Fliegendiät: weniger Herzinfarkte?!

Ob Hefe, Insekt oder Säugetier – Diäten verlängern die Lebensspanne aller Lebewesen. Beim Menschen senkt die richtige Ernährung das Risiko altersabhängiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzinfarkt & Co. sind Todesursache Nummer Eins in Industrienationen. Verursacht werden sie durch eine chronische oder akute Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) im Herzgewebe, welche dort massives Zellsterben zur Folge hat.

zunge.jpgOb Hefe, Insekt oder Säugetier – Diäten verlängern die Lebensspanne aller Lebewesen. Beim Menschen senkt die richtige Ernährung das Risiko altersabhängiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Herzinfarkt & Co. sind Todesursache Nummer Eins in Industrienationen. Verursacht werden sie durch eine chronische oder akute Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) im Herzgewebe, welche dort massives Zellsterben zur Folge hat. Französische Wissenschaftler aus Nizza untersuchten jetzt am Beispiel der Fruchtfliege die Beziehung zwischen Ernährung und Toleranz von Lebewesen gegenüber Hypoxie. Dabei setzten sie die Fliegen einer Sauerstoff-reduzierten Atmosphäre aus und fütterten sie nach verschiedenen Diätplänen.

Proteinfrei ist besser

Die Ergebnisse der Studie weisen eindeutig auf einen Zusammenhang zwischen proteinhaltiger Nahrung und einer verkürzten Lebenszeit hin. Ausschließlich mit Zuckerlösung gefütterte Fliegen lebten durchschnittlich 15,7 Tage, mit Zucker und der maximalen Dosis Protein versorgte Fliegen lediglich 6,3 Tage. Bei normaler Sauerstoffversorgung erreichten die Fruchtfliegen ein Alter von 33,6 Tagen. Die Forscher zogen den Schluss, dass Proteine bzw. deren Aminosäuren bei Hypoxie die altersbedingte Anhäufung irreversibler Zellschäden noch weiter verschärfen. Anders ausgedrückt: Zellen, die unter Sauerstoffmangel leiden, gehen unter dem Einfluss bestimmter Aminosäuren schneller zugrunde.

Mit Zuckerrüben zum ewigen Leben?

Was bedeutet das für den Menschen? Soll die beste Diät zur Vermeidung von kardiovaskulären Erkrankungen in Zukunft nur aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr bestehen? Sicherlich nicht. Die Senkung von Blutfett- und Blutzuckerwerten und die Reduzierung des Cholesterinspiegels stehen weiterhin im Vordergrund. Aber die Ergebnisse der französischen Forscher legen nahe, dass durch entsprechende Protein-Diäten der Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch verbessert werden kann. Welche Aminosäuren genau schädlich sind und wie eine solche Diät aussehen könnte, gilt es noch zu klären.

Quelle: Plosone

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Leider ist im Bericht die Versuchsanordnung nicht ausreichend beschrieben, als dass der Leser nachvollziehen könnte, dass die behaupteten Schlussfogerungen wirklich stimmen. “Französische Forscher aus Nizza” haben keinen besonderen Glaubhaftigkeitsstatus. Selbst anerkannte Koryphäen müssen sich immer wieder der Kritik stellen. Offenbar hat Drusophila in einer Gruppe gar kein Protein gekriegt (nur Zuckerlösung). In einer anderen Gruppe hat sie Zucker und eine “maximale Dosis Protein” bekommen. Was ihr in der dritten Gruppe gegeben wurde, steht in den Sternen. Gesagt ist nur, dass sie eine “normale Sauerstoffversorgung” bekam und damit länber lebte als in den beiden anderen Gruppen. Wie erbärmlich! Wir wissen doch: gute Frage ist halbe Antwort! Immerhin scheint an dem mitgeteilten Ergebnis der Studie irgend etwas “dran” zu sein. Ein Zuviel an Proteinen, wenigstens das Maximum dessen, was man überhaupt in den Verdauungstrakt der Drusphila bringen kann, verkürzt ihr Leben. Das gibt uns immerhin Anlass, in der menschlichen Ernährung sorgfältig zu prüfen, wie gut uns große Mengen an Aminosäuren bekommen. Entgegen dem Rat aller kundigen Ernährungswissenschafter und Ernährungsberater wird unsere tägliche Kost in den privaten Haushalten, in Restaurants und in den Kantinen geprägt durch viel zu große Mengen an Fleisch und Milchprodukten. Wenn wir täglich frisches Gemüse, frische Knollengewächse, frische Getreide und getreideähnliche Erzeug- nisse und frische Kräuter zu uns nehmen, gewinnen wir daraus eine immer aus- reichende Menge auch an Aminosäuren und laufen keine besondere Gefahr der Entwicklung einer Hypoxie des Herzmuskels. Als wir alle noch unsere privaten Gärten hatten und Bohnen, Tomaten, Kohl & Co. immer frisch aus eingenem Anbau zur Verfügung hatten, gab es keine Probleme, sich in diesem Sinne zu versorgen. Die Förderung des privaten Gartenbaus ist vorbei. Wir müssen auf dm Markt und im Supermarkt dafür sorgen, dass wir frische Podukte der Saison aus ortsnahem Anbau oder wertvolle tieifgefrorene oder direkt nach der Ernte durch Trocknung oder anderswie gut konservierte Produkte kriegen und diese nicht lange zuhase herumliegen lassen.Wir müssen auch berücksichtigen, dass wir Aminosäuren aus pflanzlicher Herkunft nur verwerten können, wenn durch Verarbeitung oder gründliches Zerkauen der Nahrung die Zellulosepanzer der Pflanzenzellen auch geöffnet sind. Denn unser Verdauungssystem kann sonst an ihren wertvollen Inhat nicht heran. Gelingt es uns nicht, auf diese Weise unseren Bedarf an Aminosäuren zu decken, kommen wir unweigerlich wieder in den Fehler, mengenweise tierisches Eiweiß (Fleisch, Eier, Milch, Käse etc) zu vertilgen. Damit gelangen wir unnötigerweise an das Ende der Nahrungskette und sammeln in uns Purine und andere schädliche Stoffe, die uns krank machen.