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Glühbirnenverbot stört Rundfunkempfang

Sonntag, den 25. Februar 2007 um 10:31 Uhr von Thomas Kamp

Nach der Ankündigung der australischen Regierung, im Kampf gegen den Klimawandel herkömmliche Glühbirnen zu verbieten, fordern mehrere Umweltpolitiker dies auch für Deutschland. Die Folge wäre möglicherweise eine bundesweit “flächendeckende” Störung vor allem des Lang- und Mittelwellenempfangs. Denn Energiesparlampen strahlen hochfrequente Störfelder ab - auch eine Art von Umweltverschmutzung.

Energiesparlampen sind kleine Leuchtstofflampen, die mit einem so genannten Inverter arbeiten. Dieser richtet die Netzwechselspannung gleich und wandelt sie anschließend in eine Wechselspannung höherer Frequenz (ca. 28 - 60 kHz) um. Diese Wechselspannung wird jedoch aufgrund der verwendbaren Baugröße der Siebdrosseln bei vielen Energiesparlampen nur unreichend gesiebt. Folge: Die hohe Taktfrequenz und zahlreiche Oberwellen davon gelangen auf den Haushalts-Stromkreis und werden von dort aus abgestrahlt bzw. gelangen über die Netzteilzuführung in die LW/MW-Empfangsgeräte.

Breiter “Lattenzaun” von Störsignalen 

Bei der Überprüfung zweier Energiesparlampen (Quelle Discounter) konnte mit einem portablen Weltempfänger (Sony ICF-7600 D, eingebaute Ferritantenne) ein breiter “Lattenzaun” von Störsignalen im Lang- und Mittelwellenbereich festgestellt werden. Der Empfang selbst starker Sender (DLF, ERF, AFN Frankfurt, BBC World Service, diverse niederländische Stationen) war in einem Abstand von 50 cm zur Energiesparlampe durch Brummgeräusche enorm beeinträchtigt.

Fazit: Energiesparlampen können kleine Störsender sein. Wer Wert darauf legt, mittels Lang- oder Mittelwelle über den nationalen Tellerrand zu “schauen” und sich per Ätherwellen zu informieren, der sollte verschiedene Energiesparlampenmodelle testen und notfalls beim Elektrohändler auf sein Rückgaberecht bestehen.

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2 Reaktionen zu “Glühbirnenverbot stört Rundfunkempfang”

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  1. paule

    am 26. Februar 2007 um 06:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    Mal wieder eine typische Inszenierung die unsere Medien verstopfen soll, damit die bloß nicht länger auf dem Spritverbrauch deutscher Autos rumreiten, oder gar über alternative Energiekonzepte berichten.

    Nebenbei offenbaren die Schwätzer die diese Diskussion angeregt haben ihre völlige Ahnungslosigkeit im Thema. Es ist einfach nur dilettantisch einen einzigen Parameter als Grundlage für eine Entscheidung zu nehmen. Einzig sinnvoller Maßstab ist die Öko- oder wem die Umwelt egal ist die Energiebilanz eines Produktes über seine gesamte Lebensdauer.

    Wenn dann noch wie im vorliegenden Fall eine bestimmte Technik als Lösung propagiert wird, bekommt das Ganze so ein gewisses Geschmäckle, zumal die Energiesparlampe, nur zur Erinnerung das sind Leuchtstoffröhren, in vielen Anwendungsbereichen der Glühbirne unterlegen ist. Dort wo die Technik sinnvoll ist und bedeutende Effekte erzielt ist wird sie schon Jahrzehnte eingesetzt.

    Ergonomisch gleichwertiger energiesparender Ersatz für Glühbirnen ist in den meisten Fällen die LED-Technik.

    Aber alles in allem, fragt sich der Bürger doch was dieser Unsinn soll, warum verschleudern Politiker ihre Kraft bei solchen Nebensächlichkeiten. Da muss ich Rüttgers mal loben (was kein Persilschein für seine sonstigen Aktivitäten darstellt) er hat gerade erst eine Firma die ein 1 Liter Auto entwickelt aus Bayern an einen sterbenden Bergbaustandort geholt. Mein besonderer Dank an die BMW Lobby im bayrischen Landtag.

    Wenn Herr Rüttgers nun auch noch die Tatkraft aufbringt, die alten Pütts zur Erdwärmeheizung des Ruhrgebiets umzufunktionieren, ist er mein Held. Standortvorteil durch niedrige Energiekosten und das mit einer sauberen Energie - so sieht Zukunft aus.

  2. Wittwer

    am 15. März 2007 um 11:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es ist immer wierder dasselbe: Dummer Aktionismus in Nebensaechlichkeiten statt frontales Angehen der wirklichen Probleme.
    Australien koennte seine Energiegewinnung teilweise von der Kohle auf natuerliche Quellen umstellen, da es Wind und Erdwaerme zur Genuege hat. Natuerlich ist es einfacher, den Leuten die Gluehbirnen zu verbieten. Klimaanlagen haben aber weiterhin Zuwaechse.

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