Staatsbesuch: Zirkus in Südamerika

Sowohl Köhler als auch Bush kommen am 8. März nach Sao Paulo. (RE berichtete). Sie kommen mit dem sehr “in Mode” gekommenen Thema, “Umweltschutz und Sozialprojekt” im Gepäck. Nachdem Al Gore sich den Oskar für den Dokumentarfilm “Eine unbequeme Wahrheit” über Klimaschutz geholt hat, startet jetzt George W. Bush seine

202253.jpgSowohl Köhler als auch Bush kommen am 8. März nach Sao Paulo. (RE berichtete). Sie kommen mit dem sehr “in Mode” gekommenen Thema, “Umweltschutz und Sozialprojekt” im Gepäck.

Nachdem Al Gore sich den Oskar für den Dokumentarfilm “Eine unbequeme Wahrheit” über Klimaschutz geholt hat, startet jetzt George W. Bush seine “political correctness” – Kampagne, um sein “bad boy image” zu verbessern. Nach den Anschlägen am 11. September 2001, den Kriegen in Afghanistan und im Irak, hat seine Popularität in den USA schnell nachgelassen.

Frau Merkel nicht mehr Oberhaupt?

Bundespräsident Köhler ist in Südamerika in der Öffentlichkeit nicht unbedingt bekannt. Die Lokalmedien berichten kaum über seinen Staatsbesuch. Kurios: manche fragen sich, ob denn Frau Merkel nicht mehr das Oberhaupt von Deutschland sei. Herr Köhler und sein Gefolge können entspannt eine “Caipirinha” bei den deutschen Unternehmen geniessen und am besten an einem festen Platz im Schatten, da die 300-köpfige US-Delegation und mehrere hunderte brasilianische Sicherheitsleute viel Platz in der Stadt Sao Paulo für die Umsetzung der Sicherheitsauflagen brauchen werden. Seit dem Taliban-Anschlag gegen US-Vizepräsident Dick Cheney in Afghanistan sind die Sicherheitsmassnahmen noch höher angesetzt, laut Washington.

Demonstrationen gegen Bush

Gegendemos sind in der Nähe des Hotels Hilton und auf der Avenida Paulista, die Businessmeile in Sao Paulo geplant.
Weitere Gegendemos in Südamerika werden vom venezuelanischen Präsidenten Hugo Chávez, vom bolivianischen Präsidenten Evo Morales und vom argentinischen Präsidenten Néstor Kirchner organisiert.
Paralell zum Bush- Besuch in Sao Paulo wird eine Gegendemo, wohin schätzungsweise 30.000 Personen kommen werden, in einem Fussballstadion in Buenos Aires stattfinden. Hugo Chávez ist der Dirigent dieser Demonstration.

Heute wurde Bush symbolisch als Puppe in der Hauptstadt Brasilia verbrannt. Dieses Ereignis wurde von der linken Partei PSOL veranstaltet. Mr. Präsident George W. Busch gilt in Südamerika als “Persona non grata”, sagte ein Parteisprecher.
Wir hoffen, dass Südamerika nicht die Bühne des politischen Marketing der reichen Länder wird, da es hier schon genug Probleme gibt. “Sie sollen sich ein anderes Opfer suchen”, meint eine Studentin in Brasília.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Pingback: Readers Edition » Brasilien: Köhler geht und Koch kommt