USA wurden sowohl von Forenmoderatoren als auch amerikafeindlichen Usern folgenlos diffamiert.

    Das neue Team wird es hoffentlich besser machen

  13. strajk dziennikarzy obywatelskich « locomotiv

    am 13. Oktober 2006 um 13:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Na niemieckim blogu BlogAge znalazłem info o strajku dziennikarzy … obywatelskich. No właśnie, ciekawostka, wiÄc za pomocÄ linku udałem siÄ na stronÄ ReadersEdition, gdzie jest artykuł jednego z użytkowników platformy, na której siÄ cała historia toczy. […]

  14. rudi2

    am 18. Oktober 2006 um 12:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    @AMOS,

    “In SSN waren solche Hetzereien an der Tagesordnung, wurden toleriert und User mit mehr oder weniger Sympathien für die USA wurden sowohl von Forenmoderatoren als auch amerikafeindlichen Usern folgenlos diffamiert.”

    Also, das kann ich nicht bestätigen, ich war grundsätzlich auf der Suche nach USA-entlarvenden News. Auch Israel-Kritische News habe ich zuhauf eingeliefert und dazu auch die entsprechenden Kommentare abgeliefert.

    Das Gegenteil dessen, was Du behauptest, war der Fall. Derartige News wurden vom alten Team eigentlich immer wohlwollend bewertet, ich habe deswegen Nie irgendeine Art von Ärger bekommen.

    mfg

    Rüdiger

  15. Amos

    am 19. Oktober 2006 um 10:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Rüdiger

    die von mir beschriebenen Hetzereien erfolgten weniger in den News, sondern in Kommentaren von linksextremen oder islamistischen Usern. Diese wurden kaum editiert.

    In aktuellen Forenbeiträgen gibt es Anspielungen, dass dem Exteam eine politische Linkslastigkeit vorgeworfen wurde, und dies mit als Begründung für deren Absetzung diente.

  16. Rudi2

    am 19. Oktober 2006 um 17:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Amos

    OK- da scheint momentan wirklich der Teufel los zu sein, ein unbedachter Kommentar, und schon kommen irgendwelche Wortverdreher und schassen einen als Neonazi. Auch ich wurde dort kürzlich als “Rechtsextremer”, “Alkoholiker” und “tablettensüchtig” beschimpft, nur weil ich eine Aussage, die ich zudem noch in Ironietags gesetzt hatte, angeblich aus dem Zusammenhang gerissen hätte, was ein sicheres Zeichen für Ausländerhass sei. Jegliche Diskussionen hätte ich mir ersparen können- plötzlich wurde ich von einem Schwarm Moralaposteln in die Neonazi-Ecke gedrängt, beleidigt, unterschwellig bedroht etc……
    Solche Dinge sind mir allerdings zu Zeiten des alten Teams nicht passiert…….

  17. Freiherr

    am 25. Oktober 2006 um 14:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    …außerdem ist unter den nun gefeuerten Administratoren
    Shortnews nicht nur zum Tummelplatz für faschistoide
    Linksextreme (Antifaleute vom untersten Niveau) mutiert -

    es konnten sich auch schamlose Pädophile
    dort frei entfalten und deswegen empörte User wurden
    nach kürzester Zeit als Faschisten, Rassisten etc. ungestraft
    beschimpft….
    Wer vor dem Adminwechsel die Homosexualität, Pädophilie
    oder andere deviante Lebensformen nicht gut fand, wurde
    vom antifaschistischen schwulen Pöbel nach kürzester Zeit
    gemobbt , genervt , gesperrt…

  18. Readers Edition » Sternshortnews bald ohne “Stern”

    am 15. Februar 2007 um 14:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Seit dem Boykott mancher User hat sich in unseren Augen auch so manches verändert und manches ist natürlich auch durchaus gleich geblieben. Wir versuchen seit der Entlassung der externen Mitarbeiter, die wir im Übrigen mit bezahlten Kräften vor Ort ersetzt haben, eine unabhängige und neutrale Plattform für unsere User zu entwickeln. Das heißt, das neue und alte Team soll in Zukunft mehr im Hintergrund stehen und nur moderieren bzw. die News checken. Das heißt konkret: das Augenmerk liegt in Zukunft auf den News, der Freizone, in der die User Kurzgeschichten, Essays etc. einstellen können und den Diskussionen über diese und die News. […]

  19. Readers Edition » stern shortnews bald ohne “Stern”

    am 15. Februar 2007 um 14:19 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Seit dem Boykott mancher User hat sich in unseren Augen auch so manches verändert und manches ist natürlich auch durchaus gleich geblieben. Wir versuchen seit der Entlassung der externen Mitarbeiter, die wir im Übrigen mit bezahlten Kräften vor Ort ersetzt haben, eine unabhängige und neutrale Plattform für unsere User zu entwickeln. Das heißt, das neue und alte Team soll in Zukunft mehr im Hintergrund stehen und nur moderieren bzw. die News checken. Das heißt konkret: das Augenmerk liegt in Zukunft auf den News, der Freizone, in der die User Kurzgeschichten, Essays etc. einstellen können und den Diskussionen über diese und die News. […]

  20. Lindwurm

    am 16. Februar 2007 um 10:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    Tja … nur wen interessiert das noch ?

    Schon das alte gefeuerte Team hat hervorragend aus einem mehr oder weniger erfolgreichem News-Portal eine sinnentleerte und banal wirkende News-Community gemacht. Und die neue Führung stellt das jetzt nur auf professionelle Füsse.

    Es gab angeblich bei Shot News schon Mitte 2004 tatsächlich Leute, denen diese Neuausrichtung gewaltig gegen den Strich ging :

    http://shortnews.stern.de/feedback.cfm?fanz=1&fbid=1988561

    Die alte Team-Seilschaft hat sich doch vorher gegenüber den “normalen” Usern nicht viel besser benommen und jetzt nur mal am eigenen Leib gespürt, wie das so ist.

  21. Ex-Snler

    am 18. Februar 2007 um 17:30 Uhr | Link | Kommentar melden

    Fakt ist, dass die externen “Mitarbeiter” ihre Position eklatant missbraucht haben. Erst durch ihre Entlassung wurde ein Teil der Missstände aufgedeckt. Beispielsweise hatten diese “Mitarbeiter” Dutzende Fake-Accounts, mit denen sie gezielt eingelieferte News abgeschossen haben, mit denen sie gezielt von ihnen “unerwünschte” User diffamiert haben. Das ganze erinnert an den berühmten Roman “Die Welle”.
    Nach der Entlassung diese “Mitarbeiter” kann man auf SSn wenigstens wieder frei atmen. Danke SSN.

  22. Lindwurm

    am 23. Februar 2007 um 14:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    Der Sinn und Zweck von “Fake Accounts”

    Wenn jemand für die unangenehmen Stellungsnahmen und Kommentare einen Fake benutzt, zeugt das zunächst nur von seiner Feigheit im eigenen Namen zu sprechen. Bei Shot News hatten diese Fakes aber in Hinsicht auf das Mobbing von News und Usern fast schon eine strategische Funktion.

    Oder kennt irgendjemand tatsächlich aktuelle Äußerungen aus der Geschäftsführung oder des richtigen Managements bei GoNamic ?

    Auch die neue Chefredakteurin hat es von Anfang an vorgezogen, sich nicht mit ihrem “richtigen” Nick einen Ruf aufzubauen und an Profil zu gewinnen, sondern als Fake ihre Erfahrungen zu sammeln und auf die intrigante Tour auch Stimmung gegen bestimmte Leute zu machen.

    Das Verbot von Fake-Accounts gilt nicht für alle. Neben den Führungskräfte genießt auch der “innere Kreis” eine gewisse Narrenfreiheit bezüglich der Regeln. Ich würde also nicht unbedingt von Mißbrauch reden, das ist bei Shot News normal und hat Methode.

  23. Die Zeit - Blogruf » Kleine Medienschau: Wenn die Contentlieferanten streiken

    am 14. November 2007 um 21:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] » Blogs » Blogruf Freitag 13.10.2006 Journalismus  Onlinejournalismus  Trophäen Kleine Medienschau: Wenn die Contentlieferanten streiken Von Falk Lüke | 16:40 ShortNews ist eine traurige Geschichte, dafür allerdings eine mit viel,viel Geschichte. ShortNews war 2.0 bevor es das Wort gab. Dabei spielen Glücksspieler, Hyperitter und Verlage eine gewisse Rolle. Um 2001 habe ich dort ausprobiert, wieviel Aufwand es ist, sich einen Amazon-Gutschein über 10 Euro oder so zu erarbeiten. Den gab es damals für eine bestimmte Anzahl in der Community ergatterter Punkte. Damals wie heute ist ShortNews eine Citizen-Copy+Paste-Gossip-Community (C2PGC?) erster Güteklasse. Und seit neuestem wird dort sogar gestreikt, wie Blogh berichtet und auch bei der Readers Edition zu lesen ist… […]

Einen Kommentar schreiben

Kommentare für diesen Artikel als RSS-Feed abonnieren.

Hinweis: Alle Kommentare werden moderiert und müssen freigeschaltet werden.

Erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>

Als Kommentator akzeptieren Sie die Teilnahmebedingungen der Readers Edition.