Im Rahmen eines Seminars der ‘Global Affairs Media Academy’ (GAMA) vom 25. bis 27.02.2007 befassen sich Nachwuchsjournalisten ab heute Abend mit dem Thema Globalisierung und UN-Entwicklungsziele. Innerhalb des mehrtägigen Seminars bieten Entwicklungs-, UN- und Globalisierungsexperten Vorträge und diskutieren mit den Teilnehmern. Readers Edition berichtet von der Veranstaltung, die mit einem Besuch des UN-Campus verbunden ist.
Globalisierung – ein Begriff, der in der Vergangenheit für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Noch vor 100 Jahren schien sich die Weltgemeinschaft nur wenig Gedanken um ein globales Miteinander zu machen. Was folgte, waren einschneidende Erfahrungen, die alle betrafen: Klimawandel, Krieg & Terror, zunehmendes humanitäres Elend und eine Wirtschaft, die schlussendlich die eigenen Gitterstäbe des ethischen Käfigs verbiegen konnte.
Zeit, Fragen zu stellen
Es ist an der Zeit sich zu fragen, ob ein stärkeres Miteinander auf weltlicher Ebene gefragt ist, um die Probleme von heute nicht zu Killern von Morgen zu machen. Ohne Rücksicht auf andere Staaten sind keine Alleingänge mehr möglich, um nachhaltige Veränderungen für alle hervorzurufen. Die internationale Gemeinschaft hat erkannt, dass ein einheitliches Regelwerk geschaffen werden muss, um das Handeln der weltlichen Gemeinschaft im Hinblick auf eine sichere Zukunft zu konkretisieren. Ein Regelwerk von Allen, für Alle.
Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung wurde im Jahr 2000 durch die Millenniumserklärung vollzogen. 189 Staaten konnten sich auf vier wesentliche Ziele der Zukunftssicherung einigen:
· Frieden, Sicherheit und Abrüstung
· Entwicklung und Armutsbekämpfung
· Schutz der gemeinsamen Umwelt
· Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung
Zweifelsohne ist jedes dieser vier Handlungsfelder eine Bibel für sich, sodass die weitreichende Komplexität der Erklärung nur schwer zu fassen ist. Fakt ist aber ebenso, dass wir es mit einem gewaltigen Zukunftsprojekt zu tun haben, das ohne die Mitwirkung Aller nicht realisiert werden kann.
Kollektives Handeln gefragt
Eine von Grund auf bessere Welt – in nur 15 Jahren, so lautet die Zeitvorgabe der Vereinten Nationen zur Erreichung aller vereinbarten Ziele. Für Viele ist dieses Vorhaben eine romantische Zukunftsvision mit geringer Chance zum Erfolg. Doch woran liegt das? Was löst diesen Pessimismus aus? Ist es nicht an der Zeit den Ansatz, den die UN auf dem Millenniumgipfel ins Rollen gebracht hat, kollektiv zu unterstützen? Diese Fragen und Überlegungen hinsichtlich eines kollektiven Handels sind zentrale Themen des UN-Seminars. Außerdem sollen am Beispiel einiger ausgewählter Export- und Konsumgüter Abhängigkeiten deutscher Verbraucher von Erzeugnissen armer Länder dargestellt und die Opfer sichtbar gemacht werden, die Menschen in den Produzentenländern für unseren Wohlstand bringen müssen.
Die Teilnehmern der Veranstaltung werden über die Ziele der UN diskutieren und versuchen zu klären, ob Konflikte mit anderen Staaten in Zukunft diplomatischer angegangen werden können und müssen.
Teil II: Initiierung der Millenniumskampagne
Teil III: “Anschlag auf die Festung Europa”
GAMA ist ein Projekt der Nachrichtenagentur IPS-INTER PRESS SERVICE Europa
Zu den Partnern der Akademie zählen die Stadt Bonn, das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), epo-Entwicklungspolitik Online, Europa-Haus Marienberg, EADI-European Association of Development Research and Training Institutes, der GLOBAL COOPERATION COUNCIL (Nord-Süd-Forum) e.V., das Internationale Institut für Journalismus
(IIJ) und die Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF).
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