Essen stellt sich quer ! Gegen “Rechts”

1000 Menschen bei Anti-NPD-Kundgebung am 21. April in Essen-Borbeck und klare Worte von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger. Schon eine Stunde, bevor sich die NPD-Anhänger auf dem zugewiesenen Rechteck zwischen Bahndamm und Eisengittern versammelten, formierte sich der Widerstand. Das Aktionsbündnis “Essen stellt sich quer” schaffte es, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Verbände

npd1000 Menschen bei Anti-NPD-Kundgebung am 21. April in Essen-Borbeck und klare Worte von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger.

Schon eine Stunde, bevor sich die NPD-Anhänger auf dem zugewiesenen Rechteck zwischen Bahndamm und Eisengittern versammelten, formierte sich der Widerstand. Das Aktionsbündnis “Essen stellt sich quer” schaffte es, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Verbände unter einen politischen Hut und annähernd 1000 Menschen auf den Borbecker Platz zu bringen.

Zu den elf Rednern der Gegenveranstaltung gehörte Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger. Seine Wort ließen an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: “Die NPD und ihre Anhänger sind in Essen unerwünscht”, rief er, und forderte zum “gemeinsamen Kampf gegen den zerstörerischen Rechtsextremismus” auf. Der habe schon einmal Leid über die Stadt gebracht, nun müsse man alles unternehmen, “um die Gespenster der Vergangenheit nicht wieder auferstehen zu lassen”. Der Historiker Ernst Schmidt, der an die Verbrechen der Nazis in Essen erinnerte, mahnte: “Wir müssen unsere Demokratie verteidigen.”

polizei

Zufriedene Polizei

Eine positive Bilanz zog die Polizei nach dem offiziellen Ende der beiden Kundgebungen. Einsatzleiter Klaus Netz: “Wir sind mit dem Einsatzverlauf zufrieden.”

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Zitat:
    “NPD und ihre Anhänger sind in Essen unerwünscht.”

    Politiker, die glauben, kraft ihrer eigenen Hybris, für alle sprechen zu können oder gar zu müssen, sind bei mir absolut unerwünscht. Abstoßend so etwas. Jeder Mensch hat andere politische Ansichten. Und ein Bürgermeister, Minister oder sonstiger Politiker hat gefälligst nicht ungefragt und ungewollt in meinem Namen zu sprechen. Allein die Formulierung erinnert doch stark an die “Juden unerwünscht”-Schilder im Dritten Reich. Aber das merkt der Herr Bürgermeister sicher nicht einmal.

    BTW: Die Überschrift des Artikels ist falsch. Die Veranstaltung richtete sich gegen Rechtsextremismus. “Rechts” ist eine zulässige politische Einordnung, wie auch “links”, “konservativ” oder “progressiv”. Warum richte sich solche Veranstaltungen eigentlich immer gegen den Rechtsextremismus? Ich lehne jeden Extremismus ab, egal von welcher Richtung. Zumal die meiste Gewalt, so es dazu kommt, bei solchen Veranstaltungen immer von linksextremistischer Seite ausgeht. Die Ordner der NPD haben ihre Glatzen meistens fest im Griff.

    Franz