Mehrheit der Deutschen online

Die Forschungsgruppe Wahlen hat in ihrer Studie Internet-Strukturdaten des IV. Quartals 2006 ermittelt, dass bereits 68% der erwachsenen Deutschen über einen Internetanschluss verfügen. Das ist ein Zuwachs von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (“+3″). Es gibt einen Unterschied nach Geschlecht: Männer 74% (+1), Frauen 62% (+5), d.h. die Frauen

Forschungsgrupe WahlenDie Forschungsgruppe Wahlen hat in ihrer Studie Internet-Strukturdaten des IV. Quartals 2006 ermittelt, dass bereits 68% der erwachsenen Deutschen über einen Internetanschluss verfügen. Das ist ein Zuwachs von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (“+3″).

Es gibt einen Unterschied nach Geschlecht: Männer 74% (+1), Frauen 62% (+5), d.h. die Frauen holen auf. Dabei stellte das Forschungsinstitut ein West-Ost-Gefälle fest: Während im Westen bereits 69% der Deutschen online gehen, sind es Osten 62%. Der Zuwachs beträgt jeweils +3 Prozentpunkte, d.h. die Differenz manifestiert sich.

Auch die Altersgruppen unterscheiden sich: Mehr als vier Fünftel der Befragten unter 50 Jahren verfügt über einen Internet-Zugang. Auch bei den 50- bis 59-Jährigen waren es bereits 76%. In dieser Gruppe fallen die Zuwachsraten mit +8 besonders hoch aus. Immer noch stark unterrepräsentiert ist dagegen die sehr große Gruppe der Menschen ab 60 Jahren. Hier verfügen erst 36% über einen Zugang. Die Zuwächse sind mit +4 durchschnittlich.

Auch der Bildungsgrad bleibt ein entscheidendes Merkmal für die Internet-Affinität der Deutschen: Gerade bei Befragten mit geringerem Bildungsniveau sind die Zuwachsraten zwar überdurchschnittlich, doch nach wie vor sind die absoluten Werte insbesondere derer mit Hauptschulabschluss ohne Lehre (26%), aber auch derer mit Lehre (48%) weit unterdurchschnittlich.

Durchschnittlich ist der Wert jener mit Mittlerer Reife (70%), aber deutlich überproportional jener mit Hochschulreife (85%).

Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die Berufsgruppenzugehörigkeit, auch wenn hier die Unterschiede nicht so stark wie bei der Bildung ausfallen: Mit +8 ist der Zuwachs bei den Arbeitern besonders hoch, allerdings hat dort erst jeder Zweite einen Zugang. Bei einfachen und mittleren Angestellten und Beamten sind es durchschnittliche 69%. Hinsichtlich der Gruppe der leitenden Angestellten und höheren Beamten zeigt sich der Wert mit 74% leicht überdurchschnittlich, bei den Selbstständigen mit 83% sogar deutlich überdurchschnittlich.

Insgesamt wurden 3.780 Erwachsene “repräsentativ telefonisch durch die Forschungsgruppe Wahlen befragt”.

bestellbare Zusammenfassung (kostenpflichtig)

downloadbare PDF-Datei 51kb

Weblog des Autors

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Pingback: „Allerlei” » Studie: Über 2/3 aller Erwachsenen in Deutschland online — Business-Weblog von Martin Emmerich