1983 wurde das Human Immundefizienz-Virus (HIV) zum ersten Mal als Verursacher vom AIDS identifiziert. Seitdem beschäftigen sich viele Wissenschaftler weltweit mit der Entwicklung einer Impfung gegen diese unheilbare Krankheit.
Nach Angaben der Weldgesundheitsorganisation (WHO, World Health Organisation) starben 2006 etwa 2,9 Millionen Menschen an AIDS, mit mehr als 13-Mal so viele lebenden Infizierten und über vier Millionen Neuinfektionen im Jahr. In Afrika ist der Anteil der HIV-Infizierten besonders hoch (in einzelnen Staaten werden Werte um die 20% erreicht).
Impfstoff wird getestet
Jetzt haben amerikanische und südafrikanische Wissenschaftler den Start einer großangelegten Klinikstudie bekannt gegeben, in der ein Impfstoff gegen HIV getestet wird. In der Studie sollen etwa 3000 Probanden im Alter zwischen 18 und 35 Jahren aus fünf verschiedenen Orten Südafrikas teilnehmen, die Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der neuen Impfung liefern sollen. Südafrika wurde von den Wissenschaftlern ausgewählt, weil die Infektionsraten dort hoch sind und es gleichzeitig eine gute medizinische Infrastruktur gibt. Die Studie soll auf vier Jahre angelegt sein und die Wirksamkeit des Impfstoffs im Vergleich zu einem Placebo überprüfen. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob die neue Impfung eine Infektion mit HIV verhindern oder in bereits Infizierten die Vermehrung der Viren im Blut unterdrücken kann. Man will auch herausfinden, ob der Impfstoff bei Männern anders wirkt als bei Frauen.
Impfstoff gut verträglich
Nach Angaben der Firma Merck, die den neuen Impstoff MRKAd5 HIV-1 entwickelt hat, haben kleinere Studien in den USA, Kanada, Südamerika, Australien und der Karibik bereits gute Ergebnisse gezeigt. Der Impfstoff sei in diesen Studien gut verträglich gewesen und habe bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer eine gegen HIV gerichtete Immunantwort ausgelöst.
Die Test-Impfung besteht aus einem abgeschwächten Erkältungsvirus, in dem drei HIV-Gene verpackt sind. Durch dieses Design soll das Immunsystem auf den Erreger aufmerksam gemacht werden ohne dass die Probanden an einer Erkältung erkranken oder sich mit HIV infizieren können. Wenn die ersten Phasen der Studie vielversprechend verlaufen, soll eine weit größere Studie folgen, die dann auch zur Zulassung der Impfung führen könnte.
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