Bundespräsident Horst Köhler und Ehefrau Eva Luise Köhler werden vom 4. bis zum 16. März Paraguay, Brasilien und Kolumbien besuchen. Der Bundespräsident, mit seiner etwa 100-köpfige Begleitung wird am 8. März in Sao Paulo, Brasilien landen. Am gleichen Tag kommt zufällig auch US-Präsident George W. Bush in die 20 Millionen Metropole.
Der Berufsverkehr soll von den Staatsgästen und Begleitern nicht behindert werden, da sicherlich viele auf den Hubschrauber umsteigen werden. Sao Paulo befindet sich dennoch im Ausnahmezustand.
Wegen der enormen Sicherheitsvorkehrungen steht die Stadt seit Wochen vor einer logistischen Herausforderung. US-Präsident Bush bleibt im Hotel Hilton, die ihm als Festung dienen soll. Das Hotel des Bundespräsidenten liegt in unmittelbarer Nähe, ca. 500 m entfernt.
Mit Begleitern will er deutsche Untenehmen in Brasilien und die Deutsch-Brasilianische Handelskammer besuchen.
Bush trifft den brasilianischen Präsident Lula im Hotel. Der Schwerpunkt des Treffens ist die Zusammenarbeit der Ethanolproduktion. Ein Besuch bei der Petrobras, der brasilianischen Ölgesellschaft, ist vorgesehen. Ein Treffen beider Präsidenten jedoch steht nicht auf der Tagesordnung.
Wann hört endlich dieser alberne Hochsicherheitstourismus auf. Ist der Typ nicht erwünscht soll er doch zu Hause bleiben und eine Videokonferenz abhalten. Aber wahrscheinlich kann man dann nicht so gut mentalen Druck auf unbotmäßig denkende Staatsführer ausüben bzw. unter vier bis acht Augen die eine oder andere Belohnung in Aussicht stellen.
Aber so werden Millionen verpulvert. Millionen die woanders fehlen. Macht denn da keiner eine Renditerechnung auf ?