Skype versus Sipgate – Telefonieren im Web

Viele Internetnutzer kennen es schon – andere noch nicht; das Klingeln des Telefons im PC. Von PC zu PC kostenlos zu telefonieren, ist ein Leichtes. Schwieriger wird es hingegen, will man die Internettelefonie, auch VoIP-Telefonie (Voice over Internetprotocol) genannt, mit herkömmlichen Telefonapparaten nutzen. Unter anderem bieten das Sipgate und Skype

skypeViele Internetnutzer kennen es schon – andere noch nicht; das Klingeln des Telefons im PC. Von PC zu PC kostenlos zu telefonieren, ist ein Leichtes. Schwieriger wird es hingegen, will man die Internettelefonie, auch VoIP-Telefonie (Voice over Internetprotocol) genannt, mit herkömmlichen Telefonapparaten nutzen.

Unter anderem bieten das Sipgate und Skype an. Sipgate war der schnellere von beiden, wenn es darum ging, seinen Nutzern auch die Hardware anzubieten, statt nur eine Software zum Installieren auf dem Rechner. Bereits vor zwei Jahren konnte man z.B. mit dem Zyxel 2000w bei Sipgate ins deutsche Festnetz und in die Handynetze telefonieren; und zwar über einen Wlan-Router, der sich im besten Falle beim Nachbarn befand, mit dem man sich die Internetflatrate teilte. In diesem günstigsten aller Fälle war, wie das beispielsweise in Skandinavien und auch in Polen grundsätzlich möglich ist, nicht mal ein Festnetzanschluss für das Telefon nötig, um normal telefonieren zu können.

Dagegen ist in Deutschland noch ein Telefonanschluss die Voraussetzung für einen DSL-Zugang. Zudem bot das Wlan-Telefon den Vorteil, ortsungebunden das Wlan-Telefon an allen Orten weltweit zu nutzen und unter der gleichen Festnetznummer angerufen zu werden, an denen man einen Wlan-Einwahlpunkt ins Internet zur Verfügung hatte.

Virtuelle Telefonanlage mit drei Rufnummern

Inzwischen ist es auch bei Skype möglich, Hardware zum Telefonieren zu erwerben. D.h. man muss nicht mehr den PC einschalten, um mit Skype telefonieren zu können. Leider hinkt Skype immer noch hinterher, was eine Telefonflat angeht, in der bei Sipgate gleich vierzehn europäische Länder neben dem deutschen Festnetz für eine Monatspauschale (hier die komplette Tarifliste von Sipgate und von Skype) von 8,90 Euro erreichbar sind. Legt man noch etwas drauf, bekommt der Nutzer für insgesamt 10,80 Euro noch zusätzlich ähnlich wie bei einem ISDN Anschluss eine virtuelle Telefonanlage mit drei Rufnummern (mit Ortsvorwahl) und einer vierten Nummer für die Faxfunktion. Nach nur sechs Monaten kann man monatlich wieder kündigen.

Dagegen zahlt man bei Skype anders als bei Sipgate bereits Geld, will man nur eine Nummer erhalten, unter der man für andere zum Ortstarif erreichbar ist. Diese so genannte SkypeIn-Nummer kostet für drei Monate 17,25 Euro bzw. 57,50 Euro für zwölf Monate. Allerdings bietet Skype auch für Globetrotter ausländische Telefonnummern an.

Man muss sich entscheiden

Leider kann man bei den beiden Anbietern den Service nicht mit den gleichen Geräten nutzen, da nur Sipgate den Standard der Sip-Telefonietechnik nutzt. Wer sich nicht die Telefone doppelt kaufen möchte, muss sich wenigstens in dieser Hinsicht entscheiden. Über die Software sind beide Anwendungen kostenlos für Telefonie innerhalb des jeweiligen Nutzerkreises zu verwenden.

Die Europa-Flatrate spricht für Sipgate. Dagegen hat Skype den Vorteil der bequemen Verbindung mit der Chatfunktion, die bei Sipgate fehlt. Die Minutengebühren für Telefongespräche unterscheiden sich nicht wesentlich. Sipgate bietet allerdings noch kostenlose Verbindungen zu Partnernetzwerken (darunter freenet) an.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Abwerten via Sternchenvergabe…

    Hier bei Readers Edition scheinen sich notorische Schlechtbewerter zu tummeln. Ich habe zum Beispiel diesen Beitrag am Morgen noch mit sechs Sternen bewertet, da er mir informativ erschien. Damals war der Schnitt ca. 5,2 (aus dem Gedächtnis), damit jetzt – 14:30 – ein Schnitt von 3,2 erreicht wird, ist schon eine Menge von Einsternbewertungen nötig.

    Es wäre schön, wenn die Bewertungen offen gelegt würden, schreiben und bewerten sollte nur, wer sich auch mit seinem Klarnamen anmeldet. Für die vielen Anonymen genügt es ja, wenn sie sich auf das Kommentieren und das Unterhalten mit ihren Sockenpuppen beschränken – was auch schon nervig genug ist.