Bedingungsloses Grundeinkommen. Gedanken über eine mögliche nahe Zukunft.

- Er würde sich über ein Grundeinkommen freuen (Foto: AP)
Worum geht es? Sicherung des Grundeinkommens heißt, dass der Staat aus Steuermitteln jedem Bürger ohne Rücksicht auf seine wirtschaftlichen Verhältnisse monatlich soviel Geld zahlt, dass dieser sich allein damit angemessen unterhalten kann. Seit eh und je gilt in unserer Gesellschaft das Leistungsprinzip: jeder ist für die Aufbringung der Mittel für seinen Lebensunterhalt selbst verantwortlich.
Da es aber immer wieder Wechselfälle des Lebens gibt, in deren Folge der Einzelne es nicht mehr ganz oder gar überhaupt nicht mehr schafft, mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen – besonders wenn gar keine Arbeit da ist –, haben wir ein kompliziertes System geschaffen, das dem Betroffenen im Notfall Ersatzleistungen und ergänzende Leistungen zukommen lässt: Steuervergünstigungen, Subventionen, Kindergeld, Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld, Sterbehilfe, betriebliche, staatliche und private Rente und vieles mehr. Alles in allem sind es überschlägig mehr als 150 verschiedene Arten sozialer Leistungen, die von endlos vielen verschiedenen Stellen bewilligt werden.
Wenn dieses Sicherungssystem wie heute immer öfter versagt und Bürger unseres Staates in Armut fallen, sodass sie nicht mehr ein für die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse unseres Landes angemessenes Leben führen können, muss nach dem Sozialstaatsgebot unserer Verfassung, Art. 20 GG, der Staat (Bund. Länder oder Gemeinden) für die Kosten der Lebenshaltung aufkommen. Die Praxis zeigt indes keinerlei Großzügigkeit gegenüber den oft unschuldig Gebeutelten. Ganz nach dem sozilhilferechtlichen Grundsatz des Vorrangs der Eigenhilfe werden dann, wenn die untere Grenze erreicht ist, die Daumenschrauben angezogen. Zwar gibt es keinen Schuldturm mehr, aber die Zumutung eines 1-Euro-Jobs geht durchaus an die Grenze der Würde des Menschen,Art. 1 GG.
Laut Statistik (Wikipedia) waren in Deutschland in 2003 schon 13,5 % aller Bürger so arm, dass sie in diesem Sinne arm waren. Wie bei solchen Zahlen üblich, sollte man die üblichen Statistiklügen und eine nicht geringe Dunkelziffer hinzurechnen. Trickreich herausgerechnet sind insbesondere die Millionen Rentner aus der ehemaligen DDR, deren Rentenanwartschaftsansprüche durch die überhitze Einführung der D-Mark und den folgenden totalem Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystems der DDR in Wahrheit keinen Pfifferling mehr wert waren und jetzt praktisch aus Steuergeldern aufgebracht werden.

- Armutsstatistik (Bild: Hans Böckler Stiftung 2005)
Eine realistische Zahl der Bürger in Deutschland, die mit meist kleinen Beträgen vom Staat leben müssen, mag bei 40% liegen. Zusammen mit den Westrentnern muss der Staat grob geschätzt bereits heute das Grundeinkommen von mehr als 60% der Gesamtbevölkerung aufbringen. Da die Gesellschaft immer mehr vergreist, wird das noch viel schlimmer werden.
Warum wohl haben die Regierungsparteien vor der Bundestagswahl 2005 damals noch als Regierung und Opposition gemeinsam mit der „Agenda 2010“ so gnadenlos zugepackt und greifen jetzt allen Bürgern mit der beispiellosen Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3 % ab dem kommenden Jahr in die Tasche? Der kleine wirtschaftliche Aufschwung dieses Jahres mit etwas mehr an Steuern als erwartet ändert nichts daran, dass unser Staat selbst der ärmste aller Schlucker im Lande ist. Und dieser kaum noch handlungsfähige Staat, der auf allen Ebenen wichtige Ausgaben kürzen muss, soll das Geld haben, um den Armen im Lande und darüber hinaus auch den Bürgern die es gar nicht unbedingt brauchen, das Grundeinkommen zu sichern, damit sie auch ohne Arbeit angemessen leben können?
Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wird nämlich in Ansehung eines Grundbedarfs für die Bestreitung des Lebensunterhalts, der deutlich oberhalb des vorgenannten Sozialhilfesatzes liegt, das Leistungsprinzip aufgegeben. Zum Ausgleich dafür entfallen alle die genannten komplizierten Leistungsregeln, auch alle Subventionen und Steuervergünstigungen, nach einer Übergangszeit auch alle staatlichen Renten und Pensionen. Wer nicht selbst weiter vorsorgt, hat zwar nicht viel, kann aber immer noch ein in unserer Gesellschaft als angemessen erachtetes Leben führen. In wirtschaftlich schwächerem Umfeld wäre der Empfänger dieser Leistungen sogar alles andere als schlecht dran.
Das bedingungslose Grundeinkommen erhält jeder Bürger ohne Rücksicht auf ein etwaiges zusätzliches Einkommen aus Arbeit, Kapitalerträgen oder woher immer. Dem Grundeinkommen haftet daher kein Makel an wie etwa der heutigen Grundsicherung, die es dann verständlicher Weise auch nicht mehr gibt.
Wenn man bedenkt, wie viel von den der Sicherung in Alter und Notfall dienenden Geldern durch ihre aufwändige Verwaltung verloren geht, bekommt man ein Gefühl dafür, dass an der Idee des bedingungslosen Grundeinkommen vielleicht doch „etwas dran“ sein könnte. Zwar gibt der Staat heute endlose Milliarden für Sozialleistungen aus. Sein Verwaltungsapparat kostet aber kaum weniger, wozu auch die uns von den Alliierten aufgezwungene horizontale Zersplitterung aller Aufgaben beiträgt. Diese Zersplitterung der Macht, die angeblich nur den “checks and balances” im demokratisch-parlamentarischen System helfen soll, trägt auch dazu bei, dass in unserem Staat jede Stelle den anderen den Mut nimmt, ernsthaft notwendige grundlegend nötige Neuerungen anzugehen.
Die Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommen erklären indessen, dass der Staat nach dem neuen Modell nicht einmal mehr ausgeben muss als bisher! Er müsste aber eben die unsinnigen Ausgaben beenden. Ein Beispiel: allein die Bundesanstalt für Arbeit,
die kaum noch Stellen zu vermitteln hat und noch am ehesten Jobs über externe Agenturen unterbringt, beschäftigt rund 95.000 Mitarbeiter. Entsprechend ihrer geringen Bedeutung hat sie auch in allen Städten die auffälligsten Baulichkeiten bezogen. Parkinson lässt grüßen. Er berichtete über die Aufblähung einer britischen Militärverwaltung nach dem 1. Weltkrieg für eine Schiffsklasse, die nach dem Krieg gar nicht mehr existierte und auch nicht in Planung war. Wo ist der Unterschied?
Bedarf es einer überhaupt einer grundlegend neuen Wirtschaftsverfassung?
Hört man sich unsere Politiker an, allen voran die Kanzlerin, verfolgen sie unerbittlich das Ziel der Vollbeschäftigung. Sie reden in Allianz mit der Wirtschaft von der Notwendigkeit weiterer Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse. Die Stärkung der Wirtschaftskraft der Unternehmen, klein und groß, sei die Basis für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Gewerkschaften sind zwar der Meinung, dass ihre Mitglieder nach mehr als zehnjähriger Lohnenthaltung und immer weiter erhöhter Gesamtarbeitszeit jetzt endlich einmal mehr Lohn erhalten müssten. Die Mitglieder laufen ihnen aber davon und schließen einen Burgfrieden nach dem anderen mit dem Feind, weil sie wissen, dass die Gewerkschaften längst keine Druckmittel mehr haben.
Derweil erhöhen die Kapitalgesellschaften, die alle Jahre herrlich verdient haben, den Druck auf ihrer Belegschaften, um ihren „shareholder value“ immer mehr zu verbessern. Mit dem Abbau der Arbeitsplätze und Millionen Arbeitslosen – viele Millionen mehr als die Arbeitsstatistik preis gibt – vergrößert sich das Heer der Arbeitswilligen, die auch für weniger Geld arbeiten. Die Politik erklärt, dass man doch Verständnis für die global tätigen Unternehmer haben müsse. Unternehmer halten uns vor, dass es doch auch wertvoll sei, wenn im Ausland Arbeitsplätze geschaffen würden. Da die Arbeit fast überall im Ausland billiger ist als in Deutschland, muss man es wohl einfach hinnehmen, dass es auf lange Sicht so weiter geht. Die Folge ist, dass die global tätigen Unternehmen immer besser verdienen und immer mehr Macht erhalten – eine Macht, die sie auch die Politiker spüren lassen. Die Staatsfinanzen sind am Ende, die Gesundheitskassen, die damit verbunden sind, sind leer. Die Rentenansprüche lassen sich schon sehr bald nicht mehr befriedigen (Blüm: „Eins ist sicher, die Rente”). Es gibt längst keine Alternative mehr: unsere Wirtschaftsverfassung hat ausgedient. Wie aber könnte die Welt nach einer Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens aussehen?
Die Welt nach der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens.
In dieser „schönen neuen Welt“ hat zwar nicht jeder wie damals in der DDR einen Anspruch auf einen Beschäftigungsplatz (von Arbeitsplatz konnte man da oft nicht reden, weil die staatliche Planwirtschaft viele unsinnige Arbeiten erzwang). Aber beim Modell des bedingungslosen Grundeinkommens bekommt jeder Mensch, ob alleinstehend oder Teil einer Familie oder Lebensgemeinschaft, monatlich einen festen Betrag, der es ihm ermöglicht, ein angemessenes Leben in der Gesellschaft zu führen. Die genaue Höhe dessen, was das bedeutet und was zahlbar ist, wird sich ergeben. Optimisten sprechen von 1.500,00 € nach heutigen Verhältnissen. Unbestreitbar wäre das ein Traum. Und es ist nicht einmal sicher, dass es nicht in solcher Größenordnung ginge. Der Staat belässt der Wirtschaft ihre Freiheit. Sie kann Mitarbeiter werben, die allerdings nicht auf jedwede Bedingung eingehen werden, weil sie nicht um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen. Kapital und Arbeit finden so ein neues Niveau der beiderseitigen Augenhöhe.
Mit den neuen System ist die Armut von Staats wegen abgeschafft! Die Wirtschaft profitiert mächtig von diesem Plus an Kaufkraft, der Staat bekommt über die Steuern einen erklecklichen Teil zurück. Kapital bleibt kaum noch in den Sparstrümpfen liegen, weil das Sparen zur Sicherung der Existenz nicht mehr so wichtig ist wie heute. Schuldner zahlen wieder besser, weil sie genügend Geld zum Leben haben und die Versuchung, sich zu verstecken entfällt. Ideen zählen. Existenzgründung fällt leichter. Die Ingenuität der Bürger fließt viel mehr in die Gesamtleistung der Gesellschaft ein als bisher.
Die Wirtschaft hat endlich geringere Lohnnebenkosten. Fängt man mit dem bedingungslosen Grundeinkommen auch die Gesundheitskosten ab, was nur sinnvoll ist, gibt es gar keine Lohnnebenkosten mehr! Und würden die Menschen sich dann faul aufs Kreuz legen? Manche bestimmt, die es auch heute schon darauf anlegen. Die große Zahl der Bürger würde wie bisher eine Lebenserfüllung in einer Beschäftigung suchen. Diese aber ermöglicht ihnen im neuen System weit besser, ihre eigenen Fähigkeiten und Talente einzubringen.
Die Bezahlbarkeit
Bereits aus dem Vorgenannten erhellt, dass der großen monatlichen Ausgabe des bedingungslosen Einkommens für Jedermann eine große Zahl von Einsparungen gegenüber steht. Diese zusammen mit dem heute bereits nötigen Sozialaufwand erreichen die Kosten des Systems, wie vielfach nachgewiesen wurde. Äußerst gründlich wurde dies im sog. Ulmer Modell aufgezeigt, einer Studie der Universität Ulm von 1996. Aber weltweit bewegt sich etwas, in allen Ländern ist den Kritikern exakt vorgerechnet worden, dass das Modell bezahlbar ist.
Falsche (ethische) Einwände
Es ist ein überholtes Menschenbild, dass der Mensch von Natur aus faul sei. Wer daran festhält, dem ist kaum zu helfen. Der Mensch ist allerdings auch nicht von Natur aus “gut”, wie Marx es aus dem Bauch heraus annahm.
Die modernen Wissenschaften vom Menschen, insbesondere die Endokrinologie, haben uns neue, greifbare Erkenntnisse über die Menschen gebracht. Wir brauchen nicht nur mehr blind zu vermuten, wie wir funktionieren. Was die Bedingungen für eine gute Arbeit angeht, wissen wir, dass der Mensch unter Zwang nur unter Aktivierung der Mygdala arbeitet und auch lernt. Dies ist die verborgene Hirnregion, in der seine Urängste vergraben und von woher Daten nur schwer aufrufbar sind. Frei arbeitet der Mensch unter Aktivierung seines ein Zwischenhirns, das bei ungezwungener Arbeit alle Erkenntnisse sammelt. In der nächsten Schlafperiode werden sie automatisch im Großhirn ablagert, wo sie jederzeit verfügbar sind.
Die lockeren Sprüche von Paulus: „ Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ (Thessalonier 3,10) und Karl Marx : „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen (Kritik des Gothaer Programms, GME, 19:21) waren nie durchdacht. Jeder weiß dass es töricht ist, „im Schweiße seines Angesichts sein Brot verdienen“ zu wollen. Mit ein wenig Arbeit seiner grauen Zellen schafft man das weit besser und weniger mühevoll.
Wenn der Geldverdienst nicht mehr den Druck zur Erbringung von Leistungen darstellt, arbeitet der Mensch vielmehr willig und effektiv wie sonst nicht. Das beweisen die Abermillionen ehrenamtlich tätigen Bürger, die freudig einen erklecklichen Beitrag zum Bruttosozialprodukt unserer Gesellschaft beitragen.
Wir sind auf dem Weg zur Wissensgesellschaft. Diese kann keine nur unter Druck arbeitenden Lohnsklaven brauchen. Sie hat große Chancen zu ihrer Realisierung unter den Bedingungen der vom Existenzdruck befreiten Arbeit. Man sehe sich einmal im legendären Silikon Valley um. Dort leisten engagierte weit über ihrem Lebensbedarf bezahlte Menschen zukunftsweisende Arbeit. So etwas wäre auch in Deutschland möglich.
Weitere Informationen zum Thema:
Götz Werner, Gründer und Chef der Drogeriemarktkette “dm” im Interview (Deutschlandfunk)











Peter Friedrich
Abkehr vom Leistungsprinzip - Mann, den Aufschrei der Empörung wird man noch in Australien hören!
Ausgezeichneter Artikel! Die Readers Edition läuft dem Hauptteil der Netzeitung allmählich den Rang ab.
Jens Noack
Sehr schön, dass das auch hier mal diskutiert wird. Ein BGE kann hervorragend dafür sorgen, das unnütze Arbeiten verschwinden. Man denke nur an die riesige Bürokratie in Deutschland und dem Aufwand für den Einzelnen zur Beziehung von staatl. Leistungen. Statt sich um die Bearbeitung von Anträgen zu kümmern, kann sich eine Arbeitsagentur auch mal wieder um das kümmern, für was sie eigentlich da ist. Um die Vermittlung von Arbeitsplätzen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass ein BGE nicht zu einem Wirtschaftswachstum um des reinen Wachstumswillen führen darf. Das wird oft propagiert, ist aber ökologisch völlig unvertretbar.
U.Wilmers
Natürlich wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen an der Zeit. Zumal damit dann endlich wieder Talente geweckt werden, die unter den derzeitigen Bedinungen (jeder soll im jeden Job machen) völlig ausgehebelt. sind. Zudem könnten Bürger wieder selbstbewußt einen vernünftigen Lohn aushandeln. Seit Hartz IV ist die Versklavung ja wieder eingeführt worden.
Allerdings würde ich ein Grundeinkommen von max. 700 Euro, (Kinder 300-359) für angemssen halten, damit der Wunsch nach mehr gweckt bleibt und Arbeit nachgefragt wird. Bei gleichzeitiger Abschaffung aller Subventionen (Wohngeld, Kindergeld, etc) ist das durchaus bezahlbar.
Warum wird es nicht kommen?
Menschen, die ohne Erwerbseinkommen sind, werden gerne als sozial schwach tituliert, obwohl dies zunächst völiger Unsinn ist. Wenig oder kein Geld zu besitzen, hat mit sozialer Schwäche nichts zu tun. Aber - mit einer solchen Bezeichnung lässt sich besser rechtfertigen, dass Schwärme von Bürgern über diese Klientel herfallen, um sie “in die Gesellschaft zu integrieren”. Damit sichern si ihre eigenen Posten, ob das nun Sinn macht oder nicht.
Hinzu kommt die schon immer bestehende Ansicht, mann müsse “den Menschen Beine machen”, also fremdbestimmen. Eine Eigenschaft, die im Deutschen tief verwurzelt ist. Wie sagt Müntefering so gerne und oft: ” Wer nicht arbeitet, darf auch nicht essen”. Mit einer solchen Einstellung werden die Menschen in diesem Land “regiert”.
Daher glaube ich nicht, dass wir im Sinne eines tatsächlichen Fortschritts das bedingungslose Bürgergeld bekommen werden. Auch wenn es DAS Instrument wäre, um endlich aus dem Kreislauf der Armut und Ungerechtigkeiten heraus zu kommen.
Bedingungsloses Grundeinkommen. Gedanken über eine mögliche nahe Zukunft. at Bedingungsloses Grundeinkommen
[…] 12.Dezember, 2006 von admin Sicherung des Grundeinkommens heißt, dass der Staat aus Steuermitteln jedem Bürger ohne Rücksicht auf seine wirtschaftlichen Verhältnisse monatlich soviel Geld zahlt, dass dieser sich allein damit angemessen unterhalten kann. Seit eh und je gilt in unserer Gesellschaft das Leistungsprinzip: jeder ist für die Aufbringung der Mittel für seinen Lebensunterhalt selbst verantwortlich.Readers Edition (12.12.06) […]
Andy
Aha, sehr schön.
Jede Familie bekommt 3.000 oder besser 6.000€ für nichts auf die Hand.
Alle wollen plötzlich arbeiten, weil Ihre unterdrückten Talente freigesetzt werden.
Und der Wirtschaft geht es gut.
Darf ich bitte die Fakten sehen?
U.Wilmers
Andy, polemischer gehts kaum. Einfach richtig durchlesen. Niemand redet hier von 3000 oder 6000 Euro! Erst lesen, dann denken, dann schreiben!
Peter Friedrich
Tja, U. Wilmers, das war der erste Aufschrei der Empörung …
Andy
Nein, keine Empörung.
2 Erwachsene und 2 Kinder sind 4 Personen. 2* 700+ 2*350 sind 2.000€.
Optimisten gehen von 1.500 pro Person aus ergibt 4*1.500 = 6.000€.
Also?
Peter Friedrich
Na ja, Andy, dann geh doch mal davon aus, dass die Krankenversicherung davon vollständig bezahlt werden muss, Pensionen und Renten entfallen und und und … da lauert natürlich der nächste Aufschrei.
tertio gaudens
Klasse Artikel. Bin überzeugt. Und…ich bin mir sicher, es wird funktionieren.
Es beruhigt mich, das es Menschen gibt, die denken können…
Fritz
@Andy
nun sind sie schon preislich tiefer gegangen.
Pauschaliesieren Sie doch nicht so: “plötzlich arbeiten alle”
dahinter verbirgt sich doch die Ansicht, dass ein Großteil der Arbeitslosen nicht arbeiten wolle.
Es gibt übrigens sehr viele Akademikerbeziehungen in denen beide arbeiten, obwohl einer schon 3000 Euro und mehr netto bekommt.
Das ist ein Hinweis, dass sich Menschen um Arbeit bemühen, weil sie entweder einen Sinn mit Arbeit verbinden oder einfach noch mehr Einnahmen möchten und konsumieren oder für die Kinder ansparen möchten, wenn sie eine Möglichkeit dazu sehen.
Übrigens befürworten sowohl FDP wie die Linkspartei so eine Grundeinkommen (auch Bürgergeld genannt), wenn auch in unterschiedlicher Höhe.
Man kann es durchaus an Bedingungen knüpfen; z.B. die 800 Euro bekommt nur, wer sich zusätzlich einen Job sucht, der ihm monatlich mindestens 250 Euro darüber hinaus einbringt. Das würde jedem Menschen, außer Kranken und Behinderten auch gelingen.
Thomas Straubhaar hat das durchgerechnet und liefert die Fakten:
Interview zum Thema Grundeinkommen
http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Straubhaar
Costello
Na, da werden sich die armen Mit-EU-Bürger in Polen usw. aber freuen, wenn sie in Zukunft nicht mehr nach Deutschland kommen müssen, um hier zu arbeiten, sondern traumhafte Geldsummen ganz ohne Gegenleistung bekommen. Alles andere wäre mit der EU-Mitgliedschaft Deutschlands wohl zu kaum zu vereinbaren. Heute hat bei uns schließlich auch jeder ausländische Mitbürger hierzulande Anspruch auf sämtliche staatlichen Zuwendungen, die den Deutschen zustehen, und innerhalb der EU kann - wenn nicht schon heute, dann in ein paar Jahren - jeder seinen Wohnsitz frei wählen.
Falls man dem wider Erwarten einen Riegel vorschieben könnte oder gar die gesamte EU an dem Projekt mitmachen sollte - eigentlich undenkbar -, bliebe das Problem, dass die Heerscharen, die heute hierzulande unwillig zur Arbeit gehen, dies in Zukunft bleiben lassen, weil sie das Geld ja auch so bekommen. Also müssten die Wirtschaft und die öffentlichen Arbeitgeber Abermillionen von ausländischen Arbeitskräften aus aller Herren Länder anlocken, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Wenn schon heute die Integration der ausländischen Mitbürger in Ballungsgebieten problematisch ist, halte ich es für logisch, dass die Probleme in Zukunft dadurch noch größer würden, vielleicht sogar mit katastrophalen Folgen bis hin zum Bürgerkrieg.
“Bedingungsloses Grundeinkommen” ist eine Schnapsidee von linken Traumtänzern, mehr nicht.
Peter Friedrich
Eben, Costello, das Leistungsprinzip ist unantastbar, und wer nichst leisten darf - oder glaubst du im Ernst, die 4 Mio Arbeitslosen hierzulande wären arbeitsunwillige Heerscharen? - der soll auch nichts verdienen. Basta.
Nur keine neuen Ideen, denn die alten funktionieren ja bestens, nicht wahr? Jedenfalls für manche …
GeorgSeibt
@Costello
Sie kennen wohl die Tatsache, nicht dass Menschen aus dem Osten Tschechiens nicht in den Westen Tschechiens gehen, weil sie an ihren sozialen Bindungen hängen. Das Sprachproblem blenden Sie völlig aus und malen ein unrealistisches Horrorszenario an die Wand.
Im übrigen ließe sich das Konzept realisieren, wenn die Bedingung wie oben vorgeschlagen wäre, dass jeder sich eine gering bezahlte Arbeit sucht - ca. 200 Euro mtl.
Thomas Straubhaar und Götz Werner sind keine linken Traumtänzer sondern etablierte Ökonomen bzw. sehr erfolgreiche Unternehmer
Klaus Binder
@Costello
Lustig, wie sich die “linken Traumtänzer” plötzlich vermehren! An die “Untermenschen” im Osten wird auch schon gedacht. Der “linke” Juncker schlägt vor.
“Wir brauchen in Europa ein Grundeinkommen für alle”.
(google: “Juncker Grundeinkommen”)
Und der “Linksextremist” Götz Werner pilgert in Deutschland auf und ab und hält Vorträge: am 14.12.06 in Bochum, am 15.12.06 in Berlin usw usf. Die Räumlichkeiten sollen gerammelt voll sein…
Insider wissen: das Problem sind gerade die “Linken”, oder ein wichtiger Teil der Linken. Das BGE wurde bereits 1982 auf dem 1. Erwerbslosenkongress in Frankfurth proklamiert und seither 23 Jahre lang von diversen “Marxisten” und Gewerkschaftlern innerhalb der “sozialen Bewegung” boykottiert. Wie lange noch?
Über 20 Jahre Massenarbeitslosigkeit und gewerkschaftliches Arbeitsgewinsel sind genug!
Augu
Wunderbar, endlich nicht mehr malochen müssen u. ein Leben wie Paris Hilton führen können, zwar auf einem Geldniveau, das ein paar Zehnerpotenzen tiefer liegt, aber das reicht ja aus, wenn die Grundbedürfnisse abgesichert sind u. man sich seinen Hobbys u. einfachen Cola-Wokaparties widmen kann. Finanziert wird das ganze aus Steuermitteln u. die Mehrwertsteuer muss dazu sicherlich auch kräftig erhöht werden, noch ein Grund mehr, nicht mehr zu arbeiten, zumindestens nicht offiziell, sondern nur noch schwarz. Wer macht dann eigentlich die ungeliebten Jobs mit sehr früh aufstehen u. viel Stress.
Es ist eine tolle Idee: Wenn das Geld des Staates knapp wird für den Sozialhaushalt: für das Arbeitslosengeld, für die Zuschüsse zur Rentenkasse u. zu den Gesundheitskosten, nehmen wir ungefähr den 4-5 fachen Betrag der jetzigen staatlichen Sozialaufwendungen (oder noch mehr, weil ja jeder etwas kriegt) u. sind dann alle Sorgen einfür allemal los. Fast so toll wie bei Münchhausen, der sich selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen hat.
Wenn Norwegen mit ein paar Millionen Einwohnern u. einem jährlichen Geldsegen in Höhe von 100 Mrd. € aus der Erdöl-u. Erdgasförderung diese Wohltaten erwägen würde, wäre diese eine realistische Überlegung (sie tun es aber nicht). Diese Idee in Deutschland zu diskutieren, ist sehr realitätsfern.
Maier
@GeorgSeibt @Fritz
Die Bedingungslosigkeit des Grundeinkommens ist ja gerade der Witz an der Sache.
Sie wollen nun das wieder einführen was bereits vorhanden ist. ALGII. Wie soll sich ehrlich um Arbeit bemühen nachgewiesen werden. Wer kontrolliert und wer stellt die Regel Bedingung auf.
@All
Die Höhe des Grundeinkommens ist zunächst irrelevant. Am Ende wird es eine finanzierbare Summe sein. Basta!
Mir ist es wichtig, dass die Gesellschaft - also Sie alle hier - aus der Tatsache 3 Jahrzehnte währender stetig steigender Arbeitslosigkeit endlich den Schluss zieht, dass es keine Vollbeschäftigung mehr geben wird.
Die Welt hat sich geändert. 1% der Beschäftigten produzieren alle Lebensmittel in der Deutschland. Obendrein werden noch Brachflächen und ähnliches den Output mindernde von uns allen Subventioniert damit wir nicht in Milchseen ertrinken.
Zwischen 20-30 % - Tendenz fallend - produzieren die Rest.
Arbeiten müssen um zu Leben ist daher zunehmend ein Hirngespinst der Vergangenheit.
Sicher stellt sich die Frage wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland langfristig zu realisieren wäre. Hier bin ich der Ansicht wie @Costello.
Es muss langfristig EU weit eingeführt werden.
Danke für die geschätzte Aufmerksamkeit
GeorgSeibt
@Maier
Nein, es ist nicht das gleiche wie ALGII;
Denn bei AlgII kann ich keinen Formularkrieg vermeiden, wenn ich eine Bestätigung vorlege, dass ich zusätzlich selbst mindestens mtl. 200 Euro verdiene. Das ist ein Riiiiesenunterschied. Übergangsweise kann man die Bürger zwischen zwei Systemen wählen lassen. Straubhaar beschreibt sehr gut die Dynamik, die beim Wegfall der Sozialabgaben in den Arbeitsmarkt kommt.
Dass es Vollbeschäftigung geben kann ist eine Tatsache - wenn man nur über die deutschen Horizonte hinausblickt - nach Dänemark, Schweiz, GB, Irland usw.
Klaus Binder
Lieber Augu!
Am besten, man macht sich vorher etwas schlau. Leider hat es Rolf Ehlers auch versäumt seinen ausgezeichneten Artikel mit ein paar wichtige Zahlen zu garnieren. Von 82 Mio Bundesbürgern sind seit Jahren nur 39 Mio erwerbstätig. Die MEHRHEIT von 43 Mio ist nicht erwerbstätig. Diese Menschen leben auf ungesicherter Existenzgrundlage, sind vom Wohlwollen und der Opferbereitschaft der Eltern, Kinder, Freunde oder -wie es Rolf Ehlers ja durchaus erwähnt hat, von einem chaotischen Transfersystem abhängig. Bei Millionen Bürgern wird Monat für Monat individuell ausgerechnet, ob er 493,92 Euro erhält oder 564,12 Euro. Dazu ändert sich alles, sobald jemand heiratet, sich scheiden läßt, erwerbslos wird, oder Arbeit findet, umzieht (wohnugeld), krank wird usw. Allein das kostet bereits Unsummen.
Der “Staat” zahlt bereits im Durchschnitt 730 Euro/Monat an jeden Bürger. Nun, du kannst Dich ja auch selber schlau machen, die meisten Menschen, die sich mit diesem Thema NEUEN befassen, machen sich selbst schlau. Mir hat z.B. auch niemand alles Löffelweise eingegeben. Wir sind alle dieselben Bürger dieser Gesellschaft und haben dieselben Möglichkeiten uns um “unsere” Angelegenheiten selbst zu kümmern. Es gibt niemanden, keinen Kaiser oder Gott, der für uns die optimale Gesellschaft einrichtet. Wenn dir eh alles scheißegal ist. Dann laß es halt! Dumme Kommentare sind jedoch auch wenig hilfreich!
Fritz
Welchen Wahnsinn wir mit unserer Bürokratie treiben sieht man hier. Die Unterschiede belegen, dass es besser gehen kann, wenn man sich an der jeweils besten Verwaltung orientiert bzw. sie gleich streichen könnte:
Auch Herne ist besser
Berlin schneidet im Vergleich der Verwaltungskosten mit anderen Städten nicht gut ab. Lediglich bei Sozialämtern und dem Meldewesen gehört die Hauptstadt zu den Effizientesten. Berlin kann noch viel sparen, meint Finanzsenator Thilo Sarrazin.
Grafik : Einbürgerung
Etwa 88 Einbürgerungen bearbeitet ein Berliner Beamter im Jahr, in Mainz sind es 243.
Grafik : Zulassung von Neufahrzeugen
193 Autos werden pro Jahr von einem Mitarbeiter in Berlin neu zugelassen. Sein Kölner Kollege lässt 1 228 Autos zu.
Grafik : Einsatz von nichtpädagogischem Personal
In Berlin kommen auf einen Hausmeister oder eine Sekretärin 158 Schüler, in Bonn sind es 292.
Grafik : Gewährung von Unterhaltsvorschüssen
Ein Berliner Mitarbeiter genehmigt im Jahr 163 Unterhaltsvorschüsse, in Oberhausen werden 319 Anträge geschafft.
Grafik : Grünflächen
In Berlin kümmert sich ein Gärtner um 0,0334, sein Kollege in Chemnitz um 0,0540 Quadratkilometer Grünfläche.
Grafik : Betreuung des Medienbestandes in städtischen Bibliotheken
In Berlin kümmert sich ein Bibliothekar um 5 500 Bücher, CDs, DVDs, der Kollege in Fürth betreut doppelt so viele.
Grafik : Einsatz von nichtpädagogischem Personal
Bei den Berufsschulen kommt ein Hausmeister/eine Sekretärin auf knapp 128 Schüler, in Herne auf 506 Jugendliche.
Grafik : Gewährung von Leistungen für Asylbewerber
138 Anträge von Asylbewerbern bearbeitet in Berlin ein Mitarbeiter pro Jahr, in Köln sind es 168.
Gemessen an den Besten
Finanzsenator Sarrazin vergleicht die Verwaltungen von 27 Städten: Berlin kann noch sparen
02.12.2006, Berliner Zeitung
Lokales - Seite 25
Tobias Miller
————
Sind 10 000 Berliner Beamte überflüssig?
Sarrazin: 40 Prozent der Stellen in den Bezirksverwaltungen könnten bis 2014 wegfallen
Vergleichsstudie mit anderen deutschen Städten belegt Ineffizienz der Behörden
02.12.2006
Politik - Seite 01
Tobias Miller
BERLIN. Mehr als ein Drittel der 25 000 Beschäftigten in den Berliner Bezirksverwaltungen ist laut einer Studie von Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) überflüssig und kann ohne spürbare Nachteile für Bürger und Unternehmen abgebaut werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der Finanzverwaltung, in der die Bürokratiekosten der zwölf Hauptstadt-Bezirke mit 27 deutschen Städten verglichen werden. “Wenn wir uns an den besten Kommunen orientieren, könnten sogar 40 Prozent aller Stellen eingespart werden”, sagte Sarrazin am Freitag bei der Präsentation der Studie. Damit könnten rund 10 000 der noch vorhandenen 25 000 Stellen in den Bezirksämtern wegfallen. Ähnliches Einsparpotenzial gebe es auch bei den Hauptverwaltungen…
Julian
Bedingungsloses Grundeinkommen, Negative Einkommenssteuer, Bürgergeld oder bedarfsorientierte Grundsicherung. Alles Dinge über welche es sich lohn nachzudenken. Denn so wie es mit dem aktuellen System steht, kann es, und wird es auch nicht weitergehen.
Nur von der Politik ist da wirklich nichts zu erwarten, die haben weder die Ideen noch den Mut. (Geschweige denn die Fähigkeiten…)
Peinhard
Verzeihung, aber ich finde die Begeisterung etwas sehr blauäugig. Zumal wenn sie sich auch noch auf Straubhaar beruft, der in einem Interview bei brand eins klipp und klar erklärt hat worum es geht: einen ’sozialen Fußboden’ einzuziehen, damit der Rest der Gesellschaft ‘in Ruhe seinen Geschäften nachgehen’ kann. Und mehr als ein Fußboden wird das auch nicht werden, das Althaus-Modell zB nennt zwar 800€, davon gehen aber sofort 200€ ‘Kopfprämie’ für die Krankenversicherung ab - das Niveau liegt dann unter HartzIV. Und wer glaubt, dass das dann sukzessive angehoben würde, der glaubt wohl auch an höhere Sätze bei HartzIV. Nein, das ist genau die glaiche Armnutsverwaltung wie bisher, sie spart nur die Bürokratie - was für einen HartzIV-Betroffenen zugegebenermassen nicht wenig ist, und ich weiss wovon ich da rede. Aber eine Utopie zum Jubeln ist das nie und nimmer, auch das Werner-Modell nicht. Abgesehen von der absurd anmutenden Idee, das Bürgergeld könnte sich via reiner Konsumsteuer quasi an seinem eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen, ist dies ein rasantes Wachstumsprogramm für Groß- und Bestverdiener - welchen Teil ihres Einkommens konsumieren die denn? Die senken ihre Steuerbelastung so auf 20, 10 oder gar nur noch 5%, während der ‘Normalbürger’, der sein ganzes Geld ‘verkonsumiert’, bei 50% liegt.
Leute, macht euch lieber Gedanken um _wirkliche_ Alternativen. Allein die Ecke, aus der die Vorschläge kommen, sollte stutzig machen.
kaschubisches gedankengut » Blog Archive » bedingungsloses grundeinkommen - die gegner
[…] gerade eben habe ich beim readers-edition einen wirklich interessanten artikel über das bedinungslose grundeinkommen gefunden. geschrieben hat ihn rolf ehlers. schon seit längerem aber vor allem nach dem bundesparteitag der cdu und dem der grünen kristallisieren sich allmächlich die gegner heraus, z.b. hessens grünen-chef matthias berninger, brigitte pothmer und daniela schneckenburger, beide ebenfalls von den grünen. gegner anderer kollektive:hans-josef luckroh, leiter der abteilung sozialpolitik bei der ig metall, ver.di-ökonom michael schlecht und der vizekanzler, bundesvorsitzende der spd und bundesminister für arbeit und soziales franz müntefering. zwar ist inzwischen klar, dass sich die spd und die gewerkschaften mit dem gedanken überhaupt nicht anfreunden können. es soll trotzdem mitglieder dieser kollektive geben, die sich durchaus positiv über das bge äußern. allerdings noch nicht so richtig öffentlich. […]
U.Wilmers
@Peinhard Zitat:”Und mehr als ein Fußboden wird das auch nicht werden, das Althaus-Modell zB nennt zwar 800€, davon gehen aber sofort 200€ ‘Kopfprämie’ für die Krankenversicherung ab - das Niveau liegt dann unter HartzIV.”
Genau darum geht es. Zum einen wird mit dem bednigungslosen Bürgergeld dem Gedanken Rechnung getragen, dass die unerträglichen Praktiken, dass jene Bürger, die in relativer Sicherheit leben (Auskommen,Status,Macht etc), nicht mehr jene, die aus welchen Gründen auch immer jene sanktionieren, frembestimmen und versklaven, die nicht darüber verfügen. Das gesellschaftliche Ungleichgewicht wird ja derzeit dadurch noch ganz besonders geschürt, da jene, die wirklich arm sind zusätzlich auch noch diskrimniert und fremdbestimmt werden. Sie sind völlig ausgeliefert, sozusagen vogelfrei. Mittelaterliche Strukturen, die sich hinter einem angeblich sozialen Programm (Hartz IV) verstecken).
Andererseits aber soll diese Form des Einkommens (freiwillig) anspornen, Einkommen zu erzielen. Das bedingungslose Grundeinkommen kann also nur so knapp bemessen werden, dass man soeben überleben kann.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Ein Bürger kann selbstbestimmt einen Job suchen und annehmen oder ablehnen. Das bringt auch die Schieflage des Lohndumpings wieder etwas mehr in die Waage. Gleichzeitig lassen sich tatsächlich Talente damit wieder eher finden (Deutschland benötigt sie mehr denn je), denn hier muss nicht mehr jeder Job zwangsweise (einem offenen Strafvollzug gleich) angenommen werden.
Viele Folgeerscheinungen wie Krankheiten, psychosomatische Krankheiten, fallen weg, da Hartz IV Ursache solcher Fehlentwicklungen ist.
Es fallen sämtliche anderen Subventionen tatsächlich weg. Damit verschlankt der Staat extrem, Bürokratie wird deutlich abgebaut.
Im Wesentlichen geht es bei dieser Form um einen völlig veränderten gesellschaftlichen Umbruch,einer völlig anderen Sichtweite also. Und das hat rein gar nicht damit zu tun, dass Verfechter eines solchen gesellschaftlichen Umbruchs tendenziell dem linken Sprektrum angehören. Ichgehöre nicht einmal annähernd dieser Klientel an, bin aber schon lange für das bedingungslose Grundeinkommen.
Magentasalex
Ich habe mir auch schon längere Zeit Gedanken um ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) gemacht. Dabei legte ich das Schwergewicht auf die Frage, wer ein BGE erhalten soll.
Hierbei habe ich besonders die Frage berücksichtigt, ob ein Mensch -aus welchem Land auch immer- nach Deutschland einreisen kann, um sogleich ein BGE zu erhalten.
Grundsätzlich könnte gelten, daß nur ein Mensch ein BGE erhält, der auch eine Identität besitzt, d.h. einen Vornamen, einen Nachnamen und eine Steuernummer. Diese Identität ordnet einen Menschen einer bestimmten Nation zu, die zur Auszahlung des BG an diesen verpflichtet ist.
Fernziel ist die Einführung eines BGE weltweit.
Die Höhe des BGE ist für alle Menschen die es erhalten gleich.
Die Höhe des BGE liegt so hoch, dass damit ein Mensch in einer Art und Weise existieren kann, die es ihm nicht abverlangt, eine Lohnarbeit annehmen zu müssen, um nicht als Obdachloser „unter einer Brücke verrecken“ zu müssen.
Das BGE wird vom Finanzamt überwiesen. Die Steuernummer ist gleichzeitig Kontonummer, auf die das BGE monatlich überwiesen wird. Nur das Finanzamt (man könnte es auch BGE-Amt nennen) hat das Recht, auf dieses Konto Geld zu überweisen.
Das BGE wird zum ersten Mal für den Monat gezahlt, indem die Geburt stattfand. Selbst dann, wenn die Schwangere meint, diese an einem 28.; 29.; 30.; oder 31. eines Monats einleiten zu müssen.
Stirbt ein Kind im darauffolgenden Lebensmonat, erhält es nur noch für diesen Lebensmonat ein BGE.
Absolut jeder Mensch der in Deutschland geboren wird, erhält ein BGE, nachdem er einen Vornamen und einen Nachnamen, sowie eine Steuernummer erhalten hat (diese wird auf der Geburtsurkunde eingetragen).
Ebenso jeder in Deutschland geborene Mensch erhält die deutsche Staatsbürgerschaft. Er darf auch eine zweite Staatsbürgerschaft besitzen. Er kann aber nicht zwei BGE erhalten (falls das Land, von dem er die andere Staatsbürgerschaft besitzt, ein BGE auszahlt). Wandert ein Mensch mit zwei Staatsbürgerschaften in das Land aus, von dem er eine Staatsbürgerschaft besitzt, so erhält er nur noch ein BGE für den Monat nach seiner Auswanderung. Verlegt ein deutscher Staatsbürger (der nur diese Staatsbürgerschaft besitzt) seinen Wohnsitz länger als zwei Jahre in ein anderes Land, so erhält er kein BGE mehr bis zu dem Tag, an dem er wieder einen festen Wohnsitz in Deutschland hat. Danach hat er nur noch ein einziges Mal die Möglichkeit der Zweijahres-Auslands-Wiederholung. Beim dritten Mal erhält er nur für den Folgemonat das BGE.
Diejenigen, die berechtigt sind, das Neugeborene zu erziehen und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, haben unbeschränktes Zugriffsrecht auf das Konto.
Besitzt weder die Mutter noch ein anderer Erziehungsberechtigter die deutsche Staatsbürgerschaft, so erhält allein die Mutter Zugriffsrecht auf das Konto ihres Kindes und zwar deshalb, weil sie es geboren hat.
Die leibliche Mutter erhält prinzipiell das Erstrecht auf den Zugriff des Kontos. Auf ihren und dem Antrag des Lebenspartners hin, kann auch dieser unbeschränktes Zugriffsrecht erhalten.
Hat ein Mensch sein 16.Lebensjahr erreicht, erhält er automatisch alleiniges Zugriffsrecht auf sein BGE –Konto ab dem folgenden Monat nach seinem Geburtstag.
Er hat das Recht mittels eines formlosen Antrages die bisher abhebungsberechtigten Personen ( keine anderen!) bis zu seinem 18. Geburtstag
als mitabhebungsberechtigt einzusetzen. Er kann diese Berechtigung jederzeit allerdings nur ein einziges Mal rückgängig machen.
Vom Tag der Volljährigkeit an (18. Lebensjahr) besitzt einzig und allein der Volljährige Zugriffsrecht auf das BGE. Es gibt nur eine Ausnahme:
Ist ein Mensch nach dem 16 Lebensjahr dauerhaft nicht in der Lage, die einfachsten Verrichtungen des täglichen Lebens in Eigenverantwortung zu übernehmen, erhält d e r j e n i ge Zugriffsrecht auf das Konto, der praktisch jede Nacht in Rufnähe dieses Menschen verbringt. Handelt es sich dabei um zwei Menschen (Eltern, Ehepaar oder Paar)in Rufnähe, so können auf Antrag dieser b e i d e n Pflegepersonen, beide das Zugriffsrecht erhalten.
Verläßt einer der beiden Pflegepersonen dauerhaft die Lebensbeziehung, so verliert er das Zugriffsrecht auf das Konto.
Bei einer Anstaltsunterbringung, die stets nur durch ein Vormundschaftsgericht erfolgen kann, erhält derjenige Träger Zugriff auf das Konto, in dessen Obhut der zu pflegende Mensch (der Betreute)sich aufhält.
Der Träger erhält Zugriff auf das Konto nur, wenn sich der zu Pflegende (der Betreute)dauerhaft weder sprachlich noch schriftlich artikulieren kann.
Die Zugriffsberechtigung muß spätestens alle vier Jahre von einem Vormund-schaftsgericht bestätigt werden.
In allen anderen Fällen bestellt das Vormundschaftsgericht einen gesetzlichen Betreuer, der mit dem Betreuten Entscheidungen fällt. Nur beide gemeinsam haben Zugriff auf das Konto, das heißt im Bedarfsfall hilft der gesetzliche Betreuer dem Betreuten in finanziellen Angelegenheiten.
Leben zwei Menschen nach dem 50 Lebensjahr eines Partners länger als zehn Jahre in einer gemeinsamen Wohnung, so können sie einen formlosen Antrag auf gegenseitigen Zugriff ihrer BGE - Konten stellen.
Beim Tod eines Menschen fällt sämtliches BGE-Kontoguthaben dem Staat zu, gleichgültig um welche Summe es sich handelt.
Über die Anzahl der Menschen, die jährlich in Deutschland aufgenommen werden und ein
v o r l ä u f i g e s Wohnrecht erhalten, entscheidet der Bundesrat.
Alle Menschen die in Deutschland aufgenommen werden wollen, müssen einen formlosen Antrag an deutsche Botschaften, Konsulate, Auslandsvertretungen
oder an die Bundesregierung Deutschland, Berlin richten.
Alle Namen werden zentral gesammelt und mittels Zufallsgenerator ausgewählt. Vater Mutter und Kinder zählen in der Zufallsauswahl als EINE „Stimme“ Die so zustanden gekommene Personenanzahl jedoch beträgt 98 Prozent der jährlichen Gesamtaufnahme.
Die restlichen 2 Prozent bleiben Menschen vorbehalten, die auf ungewohnte „abenteuerliche“ Weise deutschen Boden erreichen. Diese Menschen besitzen häufig keinen Namen, ja wissen nicht den Tag und das Jahr ihrer Geburt.
Läßt sich ihre Identität nicht verifizieren, so erhalten sie eine Identität (einen Vor- und Nachnamen, ein Geburtsdatum, einen ungefähren Geburtsort und eine Irisscannung). Diese Identität wird von allen Staaten anerkannt (weil sie selbst ein Interesse daran haben, dass Menschen eine Identität besitzen, selbst dann, wenn es sich wie im vorliegendem Fall um zunächst S t a a t e n l o s e handelt).
Werden Menschen nichtdeutscher Nationalität von Firmen (juristische Personen) aus ihren Heimatländern angeworben, so erwachsen diesen absolut keine Ansprüche auf ein BGE. Außerdem können aufgrund ihrer Verweilzeit auf deutschem Boden keine Rechtsansprüche auf ein Dauerwohnrecht (siehe weiter unten) abgeleitet und geltend gemacht werden.
Wollen diese Menschen dauerhaft in Deutschland aufgenommen werden, müssen sie wie alle anderen auch, einen formlosen Antrag stellen (siehe weiter oben)
Ein Anspruch auf BGE besteht selbstverständlich dort, wo ein bilaterales Abkommen mit Staaten besteht, die Ihren Bürgern ein BGE zahlen (siehe weiter unten)
Alle Kinder von Menschen, die deutschen Boden noch nicht betreten haben, also aus welchen Gründen auch immer von Mutter oder Vater in deren Herkunftsland zurückgelassen wurden und im oben genannten formlosen Antrag nicht berücksichtigt wurden, werden als nichtexistent betrachtet. Der entsprechende Personenkreis wird bei der Einreise nach Deutschland sofort darauf intensiv aufmerksam gemacht. Erklärt er sich damit nicht einverstanden, wird er umgehend wieder in das Herkunftsland zurückgeschickt (Kinder zu verlassen ist weitaus schlimmer, als wieder dorthin zurückgeschickt zu werden, wo man sie verlassen hat)
Nach dem dritten Lebensjahr erhält jeder in Deutschland geborene Mensch eine Iris-Scannung.
Vornamen, Nachnamen, Steuernummer und Iris-Scannung bleiben bis zum Tod unveränderliche Identitätsmerkmale. Nur der Nachname darf geändert werden. Dem oder den Vornamen dürfen weitere Vornamen hinzugefügt werden. Die ursprünglich eingetragenen Vornamen dürfen nicht ausgetragen werden.
Absolut jeder deutsche Staatsbürger erhält prinzipiell das BGE.
Ein Gefängnisaufenthalt, der das Zeitmaß von zwei Jahren überschreitet, führt für diesen Zeitraum zum Verlust des BGE.
Nach jedem Gefängnisaufenthalt, der zwei Jahre überschreitet, erhält dieser Mensch das BGE plus der Geldsumme, die nötig ist, eine Wohnung anzumieten, falls er seine letzte Wohnung verloren hat.
Hatte er vor der Verurteilung keine Wohnung gehabt, gilt diese Regelung dennoch.
Jeder Mensch, der in Deutschland lebt – aber nicht im Besitz der deutschen Staaatsbürgerschaft ist - einen Vornamen und Nachnamen hat, und nachweisen kann, dass er drei Jahre lang von 12 Monaten, 11Monate (ein Monat zaehlt 31 Tage) lang deutschen Boden nicht verlassen hat, erhaelt nach drei Jahren ein Dauerwohnrecht, eine nicht veränderbare Steuernummer und eine Iris-Scannung. Von diesem Tag an erhält er auch einen Rechtsanspruch auf das BGE unter der Bedingung, dass er der deutschen oder der englischen Sprache in Wort und Schrift mächtig ist. (Zum Thema Sprache muß ich noch Genaueres ausarbeiten)
Als Beweismittel, dass deutsches Territorium im genannten Zeitraum nicht verlassen wurde, gilt der Nachweis eines ständigen Wohnsitzes. Es gilt der Eintrag der örtlichen polizeidienstlichen Meldestelle (Einwohnermeldeamt).
Die gemeldete Person muß an der angegebenen Adresse auch zu erreichen sein.
Einen absoluten Beweis der Einhaltung dieses Paragraphen kann es nicht geben. Er baut nur auf das Vertrauen, das in diesem Paragrafen der betreffenden Person staatlicherseits entgegengebracht wird
Jeder Mensch der Dauerwohnrecht besitzt, erhaelt das BGE.
Jeder Mensch, der das Dauerwohnrecht erlangt hat, erhält nach Ablauf eines Jahres die deutsche Staatsbürgerschaft.
Kein Buerger der Europaeischen Union kann einen Anspruch auf deutsches BGE ableiten bloß weil er Buerger der Europaeischen Union ist. Es sei denn, es handelt sich um ein Land, dass seinen Buergern ebenfalls ein BGE zahlt und mit Deutschland ein entsprechendes gegenseitiges Abkommen auf Zahlung geschlossen hat.
Magentasalex
Zur Position des DGB in Sachen Bedingungsloses Grundeinkommen.
Es liegt in der Natur der Sache, daß der DGB ein großer, ja absoluter Gegner eines Bedingungslosen Grundeinkommens ist. Warum? Es würde seine Existenz überflüssig machen.
Nach Einführung eines BGE werden Unternehmer und Beschäftigungssuchender auf gleicher Augenhöhe stehen. Es gilt in unserem Land der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Sowohl Abschluß als auch Inhalt eines Vertrages unterliegen prinzipiell der freien Bestimmung der Vertragsparteien. Die beiden Parteien werden also wissen, was sie zu verhandeln haben. Der DGB wird damit überflüssig wie ein Kropf….. Polemisch formuliert: Aus ihm wird wohl ein Verlag entstehen, der sich mit Ratgeberliteratur für das Arbeitsleben befaßt; denn schon heute bestehen sämtliche Gewerkschaftszeitungen zu 30-40% aus Ratgeberliteratur.
R. Hoell
Aktuelles Archiv zum Thema:
http://www.archiv-grundeinkommen.de/
Costello
@Peter Friedrich:
Schon heute bekommt jeder Arbeitslose genug Geld, um zu überleben. Oder warum finden Landwirte nicht genügend arbeitswillige deutsche Erntehelfer und könnten ohne osteuropäische Arbeiter ihre Ernte niemals einbringen? Durch das bedingungslose Grundeinkommen würde dieses Phänomen auf die gesamte Volkswirtschaft ausgedehnt werden. Oder glaubst du etwa, jeder Kassiererin im Supermarkt, jedem Müllarbeiter, jedem Kanalisationsarbeiter oder jeder Lehrerin an der Berufsschule macht ihr Job Spaß? Einige von uns sind privilegiert und haben Freude an ihrer Arbeit. Aber für den Großteil der Bevölkerung ist ihre Arbeit ein notwendiges Übel, mehr nicht.
@Georgseibt:
Sie kennen sicherlich auch die Tatsache, dass es in Deutschland Millionen von Mitbürgern gibt, für die das Sprachproblem kein Hinderungsgrund war, hierher zu ziehen und die noch nach Jahren kaum Deutsch sprechen. Einige wenige mag das Sprachproblem abschrecken, aber es ist glasklar, dass die Aussicht auf üppige Geldzuwendungen für bloße Anwesenheit die Menschen aus ganz Europa wie ein Magnet anziehen wird.
@Klaus Binder:
Von den 43 Millionen nicht Erwerbstätigen stehen ca. 90 % dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, weil sie minderjährig oder in der Ausbildung sind, sich um ihre Familie kümmern oder den Ruhestand genießen. Für all diese Menschen ist in unserer Gesellschaft finanziell bestens gesorgt, oder lässt du deine Kinder, falls du welche hast, etwa am Hungertuch nagen? Übrig bleiben 4 Millionen Leute, die als arbeitssuchend gemeldet sind. Sicherlich gibt es darunter vor allem im Osten viele, die gerne arbeiten würden, aber keinen Job finden. Aber wenn es das bedingungslose Grundeinkommen je geben sollte, werden sich mit Sicherheit weit mehr als 4 Millionen jetzt Berufstätige dazu entschließen, nicht mehr zur Arbeit zu gehen. Und ob ein jetzt arbeitsloser Facharbeiter dann freudigen Herzens die freigewordene Stelle an der Aldi-Kasse antreten wird, halte ich für eher fragwürdig.
Hans Jörg Humbburg
Das Projekt braucht Energie, Schweiß viel Arbeit, Zeit und Ausdauer:
Als erstes muss zugrunde gelegt werden welche Kosten verursacht der Durschnitts
Bürger. (82.000.000 Milionen Bürger)
Nehmen wir Otto Arbeitsuchend welche Kosten werden aufgewendet.
Grundsicherrung: Miete/ Heizkosten: Kranken Renten ALV: Verwaltungaufwand
345 € 320 € 300 € 200/300 €
Nehmen wir Otto Arbeiter welches Einkommen hat er Netto im Durchschnitt 1.200 €
Arbeitnehmer (37.000.000 Milionen)
Besserverdienende (2.000.000 Milionen) Durchschnitt 4.500 €
Nehmen wir Otto Rentner Männer 850 € Frauen 450 E Durchschnitts Rente in
Deutschland 2006
Wenn Ihr das BGE haben wollt, müssen alle Kosten erst einmal gerechnet werden
dann werdet Ihr Klugen Köpfe sehen das BGE pro Kopf sich bei der Marke um die
2.500 € bis 3.000 € einpendelt
Legen wir 2500 € zugrunde Multieplieziert mit 82.000.000 € Jeder Bürger zahlt die
Kosten die er verursacht selbst. (82.000.000 *2500 €=2.040.000.000 *12 =)
Das soll bitte Jemand Rechnen der dies besser kann
( Prof. Sinn oder so macht Sinn )
Für den Verwahltungs Aperrat und der Gleichen. Wenn alle Subvensionen fallen
Wird alles Optisch Teurer. Ihr müsst so Rechnen, weil das geht nicht anders die
Infasturkturen die wir haben verursachen Kosten, das solltet Ihr nicht vergessen.
Wenn Jeder das Bedingungslose Grundeinkommen bezieht Kostet das Summe X
Welche Kosten werden Heute pro Monat Produziert das gegen gerechnet, ergibt das
Bedingunglose Grundeinkommen.
Was Bedeutet das, es geht nur Schritt für Schritt wenn eine Subvension abgebaut wird muss es anders Finanziert werden.
Wann und wo fangen wir an???????????????????
Die Komplette Bundesrepublik ist ein Sanierungsfall es ist ein immer wärender
Kreislauf wenn wir Hinten Fertig sind Gehts Vorne weiter.
Wenn es aber Spass macht dann ist die Arbeit halb so schwer.
24.000.000 Milionen Wohneinheiten müssen Saniert werden damit können wir
beginnen, wenn diese Wohnungen Energetisch Saniert werden,haben wir in Drei Jahren noch 1,5 Milionen Arbeitsuchende und Miliarden an Kosten für sie eingespart
Die Miliarden dienen als Sicherheit für die benötigten Kredite (Josef Ackermann)
Die eingesparten Kosten für Energie, die weniger verbraucht wird, fliesen dann anders in den Kreislauf wieder ein. (Refinanzzierung der benötigten Kredite)
Miliarden bleiben in Deutschland
(Josef Ackermann rück die Kohle raus und mach dir nicht ins Hemd)
(Der Name Steht für alle Verantwortlichen in derGesellschaft)
Wir Handwerker sorgen dafür das,das Geld mit Zinsen zurück kommt
Das ist ein Tritt in die Allerwertesten der Führungsriege
Auf allen Ebenen
In der Bundesrepublik Deutschland
Ich liebe dieses Land
Mit Sonnigen Grüßen
Hans Jörg Humburg
Hans Müller
Liebe Freunde!
Besinnen wir uns auf “unsere” Kraft: die offensichtlich zunehmende Anzahl aller gutwilligen Menschen, übrigens WELTWEIT.
Was tun?
Im Internet kann man schon sehr bequem im Sitzen sehr viel machen. Leute die gut und gerne schreiben, oder es lernen wollen, können -wie Rolf Ehlers- Artikel oder Leserbriefe schreiben. Einfach mit google unter “bedingungsloses Grundeinkommen” suchen. Da gibts schon 146.000 Suchergebnisse. Unter google/news und “Grundeinkommen” findet man aktuelle Zeitungsartikel.
Man kann in allenmöglichen Foren über das Thema diskutieren. Das hat einen sehr großen Nutzen, besonders, wenn man sich die Fragen der Menschen zu eigen macht und selber weiter Antworten sucht!
Informationen, Veranstaltungen, Zeitungsartikel (wie z.B. diesen hier) in die Foren tragen!
Mails an Volksvertreter schicken! (und im Internet veröffentlichen, zeigen, daß es geht und wie es geht!)
An bereits “realen” Treffen draußen in der bösen Welt teilnehmen, oder selbst welche organisieren! (Dabei hilft auch das Internet: in Berlin gibts ein Treffen, über das die meisten Leute durchs Internet informiert wurden)
Lernen “wir” uns kennen!
venceremous!
U. Wilmers
Es geht vorrangig um einen völligen gesellschaftlichen Umbruch. Darum, die Ärmsten unter uns nicht mehr als Sozial-Schmarotzer, Penner und abgehängtes Prekariat zu betiteln. Natürlich können diese Menschen heute auch mit ALG II überleben. Doch was hinter dem Programm steht, das ist es, was menschenverachtende Züge trägt.
Wenn JEDER auf ein bedingunglsoes Einkommen ein Recht hätte, heißt es eben nicht, dass auch jeder es in Anspruch nimmt. Die Frisörin aber kann NEIN sagen zu einem Dumpinglohn von 3, 41 Euro.
Jetzt kommt sicher wieder das Argument, der Unternhmer könne dann nicht konnkurrenzfähig sein. Humbug, denn ganze Heerscharen haben sich diese Aussage zu nutzen gemacht, um Menschen zu unanständigen Ausbeuterlöhnen knechten zu lassen. Und wenn sie zu einem gemäßigten, aber akzeptablen Lohn nicht konkurrenzfähig sind, dann muss man konsequent sagen, dass sie eben als Untrnehmen in Deutschland nicht taugen. Wir müssen dann auf sie verzichten.
Wenn wir diesen Kreislauf des Egoismus Einzelne raufKosten aller nicht durchbrechen, werden Menschen eines Tages wie im 19. Jahrhundert leben, das ist kein Fortschritt.
Und auch einmal ein Wort an die vielen Unternehmer, die doch deshalb arbeiten, weil sie sich einen angemessen Gewinn versprechen. Warum gesteht ihr eine solche Denkweise nicht auch jenen zu, die für euch arbeiten? Marktwirtschaft kann nur Akzeptanz finden, wenn möglichst viele etwas davon haben.
Und der gesamte Handwerksbereich. War es erfoderlich, sich nur noch Abiturienten für Lehrstellen zu greifen? Warum veraschtet man Hauptschüler, die einen guten Abschluss machen und versperrt ihnen den Weg in einen Handwerksberuf? Einem Beruf, der ihnen liegen würde, Spaß macht und für den sie kein Abi benötigen?
Ist es erfoderlich, Menschen, die nicht studieren als Problemfälle zu betiteln? Ist es anständig, Millionen Frauen mit Kindern derart in ihrer wichtigen gesellschaftlichen Arbeit zu mißachten, dass sie in Sozialhilfe abrutschen können?
Deutschland hat so ziemlich alles falsch gemacht (siehe skandinavische Länder, sie sind konkurrenzfähig und dei Bürger sind dennoch zufrieden), was man falsch machen kann mit einer Spitze, die nicht regiert, sondern nachbrabbelt, was irgendwelche Beraterkommissionen aus der Wirtschaft ihnen (gegen ein ordentliches Honorar) raten. Politiker haben den Boden der Neutralität komplett verlassen und versuchen nun häppchenweise, sich wieder die Gunst jener zu erobern, die sie jahrelang vor den Kopf gestoßen haben. Nieten in Nadelstreifen - das ist die Realität heute in dr politischen Landschaft und auch das sollte man durchbrechen.
Pfleger
Ich habe bis 2002 in Hplland gearbeitet,nicht weil es da so schön ist,nein.weil es hier keinen Job für mich gibt oder gab.
Dann starb meine Oma und mein Opa als Pflegefall Stufe 2 kam zu mir.
Meine Arbeit mußte ich aufgeben,weil auch meine Frau noch Schwerbehindert ist.
Aber für diese Leistungen die ich jetzt erbringe bekomme ich nur das Pflegegeld.
Ein Bedingungsloses Grundeinkommen wäre endlich eine Anerkennung meiner Arbeit,denn wir hätten nach dem Althaus Model rund 800 Euro mehr in der Haushaltskasse und ich würde meinen Opa troztdem nicht ins Heim geben.
In meinem Persönlichen Umfeld kenne ich genug Familien in denen einer Arbeit hat und der andere hat keine aber Hartz 4 ist nicht drinn wil der Partner 10 Euro zuviel verdient.Aber wenn mann alle Unkosten abrechnet haben sie und wir bedeutend weniger als Hartz 4 Empfänger.
Diese Geschichte wäre mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen vorbei.
Pfleger
Hier könnt ihr euch eintragen
http://www.grundeinkommen-bedingungslos.de/
U. Wilmers
@Andy: Zitat: Nein, keine Empörung.
2 Erwachsene und 2 Kinder sind 4 Personen. 2* 700+ 2*350 sind 2.000€.
Optimisten gehen von 1.500 pro Person aus ergibt 4*1.500 = 6.000€.”
Letzteres: 6000 Euro ist völliger Unfug und davon reden wir hiernicht. . Die erste Berechnung realistisch.
Selbstverständlich haben und benötigen 4 Personen mehr, als eine Einzelperson. Es gibt Leute, die glauben, dass eine Familie nicht aus Einzelindividien besteht, sondern ein “Bedarfsklumpen” ist. Auch das ist Hartz IV zu verdanken.
blog.argwohnheim » .die politische und gesellschaftliche zukunft in deutschland…
[…] Heute (via wirres.net) bin ich auf einen sehr guten Artikel in der Readers-Edition gestoßen, der alle wichtigen Aspekte anführt. Uneingeschränkter Lesebefehl! […]
U.Wilmers
@Pfleger: Seite funktioniert nicht einwandfrei!
U.Wilmers
Hier noch 2 interessante Links. Das bedingungslose Grundeinkommen ist ja keine neue Idee, es fehlt nur an Durchsetzungskraft, die von den Bürgern ausgehen müsste, wenn es denn mal kommen sollte:
http://www.grundeinkommen.info/
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21221/1.html
Peinhard
@U.Wilmers, Zitat: “Genau darum geht es. Zum einen wird mit dem bednigungslosen Bürgergeld dem Gedanken Rechnung getragen, dass die unerträglichen Praktiken, dass jene Bürger, die in relativer Sicherheit leben (Auskommen,Status,Macht etc), nicht mehr jene, die aus welchen Gründen auch immer jene sanktionieren, frembestimmen und versklaven, die nicht darüber verfügen. Das gesellschaftliche Ungleichgewicht wird ja derzeit dadurch noch ganz besonders geschürt, da jene, die wirklich arm sind zusätzlich auch noch diskrimniert und fremdbestimmt werden. Sie sind völlig ausgeliefert, sozusagen vogelfrei. Mittelaterliche Strukturen, die sich hinter einem angeblich sozialen Programm (Hartz IV) verstecken).
Andererseits aber soll diese Form des Einkommens (freiwillig) anspornen, Einkommen zu erzielen. Das bedingungslose Grundeinkommen kann also nur so knapp bemessen werden, dass man soeben überleben kann.”
Ach so, darum geht es. Welch Bescheidenheit, welch ‘Einsicht in die Verhältnisse’. Dieses Land wird immer reicher, aber wir geben uns mit einem Almosen zufrieden, mit dem man ’so eben überleben kann’. Und nennen das dann auch ´noch ’selbstbestimmt’, und glauben, dass man sich dann ‘frei’ für oder gegen einen Arbeitsplatz entscheiden könne. Die Kujonierung seitens der Behörden fällt zwar flach - was ich ja auch schon erwähnt hatte - wird aber elegant durch den reinen ‘Sachzwang’ ersetzt, dass man vielleicht vom Leben etwas mehr will als nur ’so eben überleben’. Und meinen Sie denn etwa, es gäbe dann auch nur einen Arbeitsplatz mehr, oder bessere Konditionen? Wichtiger aber - warum lassen bzw ließen wir uns gefallen, mit einem Platz auf dem ’sozialen Fußboden’ abgespeist zu werden, wenn wie gesagt der Reichtum dieser Gesellschaft immer weiter zunimmt und die Schere immer weiter aufgeht? Warum, wie ebenfalls schon gesagt, machen wir uns nicht Gedanken, wie die vorhandene Arbeit besser aufgeteilt, oder, noch besser, gleich anders organisiert werden könnte? Sind wir denn wirklich nur noch dazu da, ‘das Kapital zu bedienen’ und schon froh, wenn wir dabei ’so eben überleben’?
Das ist mir vielleicht eine ‘emanzipative Bewegung’. Kaum weniger ‘mitelalterlich’, will ich meinen. Aber für den Notfall gibt es ja noch die Suppenküchen (ist Ihnen mal der Schriftzug ‘Daimler-Chrysler unterstützt die Tafeln’ auf den entsprechenden Fahrzeugen aufgefallen?) - eine weitere ‘mittelalterliche’ Einrichtung. ‘Sozialer Fußboden’ und Caritas - während anderswo die Bäume weiter in den Himmel wachsen und sich alles nur noch um Geldvermehrung dreht. Ja, die Zeiten sind hart - hieß es schon in ‘Der Untertan’ - und man muß sich Prioritäten setzen lassen.
U. Wilmers
@ Peinhard, es kann nicht darum gehen, jedem in diesem Land ein Leben in Saus und Braus zu ermöglichen, weil es nicht finazierbar wäre. Es gibt genau 2 Möglichketien. Die eine ist es,es wird Hartz IV weiterhin geben, dann aber mit Fremdbvestimmung, Sanktionen etc. Der andere Weg wäre ein Mindestmaß an Absicherung, die jedem zur Verfügung steht und zwar unabhängig von Bedingungen.
Hier muss man sich grundsätzlich entscheiden. Es geht um einen kompletten Wechsel der Sichtweite, was zweifelsfrei viel mehr Respekt und Gerechtigkeit, aber auch Chancengleichheit mit sich bringen würde.
Es handelt sich beim BG auch keinesfalls um ein Arbeitsbeschaffungsprogramm, das wird übrigens auch von Hartz IV nicht geleistet. Im Gegenteil,Hartz IV vernichtet Arbeit durch beispielsweise Ein-Euro-Jobs. Und genau diese Arbeitsplatzvernichtungsmaschienerei würde ein BG ebenfalls verhindern.
Zu den Tafeln und caritativen Einrichtungen: Würden wir zu einem normalen Preis-Leistungs-Verhältnis zurück kehren, wären sie nicht in dieser Zahl erforderlich. Ich teile Ihre Kritik an den Schriftzügen der Daimler-Fahrzeuge. Immerhin sorgen solche Unternehmen mit Dumpinglöhnen auch dafür, dass solche Institutionen in dieser Masse genutzt werden müssen. Tafeln etc. sind der Speigel des Versagens einer Gesellschaft. Daher wundert es mich oft, wie man sich damit rühmt.
Uns sind die gesellschaftlichen Strukturen derart aus dem Ruder gelaufen, dass Hartz-IV-ler bereits eine eigenständige Gesellschaftsschicht geworden sind. Diese Schicht will man dann noch solange sanktionieren, bis sie endgültig am Boden liegen. Das müssen wir durchbrechen, da müssen wir raus. Darum geht es bei einem BG. Die Folgen würden sehr positiv wirken, sowohl auf dem Arbeitsmarkt, weil Markt dort erst überhaupt wieder entsteht, als auch in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen. Denn es würde wieder entstehen können, was ebenfalls abhanden gekommen ist: Respekt vor den Mitmenschen und demokratisches Wirken!
Peinhard
@ U.Wilmers: Aber natürlich wäre ein Leben in Saus und Braus für alle längst machbar! Aber nicht mit diesem bescheuerten Wirtschaftsystem, in dem Arbeit nur dann organisiert und ausgeführt wird, wenn ein Dritter daran mitverdient, und zwar möglichst mit Renditen um die 20 bis 25%. Da liegt der Hase im Pfeffer, nirgends anders. Deshalb ist es nicht ‘finanzierbar’, aus keinem anderen Grund. Produktivität und (mögliche) Gütermenge reichen längst für ‘Saus und Braus’, und das vermutlich mit nur einem Teil der heutigen Arbeitszeiten.
Ihr letzter Absatz liest sich gut, ist aber in meinen Augen reinstes Wunschdenken. Dieser ’soziale Fußboden’ würde doch eher noch mehr Niedriglöhne ermöglichen als heute schon, auch etwas besser Verdienende müßten sich darauf gefasst machen, dass ihr Lohn um die 600 bzw 800€ BGE gekürzt wird - kurz, die Unternehmen werden endgültig aus der Pflicht entlassen, ‘auskömmliche’ Löhne zu zahlen und die ‘Gesellschaft’ subventioniert aus ihrer (Steuer-) Mitte heraus privatwirtschaftliche Gewinne. Und wieso sollten wir denn überhaupt einen ‘Arbeitsmarkt’ haben, auf dem wir gehandelt werden wie Artischocken? Diese Betrachtungsweise eines BGE ist für mich nichts anderes, als dass die Gesellschaft vor der Macht der Kapitals kapituliert statt festzustellen, daß die ‘Marktgesetze’ hier längst versagt haben, wenn denn ein ‘auskömmliches’ Leben als Lohnempfänger für jeden noch überhaupt ein Kriterium sein soll. Und wenn es das nicht mehr ist, was soll denn das ganze dann noch? Worum dreht es sich, was ist das Ziel einer solchen Entwicklung? Einerseits liegen Kapazitäten brach, andererseits bleiben (teilweise sogar existentielle) Bedürfnisse zunehmend unbefriedigt.
Ich kann mir ein BGE schon als sinnvoll vorstellen, aber nur als bewußter Übergang in eine andere Form der Arbeitsorganisation, in eine selbstbestimmte und selbstverwaltete Wirtschaft. Aber innerhalb der Wirtschaftsform ‘Kapitalismus’ ist es nur eine weitere Stufe der Armutsverwaltung, die, wie bei HartzIV eben auch, im Zuge des ständig weiter wachsenden ‘Kapitalhungers’, immer weiter verschärft werden wird. Aufgrund der um das BGE sinkenden Löhne und aufgrund der ohnehin vorhandenen unheilvollen ‘Dynamik’, dass sich das Wirtschaften auf immer weniger ‘Subjekte’ konzentriert, wird dieses Modell unter genau dem gleichen ständigen Druck stehen wie die Sozialsysteme heute auch schon. Und die abgehängten ‘Nur-BGE-Empfänger’ werden genauso eine ‘eigenständige Gesellschaftsschicht’ werden und bleiben wie heute die HIVler auch. Lesen Sie doch einfach mal bei zB Straubhaar ein wenig zwischen den Zeilen, wenn Ihnen der bereits zitierte ‘Klartext’ nicht reicht.
U.Wilmers
Also Peinhard, Klartext habe ich überhört. Würde voraussetzen, dass Ihre Meinung die absolute Weisheit schlechthin wäre.
Sie gehen beim BG immer noch zu stark von dem Aspekt aus, was für den Arbeitsmarkt und dei Wirtschaft gut oder schlecht wäre. Ausnahmsweise ist ein BG nun aber einmalgut für die Gesllschaft, also etwas,was man in den letzten Jahren aus den AUgen verloren hat.
Selbstverständlich agieren Bürger in Vorstellungsgesprächen ganz anders, wenn sie eine Grundabsicherung haben. Sie beginnen wieder, einen Lohn auszuhandeln. So, wie es sich gehört. Und - sie könnten im Zweifelsfall ablehnen. Alles derzeit nicht möglich unter der Hartz Gesetzgebung. Es ght also im Wesentlichen darum, den Menschen, und zwart aller Schichten, wieder die ihnen zustehenden demokratischen Mittel zur Verfügung zustellen.
Eine neue BG-Unterschicht befürchte ich überhaupt nicht, da genpügend Anreize vorliegen, um von dieser Plattform aus endlich etwas vernünftiges aufzubauen.
Hinz und Kunz
Liebe Leute!
Neben den zwölf Sternzeichen, neben schwarz und weiß, Frau und Mann und dick und dünn gibt es noch zwei Menschensorten:
wichtige Menschen und Wichtigtuer!
Mit wichtigen Menschen meine ich nicht hohe Tiere, es können auch Knackis sein. Das sind Menschen die neugierig sind und neuem aufgeschlossen gegenüberstehen!
Wichtigtuer dagegen sind solche, da kann man jahrelang diskutieren, Argumente noch und nöcher anschleppen: alles vergebens! Ihre Ignoranz ist doch ihre einzige Wichtigkeit. Und sie erscheinen um so wichtiger je mehr Menschen sich um sie bemühen und sich alle Zähne an ihnen ausbeißen. Sie sagen lächelnd: Nein, das ist doch so und so. Ja aber, so doch nicht. Und selbst wenn man endliche alle Bedenken und Miesepeter-Befürchtungen durch hat, fängt das Spielchen wieder von vorne an.
Sicher macht es Spaß, so einem Wichtigtuer einen auf den virtuellen Dets zu geben. Es sind aber Stehaufmännchen. Und man sollte nicht die wichtigen Menschen vergessen, nur auf sie kommt es an!
angenehmen Tag noch
Magentasalex
Es gehört heute zum Standartwissen, daß ein gesunder Mensch leistungsfähiger ist als ein kranker, und daß sich Gesundheit nur dort einstellen kann, wo sich Geist (Denken), Seele (das Unbewußte) und Leib (Körper) in einem Gleichgewichtszustand befinden.
So kann es gar nicht ausbleiben, daß ein Mensch krank wird, der beispielsweise unablässig um den Erhalt seines Arbeitsplatzes bangen muß; - und um sich den Gesundheitszustand der Menschen unseres Landes (nicht nur unseres Landes !) zu vergegenwärtigen, bedarf es nur eines aufmerksamen, einfühlsamen Auges, das auf einer U-Bahnfahrt ein Blick in die vielen Gesichter wirft.
Trägt nun jeder Mensch von Kindesbeinen an die absolute Gewißheit in sich, daß er niemals, aus welchen Gründen auch immer, in der “Gosse als Obdachloser verrecken muß” (abgesehen davon kann schon der bloße Anblick dieser lebenden Menschenleichen einem Angst und Bange machen…), weil er immer genügend Mittel zum menschenwürdigen Leben erhalten wird (Bedingungsloses Grundeinkommen), wird er auch gesund bleiben. So einfach ist das.
Die Angst eine Beschäftigungsstelle zu verlieren entfällt völlig. Und genau das wird ungeahnte Schaffenskräfte freisetzen, die wir für den Erhalt unserer Mutter Erde so dringend brauchen.
Rolf Ehlers
Die Befreiung der Arbeit von ihrer Funktion zur Sicherung des Grundbedarfs zum
menschenwürdigen Leben ist besonders deshalb so wichtig, weil es doch viel zu wenig Arbeit gibt! Unsere globalisierte Wirtschaft - dieLandwirtschaft ebenso wie die Industrie - ist doch so effektiv, dass sie ohne großen Einsatz an Arbeitkraft unschwer sehr viel mehr an Gütern herstellen kann als wir Menschen benötigen.
Lange wird es nicht mehr dauern und produktive Arbeit ausführen zu dürfen ist ein
ganz besonderes Privileg.
Das Problem ist nicht die Arbeit oder die Produktion. Es ist die Verteilung der Güter.
Da diese nicht mehr gerecht über die Arbeitsleistung erfolgen kann, gibt es keine
Alternative zum steuerbasierten bedingungslosen Grundeinkommen.
Das überkommene System liegt in den letzten Zuckungen. Wie sonst konnte eine
Arbeiterpartei wie die SPD zum Vorreiter der menschenunwürdigen Knechtung der
Unglücklichen werden, für die keine Arbeitmehr da ist? Müntefering & Co. sind nicht
asozial geworden, sie hoffen nur noch immer auf die Rückkehr der alten Ausgangs- bedingungen. In diesem blinden Interesse sind sie in der Wahl ihrer Mittel so wenig zimperlich wie es Glaubensfanatiker nun einmal sind. Sie empfinden es als Verrat an der alten Ideologie, sich mit der einzigen Alternative überhaupt auseinander zu setzen.
Aber das hat der Vordenker der neuen Bewegung, Professor Dr. Werner, zu Recht
immer wieder betont: wir brauchen die Politiker nicht zu überzeugen! Wenn die Bürger in klarer Mehrheit Bescheid wissen und die Änderung verlangen, werden sich
die Volksvertreter beeilen, dabei zu sein. Oder hat es in der Geschichte der Bundesrepublik jemals auch nur eine wesentliche Neuerung gegeben, die nicht von außen an das Parlament und die Regierung herangetragen wurde?
Magentasalex
Wenn alle Menschen ein Bedingungsloses Grundeinkommen erhalten (siehe dazu meine Ausführungen hier am 12 Dezember um 20:35) kann es keine BGE- Unterschicht geben. Wie sollte die auch entstehen können?
Menschen, die versuchen, sich völlig einer Gemeinschaft zu entziehen, gab es schon immer und wird es wohl auch immer geben. Man findet sie in allen Kulturen und Ständen (es gibt Vermutungen, die von 5% der Welbevölkerung ausgehen). Andererseits kann man sagen, daß der Mensch im allgemeinen ein neugieriges Wesen ist - immer auf der Suche nach Neuem, immer auf der Suche nach Arbeitserleichterungen. Wäre der Mensch an und für sich wirklich so faul, wie manche unserer Zeitgenossen meinen, so hätte es doch niemals diese Menschheitsentwicklung gegeben und wir würden dann doch noch immer als sogenannte Steinzeitmenschen Feuer aus Steinen schlagen - oder?
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
ich habe eine Frage an Sie. Wenn Sie ein Bedingungsloses Grundeinkommen erhalten würden, würden Sie dann nie wieder arbeiten?
Mit freundlichem Gruß
Magentasalex
Zu dem Punkt: “Die Befreiung der Arbeit von ihrer Funktion zur Sicherung des Grundbedarfs” (Rolf Ehlers)
Das weltweite Wirtschaftssystem benötigt rund 300 Millionen mehr oder weniger hochqualifizierte Fachleute, um sein momentan 6600 Millionen Köpfe zählendes Klientel mit Waren, Gütern zu versorgen. Das bedeutet, 6300 Millionen Menschen haben lediglich die Möglichkeit ihr Dasein als Dienstleister zu verdingen. - - - Ja, ja, selbstverständlich gibt das Weltwirtschaftssystem jedem Erdenbürger die Chance, zu den 300 Millionen Auserwählten aufsteigen zu dürfen; wie ja auch jeder die Chance hat, in einer Lotterie 10 Millionen Geldeinheiten zu gewinnen! - - - Das bedeutet aber auch, daß das Weltwirtschaftssystem aus einem Pool von 6600 Millionen Menschenhirnen seinen Nachwuchs rekrutieren kann. Gegen genügend Geld wird es also immer zahlreiche Begabte finden, die es für seine Zwecke zum Einsatz bringen kann………
Peinhard
@ U.Wilmers: “Also Peinhard, Klartext habe ich überhört. Würde voraussetzen, dass Ihre Meinung die absolute Weisheit schlechthin wäre.”
Ich meinte selbstverständlich den _Straubhaarschen_ Klartext, den ich ja als Zitat in meinem ersten Beitrag genannt hatte - den ’sozialen Fußboden’ etc.
Und was heißt, ich ginge zu sehr von Arbeitsmarkt und Wirtschaft aus? Schließlich werden die, und zwar in ihrer heutigen Form, auch weiterhin die ‘Determinanten des Wohlergehens’ sein, BGE hin oder her.
“Es geht also im Wesentlichen darum, den Menschen, und zwar aller Schichten, wieder die ihnen zustehenden demokratischen Mittel zur Verfügung zustellen.”
Warum nicht gleich richtig? Warum nicht für eine wirklich demokratisch organisierte Wirtschaft eintreten?
“Eine neue BG-Unterschicht befürchte ich überhaupt nicht, da genpügend Anreize vorliegen, um von dieser Plattform aus endlich etwas vernünftiges aufzubauen.”
Genügend ‘Anreize’ bietet auch HartzIV - aber was ist denn mit den _Möglichkeiten_? Werden die denn auch gegeben sein und wenn ja, warum? Ich hatte doch Argumente genannt, an denen Sie sich ‘reiben’ könnten? Warum also sollte zB so ein BGE nicht unter dem gleichen Druck wie die heutigen Sozialsysteme, nämlich unter ‘Finanzierungsvorbehalt’…?
@ Hinz und Kunz: bitte schleppen Sie dann doch Argumente an und polemisieren Sie nicht nur.
@ Magentasalex: mit 600€ liegen Sie nicht in der Gosse? Welche Möglichkeiten, frage ich auch Sie, wird so ein armer mensch denn haben, ausser doch wieder nahezu jeden ‘Job’ anzunehmen, der ihm geboten wird, nur um aus dieser Falle herauszukommen? Ist das wirklich ’so einfach’?
@ Rolf Ehlers: natürlich gibt es Alternativen - nur kaum welche innerhalb dieses Systems. Wird es nach dem Ende des Real existierenden Sozialismus’ nicht auch langsam Zeit, sich der offenkundigen Grenzen des ‘Kapitalismus’ bewußt zu werden und diese Entwicklungsstufe allmählich hinter sich zu lassen? zB mit einer gesamtgenossenschaftlichen Organisation, um nicht das Mißverständnis aufkommen zu lassen, ich wolle vielleicht ‘irgendwohin zurück’.
Das wir mit immer weniger Arbeit immer mehr produzieren können ist richtig - aber wäre da die erste Konsequenz nicht vielmehr eine ‘gerechte’ Verteilung der verbliebenen Arbeit? Viel Arbeit bleibt übrigens nach wie vor liegen - die Infrastruktur verrottet langsam, die Zustände in der Pflege sind teilweise katastrophal, um nur zwei Beispiele zu nennen. Das Problem, vor dem wir da stehen, ist dass sich die Arbeit nicht ‘rechnet’!
Und der Herr Werner ist mitnichten der Vordenker dieser neuen Bewegung, die Idee eines BGE ist im Gegenteil teilweise sogar schon im vorletzten Jahrhundert aufgetaucht, und die Grünen haben sich auch schon in den 80ern des letzten das erste mal damit beschäftigt.
Ich behaupte mal, dass ich ebenso wie fast alle anderen hier darum kämpfen möchte, den Menschen ihre Würde wiederzugeben und sie in ihre demokratischen Rechte einzusetzen und spreche auch niemand hier diese Intention ab - ich glaube nur nicht, dass ein BGE, bliebe sonst alles beim alten, das leisten könnte, und dafür meine ich auch einige Argumente genannt zu haben. Ich beschäftige mich auch schon einige Jahre mit dem Thema, und die Vorschläge, die jetzt, verbunden mit den Namen Althaus, Straubhaar oder Werner auf dem Tisch liegen, bestätigen mich eher in meinen Befürchtungen als dass sie mich überzeugen könnten. Deshalb nochmal mein Appell: statt dieses untauglich werdende bzw gewordene System der Lohnarbeit um jeden Preis unbedingt retten und flicken zu wollen, setzt eure Energie doch lieber für wirkliche Alternativen ein! Wie immer ihr meint, dass die dann aussehen könnten. Lasst eure Phantasie spielen und befreit euch aus den Denkblockaden von Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Kapitalrenditen.
U.Wilmers
@Peinhard Zitat: “Genügend ‘Anreize’ bietet auch HartzIV - aber was ist denn mit den _Möglichkeiten_? Werden die denn auch gegeben sein und wenn ja, warum?”
ich befürchte, dass Sie überhaupt nicht verstehen, worum es geht. Sie halten sich immer und immer wieder an Anreizen, Vergleichen zu Hartz IV etc. fest.
Hartz IV gibt zu nichts einen Anreiz, außer zu der Feststellung, dass nach dem 2. Weltkrieg niemals ein solches, menschenverachtendes Programm um sich greifen konnte. Bis zu dem Tag, als dieses von “Wirtschaftsexperten” erarbeitete Programm den Politkern eine scheinbare Lösung aller Probleme in die Hand spielte und ihnen das Denkenabgenommen hat.
Und diese Politiker (einschießlich der Grünen) hatten nichts Eiligres zu tun,als mit einem Schlag Millionen von Menschen in Unwürde zu schicken und zu diskriminieren. Die ganzen Ausmaße dessen, was dieses Programm (dessen Kommissionsleiter mit einem Bein im Gefängnsi steht) verursacht, wird erst noch kommen.
Hartz IV nimmt den Ärmsten im Land die letzte Luft zum atmen, sie tritt Mitbürger, die ohnehin schon am Boden liegen. Hartz IV ist eine Schande für ein Land, das nach dm Krieg wirklich Beachtliches geleistet hat. Viele der Menschen, die am damaligen Wirtschaftswunder beteiligt waren (durch Fleiß), werden heute als Dank durch Hartz IV zutiefst gedemütigt.
Ein BG soll den Zustand beenden, dass jene, die Arbeit, Macht und”Ansehen” haben, vollumfänglich über jene bestimmen, die nichts haben. Inklusive der Anweisungen zur Zwangsarbeit in jeden Job. Das ist unerträglich, demütigend und entwürdigend. Ichsage das als derzeit nicht Betroffene!
Die Finazierbarkeit eines BG ist von Experten durchgerechnet worden. Es soll keine Neuauflage eines Programms werden, dass Hunderte zusätzliche Leistungen bereit stellt. Es soll den Mindestlebensunterhalt gewährleisten, ohne jegliche erzwungene Gegenleistung. Und genau das wird eine Kettenreaktion auslösen, denn Menschen, die wieder freier atmen können, leisten dann auch etwas. Und zwar etwas, was sie können, was sie wollen, was sie brauchen und gerne geben.
Peinhard
@ U.Wilmers: “Ich befürchte, dass Sie überhaupt nicht verstehen, worum es geht.”
Ich fürchte, ich verstehe das durchaus. Ich weiss, was das aus wohlmeinender Sicht BGE ’soll’ - ich bezweifele nur, und habe dafür Gründe genannt, dass es das unter den gegenwärtigen Verhältnissen auch leisten kann und wird. Die Leute, die das hier verwirklichen möchten und auch können, beabsichtigen nichts als eine nochmals ‘billigere’ Armutsverwaltung. Ich bin auch kein Fan von HartzIV, und ich weiss aus eigener Anschauung was das ist.
“Hartz IV gibt zu nichts einen Anreiz … ”
Doch - es gibt den Anreiz, sich schnellstmöglich dieser Fesseln zu entledigen! Und das wird auch ein BGE leisten, von dem man gerade ’so eben überleben kann’, nur bequemerweise (aus Sicht der ‘Mächtigen’) ohne teure Beamte und Angestellte, sondern rein aus dem Sachzwang heraus, dass ein Leben mit 600€ nichts als ein Dahinvegetieren in einer zugigen Bude ermöglichen würde. Und wenn Sie davon reden, dass das gewollt so niedrig sei, um eben wieder genau diesen ‘Anreiz’ zu bieten, dann meinen Sie eben offenbar auch, dass der Mensch von Natur aus faul sei und zum Jagen getragen werden müsse. Dann halten Sie von ‘Freiheit’ offenbar auch nicht so viel, wie Sie hier laufend betonen…
“Ein BG soll den Zustand beenden, dass jene, die Arbeit, Macht und”Ansehen” haben, vollumfänglich über jene bestimmen, die nichts haben.”
‘Vollumfänglich’ also nicht, aber…? Doch wenigstens so ein bisschen?
“Die Finazierbarkeit eines BG ist von Experten durchgerechnet worden. Es soll keine Neuauflage eines Programms werden, dass Hunderte zusätzliche Leistungen bereit stellt. Es soll den Mindestlebensunterhalt gewährleisten, ohne jegliche erzwungene Gegenleistung.”
Aber in bitterster Armut - und ich weiß wie gesagt wovon ich rede. HartzIV entwürdigt auch ohne zusätzliche Schikanen. Die Finanzierbarkeit eines solchen Programms stelle ich gar nicht in Frage, auch wenn bei dem Wort ‘Experten’ bei mir alle Alarmglocken schrillen.
“Und genau das wird eine Kettenreaktion auslösen, denn Menschen, die wieder freier atmen können, leisten dann auch etwas. Und zwar etwas, was sie können, was sie wollen, was sie brauchen und gerne geben.”
Wie denn? Welche Möglichkeiten haben sie denn dann? Werden sie dann alle ‘unentgeltlich’ alle die Leistungen und Arbeiten verrichten, die sich ansonsten in diesem System nicht mehr ‘rechnen’? Oder werden plötzlich neue (Erwerbs-)Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden? Von wem? Was können Sie von einer Basis von 600€ aus denn groß wuppen? Wie frei atmen Sie denn mit 600€?
Hinz und Kunz
Lieber Peinhard!
> natürlich gibt es Alternativen - nur kaum
> welche innerhalb dieses Systems.
> (…)nicht auch langsam Zeit, sich der
> offenkundigen Grenzen des ‘Kapitalismus’
> bewußt zu werden und diese
> Entwicklungsstufe allmählich hinter sich zu
> lassen? zB mit einer
> gesamtgenossenschaftlichen Organisation,
> um nicht das Mißverständnis aufkommen
> zu lassen, ich wolle vielleicht ‘irgendwohin
>zurück’.
Und woher weißt du so genau, daß wir überhaupt in diesem “Kapitalismus” leben? Wir sind schon “außerhalb dieses System” und brauchen daher uns vor “Alternativen innerhalb eines gedachten kapitalistischen System” nicht fürchten.
Es ist auch egal wie mans nun auffaßt: Das “bedingungslose Grundeinkommen” setzt sich nicht nur durch, es ist auch ein Schritt hin zu einer Gesellschaft in der es heißt: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen”.
Du stellst Dir immer einen genormten und typischen Hartz4-Empfänger vor, ein schutzloses hilfloses Wesen, welches mit 600€/Monat oder mit 800€/Monat garantiertem Grundeinkommen sein karges Dasein fristet und nicht ein und nicht aus weiß. Bist Du das vielleich selbst? (Abgesehen davon gehts ist die Welt nach Einführung eines BGE ja noch nicht in Ordnung, es gibt auch danach noch genug zu tun!)
In der Realität gibts solche Menschen gar nicht. Neben den 5 Mio Hartz4-Empfängern, gibts auch heute die sogenannte Schattenwirtschaft, Schwarzarbeit usw.
Was dir als “Gesammgenossenschaft” vorschwebt, eine große grosse Genossenschaft, das gibts heute schon in Gestalt normaler Genossenschaften. Es gibt auch immer noch “Alternative Arbeits- und Lebensformen”. Vieles der 70/80er hat sich weiterentwickelt.
Warum soll sowas auf Grundlage eines BGE nicht möglich sein? Diese Bewegung ist damals doch genau wegen der “Weltwirtschaftskrise” zum Stilstand gekommen, deswegen, weil plötzlich jeder um seine profane Existenz ringen mußte.
In den 70/80 konnten 10 Leute locker ein Gemeinschaftsprojekt realisieren. Wenn Kohle fehlte ist man ein paar Monate für teilweise sehr gutes Geld arbeiten gegangen und außerdem wurden diese Projekte nicht von lauter Existenzproblem-Menschen umlagert. Man konnte im Gegenteil, im Umfeld noch Privatgeld “leien.”
Jetzt ist es ziemlich schwierig. 10 Hartz4-Empfänger dürfen das gar nicht. Maximal ist eine ICH-AG statthaft, und da ist dann der staatlich subventionierte Erziehungsberechtigte der Chef des ganzen.
Und wenn sie sich abmelden, haben sie nichts zu beißen. Ganz einfach!
Dein Problem, und das haben viele vermeintliche “Marxisten”, besteht darin, daß Du dir die neue Gesellschaft nicht in der “alten” vorstellen kannst. Erst muß die alte weggeräumt werden. Aber es ist eben keine alte mehr da! Das neue entsteht, entwickelt sich kraft ökonomischer Sachzwänge, wie es Marx bereits festgestellt hat, auch gegen den Willen der Menschen. Das neue setzt sich heute auch gegen den Willen alter “Marxisten” durch. Diese laufen dann hinterher, wie man es an der EU (und vielen anderen neuen Sachen) wunderbar erkennen kann.
revolutionäre Abendgrüße
U. Wilmers
Hartz IV hat Zwang, Fremdbestimmungen und Sanktionen als Plattform allen Handels. Davon wird redlich Gebrauch gemacht und die Menschen schlichtweg für dumm verkauft. Da werden beispielsweise caritativen Einrichtungen und inzwischen auch durchaus Unternehmen Kopfgelder in Höhe von 500 Euro pro Monat bezahlt, wenn sie so gnädig sind, jemanden als Ein-Euro-Jobber zu nehmen. Diesen beuten sie dann nicht selten mit all seinen Fschkenntnissen aus und geben sich gleichzeitig nach aussen den Schein des Heiligen Samariters. Ich kenne viele Fälle, davon ist einer Elektriker. Er macht inzwischen jede Menge Übrstunden. Was bitte unterscheidet ihn denn von einem Arbeitnehmer mit sauberem Arbeitsvertrag, vernünftigem Gehalt und Urlaubsanspruch?
Ihre widerholte Meinung, ein BG wäre ein dümpeln in Armut ist unsinnig. Man wird das BG am Existenzminimum bemessen und an so genannten Grundsicherungsrenten. Mit denen lässt sich leben, ich weiß es defintiv (Ich arbeite nämlich, für etwas weniger, keine Transferleistungen) und komme zwar nicht berauschend, aber doch einigermaßen durch. Dahingehend bin ich sogar der Meinung, dass ein ALG im Sinne von reinem Überleben gemessen an anderen, dieLohn erhalten, von der Höhe her okay ist.
Zudem kann dann ein Mensch mit BG jederzeit hinzuverdienen, ohne Abstriche hinnehmen zu müssen in dem Job, den er sich selbst aussucht.
Ein BG würde neben allen anderen Vorteilen auchArbeit als Arbeit deklarieren. Das heisst, Familienarbeit oder Pflegedienste in der Familie wären nichts nichts wert, wie im Moment. Eine Mutter könnte auch freibestimmt entscheiden, ihre Kleinkinder zu umsorgen,statt sich in der Frittenbude für 3,50 Euro aufzureiben. Aus solchen Strukturen resultieren nämlich unendliche soziale Schieflagen bis hin zur derzeitigen demographischen Situation. Frauen, die sich jederzeit in Hartz IV wiederfinden könnten, haben wenig Freude am Kinderkriegen. Denn Hartz IV zwingt sie (neben der gesamten Familienleisutng) zu jeder zusätzlichen Arbeit.
Es würde uendlich viele Vorteile geben, die ich noch aufzählen könnte. Viele Leser hier wissen das aber. Ich freue mich sehr, hier Beiträge zu lesen, die von Kompetenz, aber auch Menschlichkeit zeugen. Einige denken sogar weit über den Tellerrand hinaus und sind viel mehr Europäer udn Weltenbürger, als so mancher Politiker.
Wenn man das liest, keimt Hoffnung auf, dass eine Gesellschaft doch viel klüger ist als ihr Ruf und sie vielleicht mitgeballter Kraft etwas auf den Weg bringen kann, was jene, die eigentlich in der Verantwortung stehen, niemals schaffen. Nicht, weil sie nicht könnten, sondern weil sie ihre Pfründe davon schwimmen sehen.
Hinz und Kunz
Lieber Rolf Ehlers!
Vielen Dank für den guten Artikel! Deinen Redebeitrag kann ich auch nur unterstützen.
> Wenn die Bürger in klarer Mehrheit
> Bescheid wissen und die Änderung
> verlangen, werden sich die Volksvertreter
> beeilen, dabei zu sein. Oder hat es in der
> Geschichte der Bundesrepublik jemals
> auch nur eine wesentliche Neuerung
> gegeben, die nicht von außen an das
> Parlament und die Regierung
> herangetragen wurde?
Genau darauf kommt es an. Wer glaubt, Volksvertreter seien besser, schlauer oder schneller als das Volk, dem ist nicht mehr zu helfen. Das “Volk” wählt sich immer seine Vertreter, völlig gleichgültig ob man in einer Diktatur oder in einer Demokratie lebt.
Daß wir in einer Demokratie leben vereinfacht den Durchbruch des Neuen enorm. Heute können wir bequem auf dem PC-Hocker sitzen und müssen nicht mit einer MP draußen im Schlamm kriechen und auf “Feinde” schießen.
Das scheinen viele überhaupt nicht zu begreifen!
schönen Abend aus Berlin Kreuzberg
Costello
@Rolf Ehlers:
Wer sich die Zustände in diesem Land nüchtern vor Augen hält, müsste eigentlich fesstellen, dass sehr viel zu tun ist, aber nicht getan wird, weil kein Geld für die dafür nötigen Arbeitskräfte vorhanden ist. Es gibt mehr und mehr marode Häuser, kaputte Straßen, baufällige Schulen usw., von gesellschaftlichen und ökologischen Misständen ganz zu schweigen. Außerdem ist in der modernen Gesellschaft der Dienstleistungssektor am wichtigsten, und der kann theoretisch jeden Umfang annehmen - es hängt nur an der Finanzierbarkeit. In meiner Jugend gab es z. B. noch keinen Pizzaservice, während heute Hunderttausende darin Beschäftigung finden. Es ist also Humbug zu behaupten, die Arbeit würde hierzulande ausgehen. Die Arbeit ist nur zu teuer, deshalb gibt es ja den riesigen Schwarzarbeitermarkt. Wäre die Arbeit billiger, weil etwa die Lohnnebenkosten und die Steuern gesenkt würden, gäbe es mehr regulär Beschäftite und weniger Arbeitslosigkeit. Durch das Bedingungslose Grundeinkommen wird Arbeit teurer und bleibt folglich noch öfter liegen, vor allem, wenn es sich um unangenehme Arbeit handelt.
@Magentasalex:
Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen, würde ich selbstverständlich nicht mehr arbeiten. Ich hab viele Interessen und Hobbys, für die mir jetzt die Zeit fehlt und die glücklicherweise allesamt nicht viel Geld kosten. Ich würde mich um meine Familie kümmern, Sport treiben, viele Bücher lesen (gibt’s umsonst in der Bücherei), wieder in einer Band spielen, ausgiebig Musik hören und bei schönem Wetter draußen die Sonne genießen wie jeder normale Mensch, statt im Arbeitszimmer zu hocken. Sie etwa nicht?
Interessant übrigens, dass die Mehrzahl der Beiträge hier während der normalen Arbeitszeiten verfasst werden. Das sieht mir nicht danach aus, als würden hier alle ihre Arbeit so sehr lieben, dass sie sich für Diskussionen im Internet keine Zeit nähmen. ;-)
U.Wilmers
Nun denn Costello, dann sollte man die Frage stellen, wem man die maroden Straßen und ökologischen Missstände zu verdanken hat? Und die sind dann auch in der Pflicht. Oder möchten Sie gerne, dass Ein-Euro-Jobber, die selbst gar kein Auto haben, die Straßen reparieren, die unsere Autofahrer in solche Zustände versetzen?
Die Neuentdeckung der Dienstleistungen – auch das Thema ist müßig. Im Globalisierungsrausch hat man eigentlich nur vergessen, dass auch vor Ort noch einiges an Arbeit anfällt;-)
Arbeit zu teuer: zweifelsfrei sind Steuern und Abgaben zu hoch. Dennoch, ein Betrieb der in der BRD arbeitet, muss sich Mitarbeiter auch leisten können. Unternehmen und Regierung haben fabelhaft zusammen gearbeitet. Die Löhne müssen niedrig gehalten sein, damit die vielen Zuschüsse der BA für Arbeitslose nicht höher ausfallen, als es das ALG wäre. Perfekt gemacht, wirklich! Hartz IV, nicht nur Lohnkiller, sondern auch Lohnzensor.
Mirist dochvöllig klar, dass ein BG vieles an Interessen in Regierung und Wirtschaft torpedieren würde. Der Weitblick ist einfach nicht da, zu erkennen, dass die volkswirtschaftliche sehr wohl aufgehen würde. Insbesondere dann, wenn nicht mehr so kräftig durch die BA subventioniert werden würde. Denn um vernünftige Lohnzahlungen kommt man mittelfristig nicht herum. Viele Unternehmen, die im Ausland die Billigarbeiter gesucht haben, werden feststellen, dass Arbeit auch dort immer teurer wird (Nachfrage). Wie Vagabunden ziehen sie von Billigland zu Billigland. Am Ende kommen alle zurück, die ersten sind schon lange wieder da.
Und was die vielgeliebten Äußerungen zu China betrifft, wo Wanderarbeit ja so günstig ist. Es sind nicht selten westliche Unternehmen, die in China die Dumpinglöhne diktieren. Soviel zur Konkurrenzfähigkeit.
Ihe letzte Anmerkung war auch klasse. Ja, stellen Sie sich diese Ungeheuerlichkeit im 21. Jahrhundert vor. Da schreiben Leute Beiträge während eines langen Arbeitstages zu einem Thema,das sie interessiert. Im Sinne einer maximalen Ausbeute der Ware Mensch ist das wirklich zu beklagen;-)
Hinz und Kunz
Lieber Costello
Kein Mensch behauptet, daß es keine “Arbeit” mehr gibt. Notfalls fiegen wir zum Mars und verunstalten diesen, wie schon unsere Erde: Arbeit satt!
Aber so weit muß es gar nicht kommen, schon in Afrika kann man 1000e Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und Universitäten bauen. Also hör auf mit diesem dämlichen Geschwätz von “Arbeit ist genug da.”
Nach 20 Jahren Massenarbeitslosigkeit, muß dieses elende Geschwätz ja mal ein Ende haben!
Und wenn Du mal etwas genauer lesen und auch selber nachdenken würdest, kämest Du da hinter, daß das BGE ja gerade gigantische sogenannte Produktivkräfte freisetzt, Millionen Menschen, die jetzt schikaniert und bis in ihre Betten kontrolliert werden, können dann frei nach ihren Fähigkeiten tätig werden.
Da kannst Du noch so viel schwafeln, das wirst du aus keinem Kopf mehr wegreden, sobald es dort Fuß gefaßt hat. Am Ende bleiben ein paar Nörgler, Miesepeter und Wichtigtuer übrig… Die werden dann mit Schamesröte Monat für Monat ihr BGE vom Konto abbuchen. Was solls!
Hier ein interessanter Beitrag aus einem Forum (der “Piratenpartei”)
——————–
Im Gegensatz zu elcons Aussage haben fast alle Theorien und Modelle darüber [b]nicht[/b] vor, allen zusätzlich aus mit dem Zauberstab noch 1 Billion oder so in die Tasche zu stecken, sondern die Steuern so zu verlagern das sie nicht mehr “hauptsächlich” durch Lohn/Einkommen erhoben werden - also durch Arbeit - sondern durch den Konsum!
Und das beruht auf dem als allg. von Ökonomen als richtig erkanntem Faktum das alle Löhne/Gehälter/Einkommen in die Preise eingerechnet werden, und statt durch Arbeit auch beim Konsum erhoben werden können!
Was aber auch allen BGE Modellen gemeinsam ist, ist das sie die “Geldmenge” nicht verändern - genau damit eben keine Inflation auftritt!
von 82 Mio Deutschen arbeiten noch 37 Mio Menschen, alle anderen erhalten jetzt schon “Transfergelder” - ob als Rente, Kindergeld, ALG II und vieles andere!
Die 37 Mio kann man aber auch noch aufteilen - finanztechnisch erhalten alle im ÖD (11 Mio) lediglich auch Transfergelder, sie kommen aus dem Steueraufkommen!
Von den Verbleibenden 26 Mio arbeiten weiterhin noch Millionen im Gesundheitswesen, was durch “Zwangsbeiträge” finanziert wird, und auch diese Mitarbeiter erhalten damit Transfergelder, diesmal nicht aus dem Staatstopf - sondern aus dem Beitragstopf.
Diese historisch Gewachsene Situtation bringt inzwischen gewaltige Verwerfungen zustande, die Steuerliche Ungleichbehandlung zum Standartfall macht, die aufgrund der Automatisation und der Globalisierung, und der demoskopischen Entwicklung dazu führt das immer weniger “Arbeiter” im Produktiven Gewerbe immer mehr Staatslasten tragen müssen, und das mit absolut ungesicherter Sozialer Absicherung!
Die Steuerkomponente des BGE “Erhebung” entfernt bei allen Modellen mehr oder weniger die “klassischen” Steuern, und ersetzt dieses Steueraufkommen durch eine höhere “Konsumsteuer” (Mwst). Insoforn sind sie sogar sehr ähnlich dem Steuervereinfachungsmodel von Paul Kirchhof!
Auf der Ausgabenseite geht das BGE nur einen Schritt weiter, und billigt jedem Bürger ein “Grundeinkommen” zu - aus der Erkenntnis das quer über alle Bevölkerungschichten die Grundlebenshaltungskosten identisch sind - und absolut notwendig um überhaupt zu überleben!
———————
Genau darum geht es. Am Ende wird ja die nackte Existenz eines jeden Bürgers gesichert, selbst Kinderschänder, Vergewaltiger und Räuber usw werden entsprechend versorgt (Knast kostet pro Mann/Frau zwischen 80€ und 200€ am TAG).
Die “Erwerbstätigen” arbeiten nicht wegen dieser nackten Existenz. Dann bräuchten sie nicht so viel arbeiten, nur die Hälfte, und wir hätte jetzt gar nicht das Problem. Auch costello wird bei einem BGE weiterschuften, weil er auf seinen Konsum nicht verzichten kann. Das ist wahrscheinlich sein Problem: er LIEBT den Konsum: das Auto, den neuen Wintermantel, die schicke Wohnung, den Urlaub und die schönen Frauen, die ihn deswegen anglotzen und er HASST dafür seine Arbeit. Und da er ja sooooo schrecklich leidet, muß jetzt die ganze Republik mitleiden, sonst kommt er nicht klar.
revolutionäre Abendgrüße
Peinhard
@U.Wilmers: “Ihre widerholte Meinung, ein BG wäre ein dümpeln in Armut ist unsinnig. Man wird das BG am Existenzminimum bemessen und an so genannten Grundsicherungsrenten. Mit denen lässt sich leben, ich weiß es defintiv (Ich arbeite nämlich, für etwas weniger, keine Transferleistungen) und komme zwar nicht berauschend, aber doch einigermaßen durch. Dahingehend bin ich sogar der Meinung, dass ein ALG im Sinne von reinem Überleben gemessen an anderen, dieLohn erhalten, von der Höhe her okay ist.”
Wenn Sie damit zufrieden sind, und sich so gut darin eingerichtet haben, in einer Gesellschaft die ganz andere Möglichkeiten hätte wenn man nur mal auf die Produktivität und die Gütermengen schaut, sich mit dem ‘Existenzminimum’ abspeisen und sich ‘bemessen’ zu lassen, dann will ich auch nicht länger stören.
U.Wilmers
Peinhard, Ihre Art zu diskutieren ist gruselig. Es bietet sich derzeit nicht mehr Geld an und auch dei die Zeit, die ich einsetzen kann, ist etwas geringer,als bei Vollzeit-Beschäftigten, denn ich erziehe zusätzlich Kinder und nehme das ernst.
Klar wäre mir mehr auch lieber. Ich hatte nur angedeutet, dass es geht, um zu überleben. Armut definiert sich übrigens nicht nur über Geld. Man kann auch arm sein an Emotionen, Intelligenz, Weitsicht, etc. So gesehen befinde ich mich nicht in einem gefühlten Zustand der Armut.
Bedingungsloses Grundeinkommen. Gedanken über eine mögliche nahe Zukunft. - Das bedingungslose Grundeinkommen
[…] Den ganzen Artikel lesen […]
Peinhard
U.Wilmers: “Peinhard, Ihre Art zu diskutieren ist gruselig. Es bietet sich derzeit nicht mehr Geld an und auch dei die Zeit, die ich einsetzen kann, ist etwas geringer,als bei Vollzeit-Beschäftigten, denn ich erziehe zusätzlich Kinder und nehme das ernst.”
Ich gebe zu, daß mein letzter Beitrag so etwas wie ein Tritt in den Allerwertesten sein sollte - wenn ich Sie verletzt haben sollte, entschuldige ich mich. Aber auch oder gerade in Ihrer Situation wäre bei einer wirklich ‘revolutionierten’ Gesellschaft mehr drin - nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen. Und da käme es auch nicht auf die Zeit an, die Sie noch übrig hätten um für und auf Rechnung Dritter zu arbeiten.
“Klar wäre mir mehr auch lieber. Ich hatte nur angedeutet, dass es geht, um zu überleben. Armut definiert sich übrigens nicht nur über Geld. Man kann auch arm sein an Emotionen, Intelligenz, Weitsicht, etc. So gesehen befinde ich mich nicht in einem gefühlten Zustand der Armut.”
Mir ist das einfach zu wenig, in einer derart reichen, mit derartigen Möglichkeiten ausgestatteten Gesellschaft damit zufrieden zu sein, zu ‘überleben’. Das ist ein komplettes Armutszeugnis für diese Gesellschaft, dass sie es nicht schafft, das besser zu organisieren und zu verteilen. Die Ungleichverteilung ist bereits eklatant und wird jeden Tag größer - daran kann und wird auch ein BGE nichts ändern. Schon gar nicht eins nach Althaus/Straubhaar, das noch nicht einmal den BIEN-Kriterien genügt. Das würde mE die Spaltung der Gesellschaft im Gegenteil nur zementieren. Schauen Sie doch mal - nur als Beispiel für eine _mögliche_ Utopie - bei Wikipedia nach dem Stichwort ‘Parecon’. Gehen Sie, wenn die Zeit es Ihnen erlaubt, auch den Weblinks dort nach, denn der Artikel ist leider nicht allzu aussagekräftig. Das wäre wie gesagt eine Möglichkeit, wie man sich anders organsieren und die ‘Sachzwänge’ dieses Systems der Geldvermehrung tatsächlich hinter sich lassen könnte. Es hat gegenüber ähnlichen Konzepten den Vorteil, bereits sehr detailliert ausgearbeitet zu sein. Man muss sich allerdings auch darauf ‘einlassen’, denn mit üblichen Kategorien, Wirtschaft ‘zu denken’, kommt man dort auch nicht wirklich weiter.
Fritz
@Peinhard
Sie sind wohl so materialistisch orientiert, dass Sie nicht verstehen, wie z.B. U.Wilmers oder andere einfach glücklich sein können, weil oder obwohl sie Familie, Kinder, Freunde, Vereine, öffentliche Bibliotheken, also (fast) kostenlose Sinngebungsangebote dem Konsumismus als teurem Sinngebungsangebot vorziehen.
Genau das ist auch ein weiteres Problem in unserer Gesellschaft.
U.Wilmers
Der ganze Wahnsinn wird erst richtig klar,wenn ich vielleicht einmal sage, dass ich im hochqualifizierten Bereich zum Dumpinglohn arbeite. Begründung seitens des Unternehmens: „Wir können auch unbezahlte Praktikanten von der Uni mit der Stelle besetzen. Dies,obwohlich defintiv weiß, dass man mit meiner „Arbeitsausbeute“ sehr gute Einnahmen erzielt.
Hier wird vielleicht auch die Kette des Erpressungspotenzials klar, mit dem wir es zu tun haben. Meine Alternative wäre ein Amt miteinemMitarbeiter, (möglicherweise wesentlich weniger qualifiziert als ich), der mich in einen Ein-Euro-Job (also den nächsten Ausbeutrposten) drängt und mich vielleicht noch mitsamt meinemNachwuchs aus der Wohung drängt,weil xy Eurozu teuer.
Miteinem BG wäre in meinem Fall sofort mehr Einkommen da, aber auch die Alternative,“nein“ sagen zu können und mich erst einmal “nur” meinen Kindern widmen zu können. Auch die angedrohte Besetzung durch unbezahlte Praktikanten (nächste Ausbeuterei) würde relativ ins Leere laufen. Die „Praktikanten“ würden über BG verfügen und sind damit verhandlungsfähig, was einen angemessenen Lohn betrifft.
Hinz und Kunz
Hi Fritz!
Materialistisch würde ich das nicht gerade nennen, dann wärs ihm ja wurscht, wie es andere sehn. Es ist doch eher das Gegenteil der Fall, er ist ein hochgradiger “Idealist” und meint, daß die BGE-fans seine idealistischen Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Sagt er doch: wenn du dich schon engagierst, dann für was “besseres”.
Das ist doch ein einziges sinnloses Herumgenörgel. Auch mit einem BGE und gerade mit einem solchen kann man die Welt noch mehr verbessern. Wie schon einige hier gesagt haben: wir brauchen ein globales basicincome! Der Kampf geht weiter!
Einfach sagen, das BGE erfüllt noch nicht alle meine Wünsche, ist doch recht trostlos. Daß das BGE schadet, hat unser Freund ja noch nicht behauptet. Es nutzt nur nichts, oder ist genauso schlimm wie Hartz4. Die Hartz4-Empfänger werden es über kurz oder lang sicher anders sehen. Und darauf kommt es an!
Der Mangel an Materialismus macht die “Idealisten” oft kraft- und saftlos und so wenden sie sich immer an andere, die ihre schönen Ideen realisieren sollen. Ich kann dazu nur sagen:
Hannemann geh Du voran!
Politiker
Die ganze Diskussion hier finde ich total spannend. Ich verfolge sie nun schon eine ganze Weile. Das “Bedinglose Grundeinkommen”, ich wusste vorher noch nicht von dieser Idee. Aber wenn sich dieses Modell wirklich rechnet, wie hier immer wieder angeführt wird, die FDP, Die Grünen in den 80zigern und eben die Linke, sowie Unternehmer wie Dr. Werner von dm diese Idee für richtig halten, warum bleibt es nur in so einem Bereich wie dem Internet (na klar weltweit)! Aber warum erscheint es nicht in der “Bild”?
Und eine weitere Frage, wenn hier alle über die Politiker schimpfen: ” Die da Oben haben keine Ahnung!”
Ist hier eigentlich niemandem bewusst, dass wir zum Glück in einer Demokratie leben. Wir können alle auch Politiker werden. Wann begreift der kleine “Michel” endlich mal, dass wir uns alle zur Wahl stellen können.
Mein Gedanke ist: “Nicht meckern, besser machen!”
Wir können alle Politiker sein, wenn wir wollen.
U.Wilmers
Die FDP ist in keinem Fall für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Sie popagiert das “Bedingungslose Bürgergeld”. Dabei geht es um eine so genannte Negativsteuer. Wer zu wenig oder nichts verdient, erhält vom Finanzamt ein Grundeinkommen. Allerdings unter Beibehaltung bzw. Verschärfung der Sanktionen. Wenn nicht jeder von einem kommunalen Jobcenter angebotene Job sofort angenommen wird, gibt es gar nichts.
Insofern steht das Programm der FDP hier garantiert nicht zu Diskussion, es ist lediglich eine Verschärfung der Hartz Gesetze und finanztechnische Umschichtungsmaßnahme.
Was die Grünen betrifft: ich glaube, nur Einzelne sind dafür und regen es an. Erst Ende 2007 will man auf einem Parteitag “einmal darüber diskutieren”. Da die Grünen aber maßgeblich für die Hartz-Reformen Verantwortung tragen, wird das sicher nichts.
CDU und SPD sind völlig dagegen.
Soviel zu “des Bürgers Wunsch”!
U.Wilmers
sorry, bei der FDP heisst es nicht Bedingungsloses Bürgergeld, sondern nur Bürgergeld.
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
nachdem Sie am 13.12.06; 00:39 Herrn Klaus Binder schrieben:
„Aber wenn es das bedingungslose Grundeinkommen je geben sollte, werden sich mit Sicherheit weit mehr als 4 Millionen jetzt Berufstätige dazu entschließen, nicht mehr zur Arbeit zu gehen.“,
fragte ich Sie, ob Sie nie wieder arbeiten gehen würden, wenn Sie ein Bedingungsloses Grundeinkommen erhielten, und Sie antworteten:
„Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen, würde ich selbstverständlich nicht mehr arbeiten. Ich hab viele Interessen und Hobbys, für die mir jetzt die Zeit fehlt und die glücklicherweise allesamt nicht viel Geld kosten. Ich würde mich um meine Familie kümmern, Sport treiben, viele Bücher lesen (gibt’s umsonst in der Bücherei), wieder in einer Band spielen, ausgiebig Musik hören und bei schönem Wetter draußen die Sonne genießen wie jeder normale Mensch, statt im Arbeitszimmer zu hocken. Sie etwa nicht?
Interessant übrigens, dass die Mehrzahl der Beiträge hier während der normalen Arbeitszeiten verfasst werden. Das sieht mir nicht danach aus, als würden hier alle ihre Arbeit so sehr lieben, dass sie sich für Diskussionen im Internet keine Zeit nähmen. ;-).“
Nun, was Sie da gesagt haben, finde ich sehr schön. Sie haben im Grunde genommen ihre ARBEIT beschrieben, die Sie tätigen würden, wenn die Gesellschaft ihnen ein BGE zahlte.
Warum nenne ich es ARBEIT ? Nun, Arbeit sind für mich alle Tätigkeiten, die in irgendeiner Art und Weise anderen Menschen zu Gute kommen. Alles, was Sie aufgeführt haben, kommt den Menschen Ihres sozialen Umfeldes zu Gute (Ihrer Familie, Ihren Freunden und Ihnen selbst. Auch von dem, was Sie in Büchern lesen, proifitieren andere).
Hätten Sie gesagt:“Ich würde mir ein Zimmer mieten, darin nur noch schlafen, essen und fernsehn gucken und mit niemanden mehr etwas zu tun haben wollen“, dann hätte ich gesagt, daß dies ihr Gutes Recht sei, so zu leben, wie Sie es wünschen (wobei ich jetzt nicht der Frage nachgehen möchte, wie lange ein an Körper und Seele gesunder Mensch, diesen Zustand ertragen kann. Sicherlich würde er sich nach spätestens einem Jahr eine Beschäftigung suchen).
Aus dem was ich hier sage, geht auch hervor, daß wir alle für andere etwas tun. Es gibt nämlich de facto keinen Menschen in Europa, der Selbstversorger ist (oder scheren Sie ein Schaf, um die Wolle zu spinnen und einen Pullover daraus zu stricken? …Oder säen Sie Korn, um daraus Ihr Brot zu backen?).
Ich habe Sie gefragt, ob Sie nie wieder arbeiten gehen würden… Sie haben nicht auf das „nie“
geantwortet. Was auch nicht notwendig ist. Ich will damit nur sagen, daß Sie selbstverständlich nach drei oder nach sieben Jahren, oder wann auch immer, das Recht hätten eine bezahlte Tätigkeit aufzunehmen, falls Ihnen danach ist; denn Sie werden im Prinzip nicht für geleistete Arbeit bezahlt, sondern dafür, daß Sie arbeiten können (BGE), wann immer Sie wollen.
Zu den Beiträgen, die hier während den normalen Arbeitszeiten geschrieben werden, möchte ich noch etwas anmerken. Ich gehe davon aus, daß es immer weniger „normale“ Arbeitszeiten gibt. Nur ein Beispiel. Ich wohne in Frankfurt am Main und die Hauptwache (Stadtmitte) ist praktisch der Punkt wo, alle Verkehrsverbindungen sich kreuzen. Ich erinnere mich genau, daß man vor 25 Jahren nachmittags nach 16 Uhr 30 ganz eindeutig sehen konnte, daß Feierabendzeit war, plötzlich war die Stadtmitte voll von Menschen. Heute wird man kaum einen Unterschied feststellen zwischen 10 Uhr morgens, zwölf Uhr mittags und 17 Uhr Nachmittags. Abgesehen davon sind wir rein technisch schon längst in der Lage unsere Arbeitszeiten so zu legen wie wir wollen. Warum sollte man hier nicht um 12 Uhr Mittag einen Beitrag schreiben und anschließend zur Arbeit gehen? (Vielleicht ist ja gar der PC der „Arbeitgeber“?)
Mit freundlichem Gruß
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Peinhard,
Sie schreiben mir:
“mit 600€ liegen Sie nicht in der Gosse? Welche Möglichkeiten, frage ich auch Sie, wird so ein armer mensch denn haben, ausser doch wieder nahezu jeden ‘Job’ anzunehmen, der ihm geboten wird, nur um aus dieser Falle herauszukommen? Ist
das wirklich ’so einfach’?”
Ich habe bisher nirgendwo eine Summe genannt. Selbstverständlich wird das Bedingungslose Grundeinkommen so hoch sein, daß ein Mensch damit so gut leben kann, daß er nicht gezwungen ist, eine Arbeit anzunehmen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Wer in keiner Falle steckt, muß auch nicht versuchen, aus einer Falle herauszukommen.
Mit freundlichen Grüßen
Magentasalex
Manche Zuschriften vermitteln den Eindruck, als wäre das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) eine Alternative zu Hartz IV, oder wäre angetan, den Pegelstand der Prekarität zu senken. Das ist genaugenommen nicht der Grund, für die Einführung eines BGE zu ringen….Selbstverständlich ist ein BGE auch kein Brosamen, der vom Tisch der Weltwirtschaft in den Schoß der armen Arbeitslosen fallen soll.
Jeder von uns weiß, daß alle Maschinen, die die Menschheit je erschuf, einzig und allein den Sinn und Zweck hatten und haben, die Arbeit zu vereinfachen, die Arbeit dem Menschen abzunehmen….
Heute, in der Morgenröte des 3. Jahrtausends, hat die Menschheit eine Schwelle erreicht, an der ihre Maschinerie -überspitzt formuliert- zu einer einzigen riesigen vollautomatischen Anlage zusammengewachsen ist, die sämtliche 6,6 Milliarden Erdenkinder mit allen notwendigen und weniger notwendigen Gütern versorgen kann (an der Erschaffung und Vervollkommnung dieser Maschinerie haben genau genommen alle bisher lebenden ca 75 Milliarden Menschen Anteil genommen).
Für die Inganghaltung der Maschinerie werden nur ca 300 Millionen Menschen benötigt. Den restlichen 6300 Millionen Menschen fällt die Aufgabe zu, die geschaffenen Güter zu verteilen…..Die Menschheit hat hier nun einen Punkt erreicht - immer noch überspitzt formuliert- an dem sie sagen kann, daß man nun seine Hände in den Schoß legen könne, um die Früchte der Menschheitsentwicklung zu genießen. Und diese Früchte heißen Bedingungsloses Grundeinkommen und wahre aufrechte Menschenwürde.
Nerdcore - A Blog about very cool Stuff. Und so.
[…] Readers Edition » Bedingungsloses Grundeinkommen. Gedanken über eine mögliche nahe Zukunft. (tags: grundeinkommen gesellschaft politik wirtschaft) […]
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Wilmers,
Sie schreiben:
“Der ganze Wahnsinn wird erst richtig klar,wenn ich vielleicht einmal sage, dass ich im hochqualifizierten Bereich zum Dumpinglohn arbeite. Begründung seitens des Unternehmens: „Wir können auch unbezahlte Praktikanten von der Uni mit der Stelle besetzen. Dies,obwohlich defintiv weiß, dass man mit meiner „Arbeitsausbeute“ sehr gute Einnahmen erzielt.”
Folgender Fall: Ein Diplom-Mathematiker arbeitete in einer Institution, in der er Tag für Tag am Computer Schweinehälften weltweit aufkaufte und sie weltweit wieder verkaufte. Er erhielt dafür rund 3800 Euro Brutto. Eines Tages erzählte er, daß jeder halbwegs begabte Mensch mit mittelmäßigem Abitur und mittelmäßigen mathematischen Kenntnissen, seinen Job innerhalb 8wöchiger Einübungszeit beherrrschen könne. Paar Monate später funktionierte die Karte nicht mehr, mit der er morgens seinen Wagen in der unterirdischen Garage abstellen wollte.
Er meldete das bei der Security und bekam den Bescheid, sich bei seinem Vorgesetzen sogleich zu melden. Innerhalb einer dreiviertelstunde war unter Aufsicht sein Arbeitsplatz geräumt und er durfte als Entlassener wieder nach Hause fahren (erhielt noch drei Monatsgehälter). Am nächsten Tag besetzte ein abgebrochener Mathematikstudent (drei Semester studiert) seine Stelle für 2000 Euro Brutto.
Das ist unbenommen eine riesige Sauerei in unserer heutigen Welt(wirtschaft)….in der Welt des Bedingungslosen Grundeinkommens wird es jedoch keine Sauerei sein, denn so gut wie jede Arbeit wird von sehr vielen Menschen getan werden können, auch -um im Beispiel zu bleiben- mit halbwegs brauchbaren Mathematikkenntnissen…. Das BGE erhält jeder in gleicher Höhe, der Lohn einer Beschäftigung ist Verhandlungssache zwischen Beschäftigungsuchenden und Beschäftigungsanbietenden.
mit freundlichen Nachtgrüßen
Costello
@Hinz und Kunz:
Deine Antwort auf meinen Beitrag ist bar jeden Sinnes, ohne jedes Gegenargument, dafür mit hanebüchenen Unterstellungen, was meine Person betrifft. Du wirst es kaum glauben, aber ich habe einen Job, der recht gut bezahlt ist und mir meistens sogar Spaß macht. Aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich trotzdem lieber meinen zahlreichen Hobbys frönen, als mich an geregelte Arbeitszeiten zu halten, und dafür gerne auf etwas Geld verzichten. Hauptsache, ich hab genug, um über die Runden zu kommen und meine Familie zu ernähren. Das ist doch absolut menschlich.
Du hast wahrscheinlich keine gute Ausbildung, sonst wärst du nicht damit überfordert, sinnvoll zu argumentieren, und deshalb auch keinen halbwegs sicheren oder gar gut dotierten Job. Verständlich, dass du dir ein BGE wünscht. Aber freunde dich trotzdem schon mal mit dem Gedanken an, dass dein Wunschtraum nicht in Erfüllung gehen wird. Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, indem sie Arbeit auf eine freiwillige Basis stellt. Wir sind nun mal keine Ameisen, die schuften, weil es in ihren Genen angelegt ist, sondern Faulpelze wie alle anderen Säugetiere - die tun auch nur das Nötigste, um zu überleben. Aber dir muss ich das sicher nicht näher erklären. :-D
@Magentasalex:
Glauben Sie mir, ein BGE wäre auch für mich ein Wunschtraum. Natürlich wäre mein Leben schöner, wenn ich nicht arbeiten müsste und trotzdem genug Geld hätte. Aber im Gegensatz zu meinen kleinen Kindern bin ich realistisch genug, um zu sehen, dass nicht alles, was man sich wünscht, auch in Erfüllung gehen kann. Diesen gesunden Realismus vermisse ich in vielen Beiträgen hier, leider auch in Ihren, so sympathisch sie mir auch sein mögen. Darin vermisse ich z. B. jeden Hinweis darauf, wer all die vielen Arbeiten erledigen soll, die in unserer Gesellschaft getan werden müssen, aber nicht angenehm sind, oder wer bei schönem Wetter zur Arbeit gehen soll. Ich jedenfalls nicht. Sie etwa?
BGE ist ein schöner Wunschtraum wie Weltfrieden, Gerechtigkeit oder Gleichheit der Menschen. Mehr nicht - leider.
U.Wilmers
@Costello, Sie haben tatsächlich den Grundgedanken des BG nicht einmal ansatzweise verstanden. Sie verbinden es mit einem schönen Leben in Saus und Braus durch Nichtstun. Sie ignorieren völlig, dass es kaum Menschen gibt, die nichts tun,vielmehr muss man zwischen Arbeit, die Einkommen erzielt und jener, der kein Erwerseinkommen zugesprochen wird, unterscheiden.
Es geht hier nicht um Wunschträume, die erfüllt werden, sondern um eine neue Gesellshaftsordnung, eine andere Wertigkeit und Akzeptanz aller Arbeiten, die ausgeführt werden und um einenSockelbetrag, der für das Überleben reicht, um darauf dann weiter aufzubauen. In Würde, demokratisch und gleichberechtigt.
Immer noch (auchnach einem langen Artikel und 73 posts) kommenSie da gedanklich nicht weiter und verhalten sich wie Kurt Beck, der (völlig überfordert angesichts eines etwas lädierten Arbeiotssuchenden) erst kürzlich äußerte:
„S’Lebbe iss doch wie’s iss.“
Klar, wenn man unfähig ist, neuen Strukturen und damit Millionen Bürgern eine Chance zu geben und wenn man Rüchschritt statt Fortschritt propagiert (zumeist um eigene Pfründe zu sichern). Es war schon immer schwieirig für Leute mit vielen Privilegien, diese auch anderen zu zu gestehen, abr die Zeit ist nun reif. Wir sind eindeutig aus dem Zeitalter der Versklavungen heraus und das werden die Parteien bei den nächsten Wahlen auch deutlich spüren.
Und Sie,Costello, werden einr der Eifrigsten sein, die auf dem Konto nach der Gutschrift des BG Ausschau halten. Hoffentlich haben Sie bis dahin dessen Sinn erkannt.
Andy
@Costello DANKE!
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
Sie schreiben Herrn Hinz und Kunz:
„ Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, indem sie Arbeit auf eine freiwillige Basis stellt. Wir sind nun mal keine Ameisen, die schuften, weil es in ihren Genen angelegt ist, sondern Faulpelze wie alle anderen Säugetiere - die tun auch nur das Nötigste, um zu überleben. Aber dir muss ich das sicher nicht näher erklären.“
Ich würde mich freuen, wenn sie mir erklären würden, was genau Sie unter den Begriffen Arbeit und Faulheit verstehen, weil beide Seiten der Diskutanten genau wissen sollten, um was es in ihrer Diskussion geht.
Und erklären Sie mir bitte, warum sich die Menschheit aus der sogenannten Steinzeit heraus auf den heutigen Stand ihrer Produktivkräfte hin entwickelt hat, wenn sie doch ihrer Auffassung nach Faulpelz wie alle anderen Säugetiere ist, und nur das Nötigste tut, um zu überleben? …Und dann möchte ich gern von Ihnen wissen, was all die anderen faulen Säugetiere tun müßten, um in Ihren Augen als fleißig angesehen zu werden?
Mir schreiben Sie:
„Diesen gesunden Realismus vermisse ich in vielen Beiträgen hier, leider auch in Ihren, so sympathisch sie mir auch sein mögen. Darin vermisse ich z. B. jeden Hinweis darauf, wer all die vielen Arbeiten erledigen soll, die in unserer Gesellschaft getan werden müssen, aber nicht angenehm sind, oder wer bei schönem Wetter zur Arbeit gehen soll. Ich jedenfalls nicht. Sie etwa?“
Sie vermissen bei mir einen „gesunden Realismus“…..Was verstehen Sie genau darunter?
Ich zum Beispiel sage mir, daß sich in jedem Menschen ein Verhältnis seines Inneren zu seiner Außenwelt herausbildet. Dieses Verhältnis kann nicht verallgemeinert werden, weil es bei jedem Menschen anders bestimmt ist. Es gibt für mich keine objektiv messbare Realität.
Anders gesagt: Bevor ein Mensch ein Haus baut, muß er sich dieses Haus erstmal in seiner Fantasie, in seinen Träumereien….Wunschträumereien…. zurechtfantasiert haben, bevor er den ersten Stein in die Hand nimmt, um das Fundament zu setzen.
Oder anders gesagt: Ohne die Fähigkeit des Menschen, Erträumtes , Zurechtfantasiertes, Wunschträumerisches in Materie umzuwandeln, könnte ich Ihnen hier nicht diese Zeilen schreiben. Deshalb finde ich es ein wenig verwunderlich, daß Sie mit einer gewissen Abfälligkeit über die Fähigkeit des Menschen, sich Dinge zu erträumen, sprechen.
So, jetzt muß ich aber an die Arbeit….:-)
Freundliche Grüße
Peinhard
@Hinz und Kunz: “Materialistisch würde ich das nicht gerade nennen, dann wärs ihm ja wurscht, wie es andere sehn. Es ist doch eher das Gegenteil der Fall, er ist ein hochgradiger “Idealist” und meint, daß die BGE-fans seine idealistischen Kastanien aus dem Feuer holen müssen. Sagt er doch: wenn du dich schon engagierst, dann für was “besseres”.
Ersteres sehen Sie wohl eher richtig, letzteres eher nicht. Denn ich ewarte nicht, dass andere für mich die Kastanien aus dem Feuer holen, ich werbe nur dafür, sich der Suche nach echten Alternativen anzuschließen. Und ich sehe durchaus auch mögliche negative Folgen eines BGE - Lohnsenkung hatte ich schon genannt, und auch die Gefahr, dass das so endgültig ‘abgehängte Prekariat’ einfach sich selbst überlassen wird, im Sinne unterbleibender HartzIV-Schikanen einerseits positiv, im Sinne unterbleibender Anstrengungen, noch irgendwas für diese Klientel zu tun (’ihr habt doch euer BGE’) aber auch negativ. Und ich gehe insofern schon voran als ich ua hier ‘offensiv’ für meinen Standpunkt werbe.
@Magentasalex: “Selbstverständlich wird das Bedingungslose Grundeinkommen so hoch sein, daß ein Mensch damit so gut leben kann, daß er nicht gezwungen ist, eine Arbeit anzunehmen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.”
Oh doch - zB warum das ’selbstverständlich’ sein sollte. Und wer das wie gegen welche Widerstände durchsetzen soll.
Ihre Aussagen zur ‘Maschinerie’ teile ich weitgehend, allerdings scheinen Sie mir zu vergessen, dass die Herstellung von Konsumgütern nicht der einzig notwendige Arbeitsbereich ist, dass er im Gegenteil größtenteils eher zur ‘Spitze’ der Bedürfnispyramide gehört denn zu den unabdingbaren Grundbedürfnissen. Aber nicht nur deswegen bin ich skeptisch, ob es sinnvoll ist, einen kleinen Teil der Menschheit mit der (Rest-)Arbeit zu betrauen, während die anderen mehr oder minder nur noch konsumieren. Denn die Arbeitenden sind bzw wären es auch, die diese Welt weiterhin gestalten, während die ‘Konsumenten’ davon weitgehend ausgeschlossen blieben. In welche Techniken und Produkte investiert wird, was überhaupt angeboten wird, würde weiterhin eine Minderheit entscheiden (und in dieser Minderheit noch besonders die Minderheit der ‘Besitzer’ von Ressourcen und Produktionsmitteln), der Rest kann das nur noch ‘hinnehmen’. Deshalb bin ich angesichts der der genannten Entwicklung eher dafür, Arbeit anders und weiterhin für alle zu organisieren, nicht wg ‘Wer nicht arbeitet…’, sondern eben wegen der ‘Teilhabe’ an der weiteren Gestaltung der Welt.
Nur bietet die ‘Marktwirtschaft’ keinerlei Mechanismen, die zB eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 10 WoStd oder weniger - bei den von Ihnen genannten Relationen ja kein Problem - bewirken könnten. Das aber wäre mE dem sozialen Frieden auf Dauer zuträglicher, das es _alle_ mit einer größeren persönlichen Gestaltungsfreiheit versehen würde und bei keiner Gruppe das Gefühl aufkäme entweder ausgeschlossen zu sein bzw ‘alle Arbeit für die anderen’ zu machen und diese anderen daher von vornherein als in ihren Wünschen ‘nachgeordnet’ zu betrachten. Das lässt sich mE aber wie gesagt nur mit anderen Organisationsformen erreichen - es stellt sich ja darüber hinaus auch noch die Frage, warum wir weiterhin Kapitalakkumulation und Geldvermehrung betreiben sollte, wenn die Produktivität längst mehr als ausreichend ist und bereits eine Überliquidität an den Finanzmärkten herrscht. Konzentrieren wir uns doch lieber auf die reine Güterproduktion - was der Kapitalismus allerdings nicht kann, für den ist das immer nur Mittel zum eigentlichen und eigentlich überflüssigen Zweck eben der Geldvermehrung.
Rolf Ehlers
@Peinhard: Statt de wirtchaftlichen Güter gerecht zu verteilen, sollen wir die noch
vorhandene Arbeit gerecht verteilen? Na wie denn?
@Costello: Trotz der Ausweitung des Dienstleistungssektors hätten gern weit mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland einen Arbeitplatz, der sie und ihre Familie ernährt. Dienstleistugen müssen so interessant sein, dass jemand auch bereit ist,
dafür zu bezahlen. Was sollen denn die Hunderttausende von Bankangestellten dazu
sagen, die in den letzten 15 Jahren ihre Arbeit verloren haben, weil die Stellen weg-
ratonalisiert wurden?
Der Schwarzmarkt ist doch nicht eine wunde Stelle des Systems des BGE, sondern die Bankrotterklärung des jetzigen!
Es schadet überhaupt nicht, wenn viele Menschen das BGE nutzen, um als Rentiers zu leben. Es werden genügend da sein, die gern hinzuverdienen und andere, die zu
gern was Sinnvolles leisten würden.
Maj
“Nur der Nachname darf geändert werden. Dem oder den Vornamen dürfen weitere Vornamen hinzugefügt werden. Die ursprünglich eingetragenen Vornamen dürfen nicht ausgetragen werden.”
Geschlechterzwang lässt grüßen: Erzähl das oben mal den ganzen Trans-Leuten, die ihren Vornamen partout nicht behalten wollen.
Maj
Hinz und Kunz
Lieber Politiker!
Einer der wenigen wichtigen Menschen meldet sich auch mal zu Worte!
> Die ganze Diskussion hier finde ich total
> spannend. Ich verfolge sie nun schon eine
> ganze Weile. Das “Bedinglose
> Grundeinkommen”, ich wusste vorher noch
> nicht von dieser Idee.
Anscheinend guckst Du kein Fernsehen? Der “linksradikale” Milliardär Götz Werner, der sich schlappe 1500 Drogieren erträumt hat, Bundesverdienstkreuzträger und und und, dieser Nichtakademiker tritt öfter im Fernsehen auf.
> Aber warum erscheint es nicht in der
> “Bild”?
Nun ja die Bild ist noch kein “linksradikales” Kampfblatt für Träumer!
> die FDP, Die Grünen in den 80zigern und
> eben die Linke, sowie Unternehmer wie Dr.
>Werner von dm diese Idee für richtig halten,
Das Spektrum reicht in der Tat recht weit, sogar noch weiter. Schon Ende der 70ern und am Anfang der “Arbeitslosigkeit” gab es gemeingefährliche Anarchisten, die mit der Parole “arbeitslos bei vollem Lohnausgleich” die Menschheit schockten. Diese “anarchistische” BGE-Richtung ist bis heute erhalten geblieben.
Ebenfalls schon sehr zeitig, nämlich 1982, wurde auf dem 1.Frankfurther Erwerbslosenkongress das “Existenzgeld” vorgestellt. Ein paar jährchen später entstand die europäisch/globale Organisation “bien” google (”basicincome”). Es gibt in Belgien eine “liberale” Kleinpartei “vivant” (wikipedia vivant). Die haben ein Forum und in diesem kann man das neueste zur weltweiten BGE-Bewegung.
Besonders in Entwicklungsstaaten setzt sich dieses Grundeinkommen durch: es ist billiger diverse Unterstützungen (z.B. für Mütter, Kindergeld) ohne Bedingungen an alle zu zahlen, als eben mit Bedingungen einige wenige “Reiche” auszusparen. (Man kann das ja auch über die Steuern regeln!).
Auch die Kirchen sind mit im “Geschäft” und zwar auch schon länger.
Vermutlich gibts in allen Organisationen, Parteien usw entsprechende “Arbeitsgruppen”, die so vor sich hinwuseln. Ich kannte eine solche aus der SPD. Auch in den Gewerkschaften gibts entsprechende Leute.
Das “schöne” an dieser Bewegung ist übrigens auch, daß es im allgemeinen kein “Parteigezänkt” gibt auch kein Nationalismus. Selbst wenn es nur ein “Traum” wäre macht es Spaß da eifrig mit zu mischen, da man in die seltene Gelegenheit kommt “Andersdenkende” (bis aufs BGE denkt man natürlich anders) gut kennenzulernen.
> Ist hier eigentlich niemandem bewusst,
> dass wir zum Glück in einer Demokratie
> leben. Wir können alle auch Politiker
> werden. Wann begreift der kleine “Michel”
> endlich mal, dass wir uns alle zur Wahl
> stellen können.
Ganz meine Rede! Ich hoffe jetzt nicht, daß die Leute glauben der “Politiker” sei “Hinz und Kunz”
fröhliche Abendgrüße aus Kreuzberg
egghat
Nu ist das auch bei yigg verlinkt.
Ich möchte zwei Sachen zu bedenken geben:
a) BGE in Höhe von 800 Euro, bei dem der Empfänger selbst die Krankenversicherung (etwa 200 Euro pro Monat) und die Warmmiete ( zahlen muss, dürfte nicht viel mehr sein als heute Hartz IV. Diese Kritik geht an beide Seiten (die die Idee total toll finden und die, die die Idee für unbezahlbar halten). Das ganze ist nicht soooo anders, egal wie revolutionär das klingt.
b) Wenn zur Finanzierung die MwSt so massiv erhöht werden soll wie ich es woanders gelesen habe (der Artikel lässt diesen Aspekt leider komplett weg), kaufe ich nicht mehr in Duisburg, sondern in Venlo ein. Und dann? Zollfreiheit weider abschaffen? Aus der EU austreten?
c) Wenn heute ein Arbeitsloser einen 1 Euro-Job annehmen muss, ist das Ausbeutung, menschenunwürdig, etc. Wenn er es bei BGE freiwillig macht, ist dass dann auf einmal toll? Als die Merkel die Kopfprämie (180 Euro) einführen wollte, war das unsozial, jetzt ist das auf einmal toll? Als der Kirchhoff die Flatsteuer einführen wollte, war das unsozial, kommt das im Rahmen von BGE, ist das auf einmal toll?
Ich mag an dem Modell eigentlich nur eine Sache:
a) Abbau der Bürokratie
Ausserdem ist der Artikel echt graupig. Echt schlecht. Warum ist das Steuersystem nicht erwähnt? Was ist mit der MwSt? Was ist mit der Lohnsteuer? Was ist mit dem Gesundheitssystem? Man, der Staat besteht doch nicht nur aus Sozialhilfe …
Und wenn der Autor zu den Ostrenten schreibt, dass die Rentenanwartschaft nichts wert seien, weil die DM überhitzt (?) eingeführt wurde, pack ich mich nur noch an die Birne. Meister: Die Rente ist ein umlagenfinanziertes Modell. Es gibt keine Rentenkasse, auf der ein paar Fantastilliarden liegen, die dann wieder ausgezahlt werden. In der Rentenkasse liegt nicht einmal 1 MONAT Rentenauszahlung drin. Die Rentenkasse gibt im September das aus was im August eingezahlt wurde.
Wenn ich deratige Unkenntnis sehe, weiss ich auch, warum das Modell BGE unreflektiert gut gefunden wird.
Bye egghat
U.Wilmers
Zitat: “In der Rentenkasse liegt nicht einmal 1 MONAT Rentenauszahlung drin. Die Rentenkasse gibt im September das aus was im August eingezahlt wurde.”
Exakt so ist es: weil man sich nie geniert hat, diese und andere Gelder der Sozialkassen hemmungslos zu entnehmen und Löcher zu stopfen. Sozialabgaben sind nicht zwekcgebunden. Allein das sollte doch zum Nachdenken Anlass geben.
Hinz und Kunz
Lieber egghat!
Ich fürchte, Du verwechselst diesen Thread mit einem thread aus dem CDU-Forum, hier wird gar nicht der CDU-Vorschlag diskutiert. Rolf Ehlers ist meines Wissens auch nicht CDU-Ministerpräsident (leider).
> Wenn heute ein Arbeitsloser einen 1 Euro-Job annehmen muss, ist das
> Ausbeutung, menschenunwürdig, etc.
Es gibt durchaus “Verräter” die freiwillig einen solchen Job annehmen und sogar suchen! Aber es gibt auch Bürger die gezwungen werden, um die gehts hier und die sprechen hier teilweise. Der Zwang ist menschenunwürdig. Wenn jemand aus Spaß Hundescheiße frißt, soll er doch.
> Wenn er es bei BGE freiwillig macht, ist dass dann auf einmal toll?
JA! Das ist sogar sehr Toll: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnis! (Stammt übrigens nicht von Karl Marx, sondern meines Wissens von Bakunin)
Was für jemanden “toll” ist, bestimmt so jemand vielleicht gefälligst selber. Guck mal ins Grundgesetz und in die europäische Konvention für Menschenrechte!
Willst Du den Leuten auch nocht vorschreiben welche Ehe oder Partnerschaft sie toll zu finden haben? Unglaublich was im Internet so alles freiwillig herumsurvt!
Ich kann Dir nur einen Gang zu einem Psychotherapeuten ans Herz legen, wenn Du nicht damit klar kommst, daß andere Bürger freiwillig etwas machen. Was tangiert dich das? Hast Du dann schlaflose Nächte?
verwunderte revolutionäre Grüße aus Berlin-Kreuzberg (nächstes mal gibts einen Pflasterstein auf den dummen Dets!)
egghat
Üuah!
Ich dachte, das wäre ein Diskussionsforum und nicht der Freitagsabendstammtisch verquaster Spät-68er, die eine andere Meinung ja offensichtlich direkt mit Pflastersteinen beantworten. Geh doch nach Kuba, da gibt’s ein BGE, dass allerdings der Wirtschaftskraft und dem Erfolg des dortigen Modells angepasst wurde.
Tschüss.
egghat
@U.Wilmers, der zu einer Diskussion in der Lage zu sein scheint:
Die Rente war schon immer umlagenfinanziert, ob da jetzt nur 1 Monat oder 6 Monate drin sind, ändert nichts am Grundprinzip. Es geht halt solange gut, wie das Verhältnis Rentner zu Arbeitnehmer stimmt. Und wenn’s nicht mehr stimmt, geht’s auch nicht mehr gut.
Und dass man sich an den Rentenkassen bedient hat, ist auch ein Gerücht. Schonmal in den Bundeshaushalt geschaut? Der Rentenzuschuss beträgt fast 80 Milliarden!!! Wie kann man da von Plündern reden? Das ist eher ein Fass ohne Boden, in das jedes Jahr die Hälfte des Sozialhaushalts geschüttet wird.
Bye egghat.
Costello
@U. Wilmers:
Lauter schöne revolutionäre Worte, die man am liebsten in einem schicken rot-schwarzen Anarcho-T-Shirt lesen möchte, aber leider keine Argumente, die folgende Frage beantworten:
Wer erledigt in Zukunft die Arbeiten, die heute keiner gerne tut?
Na, Herr Wilmers? Runter mit der Hose! Werden Sie freiwillig auf dem Mülllaster mitfahren oder in die Kanalisation hinabsteigen, um dort nach dem Rechten zu sehen, damit ihre schöne neue Welt funktioniert, obwohl sie genauso gut eine gemütliche Radtour mit anderen nichtarbeitssuchenden und trotzdem wohlversorgten Freunden machen könnten? Werden Sie freiwillig in einem Büro sitzen, um dafür zu sorgen, dass die Umsatzsteuer von einem Konto aufs andere umgebucht wird, während draußen die Sonne scheint und die Frauen in ihren Sommerkleidern wunderschön aussehen? Werden Sie einer 9. Klasse von absolut lernunwilligen Gesamtschülern (”Ey, wozu soll isch hier büffeln, isch krieg doch später au Kohle, wenn isch mit die Kumpels abhäng”) etwas über das 3. Reich beizubringen versuchen, wenn gleichzeitig im RE-Forum eine spannende politische Diskussion stattfindet?
@Magentasalex:
Arbeit ist Lebenszeit und Energie, die ich für Dinge investiere, die mit mir persönlich nichts oder nur wenig zu tun haben. Wie Sie sicher wissen, gibt es viele Gesellschaften, die sich über Jahrtausende nicht weiterentwickelt haben und die erst durch den Kontakt mit den Europäern in der Neuzeit ankamen. Fortschritt gab es immer nur dort, wo es den Menschen elend ging. Wenn sich Leistung lohnt, dann sind Menschen auch leistungsbereit. In einer Gesellschaft, die das BGE eingeführt hat, sehe ich aber nicht den geringsten Leistungsdruck mehr. Der stolz Leu jagt, wenn er Hunger hat, paart sich, wenn er Lust hat, und ruht sich ansonsten aus. Parallelen zum Leben von einem Teil der heute Arbeitslosen sind da natürlich rein zufällig. Aber ich will und kann Ihnen das Träumen natürlich nicht verbieten und wünsche Ihnen, dass möglichst viele davon wahr werden, auch wenn das BGE wohl kaum dazu gehören wird.
@Egghat:
Meine volle Zustimmung und Glückwunsch zum guten Literaturgeschmack (”Fantastilliaden” - Erika Fuchs-Leser, oder? ;-)).
Hinz und Kunz
Hi egghat!
> @U.Wilmers, der zu einer Diskussion in der Lage zu sein scheint:
Frag ihn mal ob er freiwillig diskutiert! Wenn ja, ist das ganz bestimmt nicht toll! Es ist sogar menschenunwürdig!
liebe Grüße
Hinz und Kunz
Zum geringen “Lohn”
Interessant vom “Lohn” zu schwafeln, wenn von 39 Mio “Erwerbstätigen” nur schlappe 10 Mio klassische Lohnempfänger sind. Man muß wahrscheinlich von Lohn sprechen, weil wir ja im Kapitalismus leben.
Bleiben wir beim “Lohn” als Synonym für Lohn, Gehalt, Tantiemen, Honorare, Gagen, Diäten und Abfindungen.
Dieser Lohn hat natürlich zwei Gesichter. Das eine ist der Empfänger des “Lohnes”. Nun diesen interessiert nicht der “Lohn”, sondern was er Netto in der virtuellen Tasche hat. Es gibt einige Gutverdiener, die das anders sehen. Manche finden 10.000 Brutto und 80% Abgaben, also Netto 2000 beschissener als 1000 Brutto und “nur” 10% Abgaben.
Die andere Seite dieses “Lohnes” ist derjenige der diesen Lohn zahlt. Das muß nicht immer zwangsläufig ein “Kapitalist” sein, das kann der Staat, ein Kleinbetrieb, eine Genossenschaft, die Kirche, ein Verein, eine Partei oder gar die Gewerkschaft sein. Nennen wir ihn aber -um hier keinen unnötigen Unfrieden zu stiften- den raffgieren Ausbeuter. Klar ist, daß dieser außer Lohn noch alles mögliche andere an der Backe hat. Er interessiert sich also für das Brutto was er pro Ausgebeutetem löhnen muß.
Nun zu der demagogischen Phrase: die Löhne sinken, wenn wir ein BGE haben.
Einige “Linke” und Gewerschaftler sehen in dem Lohnempfänger bekanntlich keine Menschen, die Geldmittel für ihr Dasein benötigen, sondern Instrumente, mit denen man dem Kapital Schaden zufügen kann: hoher Lohn = großer Schaden und niedriger Lohn = geringer Schaden. Wir wollen aber einen Maximalschaden, und genau daher ist das BGE scheiße. In der Tat erhalten alle heutigen Lohnempfänger (auch Herr Ackermann) nach Einführung des BGEs NETTO genauso viel wie eben jetzt auch. Nur im Mindestlohn- oder Nullohnsektor (Praktikanten) würde etwas mehr rauspringen. Das BGE stellt nämlich den Mindestlohn dar: weniger gibts nicht. (Es sei denn man unterstützt mit seinem BGE den Betrieb in dem man schuften geht, könnte z.B. ein alternatives Projekt sein).
Es sind hier viele Fälle “denkbar”. Die raffgieren Ausbeuter (z.B. eine Kommunale Einrichtung) zahlen den Teil, der als BGE gezahlt wird eben dann nicht: sinkender “Lohn”. Da aber nun nach wie vor Steuern gezahlt werden, ist also hier eh unklar, ob nicht einfach nur ein Teil des jetzigen Lohnes künftig als Steuer an den Staat gezahlt wird. An den Bruttoausgaben ändert sich dann nichts.
Sollten nun aber -wie beim Mehrwertsteuermodell- die Bruttoausgaben sinken -der Supergau-, so bedeutet das keineswegs etwa noch praller gefüllte Unternehmertaschen. Durch die Konkurrenz würden dann die Preise ebenfalls sinken.
Im Übrigen geht es auch bei den “Gewinnen” marktwirtschaftlich zu: Hohe Gewinne rufen natürlich neue Konkurrenten in den Ring. Als Konkurrenten kommen übrigens auch Genossenschaften in Frage.
liebe Anstandsgrüße aus Berlin Kreuzberg
U. Wilmers
@Costello, Zitat: “Wer erledigt in Zukunft die Arbeiten, die heute keiner gerne tut?”
Sehen Sie, Costello, da haben Sie nun mit wenigen Worten alles umfasst, um was es beim BG geht. Diese Arbeiten müssen natürlich von jenen, dei sich zu gut dafür sind, auf jene geschoben werden, die vermeintlich dumm, blöd, ungebildet etc sind und daher diese Arbeit gefälligst auszuführen haben. Das muss man legitimieren, daraus resultieren dann Zwangsarbeit etc. Nicht selten wird dann noch behauptet,man habe Gutes getan für diese Leute, respektive sie “integriert”.
Es geht um Freiwilligkeit und das fördert dann auch die Produktivität. Jede Arbeit, die freiwilig gemacht wird, bringt deutlich bessere Resultate.
Mit BG wird es minestens soviele gute Putzfrauen (und andere Berufe, die leider kaum Ansehen haben, obwohl sie dringend benötigt werden) geben, wie bisher. Nur wesentlich motivierter. Auch darum geht. Im Wesentlichen aber um ein selbstbestimmtes, freies Leben, so wie es das GG eigentlich vorsieht. Nur in der Praxis macht man gerne eine hohen Bogen darum!
U.Wilmers
@Egghat: Zitat: Der Rentenzuschuss beträgt fast 80 Milliarden!!!
Nur die halbe Wahrheit. Man schießt zwar zu, entnimmt aber wesentlich mehr. Nach aussen wird natürlich nur der Zuschuß erwähnt. Die Einheit ist fast überwiegend nur aus den Sozialkassen bezahlt worden.
´Trotz demographischer Abwärtskurve wären weder jetzt noch in den nächsten Jahren ohne dieses Plündern die Rentenkassen derart gerupft. Erts viel später wäre der Knick auch in den Rentenkassen angekommen. Ist so, auch wenns keiner gerne hört und die Regierung nicht darüber spricht.
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Maj,
Sie haben mir geschrieben und mich zitiert:
“Nur der Nachname darf geändert werden. Dem oder den Vornamen dürfen weitere Vornamen hinzugefügt werden. Die ursprünglich eingetragenen Vornamen dürfen nicht ausgetragen werden.”
Ihr Kommentar dazu ist:
„Geschlechterzwang lässt grüßen: Erzähl das oben mal den ganzen Trans-Leuten, die ihren Vornamen partout nicht behalten wollen.“
Und meiner:
Es muß wenigstens ein Vorname existieren, der lebenslang mit den anderen Identifikationsmerkmalen (Iris-Scannung und Steuernummer/Kontonummer) erhalten bleibt).
Es gibt Augenoperationen, nach denen beispielsweise keine Iris mehr existiert. Abgesehen davon wird erst ab dem dritten Lebensjahr eine Irisscannung bei allen in Deutschland geborenen Kindern vorgenommen.
Es besteht kein Geschlechterzwang. Man könnte sich auch überlegen, eine Buchstabenkombination als „Vornamen“ zu wählen, aus der das Geschlecht nicht zu erkennen ist. Also beispielsweise Breholoi Müller. Erst der zweite Vorname könnte so gestaltet sein, daß er das Geschlecht erkennen läßt. Bei einer späteren Geschlechtsumwndlung könnte der zweite Vorname gestrichen werden, um ihn durch einen anderen zu ersetzen. Im übrigen gibt es schon immer Menschen, denen ihr eingetragener Vorname nicht gefällt und die sich einen anderen wählen, mit dem sie sich auch ansprechen lassen. Es möge jedem Menschen überlassen bleiben, mit welchem Geschlecht er sich zu erkennen gibt
Herzliche Grüße
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
heute morgen hatte ich nicht genügend Zeit, intensiver auf Ihre Zeilen einzugehen. Das möchte ich nachholen….
Sie schreiben Herrn Hinz und Kunz:
„ Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, indem sie Arbeit auf eine freiwillige Basis stellt. Wir sind nun mal keine Ameisen, die schuften, weil es in ihren Genen angelegt ist, sondern Faulpelze wie alle anderen Säugetiere - die tun auch nur das Nötigste, um zu überleben. Aber dir muss ich das sicher nicht näher erklären.“
Sind Sie der Auffassung, daß alle Dinge die produziert werden, als das „Nötigste“ bezeichnet werden muß, dessen der Mensch zum Überleben bedarf (ein PC zum Beispiel)?
Sie behaupten, eine Gesellschaft könne nicht funktionieren, wenn sie Arbeit auf eine freiwillige Basis stellt. Wollen Sie damit sagen, daß alle Menschen zur Arbeit gezwungen werden müssen? Wenn ja, von wem? Denn Sie sagen ja, ALLE Menschen seien wie alle anderen Säugetiere auch, Faulpelze. Oder gibt es in Ihrem Denken nicht doch zwei verschiedene Arten von Menschen; Faule und Fleißige eben ?
Sie führen die Ameisen an, mit dem Hinweis darauf, daß diese „schuften“ weil es in ihren Genen angelegt sei. Bedeutet das für Sie, daß Ameisengesellschaften ihre Arbeit auf freiwillige Basis stellen (also ihre Gesellschaften so funktionieren können)?
Glauben Sie, daß menschliche Gesellschaften, die ihre Arbeit auf eine freiwillige Basis stellen, deshalb nicht funktionieren können, weil ihnen die entsprechende genetische Determinante fehlt?
Mit freundlichem Gruß
Ich erwarte mit Spannung Ihre Antworten.
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
ich habe Ihnen geschrieben:
„Sie vermissen bei mir einen ,gesunden Realismus’…..Was verstehen Sie genau darunter?
Ich zum Beispiel sage mir, daß sich in jedem Menschen ein Verhältnis seines Inneren zu seiner Außenwelt herausbildet. Dieses Verhältnis kann nicht verallgemeinert werden, weil es bei jedem Menschen anders bestimmt ist. Es gibt für mich keine objektiv messbare Realität.
Anders gesagt: Bevor ein Mensch ein Haus baut, muß er sich dieses Haus erstmal in seiner Fantasie, in seinen Träumereien….Wunschträumereien…. zurechtfantasiert haben, bevor er den ersten Stein in die Hand nimmt, um das Fundament zu setzen.
Oder anders gesagt: Ohne die Fähigkeit des Menschen, Erträumtes , Zurechtfantasiertes, Wunschträumerisches in Materie umzuwandeln, könnte ich Ihnen hier nicht diese Zeilen schreiben. Deshalb finde ich es ein wenig verwunderlich, daß Sie mit einer gewissen Abfälligkeit über die Fähigkeit des Menschen, sich Dinge zu erträumen, sprechen.“
…und Sie antworten mir darauf:
„Arbeit ist Lebenszeit und Energie, die ich für Dinge investiere, die mit mir persönlich nichts oder nur wenig zu tun haben. Wie Sie sicher wissen, gibt es viele Gesellschaften, die sich über Jahrtausende nicht weiterentwickelt haben und die erst durch den Kontakt mit den Europäern in der Neuzeit ankamen. Fortschritt gab es immer nur dort, wo es den Menschen elend ging. Wenn sich Leistung lohnt, dann sind Menschen auch leistungsbereit. In einer Gesellschaft, die das BGE eingeführt hat, sehe ich aber nicht den geringsten Leistungsdruck mehr. Der stolz Leu jagt, wenn er Hunger hat, paart sich, wenn er Lust hat, und ruht sich ansonsten aus. Parallelen zum Leben von einem Teil der heute Arbeitslosen sind da natürlich rein zufällig. Aber ich will und kann Ihnen das Träumen natürlich nicht verbieten und wünsche Ihnen, dass möglichst viele davon wahr werden, auch wenn das BGE wohl kaum dazu gehören wird.“
Ich finde das nicht ganz fair. Ich gehe inhaltlich sorgfältig auf ihre Agumente ein und stelle Fragen, die sich für mich aus Ihren Argumentationssträngen ergeben. Ich wünsche, daß Sie meine Argumente ebenso behandeln.
Ich weiß beim besten Willen nicht, was Ihre Parallele mit dem Leu und den Arbeitslosen soll, in welchem Kontext Sie diese Worte zu meinen Fragestellungen sehen.
Auch dieser Satz hier von Ihnen gibt mir Rätsel auf:
„Aber ich will und kann Ihnen das Träumen natürlich nicht verbieten und wünsche Ihnen, dass möglichst viele davon wahr werden, auch wenn das BGE wohl kaum dazu gehören wird.“
Wo ist es in unserer Diskussion darum gegangen, Träume zu verbieten?
Warum wünschen Sie mir, daß viele davon wahr werden mögen?
Mit nachdenklichen Abendgrüßen
Realist
Ihr Traumtänzer!
Politiker
@u.wilmers
Danke für Ihre Erklärung der Standpunkte der aktuellen Parteien.
Aber was wäre mit einer neuen Partei?
Sie haben eine Idee, von der Sie glauben, dass sie die Zukunft ist. Warum setzen Sie sich nicht für diese Idee im Rahmen unserer Demokratie ein, sondern hier im Forum! OK gehört auch zu unserer Demokratie, bewirkt aber nichts oder ist es der Anfang?
Haben Sie vielleicht nicht den Mut?
Hier sind noch 4-7 Menschen, die sich alle gegenseitig erklären, das die Idee des BGE gut ist oder eben nicht!
Alle regen sich aber über die Politiker auf.
Wann wird die neue Partei gegründet. Die alles besser macht? Oder vielleicht zwei?
MfG
Ich weis nur eins - wenn ich mal von einer Idee überzeugt bin oder ich eine habe, ich werde dafür im Rahmen der Demokratie dafür kämpfen. Die Grünen haben es auch geschafft. Leider habe ich bisher nicht - die Idee- !!!!!!
Politiker
@Hinz und Kunz
Danke für Ihren Komentar.
Wie sehen Sie denn, den Ausweg?
Und noch eine Frage, wie schätzen Sie mich denn ein?
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
Sie haben eine Frage gestellt, die ich gern beantworten möchte:
Wer erledigt in Zukunft die Arbeiten, die heute keiner gerne tut?
Im Anschluß daran schreiben Sie:
„Runter mit der Hose! Werden Sie freiwillig auf dem Mülllaster mitfahren oder in die Kanalisation hinabsteigen, um dort nach dem Rechten zu sehen, damit ihre schöne neue Welt funktioniert, obwohl sie genauso gut eine gemütliche Radtour mit anderen nichtarbeitssuchenden und trotzdem wohlversorgten Freunden machen könnten? Werden Sie freiwillig in einem Büro sitzen, um dafür zu sorgen, dass die Umsatzsteuer von einem Konto aufs andere umgebucht wird, während draußen die Sonne scheint und die Frauen in ihren Sommerkleidern wunderschön aussehen? Werden Sie einer 9. Klasse von absolut lernunwilligen Gesamtschülern (”Ey, wozu soll isch hier büffeln, isch krieg doch später au Kohle, wenn isch mit die Kumpels abhäng”) etwas über das 3. Reich beizubringen versuchen, wenn gleichzeitig im RE-Forum eine spannende politische Diskussion stattfindet?“
Ich kenne nicht alle Menschen, um sagen zu können, welche Arbeiten sie nicht gerne tun.
Kennen Sie alle Menschen?
Ich kann nur von mir allein sagen, welche Arbeiten ich nicht mag. Und könnte auch sagen, vor welchen Arbeiten ich mich ekeln würde. So wollte ich zum Beispiel niemals ein Chirurg oder ein Leichenwäscher sein. Wenn ich zu viel Blut sehe, kann es passieren, daß ich umfalle,und ich könnte nich’ mal ne Mause- oder Rattenleiche anfassen, ich glaub mein Herz müsste stehn bleiben!
Nun kenne ich aber zwei Chirurgen, die es mit Herz und Seele sind. Und ich kenne einen Leichenwäscher, der seine Arbeit schon seit Jahren gern macht, ja seine Arbeit liebt.
Mit einem Wort: Ich bin überzeugt davon, daß es viele Menschen gibt, die die Arbeiten gern machen, die ich nicht gern machen würde (Dachdecker könnte ich auch nie werden, mir wird schon ab einer Höhe von 5 Metern schwindlig).
Dann sprachen Sie die Kanalisation an. Sie finden die Arbeit dort unten vielleicht abgrundtief eklig und keine hundert schöne Frauen in Sommerkleidern könnten Sie da runter locken. Ich aber, der schon von Kindesbeinen an unterirdische Gänge, Tunnels liebte, kann mir durchaus vorstellen, dort unten mal vier Monate oder auch fünf zu arbeiten, —nein, ein Leben lang wollte ich dort unten nicht arbeiten…
. …. Und hier genau an dieser Stelle komme ich zu einem wichtigen Punkt. Wenn ein Mensch weiß, daß er die Arbeit, die er vollbringt, zwar gerne macht, aber nicht zehn Jahre lang gern machen würde, für einen bestimmten Zeitrahmen befristet ist, geht er mit einem ganz anderen inneren Gefühl an diese Arbeit heran, als wenn er sich sagen müsste: „Und diese Sch…Arbeit muß ich noch 15 Jahre bis zur Rente machen!“
Ich denke, Herr Costello, daß Sie mir hier zustimmen werden.
Nun kommt hinzu, daß es in unserer heutigen Welt so gut wie keinen Menschen mehr geben wird, der ein langes Arbeitsleben lang tagaus, tagein, seine 8 Stunden „runterschrubbt“, wie wir Hessen sagen. Diese Zeiten sind endgültig vorbei; denn so gut wie alle Arbeitsvorgänge werden atomisiert; schnell ein Produkt mit einer neuen Projekt-Mannschaft geschaffen und nach drei Monaten beendet. Und genau solch ein „Arbeits“-Leben passt perfekt in die Welt des Bedingungslosen Grundeinkommen.
Noch eines: Arbeiten, die tatsächlich von KEINEM Menschen gern gemacht werden (ich kann mir grad gar keine vorstellen…wenn man bedenkt, daß es sogar Männer gibt, die für Geld in ein anderes Land ziehen, um dort Menschen zu ermorden und abzuschlachten), werden natürlich so formatiert, daß sie von Roboter übernommen werden können. Dem menschlichen Erfindungsgeist sind da keine Grenzen gesetzt, Herr Costello.
Ich hoffe, Ihre Frage befriedigend beantwortet zu haben.
Jetzt hab ich noch eine, die immer noch der Beantwortung durch Ihre Tippfinger harrt:
„Ich würde mich freuen, wenn sie mir erklären würden, was genau Sie unter den Begriffen Arbeit und Faulheit verstehen, weil beide Seiten der Diskutanten genau wissen sollten, um was es in ihrer Diskussion geht.
Und erklären Sie mir bitte, warum sich die Menschheit aus der sogenannten Steinzeit heraus auf den heutigen Stand ihrer Produktivkräfte hin entwickelt hat, wenn sie doch ihrer Auffassung nach Faulpelz wie alle anderen Säugetiere ist, und nur das Nötigste tut, um zu überleben? …Und dann möchte ich gern von Ihnen wissen, was all die anderen faulen Säugetiere tun müßten, um in Ihren Augen als fleißig angesehen zu werden?“
Damit verbleibe mit freundlichem Gruß
Hinz und Kunz
Lieber Politiker!
Wie ich (und wilmers) oben schon erwähnt habe durchzieht das Grundeinkommen das ganze “politische” Spektrum (Anarchisten, Linkspartei-Genossen, Grüne, SPD, FDP, CDU,…). Eine Partei, in der man sich in einem Punkt einig ist, behandelt auch alle anderen Fragen. Und da bricht dann der große Zoff los. Wie steht man z.B. zu weiteren EU-Aufnahmen, oder zur Bundeswehr in Afghanistan usw usf.
Dabei ist es dann auch noch so, daß einigen die eine oder andere politische Frage wichtiger erscheint, als das BGE.
Und es wird dann zwangsläufig erstmal eine Kleinpartei. Kleinparteien gibts aber schon, auch solche, die neben anderem das BGE vertreten. Diese Parteien sammeln ihre Leute in bestimmten “Lagern”. Z.B. die anarchistische Partei (Früher APPD jetzt ?) sammelt Anarchisten. “Die Violetten” (ebenfalls fürs BGE) sammeln Esoteriker und Spiritualisten, die DAP (Deutsche Arbeitslosenpartei, auch fürs BGE) eben Arbeitslose…
Für andere Richtungen gibts die “normalen” Parteien: In den Grünen gibts ja eine BGE-Gemeinde, die anscheinend auch aktiv geworden ist. In der Linkspartei gibts eine recht “mächtige” BGE-Fraktion, so ist die stellvertretende LP-Vorsitzende Katja Kipping schon seit Jahren in der BGE-Bewegung aktiv.
In der FDP gibts nicht nur diese Bürgergeldfritzen sondern auch “echte” BGE-fans (z.B. war/ist Götz Werner FDP-Genosse) usw, usf.
Unsere “Volksparteien” sind auch keine unveränderlichen politischen Konstanten. Sie sind nur relativ zueinander “konstant”. Das bedeutet, daß jemehr das “Volk” wegen dem BGE Remidemi macht, in diesen Parteien auch bestimmte Richtungen erwachen. Den Rest erledigt dann die Parteienkonkurrenz. Das ist ja jetzt schon, alle behaupten, sie hätten das BGE erfunden.
Kurzum, es geht darum ordendlich Remidemi zu machen!
Daß das Internet und die Foren nicht ausreichen ist klar. Aber es ist eine sehr gute und bequeme Möglichkeit. Gerade in Foren kann man sich kennenlernen und es gibt viele Foren aus denen heraus Realtreffen draußen in der bösen Welt entstehen.
Schon der Umstand der regen Diskussion hier und der vielen “heimlichen” Leser ist den Foren geschuldet. Es gibt nämlich eine wachsende Anzahl von Internetspaziergängern, die z.b. solche Artikel in die Foren schleppen. Ich z.B. hab ihn im www.politikforum entdeckt und gleich in ein paar Foren meines Umfeldes weitergetragen.
Spätabendgrüße
von Hinz und Kunz
[i:rrhoblog] » links for 2006-12-14
[…] Bedingungsloses Grundeinkommen. Gedanken über eine mögliche nahe Zukunft. via ix (tags: gesellschaft politik grundeinkommen readers-edition) […]
U. Wilmers
Eine neue Partei zu gründen ist nicht notwendig. Es würde genügen, den Wunsch nach einem BG noch wesentlich deutlicher zu machen. Das muss immer eine ausreichende Zahl an Bürger machen, dann würden sich die Parteien automatisch dieser Idee ernsthafter annehmen, als es bisher der Fall ist. Bei allem Ideolgienwahn der Parteien– am Ende benötigen sie möglichst viele Stimmen, um weitermachen zu können. Und nur hier kann man dann also ansetzen.
Es gibt zwischenzeitlich eine beachtliche Verbreitung des BG-Gedankens im Netz. Es ist nicht mehr überhörbar, dass sich mindestens die Hälfte der Bürger dafür aussprechen. Allerdings wird wird noch eine Zeit vergehen, bis weitere Bürger überzeugt werden können. Immerhin geht es um eine völlig neue Gesellschaftsform und einige werde ihre Pfründe verlieren. Das diese bis zum geht nicht mehr dagegen kämpfen, kann man nachvollziehen.
Es ist schade, dass es so lange dauert, da wir im Grunde heute alle schon besser und erträglicher leben könnten und wir würden endlich im Fortschritt ankommen. Anderseits dauert Gutes immer etwas länger und man kann tatsächlich verfolgen, dass sich das BG langsam aber sicher einen Weg bahnt.
U.Wilmers
p.s. vielleicht noch anWort an die Zweifler, die eine “Betreuung” von Arbeitssuchenden für so immens wichtig halten. Diesr so genannte Betreuungsfaktor ist in weiten Teilen vorgeschoben, um Sanktionen zu rechtfertigen.
Es sind nachwie vor “nur” ca. 200.000 Bürger, die sich sozial in einr derart massiven Schieflage befinden, dass sie tatsächlich weitere Hilfestelung benötigen. Diese Zahl hatten wir schon damals,vor Hartz IV. Diese Gruppe war angeblich auch der Grund, warum Sozial- und Arbeitslosenhilfe zusamen gelegt wurden.
Angesichts der immensen Höhe von verarmeten Bürgern (ca. 10 Millionen) war das ein vorgeschobener Grund. Es ging um drastische Kürzungen und Einsparungen, um das gezielte legitimieren von Dumpinglöhnen - ein Bummerang, wie sich am Ende herausstellte. Die Kosten explodierten!
Diese Klientel von ca. 200.000 Bürgern würde man auch zukünftig immer haben, ob mit oder ohne Hartz IV. Nichts spricht bei einem BG dagegen, dass sich eine Institution auch später mit diesen Bürgern beschäftigt und sozialpädagogisch Hilfestellung bietet.
Aber - man kann nicht aufgrund dieses 200.000-Personenkreises ein gigantisches Fremdbestimmungsprogramm zum Alltagsgeschäft machen und damit Versklavung und Ausbeuterei salongfähig machen.
Der Ruf nach einem BG ist angemessen und keinesfalls überzogen. Im Sinne der Menschenwürde, eines Fortschritts, einr zumindest im Asatz gewollten Gerechtigkeit kommt man um solche Überlegungen dauerhaft nicht herum. Denn immer mehr und öfter rutscht auch der Mittelstand ins Hartz-IV-Gedümpel. Und das wird nicht gutgehen auf Dauer.
burschi
um mal bisschen abzuschweifen: ich denke es ist offensichtlich, dass wir uns momentan in einer schwierigen zeit befinden, evtl. sogar an einer weggabelung, an der einiges grundsätzliches neu überdacht werden muss, und dessen konsequenzen langfristiger natur sind? es sind sicherlich einige zukünftige szenarien denkbar, die sehr extrem zueinander stehen.
letztendlich können änderungen wohl nur aufrichtig und nachhaltig geschehen, wenn sie zu den einzelnen individuen vordringt? global denken, lokal handeln?
ich könnte mir vorstellen, dass die diskussion um dieses thema ein erhebliches potential hierzu beinhaltet. alle parameter zu dem thema wird man in letzter auswirkung vielleicht nicht vorhersehen können. wie wird sich die arbeitswelt verändern? kann ggf. eine neuordnung funktionieren? evtl. ist gerade diese unklarheit eine grosse bremse? müssten wir da nicht eine gehörige portion kontrolle abgeben, die u.U. sogar unsere eigene existenz massiv beeinflusst? selbstverständlich möchte ich damit nicht jedem kritiker pauschal unterstellen, dass diese bedenken auch bei ihm vordergründig sind.
mein eindruck ist, dass so eine zukunft einen enormen nutzen haben könnte, der vielleicht sogar einen wertewandel hervorbringt, der unseren, zu einer - meiner meinung nach - linearen sichtweise verengten, blick etwas mehr raum geben könnte. warum? weil die grundlage eine andere wäre. vielleicht hält dieser raum ja etwas für uns bereit…
Peinhard
@Rolf Ehlers: “@Peinhard: Statt de wirtchaftlichen Güter gerecht zu verteilen, sollen wir die noch vorhandene Arbeit gerecht verteilen? Na wie denn?”
Im ’simpelsten’ Fall durch Arbeitszeitverkürzung - was aber natürlich alles andere als simpel ist und einen regelrechten Arbeitskampf erfordern würde. Im ‘fortgeschrittenen’ Falle, indem wir den Kapitalismus als nicht mehr taugliche Wirtschaftsform allmählich überwinden und zur selbstverwalteten, ‘integrierten’ Wirtschaft übergehen - der Staat, wie wir ihn heute kennen (als ‘politischen Vermittler’ zwischen antagonistischen, dh nicht auflösbaren Widersprüchen und Interessengegensätzen wie zB dem zwischen Arbeit und Kapital) würde überflüssig. Als ein Beispiel hatte ich bereits das Stichwort ‘Parecon’ (Suchmaschine) genannt, das wäre _ein_ Beispiel, wie so etwas aussehen könnte.
“Es schadet überhaupt nicht, wenn viele Menschen das BGE nutzen, um als Rentiers zu leben. Es werden genügend da sein, die gern hinzuverdienen und andere, die zu
gern was Sinnvolles leisten würden.”
So dass also die, die ‘etwas Sinnvolles’ leisten, einerseits die materiell gekniffenen darstellen und andererseits all die ‘gesellschaftlich notwendigen’ Arbeiten verrichten, die sich zwar nicht mehr ‘rentieren’, aber ohne die diese Gesellschaft endgültig zerfallen würde. Die anderen, die ‘Hinzuverdiener’, gehen inzwischen ‘in Ruhe ihren Geschäften nach’ (Straubhaar) und setzen die Akkumulation und Konzentration der Ressourcen und Produktionsmittel fort, von denen natürlich auch die Ersteren abhängen. Das hat, um dem zuvorzukommen, nichts mit ‘Neid’ zu tun, sondern eben mit Abhängigkeiten und sozialer Spaltung - es besteht mE durchaus die Gefahr, das die Gesellschaft in zwei große Teile zerfällt, zwischen denen wenig Durchlässigkeit herrscht, allein schon durch aus- und weiterbildungstechnische Gründe in einer immer schneller sich wandelnden ‘Berufswelt’. Wobei die eine Gruppe die weitgehende Entscheidungskompetenz über den weiteren Gang der Dinge besäße und die andere das mehr oder minder nur hinnehmen könnte. ‘Demokratie’ wird dagegen genausowenig etwas bewirken können wie auch heute schon - diejenigen, die über die Wirtschaftskraft ‘gebieten’, haben nun einmal ein Erpressungspotential gegenüber den anderen das nur durchbrochen werden könnte, wenn man dann doch die Macht- bzw Eigentumsfrage stellen würde.
@U.Wilmers: insgesamt gibt es keine ‘Kostenexplosion’ in der Armutsverwaltung (genauso wenig wie im Gesundheitswesen übrigens) - das sage ich beileibe nicht um HartzIV zu verteidigen, sondern nur, um nicht mit falschen, uns bewußt von oben eingetricherten Fakten und Prämissen zu arbeiten. Das führt genauso in die Irre wie die von interessierter Seite dauernd wiederholte angebliche Unmöglichkeit einer umlagefinanzierten Rente.
Und nein, der Ruf nach einem BGE ist nicht ‘überzogen’, sondern im Gegenteil eher ‘unterzogen’…
U.Wilmers
Zitat: “@U.Wilmers: insgesamt gibt es keine ‘Kostenexplosion’ in der Armutsverwaltung (genauso wenig wie im Gesundheitswesen übrigens) -”
Doch selbstverständlich ist sie das. 90.000 (in Worten neunzigtausend) Beschäftige im ÖD leben allein von der Verwaltung der Armutskandidaten in Deutschland).
Sie haben vermutlich die indenMedien propagierten Überschüsse der BA im Kopf. Das sind keine Gelder der BA, sondern Gelder der Bürger.
egghat
@U.Wilmers
Zahlen? Welche Sachen werden der Rentenkasse entnommen, die eigentlich nicht daraus bezahlt werden sollten? Und wieviel ist das? Mir fällt nur der Vorruhestand ein und die Kosten dafür sind nicht annähernd 80 Milliarden.
Und noch mal ein anderer Punkt, der in der Diskussion über BGE oft vergessen wird. Ein Bürgergeld von 800 Euro ist *unterhalb* der Armutsgrenze. Ich weiss nicht, warum alle, die sonst über die zunehmende Armut stöhnen, das auf einmal so toll finden … (dass ich polemisiere, ist mir bewusst; aber auf meine Anmerkungen, dass der Artikel Schrott ist, weil er nur und ausschließlich über die Sozialhilfe schreibt und nicht über die Rente und nicht über Lohnsteuer und nicht über die Mehrwertsteuer, ist leider auch keiner eingegangen, deshalb provoziere ich mal etwas).
Bye egghat.
Costello
@U. Wilmers:
> Mit BG wird es minestens soviele gute Putzfrauen (und andere Berufe, die leider kaum Ansehen haben, obwohl sie dringend benötigt werden) geben, wie bisher. Nur wesentlich motivierter. Sind Sie der Auffassung, daß alle Dinge die produziert werden, als das „Nötigste“ bezeichnet werden muß, dessen der Mensch zum Überleben bedarf (ein PC zum Beispiel)? Wollen Sie damit sagen, daß alle Menschen zur Arbeit gezwungen werden müssen? Oder gibt es in Ihrem Denken nicht doch zwei verschiedene Arten von Menschen; Faule und Fleißige eben? Glauben Sie, daß menschliche Gesellschaften, die ihre Arbeit auf eine freiwillige Basis stellen, deshalb nicht funktionieren können, weil ihnen die entsprechende genetische Determinante fehlt? Wo ist es in unserer Diskussion darum gegangen, Träume zu verbieten?
Warum wünschen Sie mir, daß viele davon wahr werden mögen? Ich kenne nicht alle Menschen, um sagen zu können, welche Arbeiten sie nicht gerne tun. Kennen Sie alle Menschen? Ich denke, Herr Costello, daß Sie mir hier zustimmen werden. so gut wie alle Arbeitsvorgänge werden atomisiert; schnell ein Produkt mit einer neuen Projekt-Mannschaft geschaffen und nach drei Monaten beendet. Noch eines: Arbeiten, die tatsächlich von KEINEM Menschen gern gemacht werden, werden natürlich so formatiert, daß sie von Roboter übernommen werden können.
I’m calling from a prison phone » Revolution der Herzen
[…] 15, 2006 Revolution der Herzen Sehr ausführlicher, sehr gut recherchierter und geschriebener Artikel von Rolf Ehlers über dasbedingungslose Grundeinkommen in der Readers Edition. [via albert] […]
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
in Ihrem Beitrag von heute 16:11 Uhr an Herrn U.Wilmers, muß Ihnen ein Fehler unterlaufen sein; denn von dort an, wo es heißt: “Sind Sie der Auffassung, daß alle Dinge, die produziert werden (….)”, entstammen alle Worte meinen Beiträgen an Sie.
Was ich merkwürdig finde, ist der Umstand, daß Sie meine Sätze dabei unterschiedlich zusammengebaut haben. Beispiel: Sie schreiben:
” Ich kenne nicht alle Menschen, um sagen zu können, welche Arbeiten sie nicht gerne tun. Kennen Sie alle Menschen? Ich denke, Herr Costello, daß Sie mir hier zustimmen werden. so gut wie alle Arbeitsvorgänge werden atomisiert; schnell ein Produkt mit einer neuen Projekt-Mannschaft geschaffen und nach drei Monaten beendet. Noch eines: Arbeiten, die tatsächlich von KEINEM Menschen gern gemacht werden, werden natürlich so formatiert, daß sie von Roboter übernommen werden können.”
Ich habe geschrieben:
“Ich kenne nicht alle Menschen, um sagen zu können, welche Arbeiten sie nicht gerne tun.
Kennen Sie alle Menschen?
Ich kann nur von mir allein sagen, welche Arbeiten ich nicht mag. Und könnte auch sagen, vor welchen Arbeiten ich mich ekeln würde.”
Ich bitte Sie darum , dieses Mißgeschick zu klären.
freundliche Grüße
U. Wilmers
Stimmt, lediglich der erste Satz war von mir. Und wirklich merkwürdig die Wortverdreherereien von Magentasalex
Es riecht nach Kontra-Stimmungsmache, einfach um einer sachlichen Diskussion Pro BG entgegen zu wirken, warum auch immer. Wird aber nicht viel nützen!
Hinz und Kunz
Lieber Wilmers!
> Es riecht nach Kontra-Stimmungsmache, einfach um einer sachlichen
> Diskussion Pro BG entgegen zu wirken, warum auch immer. Wird aber
> nicht viel nützen!
Mit solchen primitiven Methoden eh nicht. Anscheinend glauben einige Gutverdiener an ihr Gesabber von den Bedürftigen, die nicht ein noch aus wissen und die links und rechts gestützt werden müssen?
Grüße wie schon gestern
hinz und kunz
Hinz und Kunz
Lieber Politiker!
Grosses sorry, ich hab deine Fragen gestern an mich übersehen. Wie ich Dich einschätze? Na das hatte ich doch geschrieben, als “wichtigen Menschen” und auch begründet.
Wahrscheinlich liegt Mißverständis vor. Mit dem Artikel vom 13. Dezember 2006 um 12:35 Uhr über wichtige Menschen und Wichtigtuer wollte ich die Stimmung ein wenig aufheizen. Es ist Winter und ich gehöre zu den “Armen, Schwachen und Bedürftigen”, die um diese Jahreszeit etwas frieren.
Ich kann nur das bekräftigen, was Du und auch Rolf Ehlers schreiben: Gute Ideen gibt es, seit es Menschen gibt. Die setzen sich aber nicht durch gemeinsames Kopfnicken feierliches Gutfinden durch.
Mit der Frage nach einer Partei weicht man nur aus. Auch so eine Partei braucht “Aktivisten”, Leute die Flugblätter verteilen (das Verteilen ist hier das Problem, nicht das schreiben), im Internet entsprechen aktiv werden: in die Foren gehen, Leserbriefe schreiben und im Internet zwecks Nachahmung veröffentlichen (mit emailadresse!) usw usf.
Der umgekehrte Weg wäre richtig, d.h. aus einer Bewegung mit vielen praktisch tätigen Menschen heraus kann man natürlich auch -wenn es denn sein muß- eine Partei gründen. So wars ja bei den Grünen, die nicht eine Bewegung ausgelöst haben, sondern umgekehrt das Resultat einer Massenbewegung waren.
Freitagabendgrüße
Hinz und Kunz
bs
Hallo, mich würde interessieren, aus welchen Quellen die genannten Aussagen zur Hirnfunktionen stammen. Ist die Amygdala gemeint? Was hat das mit Endokrinologie zu tun?
TRÄUMER
Ihr Realisten!
Magentasalex
Guten Morgen!
Ich habe heute einen 10 Euroschein erhalten, auf den jemand BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN geschrieben hat. Eine ausgezeichnete Idee wie ich meine.
Manchmal findet man auch in Zeitschriften Reklamepostkarten, auf denen eingedruckt ist, daß die Gebühr vom Empfänger gezahlt wird. Solche Karten kann man auch gut mit BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN verschicken.
freundliche Grüße und ein schönes Wochenende
Costello
@Magentasalex:
Offenbar ist ein Großteil meines letzten Beitrags, der sich vor allem auf ihre Fragen bezog, im Internet verloren gegangen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich keine Lust habe, meinen ganzen Sermon zu rekonstruieren - vielleicht mag das Forum ja ohnehin keine überlangen Beiträge mehr annehmen.
Deshalb will ich nur den wichtigsten Punkt noch mal formulieren:
Sie sagen, Sie könnten sich vorstellen, dass es für jede noch so unangenehme Aufgabe Freiwillige gebe, die sie gerne machen würden, zumindest eine Zeit lang. Jobs, die partout niemand machen will, könnte man von Robotern erledigen lassen.
Meine Frage an Sie: Schon heute gibt es viele Jobs, die die meisten Leute verweigern, sogar eine Zeit lang. Beispielsweise als Erntehelfer zu arbeiten, obwohl das eine sinnvolle Arbeit an der frischen Luft ist, deren Dauer von vornherein begrenzt ist. Ohne ausländische Erntehelfer könnten unsere Bauern ihre Ernte nicht einbringen, trotz 4 Millionen gemeldeten Arbeitslosen. Haben Sie dafür eine Erklärung? Wenn schon heute nicht genug Leute anstrengende sinnvolle Arbeit auch nur ein paar Wochen lang zu übernehmen bereit sind, warum sollte sich das in einer BGE-Gesellschaft, in der Hinz und Kunz nicht mal mehr den geringsten Grund hat, sich einen Job zu suchen, besser werden? Und welcher Roboter soll Spargel stechen oder lernunwilligen Berufsschülern etwas beibringen?
Costello
@U. Wilmers:
Auch meine Fragen an Sie ist verloren gegangen, drum hier noch mal:
Sie schrieben, “mit BG wird es minestens soviele gute Putzfrauen (und andere Berufe, die leider kaum Ansehen haben, obwohl sie dringend benötigt werden) geben, wie bisher. Nur wesentlich motivierter.”
Das ist eine Behauptung, die sich dem gesunden Menschenverstand verschließt. Schon heute gibt es kaum deutsche Putzfrauen, weil es die meisten Deutschen nicht nötig haben, so unangenehme Arbeiten zu verrichten, denn es ist ja bei uns nicht so, dass Faulenzer bei uns wirklich Not leiden (fragen Sie Ihren Kreuzberger Gesinnungsgenossen). Das Gleiche gilt für Müllarbeiter und Straßenreiniger. Glauben Sie, unsere ausländische Mitbürger machen diese Jobs, weil sie Ihnen Spaß machen? Oder vielleicht doch eher, weil das Geld brauchen? Frage: Wenn sie das Geld nicht mehr brauchen, weil sie auch fürs Nichtstun genug bekommen, um alles Lebensnotwendige zu haben, werden sie dann noch putzen, den Müll wegbringen und die Straße reinigen oder werden sie wie schon heute unsere deutschen Mitbürger keine Lust darauf haben, auch wenn sie daduch auf ein paar Euro verzichten müssen?
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
ich habe Verständnis dafür, daß Sie nicht alles noch einmal wiederholen möchten.
Längere Beiträge schreibe ich übrigens immer erst in word (damit sie nicht verloren gehen können) und kopiere sie dann ins Forum; denn es ist schon ärgerlich, wenn plötzlich etwas auf Nimmerwiedersehn verschwindet.
Sie schreiben:
“Meine Frage an Sie: Schon heute gibt es viele Jobs, die die meisten Leute verweigern, sogar eine Zeit lang. Beispielsweise als Erntehelfer zu arbeiten, obwohl das eine sinnvolle Arbeit an der frischen Luft ist, deren Dauer von vornherein begrenzt ist. Ohne ausländische Erntehelfer könnten unsere Bauern ihre Ernte nicht einbringen, trotz 4 Millionen gemeldeten Arbeitslosen. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Ich habe dafür keine Erklärung, muß Ihnen allerdings gestehen, daß ich Ihre Informationen, also Ihre oder andere Informationen zu dieser Problematik nicht habe. Können Sie mir bitte Quellen nennen, die dieses Thema behandeln? Ich werde mich dann in die Sachlage einarbeiten und versuchen, eine mögliche Erklärung zu finden.
Sie sagen, daß es viele Jobs gibt, die die meisten Leute verweigern. Auch hier: Auf welche nachvollziehbaren Quellen stützen Sie Ihre Aussagen?
Mit schönen Sonntagsgrüßen
Magentasalex
Sehr geehrter Herr Costello,
Sie schreiben:
” Schon heute gibt es kaum deutsche Putzfrauen, weil es die meisten Deutschen nicht nötig haben, so unangenehme Arbeiten zu verrichten, denn es ist ja bei uns nicht so, dass Faulenzer bei uns wirklich Not leiden (fragen Sie Ihren Kreuzberger Gesinnungsgenossen). Das Gleiche gilt für Müllarbeiter und Straßenreiniger. Glauben Sie, unsere ausländische Mitbürger machen diese Jobs, weil sie Ihnen Spaß machen? Oder vielleicht doch eher, weil das Geld brauchen? Frage: Wenn sie das Geld nicht mehr brauchen, weil sie auch fürs Nichtstun genug bekommen, um alles Lebensnotwendige zu haben, werden sie dann noch putzen, den Müll wegbringen und die Straße reinigen oder werden sie wie schon heute unsere deutschen Mitbürger keine Lust darauf haben, auch wenn sie daduch auf ein paar Euro verzichten müssen? ”
Auch hier würde es mich sehr interessieren, auf welche Quellen Sie ihren Beitrag stützen.
Grüße
U. Wilmers
@Magentasalex
Wenn Sie sich nicht daran beteiligen wollen, den Dreck selbst wegzumachen, den Sie mit verursachen, dann müssen Siew damit andere beauftragen und anständig bezahlen.
Es ist ja der große Irrglaube dieses Landes, dass es vermeintlich unwichtige Arbeiten gibt, die es verdient haben, per Dumping bezahlt zu werden.
Erst wenn Ihnen der Dreck bis zum Hals steht, kommt diese Leuten eventuell der Gedanke, dass es sich Arbeit handelt, die a) nie ausgeht, b) ständig hinterfragt wird,und c) einen anständigen Lohn verdient.
Würden solche Aspekte endlich Erleuchtung finden, müssten wir vermutlich gar nicht um ein BG diskutieren.
U. Wilmers
Sorry vielmals Magentasalex, es sollte sich an das Geschriebene von Costelo wenden!!! Und zwar Zitat Costello :
“” Schon heute gibt es kaum deutsche Putzfrauen, weil es die meisten Deutschen nicht nötig haben, so unangenehme Arbeiten zu verrichten, denn es ist ja bei uns nicht so, dass Faulenzer bei uns wirklich Not leiden (fragen Sie Ihren Kreuzberger Gesinnungsgenossen). Das Gleiche gilt für Müllarbeiter und Straßenreiniger. Glauben Sie, unsere ausländische Mitbürger machen diese Jobs, weil sie Ihnen Spaß machen? Oder vielleicht doch eher, weil das Geld brauchen? Frage: Wenn sie das Geld nicht mehr brauchen, weil sie auch fürs Nichtstun genug bekommen, um alles Lebensnotwendige zu haben, werden sie dann noch putzen, den Müll wegbringen und die Straße reinigen oder werden sie wie schon heute unsere deutschen Mitbürger keine Lust darauf haben, auch wenn sie daduch auf ein paar Euro verzichten müssen? ”
Peinhard
@Hinz und Kunz, Beitrag vom 13.12. 16:24 (leider zunächst übersehen):
Da kann ich Ihnen eigentlich nur zustimmen - mit einer (entscheidenden) Einschränkung allerdings. Die ‘emazipatorische’ Wirkung eines BGE hängt auch dann davon ab, in welchem ‘gesellschaftlichen Klima’, mit welcher Intention und mit welcher konkreten Implementation (Höhe, Finanzierung etc) ein BGE eingeführt würde. Mit 600€ netto und nach den Vorstellungen von Althaus/Straubhaar bspw wird sich nicht viel emanzipatorische Wirkung einstellen, und auch mit mehr noch nicht automatisch, sondern nur, wenn es eine einigermassen ‘breite’ gesellschaftliche Bewegung gibt, die wirklich alternative Organisationsformen schaffen und ausprobieren will, idealerweise noch politisch unterstützt durch zB gezielte Förderungen genossenschaftlicher Ansätze.
Hier gibt es einen zwar schon 20 Jahren alten, aber mE prinzipiell immer noch aktuellen Artikel über die ‘Janusköpfigkeit’ eines BGE, dort RaE (Recht auf Einkommen) genannt:
http://www.widersprueche-zeitschrift.de/article247.html
revolutionäre Grüße zurück…
Hinz und Kunz
Lieber Peinhard!
Ich kann dir echt nicht weiterhelfen. Mir ist schon weitgehend alles klar und ich muß jetzt keine Bücher lesen, die sich “kritisch” mit dem BGE auseinandersetzen. Du bist nichtmal im Stande so ein kleines Poster vollständig zu lesen und zu erfassen.
Für mich ist das Thema “links” ebenfalls erledigt. Es gibt einen “kranken” Teil und einen “gesunden”. Das ist jetzt offiziell, wie man in der Jungen Welt nachlesen kann!
Die “Kranken” versammeln sich um den Oberkranken Albrecht Müller. Müller fragt z.B:
> Drittens ist unklar, wie entschieden wird,
> wer noch arbeiten soll. Wer soll morgens
> um sechs zu Daimler ans Band? *)
Das ist die größte Sorge dieser kranken Gutverdiener. Dieselbe dummdreiste Frage stellt sich hier unser Costelo. Wer sorgt dafür, daß an “unser” (volkseigen?) Daimler Leute ans Band kommen? So ähnlich dämlich haben schon mal Fabrikbesitzer gefragt, als es um Kinderarbeit ging.
Oder Rainer Roth im Jahre 2006 als Alternative zum Grundeinkommen:
> Unser Standpunkt müsste sein, dass die
> vom Kapital überflüssig Gemachten
> wenigstens (edellinke Mildtätigkeit!)
> anständig leben sollen, wenn sie schon
> nicht gebraucht werden, und dass sie nicht
> mit sinnlosen Bedingungen unter Druck
> gesetzt werden. *)
Also müssen 13 Mio “Arme, Schwache und Bedürftige” mit sinnvollen Bedingungen unter Druck gesetzt werden.
Und wir sind ja alle so arm, schwach und bedürftig, daß wir jetzt weitere 20 Jahre warten müssen, bis wir “gebraucht” werden…
Oder der Genosse Schlecht, für den anscheinend der Kommunismus schon ausgebrochen ist und der die zerfledderte Gesellschaft mit einer Wohngemeinschaft (Kommune) vergleicht:
> Die Arbeit muss solidarisch (!) organisiert
> werden. In keiner Wohngemeinschaft wird
> auf Dauer akzeptiert, dass Einzelne sich
> vor Gemeinschaftsarbeiten (!) drücken. *)
Oder der Genosse Schlosser, der die “Natur” bemüht, wo andere von “Gott” erzählen:
>Tatsächlich gibt es einen objektiven,
> nämlich natürlichen Zwang der Menschen
> zur Arbeit, der alle menschliche
> Gesellschaft verbindet. Dieser Zwang ist
> um so größer, je weniger noch die
> Produktivkräfte entwickelt sind. Aufhören
> wird dieser Zwang nie, solange Menschen
> auf diesem Planeten existieren. Die
> Bereitschaft von Menschen zu dieser
> Arbeit erwächst aus diesem natürlichen
> Zwang, der umgebenden Natur die
> benötigten Lebensmittel abzuringen (wie
> z.B. Klingeltöne oder Bomben und
> Raketen!). *)
Was soll man dazu noch sagen? Zwischen solchen Zeilen erfahren wir nebenbei, daß der “Kapitalismus” offensichtlich futsch ist. Er taucht in dieser durchaus wichtigen Frage überhaupt nicht auf.
Da wo es pesönliche Vorteile bringt, schwätzt man von “Kapitalismus” und hetzt gegen das “Kapital” d.h. gegen imaginäre Allmächtige. Wenn es aber darauf ankommt, die Millionen Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme und in ihren realen Aktivitäten zu unterstützen: Vor Angst wird in die in die Hosen geschissen, Angst vor Prestigeverlust, Angst vor dem Verlust an “Bedürftigen”, die ab und zu ein paar Autos anzünden, an denen man sich erwärmt und man gibt den übelsten Spießerdreck von sich.
Werner Götz -ein einfacher “ungebildeter” Nichtakademiker, ein PRAKTIKER, spricht viele Wahrheiten, unter anderm, daß wir es hier mit einem reinen Macho-Getue zu tun haben. MÄNNER die sich in die Hosen scheißen!
Bei Dir ist das auch nicht anders. Katja Kipping ist in Deinen Augen sicherlich nur eine dumme Frau, die den MÄNNERN Althaus und Straubhaar hinterhertrabt! Ihre Gedanken wirden einfach mißachtet.
Du bist vermutlich nicht mehr zu kurieren. Idealisten denken sich immer “tolle” Systeme aus und die profanen Menschen spielen darin nur unvermeidliches Beiwerk. Nebenbei sind sie es dann noch, die dieses “tolle” System zum Wohle des jeweiligen Idealisten erschaffen sollen.
Leider kann man keine Ameisen nehmen, nicht? Dagegen sprechen schon Tierschutzgesetze. Menschen können sich nur selbst schützen!
fröhliche Abendgrüße
Hinz und Kunz (männlich)
————————-
*) Die Quellen befinden sich in:
http://www.dadabit.de/forum/index.php
in der Rubrik “Theorie”/Gott schütze uns vor unsrer Schutzmacht
Peinhard
Lieber Hinz oder Kunz,
ich dir auch nicht. Du weisst ja schon alles, vor allem wohl auch, was ich ‘für einer’ bin. Und das Kuddelmuddel, was Sie da oben präsentieren, taugt für eine weitere Diskussion wohl auch nicht.
Gute Nacht.
Peinhard
Lieber Hinz oder Kunz,
ich dir auch nicht. Du weisst ja schon alles, vor allem wohl auch, was ich ‘für einer’ bin. Und das Kuddelmuddel, was du da oben präsentierst, taugt für eine weitere Diskussion wohl auch nicht.
Gute Nacht.
Costello
@Magentasalex:
Haben Sie denn gar nichts von der Diskussion über ausländische Erntehelfer mitbekommen? Das würde ja bedeuten, dass Sie weder eine Tageszeitung lesen noch die Nachrichten im Fernsehen sehen. Hier also ein Link zum Einlesen:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_24874198
Mit www.google.de finden Sie übrigens zahllose weitere Quellen für diese und die anderen von Ihnen angesprochenen Punkte. Einfach die entsprechenden Stichwörter eingeben und staunen!
@U. Wilmers:
> Wenn Sie sich nicht daran beteiligen wollen, den Dreck selbst wegzumachen, den Sie mit verursachen, dann müssen Siew damit andere beauftragen und anständig bezahlen. Es ist ja der große Irrglaube dieses Landes, dass es vermeintlich unwichtige Arbeiten gibt, die es verdient haben, per Dumping bezahlt zu werden.
Costello
@U. Wilmers:
Mein Beitrag wurde schon wieder gekürzt. Aber ich denke, Sie würden sich von mir genauso wenig überzeugen lassen wie ich von Ihnen. Also Schwamm drüber. Ihre Behautung, manche Arbeiten würden bei uns nicht angemessen bezahlt, ist jedenfalls hanebüchen. 95 % der arbeitenden Bevölkerung dieser Welt geht es schlechter als unseren Hartz-IV-Empfängern. Deshalb arbeiten auf unseren Feldern ja auch Polen und keine einheimischen Arbeitslosen.
Die Behauptung, es gäbe nicht mehr genug Arbeit für die Bevölkerung, ist auch Humbug. In vielen anderen Industrieländern ist die Arbeitslosenquote deutlich niedriger als bei uns. Es hängt aber eben davon ab, wie die Politik die Wirtschafts- und Sozialpolitik lenkt.
ana mos
@ costello
würden sie putzen gehen?
würden sie spargel stechen gehen?
würden sie müllautos fahren gehen?
sie müssen das nicht?
weil sie besser ausgebildet sind?
aber diese faulen, nichtsnutzigen, sich vor allem drückenden arbeitslosen, die sind nicht besser ausgebildet, oder?
die dürfen und müssen diese arbeiten verrichten, oder?
ihre aussagen sind menschenverachtend und reaktionär.
und zudem sehr, sehr einseitig.
wenn sie einen kleinen denkanshub brauchen, bin ich ihnen gern behilflich:
http://anamos.schalljugend.net/blog/2006/12/15/revolution-der-herzen/
mit humanistischen grüßen von einer kreuzberger gesinnungsgenossin
albert
aber herr costello,
wir können uns das doch in zukunft nicht mehr leisten, dass die bevölkerung spargelstechen o.ä. geht. wir brauche das bge, damit wir die bildungsinstitutionen verbessern können, damit wir allen den zugang zur bildung ermöglichen und damit wir allen eine zukunft bieten können. wenn alle menschen an der bildung teilhaben werden und unsere bildungsinsitutionen darauf ausgerichtet werden, bei individuen”intrinsische motivationen” zu ermöglichen, dann hat europa eine zukunft. vor allem müssen wir den menschen vertrauen geben, vertrauen ist sehr wichtig. heutzutage ist das nur noch mit dem bge möglich.
versuchen sie es doch ganzheitlich zu sehen. ich blicke auf alle probleme unserer gesellschaft und sehe im bge eine lösung. nicht für alle probleme aber für sehr viele.
Politiker
@ Hinz und Kunz
Und was ziehst du nun aus deinem Kommentar?
Costello
@Ana Mos:
Ich würde Spargel stechen usw., wenn es für mich einen finanziellen Grund dafür gäbe, wie es bei unseren polnischen Nachbarn offenbar der Fall ist. Wenn ich aber auch als arbeitloser Kreuzberger gut über die Runden käme, wäre ich ja dumm, wenn ich mich auf dem Feld oder sonstwo abrackern würde. Hätten Sie die Diskussion einigermaßen aufmerksam verfolgt, wüssten Sie das alles schon. Aber die Berliner Luft scheint das Denkvormögen massiv zu beeinträchtigen.
@Albert:
Warum, bitte sehr, können wir es uns nicht mehr leisten, dass die Bevölkerung Spargelstechen geht? Auf dem Feld zu arbeiten ist eine der sinnvollsten Arbeiten überhaupt, oder lebst du von Luft und Liebe? Und es ist doch Humbug, dass heute nicht jeder Zugang zur Bildung hätte. Noch vor dreißig Jahren gab es prozentual viel weniger Abiturienten oder Studenten als heute.
Hinz und Kunz
Nabend Politiker!
Jetzt verstehe ich Deine Frage nicht so ganz. Ich selbst bin mit der Gründung einer Partei nicht beschäftigt und enthalte mich darüber auch längeren Diskussionen. Ich suche zur Zeit mit google Zeitungsartikel die mit Hartz4 oder dem Grundeinkommen zu tun haben und schreibe Leserbriefe. Das trage ich dann in einige Foren. Oder ich schreib mal einem unsrer Volksvertreter, oder ich diskutiere in anderen Foren über dieses Thema. Ich spazier also im Internet umher und lerne lustige und manchmal nicht ganz so lustige Leute kennen…
In Berlin gibts auch ein Realtreffen, einmal im Monat. Heute war eins, aber ich war gar nicht da.
Was die Partei weiter betrifft: unterwegs stoße ich auf wenige andere “Aktivisten”, einige davon sind schon in einer Partei (meist Linkspartei).
1. Mitternachtsgruß aus Kreuzberg
Hinz und Kunz
Hinz und Kunz
Liebe Nachbarin Ana Mos!
Klopf mal auf den Fußboden, wenn du magst: zwei mal. Wohlmöglich wohnen wir im selben Haus?
2. Mitternachtsgruß aus Kreuzberg (36) nach Kreuzberg (?)
Hinz und Kunz
ana mos
@ hinz und kunz
36 ist doch klar, mit zauberhaftem, erste-reihe-blick auf den schauplatz der alljährlichen steineschmeißaktionen… ;-)
@ costello
ich weiß ja nicht recht, ob sie reaktionismus zu ihrem lebenskonzept erkoren haben, es scheint mir fast so. mir ist die tragweite ihrer argumentation und die dieser diskussion bekannt, es ist also unnötig, darauf zu spekulieren, dass ich sie nicht verfolgt hätte.
was mich explizit stört, sind die ansichten, die sie vertreten und die so eindeutig aus ihren aussagen herauszulesen sind: ihr nationalismus, konservativismus, rassismus & wirtschaftsliberalismus.
ihre einzigen argumente bestehen darin, nur die schlechtesten eigenschaften in allen menschen vorauszusetzen.
alle menschen sind für sie per se dumm, faul & unmotiviert und sie entschuldigen, dass ich mich dagegen aussprechen muss, da ich ganz und gar nicht dieser meinung bin.
ich weiß nicht, was sie für ein mensch sind und bin längst aus dem alter heraus, in dem ich mir anmaße, vorschnelle schlüsse zu ziehen. deswegen kann ich nicht einschätzen, weswegen sie ihre überzeugungen entwickelt haben.
ich schlage dennoch vor, ‘linke traumtänzer” nicht von vorneherein abzukanzeln. in bezug auf liebe zu sich selbst, anderen und der welt, in der wir leben, kann zumindest ICH ihnen noch einige nette anregungen geben.
und das BGE hat mit diesem gedanken weit mehr zu tun, als sie jetzt vielleicht annehmen.
Costello
@Ana Mos:
Sie sind wirklich eine Lachnummer. Einerseits reden Sie vom Gutem im Menschen, andererseits führen Sie sich so gehässig und ungerecht auf, dass ich keine Probleme habe, Sie mir vor 65 Jahren als hohlwangige Chefanklägerin mit flackerndem Blick im Volksgerichtshof Ihrer Heimatstadt vorzustellen.
Aber ich sollte mich nicht auf eine Stufe der Polemik mit Ihnen begeben. Bezeichnend jedenfalls, dass Sie es nicht geschafft haben, auch nur auf eine meiner konkreten Fragen sinnvoll zu antworten oder etwas anders abzusondern als Gutmenschphrasen.
Peter Friedrich
@Costello versus Anna Mos:
Persönliche Beleidigungen sind argumentative Bankrotterklärungen, wenn ich das mal polemisch so sagen darf …
Politiker
Guten Abend Hinz und Kunz,
da möchte ich mich erstmal bei Ihnen entschuldigen. Sie scheinen sich ja wirklich für Ihre Idee einzusetzen. Und Ihre Theorie, die Partei entsteht aus der Bewegung von Vielen ist natürlich auch logisch. Sind eben schon einige Menschen, die einer Meinung sind, nötig, für die Gründung einer Partei. Aber nun mal weg von diesem Partei Gedanken.
Ich habe mich inzwischen auch im Netz auf den Weg gemacht, um mehr über das BGE zu erfahren. Grundsätzlich könnte es eine gute Idee sein, aber mir kommt einfach immer wieder eine Frage: “Wer macht die Arbeit, die eigentlich “keiner” machen will?” Ich kann mir z.B. schwer vorstellen, dass jemand, nur weil er es toll findet Clo´s putzt, aber wo wären wir ohne das ganze WC-Personal?
Wer macht die Produktionshelfer am Fließband? Wer macht den Klempner für das verstopfte WC? Wer kocht den Kaffee im Vorzimmer? Und, und…. Ich finde, all diese Arbeiten sind sehr wichtig und ich habe Hochachtung vor denen, die sie ausüben, aber gibt es wirklich genug Menschen, die sie praktizieren, wenn Sie es nicht müßten?
Bei mir bleibt eine weitere Frage, funktioniert “Gesellschaft ” nur, wenn es Obere und Untere gibt??????
Davor habe ich Angst, aber anders Vorstellen kann ich es mir momentan eben auch nicht.
Gehe also weiter Kaffee im Vorzimmer kochen.
Freue mich auf Ihre Antwort.
Liebe Weihnachtsgrüße
ana mos
@ peter friedrich
danke schön.
@ costello
wenn sie mir eine frage gestellt hätten, hätte ich die auch beantwortet.
und leider sorgt die anonymität des webs dafür, dass einige die grundsätze kommunikativer prozesse vergessen. ich habe mir nichts vorzuwerfen, schon gar nicht, dass meine argumente gutmenschentum widerspiegeln. lieber gutmensch als
nazi. und bevor sie das auf sich beziehen, was sie augenscheinlich immer tun: das war ein vergleich.
ich betrachte die kommunikativen prozesse mit IHNEN als beendet an. für beleidigungen ist mir meine zeit zu schade.
I’m calling from a prison phone » Häuserkampf! Und ich bin mittendrin!
[…] 20, 2006 Häuserkampf! Und ich bin mittendrin! Eigentlich hatte alles ganz schön angefangen. Rolf Ehlers schreibt in der Readers Edition einenArtikel über das bedingungslose Grundeinkommen[dieses Blog berichtete], ich verfasse natürlich einen Antwortpost, der sich sowohl inhaltlich mit dem Grundeinkommen, als auch mit den zahlreichen Kommentaren befasst. Einer war mir da schon ein Dorn im Auge, nämlich Herr Costello. […]
adi
Tut mir leid Leute, aber der einzige der (meiner Meinung nach) hier wirklich substanziell und vor allem fortschrittlich argumentiert ist Peinhard.
Einen wirklich guten Komentar (Audiofile von 11 Minuten Laenge) zu dem Thema von Robert Kurz (Autor von z.B. : Schwarzbuch Kapitalismus) : fhttp://freie-radios.net/mp3/20060910-diekurzkol-13828.mp3
Weiterhin empfehle ich die Seiten exit-online.org und krisis.org, oder forscht mal nach dem “Manifest gegen die Arbeit”.
Hinz und Kunz
Hi Peter Friedrich, Ana Mos!
Bankrott? Costello hatte schon Miese auf dem Konto, als er hier loslegte. Ein einsames Kerlchen, mit dem niemand spricht. Costello hat herausgefunden, daß man mit barem Unsinn voll im Mittelpunkt steht. So billig, im Sitzen und in der Tat anonym. In der Straßenbahn müßte er sich maskieren und die ganze Zeit die Zunge rausstrecken: Bääääh! Bääh! Bä! Ihr seit ja doof, ihr Straßenbahninsassen! Und dann so auf und abgehen, damit es wirklich jeder mitbekommt.
Mach kein quatsch, Costello, wir lieben Dich, wir brauchen Dich, Castello!
Spätabendgrüße aus Kreuzberg
Hinz und Kunz
Hinz und Kunz
Hallo Politiker!
Die Frage wer die Arbeit macht, wurde hier schon öfter beantwortet. Ich hab auch etwas über den “Lohn” geschrieben.
Interessant natürlich, daß jetzt kurz vor der Durchsetzung des BGEs, allemöglichen Leute ihre Liebe und Solidarität (oder auch wie im Falle von Castello ihren Haß) zu den Menschen entdecken, die bisher die “Drecksarbeit” machten.
Ich fürchte, diese Leute brauchen und wollen keine solche Liebe. Mehr Lohn tut es auch schon.
Es ist darüber entlarfend, wenn man der Ansicht ist, wegen den verhältnismäßig wenigen “Scheißejobs” müsse die ganze Gesellschaft in ein Zwangkorsett gesteckt werden. Das ist schon nahezu absurd.
1917 in Rußland war es anders, da mußten ich glaub 70% der Bevölkerung Drecksarbeit verrichten und draußen in Dreck und Kälte mit verhungerten Gäulen und Holzpflügen Nahrungsmittel für alle erzeugen. Da wäre die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommen gewiß etwas närrisch.
Kurzum, wer sein Klosett gereinigt haben will, muß dann entweder großartige Überzeugungsarbeit leisten, eine bizarre Beziehung unterhalten oder halt etwas tiefer in die Tasche greifen.
Kurz nach Mitternachtgrüße, immer noch Kreuzberg
Hinz und Kunz
Hinz und Kunz
Hallo Adi!
Hat dich dein großer Bruder Peinhard geschickt? Sicher, seine bisherigen Artikel sind absolut spitze. Und wir sitzen immer noch mit offenem Mund vor dem PC und können es nicht fassen.
Richte ihm einen schönen Gruß aus: wir haben uns alle der “Suche nach wirklichen Alternativen” angeschlossen.
Da ihr beide uns mit viel Lesesstoff versorgt, erlaube ich mir ähnliche Frechheit:
> Was ich an der linken Kritik am
> Grundeinkommen so ärgerlich finde ist
> nicht, dass die KritikerInnen über keine
> klaren Vorstellungen möglicher
> Alternativen verfügen, sondern dass sie so
> tun, als hätten sie welche. Wenn etwa
> Angela Klein von „einem demokratischen
> Gemeinwesen, in dem der Mehrheitswille
> respektiert“ wird schreibt, so verrät schon
> die Formulierung, dass hier eine
> nichtssagende Floskel produziert wird.
Zu finden in:
http://www.unet.univie.ac.at/~a9709070/grundrisse20/karl_reitter.htm
Das ist kein Buch, sondern nur ein Artikel!
revolutionäre Mitternachtsgrüße aus besagtem Kreuzberg
Hinz und Kunz
Costello
@Ana Mos:
Erst werfen Sie mir aus heiterem Himmel vor, ich wäre “menschenverachtend”, dann bin ich in Ihren Augen ein wirtschaftsliberaler Rassist (wenn Sie wirklich wüssten, was diese Begriffe bedeuten, wäre Ihnen klar, dass sich das widerspricht), aber vorzuwerfen haben Sie sich selbstverständlich nichts. Warum sollten Sie auch die schwierige Fähigkeit der Selbsterkenntnis haben, wenn Sie schon an weit niedrigeren intellektuellen Hürden kläglich scheitern.
Hier noch mal für Sie und alle anderen, die Schwierigkeiten haben, Zusammenhänge zu erfassen, in aller Kürze meine wesentlichen Aussagen:
a) Die Menschen sind in der Regel bequem und lieben die Freizeit mehr als die Arbeit (ich auch);
b) Viele in unserer Gesellschaft notwendige Arbeiten machen keinen Spaß;
c) Wenn es keinen wirtschaftlichen Grund dafür gibt, arbeitet keiner gern, vor allem in den unangenehmen Jobs. Das ist schon heute so, deshalb müssen ausländische Arbeitskräfte jetzt schon den Deutschen, die sich dafür zu fein sind, den Dreck wegräumen usw.;
d) Wird das BGE eingeführt, gibt es noch weniger Möglichkeiten als heute, faule Menschen wie mich dazu zu bringen, einen Job anzunehmen.
Wahrlich, alles sehr menschenverachtend, reaktionär und rassistisch, was ich da geschrieben habe. Ich hoffe, Sie begegnen in einem Ihrer östlichen Stadtteile nicht mal bei Nacht einer Horde wirklich menschenverachtender Rassisten, die sich an Ihrem Antifa-T-Shirt stören, sonst würden Sie schmerzhaft erfahren, dass diese Wörter mehr sind als billige Totschlagargumente in einer Internet-Diskussion, die man bei jedem missliebigen Gegner problemlos anwenden kann. Und das wünsche ich Ihnen nicht, bei aller Antipathie.
Fritz
@Costello
ist es so schwierig zu begreifen, dass Drecksjobs dann gemacht werden, wenn überdurchschnittlich viel Geld dafür bezahlt wird. Was glauben Sie wieviele den Müll wegräumen, wenn es dafür monatlich 3500 Euro brutto gibt. Der Markt wird dann einfach die Arbeitslöhne in die Höhe treiben, wenn sonst das Angebot an Arbeitskraft für einen Job zu niedrig ist. Ich vergönne es den “Müllmännern” - auch eine weitere soziale Wirkung des Grundeinkommens.
Man müsste kein Intellektueller sein, um das einzusehen.
Übrigens Berater - neudeutsch: Consultants - sehen ihr sehr hohes Einkommen als Schmerzensgeld für ihren “Drecksjob” an, weil sie kaum Freizeit haben oder ihre Familie sehen. Kaum einer von denen ist länger als 5 Jahre in diesem Job unterwegs.
adi
Lieber Hinz und Kunz,
was ich erstens an dir aergerlich finde ist dein Tonfall; nein “mein grosser Bruder Peinhard” hat mich nicht geschickt, ich kenne ihn nicht. Ich sitze hier in den USA und schaue mir nur die aktuellen Diskussionen ueber eventuelle gesellschaftliche Proszesse in meinem geliebtem Heimatland an.
Was ich zweitens aergerlich finde, ist dass das bedingungslose Grundeinkommen keine wirkliche Aenderung der Verhaeltnisse bewirken wird. Die Produktionsverhaeltnisse werden nicht geaendert, das Wesen unseres Wirtschaftssystems welches aus sinnloser Geldvermehrung besteht wird nicht veraendert.
Richtig finde ich den Gedanken eines bedingungslosen Grundeinkomen in einer Weise, es erleichtert das Leben fuer viel in Prekariat getriebene Menschen, mehr aber auch nicht. Es wird nicht die Verhaeltnisse aendern, vielmehr sie wahrscheinlich zementieren.
Wenn du meinem link gefolgt waerest, so haettest du vielleicht auch bemerkt das ich nicht nur so unverschaemt war Buchtipps zu geben, sondern auch ein Audiofile dabei ist, welches nur wirklich leicht konsumierbar ist.
Gruesse ins kalte Deutschland
adi
Politiker
@ Hinz und Kunz
Ich habe in deinen Augen eine bizarre Beziehung, denn “mein” Klo wird gereinigt! Dafür muss ich nur die Fenster putzen, Waschen, Bügeln und Abwaschen nach dem “Bekocht werden”.
Und ich habe auch nicht meine Liebe erst im Bezug auf das BGE zu Menschen gefunden, die Klo´s putzen, Produktionshelfer sind oder Spargelstechen und Erdbeeren pflücken. Habe ich alles schon selber gemacht! Und würde ich auch immer wieder tun, (Ist ehrliche Arbeit) aber eben nicht, wenn ich grundsätzlich ein BGE bekommen würde.
Habe ich nur gemacht, weil ich meine Rechnungen bezahlen wollte.
Ich weis, es gibt Menschen, die es auch anders hinbekommen.
Scheinbar bin ich einfach nur BLÖD!
Ich habe den Traum von “Alle für Einen und Einer für Alle”!
Das setzt aber auch voraus, daß es keine Schmarotzer gibt. Und daran ist schon der Kommunismus gescheitert! Es gibt nicht die “GUTMENSCHEN”!
So und nun du?
Warst du schon mal Spargel stechen, Erdbeeren pflücken, Clo putzen, Produktionshelfer am Fließband?
Und wenn ja - würdest du es noch tun, wenn du Geld genug zum Leben bekommen würdest?
kaschubisches gedankengut » Blog Archive » auf dem weg zu einer kulturgesellschaft
[…] sehr erfreulich. inzwischen gibt es in der blogosphäre immer wieder berichte zum bedingungslosen grundeinkommen. der wohl am meisten diskutierte bericht erschien im readers edition. meine “blogfreundin” ana mos hat dort heftigst mitdiskutiert, einen häuser-nahkampf mit einem weltfremden menschen ausgefochten und in ihrem blog davon ausführlichst berichtet. leider habe ich erst spät davon wind bekommen, so kommt im nachhinein meine reaktion. auch die “blogkollegin” linda, deren blog stefan inzwischen ins sehr schöne blau gepimpt hat, thematisiert das bedingungslose grundeinkommen. hier legt linda sogar eine konkrete rechnung vor. großes lob meinerseits. allerdings muss ich zugeben, dass ich mich erst schlausuchen und -lesen muss, um konkret zu jeder einzelnen rechnung was sagen zu können. ich werde nochmal (nach weihnachten) darauf zurückkommen. auch fäb von der schalljugend (der bett und tisch mit ana mos teilt) findet sarrazanis bemerkungen (siehe auch hier) zum bedingungslosen grundeinkommen skandalös : […]
Christoph Popp
Nur eine kleine Anmerkung zu den beiden Abschlusszitaten von Paulus und Marx des - aus meiner Sicht hervorragend geschriebenen - Artikels von Hr. Ehlers:
Lieber Herr Ehlers,
zwar wurde 2. Thess 3.10 (”Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen”) häufig als Teil der paulinischen Soziallehre interpretiert, der Kontext ist aber ein ganz anderer. Paulus verweist darauf, dass er selbst für seine Missionsarbeit keine finanzielle Unterstützung angenommen habe und grenzt sich damit - zugegebenermaßen polemisch - gegen die Privilegien von Priestern der Antike ab und wert gleichzeitig eine schwärmerische Endzeitstimmung ab. Wenn Sie bedenken, dass dieses in einer Gesellschaft geschrieben wurde, in der das tägliche Brot im Schweiß des Angesichts verdient werden musste und immer wieder unsicher war, dann wird erst der ungeheure materielle Fortschritt erkennbar, der in unserer Gesellschaft ermöglicht, dass alle Menschen satt werden könnten. ohne dass dies übermenschliche Anstrengungen erfordern würde.
Noch weniger verstehe ich Ihre Ablehung des programmatischen Diktums von Karl Marx (”Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen”) - passt es nicht wie die Faust aufs Auge zum bedingungslosen Grundeinkommen? Jeder Mensch hat als Mensch das Recht, seine Bedürfnisse befriedigen zu können (zumal es nicht am Mangel scheitert) und gleichzeitig hat jeder Mensch das Recht, seine Fähigkeiten frei und ungehindert zu entfalten. Und dies im vollen Vertrauen darauf, dass die Entfaltung der Möglichkeiten des Einzelnen gleichzeitig die Entwicklung der Mitmenschen und der Gesellschaft fördert und bereichert …
In diesem Sinne danke ich Ihnen für diesen Anstoß und wünsche ihm weiterhin viel und lautstarkes Echo
gez. Christoph Popp
Hinz und Kunz
Malzeit Christoph!
Du hast ja ein interessantes Thema gefunden.
> Wenn Sie bedenken, dass dieses in einer
> Gesellschaft geschrieben wurde, in der
> das tägliche Brot im Schweiß des
> Angesichts verdient werden musste und
> immer wieder unsicher war, dann wird erst
> der ungeheure materielle Fortschritt
> erkennbar
Das bedenkt anscheinend kaum jemand. Viele glauben, so ein Grundeinkommen wäre schon immer möglich gewesen, nur bisher waren die Menschen zu dumm.
“Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen” war in der Tat die “Utopie” unserer revolutionären Vorfahren. Bei Marx beschrieb es den “(Welt)Kommunismus” als Fernziel, eben gerade aufgrund der Höhe der Produktivkräfte (=Mensch und Technik!). Die alten Kommunisten haben sich selten über eine künftige Gesellschaft geäußert. Ohne entsprechende Produktionsstufe erschien ihnen der “Kommunismus” unmöglich. Das primäre Ziel war daher die Entwicklung der Produktion.
Bei Marx taucht der -übrigens den Anarchisten entlehnte- Spruch in seiner Auseinandersetzung mit dem damaligen Parteiprogramm auf:
Zitat:
——————————————–
In einer höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft, nachdem die knechtende Unterordnung der Individuen unter die Teilung der Arbeit, damit auch der Gegensatz geistiger und körperlicher Arbeit verschwunden ist; nachdem die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbedürfnis geworden; nachdem mit der allseitigen Entwicklung (!!!) der Individuen auch ihre Produktivkräfte gewachsen und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen - erst dann kann der (damalige!) enge bürgerliche Rechtshorizont ganz überschritten werden und die Gesellschaft auf ihre Fahne schreiben: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!
Aus: Karl Marx (1818-1883): Kritik des Gothaer Programms. (1875)
—————————————-
Das Problem ist nun, daß wir demnach dann im “Kommunismus” leben!
Und beim bösen Lenin ist das noch krasser:
—————————-
Der Staat wird dann völlig absterben können, wenn die Gesellschaft den Grundsatz “Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen” verwirklicht haben wird, d.h. wenn die Menschen sich so an das Befolgen der Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens gewöhnt haben werden und ihre Arbeit so produktiv sein wird, daß sie freiwillig NACH IHREN FÄHIGKEITEN arbeiten werden. Der “enge bürgerliche Rechtshorizont”, der dazu zwingt, mit der Hartherzigkeit eines Shylock bedacht zu sein, nur ja nicht eine halbe Stunde länger zu arbeiten als der andere und keine geringere Bezahlung zu erhalten als der andere - dieser enge Horizont wird dann überschritten sein. Die Verteilung der Produkte wird dann von der Gesellschaft keine Normierung der jedem einzelnen zukommenden Menge erfordern; jeder wird frei “nach seinen Bedürfnissen” nehmen.
—————————-
http://www.mlwerke.de/le/le25/le25_470.htm
Das ist aus “Staat und Revolution”, letztes Kapitel “die ökonomischen Grundlagen für das Absterben des Staates”, eine sehr lesenswerte Schrift, vor allem um unsre Vorfahren zu verstehen!
Hier wäre noch anzumerken, daß Lenin dieses Werk in sehr großer Eile mitten in der “Weltrevolution” geschrieben hat: “Geschrieben August bis September 1917″
In dieser Zeit hatten die Menschen natürlich andere Sorgen, als sich über eine Gesellschaft in allerfernster Zukunft (2017) den Kopf zu zerbrechen. Wir überlegen auch nicht was im Jahre 2117 sein kann.
Ich vermute, daß es darum ging den “anarchistischen” Teil der Bewegung (im damaligen Rußland sehr groß!) zu “überzeugen”, daher überhaupt dieses Kapitel. (Es ist den Umständen recht “wild” geschrieben, dennoch oder gerade deswegen sehr empfehlenswert!).
Sehr große Widerstände gegen das BGE kommen folgerichtig aus den Reihen der “Marxisten”. Kommunismus mitten im Kapitalismus und dann noch auf so billige Weise, das kann nicht sein!
Es kann nur sein, wenn wir gar nicht mehr im Kapitalismus leben, d.h. wenn wir unsre (Welt)Gesellschaft sozialistisch begreifen.
Wir haben ja nicht nur das BGE, es gibt noch viele für heutige “Marxisten” rätselhafte Erscheinungen, z.B. die Tendenz, daß sich die Nationalstaaten zu größeren Einheiten zusammenschließen: EU. Und dasselbe in Asien, die ASEAN, deren Mitgliedstaaten ebenfalls einen grenzenlosen Binnenmarkt anstreben. Eine gemeinsame Währung ist bereits fürs 2015 in Arbeit.
Was ist aber, wenn der Globus aus vier großen Binnenmärkten (=Staaten) bestehen wird? Werden die sich nicht über UNO, IWF(=Weltzentralbank für eine gemeinsame Währung) usw zu einem großen Binnenmarkt, d.h. Staat, zusammenschließen. Vielleicht in 50 Jahren?
Der “Kommunismus” bei Marx (Lenin usw) war nur als ein großer Weltstaat denkbar.
Und was sagen unsre heutigen Marxisten zur EU? Na, die ist ein Instrument des “Kapitals” zur Ausplünderung der Menschen! Im EU-Parlament singt man (links) aus Protest die ursprüngliche europäische Hymne: “Völker hört die Signale!” Das war mal der Song um gerade die europäischen Völker zu vereinigen (denn die hatten ursprünglich die Nationalstaaten)
revolutionäres Prost Neujahr aus Kreuzberg
Hinz und Kunz
Bernhard Fütterer
Es wurden noch zwei interessante Links zum Thema Grundeinkommen
am Ende des Artikels eingefügt
Bernhard Fütterer
Redaktion Readers Edition
minilux
Hallo liebe Leser/innen!
Zu diesem Thema habe ich am Freitag, den 15. Februar 2008 einen Artikel geschrieben.
Die Resonanz darauf war leider etwas mager, was vielleicht am gewählten Titel liegen dürfte.
Ich würde mich freuen, wenn die Leser/innen und Schreiber/innen dieser Seiten meinen Artikel lesen und auch Kommentare dazu schreiben
Hier der Link:
http://www.readers-edition.de/2008/02/15/vision-von-einer-gerechteren-zukunft
Herzliche Grüße
minilux
Indem wir das Wohl anderer erstreben fördern wir unser eigenes.
Platon
Stefan Wehmeier
Mindestlohn statt bGE
Es soll ja immer noch Träumer geben, die sich ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ wünschen, schon allein deshalb, weil man in einer vom Kapitalismus befallenen Marktwirtschaft, die zudem kurz vor der (globalen) Liquiditätsfalle steht, immer genügend Mitträumer findet, die dann zumindest den Vorträumern schon mal ein gewisses Grundeinkommen sichern können.
„Selbstverständlich“ wird dabei geflissentlich übersehen, dass eine wahre Zivilisation prinzipbedingt nur durch die stetige Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung (Bezahlung) möglich ist, und manche ganz Verträumten wollen sich sogar einbilden, dass man mit einem bGE auch noch Probleme lösen könnte, unabhängig von der eigentlichen Selbstverständlichkeit des ersten Abschnitts dieses Satzes.
Tatsächlich wäre die Störung der marktwirtschaftlichen Proportionalität durch ein hypothetisches bGE genauso zivilisationsfeindlich und damit auch a priori unsozial, wie das parasitäre Prinzip des Kapitalismus, welches gegenwärtig diese elementar wichtige Proportionalität stört. Zwar könnte man ein hypothetisches bGE in der Freiwirtschaft (im Kapitalismus brauchen wir ohnehin über nichts mehr nachzudenken, außer, wie wir so schnell wie möglich die Freiwirtschaft realisieren) für weniger asozial ansehen, als das Negativprinzip des Kapitalismus, doch dieser Eindruck täuscht. Ein hypothetisches bGE wäre mindestens so zivilisationsfeindlich wie der Kapitalismus, weil es prinzipbedingt noch mehr den technologischen und kulturellen Fortschritt hemmen würde.
Das bedeutet ganz konkret: Ein hypothetisches bGE führt systemnotwendigerweise genauso zu Krieg, wie der Kapitalismus! Denn: Allein beim freien Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage, bei dem eine stetige Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung besteht, kann es überhaupt technologischen und kulturellen Fortschritt (= zivilisatorisches Leben im eigentlichen Sinne) geben. Kommt dieser Fortschritt zum Erliegen, weil entweder das freie Spiel der Marktkräfte durch Machtausübung (= Beeinflussung der Gesinnung des einzelnen Menschen durch Politik oder Religion) behindert oder die Proportionalität gestört ist, muss sich die Kultur früher oder später selbst zerstören.
Statt also weiterhin über diese besondere Form der Kriegsverherrlichung nachzudenken, ist es weitaus gesünder, der durch den Kapitalismus gebeutelten Menschheit nach Inkrafttreten der konstruktiven Geldumlaufsicherung und des allgemeinen Bodennutzungsrechtes einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn in Kombination mit einer negativen Einkommensteuer anzubieten, zumindest solange, bis die durch die Barbarei des Privatkapitalismus zuvor aufgebauten Ungerechtigkeiten weitestgehend ausgeregelt sind. Danach kann die Einkommensteuer dann ganz abgeschafft und durch intelligente Verbrauchs- und Belastungssteuern ersetzt werden.
Bis dahin wäre ein gesetzlicher Mindestlohn von 10€/h und eine gesetzlich festgelegte maximale Wochenarbeitszeit für abhängig Beschäftigte von 35h (Überstunden sind natürlich nicht verboten, müssen aber auch als solche bezahlt werden) für das ehemalige Land der Dichter und Denker mit Inkrafttreten der natürlichen Wirtschaftsordnung angemessen. Beim Mindestlohn von Lmin = 1400€ brutto/Monat ist die Einkommensteuer (E) gleich Null und für L > Lmin sollte der Einkommensteuersatz ES = E/(L-Lmin) exponentiell bis zu einer Höchstgrenze ESmax zu einem Durchschnittslohn L = LD (etwa 3300€ brutto/Monat) hin ansteigen und dann für L > LD konstant bleiben. Dabei wäre ein ESmax > 0,3 als zu fortschrittshemmend und somit zivilisationsfeindlich einzustufen.
Verschiedene E-Klassen werden abgeschafft, da die Einkommensteuer nur noch in einer Übergangszeit gebraucht wird, um noch bestehende Ungerechtigkeiten abzumildern und der dann stetig sinkenden Anzahl von unfreiwillig Arbeitslosen eine negative Einkommensteuer von etwa 0,7Lmin auszahlen zu können.
Um die im Kapitalismus populär gewordene Lebenseinstellung „0,7Lmin ohne Maloche + etwas Schwarzarbeit + nebenher noch etwas Koks verdealen = viel besser als geregelte Arbeit“ gar nicht erst aufkommen zu lassen, wäre zu überlegen, die Zahlung der ansonsten arbeitsfreien 0,7Lmin vom regelmäßigen Besuch von Weiterbildungskursen (5×5h pro Woche) abhängig zu machen. Die bestehenden örtlichen Arbeitsämter (die eine effektive Arbeitsplatzvermittlung ohnehin nicht bewerkstelligen können und das in der Freiwirtschaft auch nicht mehr müssen) werden also in „Weiterbildungsämter“ (nebenbei bemerkt: das Wort ist nicht im Microsoft Word – Wörterbuch enthalten, scheint also im Kapitalismus nicht einmal in der Vorstellung zu existieren) umgewandelt. Überflüssig zu erwähnen, dass man den Beamtentempel „Zentralagentur“ sofort auflöst.
Die negative Einkommensteuer wird über die Finanzämter ausgezahlt und irgendwelche zusätzlichen Finanzhilfen haben die Krankenkassen zu leisten, deren staatliche Varianten in „Sozialkassen“ umgewandelt werden sollten. Es geht in der Freiwirtschaft nicht mehr darum, die Krankheit zu verwalten, sondern darum, allen durch Krankheit (in welcher Form auch immer) oder Alter sozial benachteiligten Menschen einen vollständigen sozialen Ausgleich zu verschaffen, solange die jeweilige Krankheit noch nicht geheilt ist oder das Alter zu weit fortgeschritten ist. Eine staatlich verordnete „Verrentung“ (auch eine spezielle Form von Krankheitsverwaltung) wird es in der natürlichen Wirtschaftsordnung nicht mehr geben.
Ich hoffe mal, mit diesem kurzen Beitrag zumindest dazu beigetragen zu haben, dass man in Zukunft auf irgendwelche Kindergarten-Diskussionen verzichten kann.
Gruß an alle (noch) Lebenden,
Stefan Wehmeier
phaenomenia2@t-online.de
Hinz und Kunz
Mindestlohn statt bGE?
Der Mindeslohn betrifft nur die wenigsten Bürger, nämlich “Erwerbstätige”. Davon gibt es unter den 82 Mio (in D) schlappe 38 Mio und diese alle sind auch nicht auf einen Mindestlohn angewiesen.
Das BGE betrifft sämlichte Menschen, die auch heute schon durch eine Unzahl diverser Transfersysteme “leben”. Arbeitslosengeld stellt da gerade mal nur ein Bruchteil dar. Bei dem BGE geht es darum, nicht alle “Transferleistungen” zu ersetzen, sonderen einen zur Existenz notwendigen Teil eben ohne Schikane (durch Beamten, Eltern, Kinder usw) und Kontrolle eben ohne Bedingungen auszuzahlen. Sicherlich gehen dabei auch einige kostbare und warme Arbeitsplätze verloren (Fallmanager, diverses Betreuungspersonal usw). Es geht also auch um “Effizienz”. Warum sollen die Bürger für völlig sinnlose Kontrolle und Schikane von mehr als 54 Millionen Menschen einen extra-Obulus löhnen?
Natürlich betrifft das BGE, das an jeden ausgezahlt wird auch Erwerbstätige. Die ganze Erwerbstätigkeit kommt dabei in Bewegung. Wer mehr als das BGE braucht, geht so wie heute gewöhnlich arbeiten. Man kann aber auch mal ein päuschen einlegen, oder mit anderen gemeinsam einen eher genossenschaftlichen Betrieb aufbauen. Wer will kann auch umsonst arbeiten. Daher wäre ein Mindestlohn nicht mehr erforderlich.
Bei dem Mindestlohn geht es ja heute auch mehr darum sich an hypotetische “Unternehmer” zu rächen. Bekanntlich zahlen selbst Gewerkschaften ungerne mehr als notwendig.
Vermutlich wollte der Herr Stefan Wehmeier uns aber nix zum selbstgewählten Thema erzählen, sondern uns hier seine verkokste “natürliche” Wirtschaftsordnung unterjubeln. Im Internet ist bekanntlich viel Platz für Spam.
viele Grüße aus Kreuzberg
Hinz und Kunz
Stefan Wehmeier
Q “Hinz und Kunz”
Erwachsene Menschen brauchen sich nicht “Hinz und Kunz” zu nennen, da sie wissen, wovon sie reden.
Gruß, Stefan Wehmeier
Johannes
Durch die erhöhung der Mwst und das Prinzip des Geld herschenkens wird Geld automatisch weniger Wert.
Unbeliebte Stellen würden sich nicht oder schwer besetzen lassen was Produktionsengpässe zu Folde hat. Die neue Kaufkraft WILL aber die Produkte (Angebot
Mausgrau
Hallo an alle Interessierten.
Gegenwärtig kann man sich an einer Petition für das BGB beteidigen
hier der Link:
https://epetitionen.bundestag.de/ind…;petition=1422
Mausgrau
sorry,
natürlich nicht für das BGB sondern für das “Bedinngungslose Grundeinkommen”
also BGE
Frithjof
Mausgrau
Verdammt nochmal der Link geht ja garnicht
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1422
Wenn der hier auch nicht funzt, dann unter https://epetitionen.bundestag.de suchen