In der griechischen Mythologie ist Kalliope die Muse der erzählenden Dichtkunst. Sie war die Gattin Apolls, die Mutter des Orpheus und wird auch die „Schönstimmige“ genannt. Vier junge Sänger und Sängerinnen, die an der Musikhochschule in Hamburg ausgebildet wurden, transportieren die schönstimmige Dichtkunst in das einundzwanzigste Jahrhundert. Mit einer Mischung aus a capella Gesang und Poesie verzaubern die „Schönstimmigen“ perfekt und schwerelos das Publikum.Am Freitag, den 13.10.2006, traten die vier „Schönstimmigen“ im Kanapee, dem Wohnzimmertheater, in Hannover auf. Sowohl die außergewöhnliche Bühne als auch das Gereimte und Ungereimte Arrangement des Quartetts Kalliope machten den Abend zu einer Komposition.
Das Wohnzimmertheater Kanapee feiert dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum und bot dem Publikum mit dem Quartett Kalliope einen Abend voll Wohlklang und musikalischem Esprit. Die vier audrucksvollen Nachwuchskünstler, besser Musen, ließen Poesie hörbar werden. Mit Spaßigem von Heinz Erhardt, Gedichten von Rilke (Karussell), Goethe (Erlkönig) und Ernst Jandel (Mops) ließen sie das Publikum Texte und Volkweisen sehen, hören und im Herzen fühlen.
Kalliope arbeiten seit 2002 zusammen und haben zahlreiche Auftritte vorwiegend im norddeutschen Raum absolviert. Sie klingen nicht nur schön und harmonisch, sondern auch jedes Wort ist zu verstehen. Keine Silbe geht unter. Somit werden die Texte sinnlich erfahrbar für das Publikum und gehen unter die Haut. Reime und Verse bleiben in den Köpfen und Herzen.
Astrid Schmidt (Alt), die Komponistin und der Kopf der Schönstimmigen, sagte am 14.10.2006 im Interview mit der Autorin: „ Ich habe früher in der Schule nie mit Gedichten zu tun gehabt und habe kein einziges auswendig lernen müssen. Das fand ich immer schade. Ich rege jetzt auch meine Schüler immer an, Gedichte und Liedtexte auswendig zu haben, denn im englischen heißt auswendig lernen oder ein Lied auswendig können, „by Heart“, das man sie im Herzen hat. Und so ist es auch. Wenn man etwas auswendig kann, hat man es im Herzen. Man geht irgendwo lang und kann es in Gedanken noch einmal repitieren und daraus kann was entstehen.“
Heute können die vier, Christiane Strenge (Sopran), Astrid Schmidt (Alt), Thomas Maxeiner (Tenor) und Joe Roesler (Bass) viele Gedichte und Liedtexte auswendig und überzeugen mit bester Aussprache und harmonischen Klängen in allen Tonlagen. Kalliopes Repertoire umfasst Klassisches und Poppiges, Getragenes und Schwungvolles und spart nicht mit musikalischen Zitaten aller Stilrichtungen. Dabei verblüffen sie mit einfallsreichen Interpretationen.
Wer das vielversprechende Nachwuchsquartett Kalliope erleben möchte, kann sich auf ihrer Internetseite www.kalliope-a-cappella.de über weitere Konzerttermine informieren und Fotos anschauen.
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