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Sport

Pinto da Costa - 25 Jahre voller Siege.

Samstag, den 28. April 2007 um 17:08 Uhr von Ricardo De Sousa

Der General des FC Porto heißt Jorge Nuno Pinto da Costa. Er ist seit nunmehr 25 Jahren Präsident des portugiesischen Erfolgsklubs. Kein anderer hat sich bisher so lange am Steuer gehalten.

Vom Fan zum Clubleiter

Pinto da Costa war ein ganz normaler Fan. Im Alter von gerade einmal acht Jahren besuchte er zum ersten Mal das Spiel des FC Porto gegen SC Braga, dass auf dem alten, schon lange nicht mehr existierenden, “Campo da Constituição“, stattfand. Dieses, für den jungen Nuno kostspielige Hobby, wurde ihm von seinem Onkel Armando Pinto gewährt, der zu dieser Zeit gerade Gemeindepräsident von Famalicão war. Seine Passion führte er geradezu wie eine Religion Woche für Woche weiter, bis er im Alter von 16 Jahren als FC Porto Mitglied registiert wurde - von seiner Großmutter.

Vorallem die Modalitäten des Fussballs und des Rollhockeys interessieren ihn

Im Alter von 20 Jahren wurde er vom Leiter der Rollhockeyabteilung zum Beobachter dieses Sports ernannt. Mit 27 wurde er auch zum Leiter der Boxabteilung. Dort lernte er seinen späteren Allzeitbegleiter Reinaldo Teles kennen, der zu dieser Zeit noch als professioneller Boxer beim FC Porto agierte. Diese Tätigkeiten übte er bis zum Jahr 1976 aus. Dann zeigte er sich zum ersten Mal in der Fußballabteilung.
So fing die professionelle Karriere des Pinto da Costa beim FC Porto an.

Eine Karriere voller Hindernisse

Obwohl sich Porto unter seinem Kommando nach 19 Jahren in der Saison 1977/78 wieder Meister nennen knnte, gibt es klubintern Probleme. Nach dem Meisterschaftsgewinn fielen weitere Erfolge aus und Pinto da Costa verließ den Club mit einem seiner ewigen Begleiter, Jose Pedroto.

Im Jahre 1981 stand es immer noch schlecht um dem FC Porto. Ein Wechsel musste her. Eine Gruppe von Clubmitgliedern forderte Pinto da Costa auf, sich als Präsident des Clubs zu bewerben. Er nahm an und gewann tatsächlich die Wahlen.

Am 17. April 1982 wird er offiziell zum neuen Präsident des FC Portos ernannt

Bei seiner ersten Rede versprach er zwei Dinge, die nach damaliger Sicht und dem Status des FC Porto unmöglich waren:

  • Die Renovierung des “Antas”-Stadions
  • Die Teilnahme an einem europäischem Finale

Doch dies tat er - und wie er es tat. Wie Engländer zu sagen pflegen:
“It does exactly what it says on the tin.” Er brachte dem FC Porto nicht nur ein europäisches Finale, nein, er gewann es auch noch - gegen die mythischen Bayern im historischen Finale von Wien 1987. Von den sechs erreichten europäischen Finalspielen gewann Porto fünf. Und es blieb nicht dabei. Die Trophäen, die dieser Mann als Kopf des FC Portos reinbrachte, sind unerreicht:

  • Champions League: 2
  • Europäischer Supercup: 1
  • Weltpokal: 2
  • Uefa Pokal: 1
  • Portugiesischer Pokal: 8
  • Portugiesische Meisterschaft: 14
  • Portugiesischer Supercup: 14

Auch der Bau des neuen Drachenstadions zur EM 2004 in Portugal, von vielen als das schönste Stadion Portugals gehandelt, wird in großen Teilen ihm zugerechnet.

Intensive Nachwuchsarbeit

Pinto da Costa hat einen ausgeprägten Sinn für junge Spieler und Trainer: Der heute weltweit bekannte Trainer Mourinho wurde von Pinto da Costa zu Porto geholt, nachdem er bei Benfica Lissabon gescheitert war. Auch kauft sich Porto unter seiner Führung keine teuren Spieler ein, sondern setzt in den meisten Fällen auf den Nachwuchs.

In seiner Amtszeit verließen auch die verschiedensten Spieler den Verrein für Millionensummen. Rekordverdächtig war der Transfer des Verteidigers Ricardo Carvalho zum FC Chelsea für 30 Millionen Euro und des “Magiers” Deco zu Barcelona für rund 20 Millionen (Porto bekam zudem noch Ricardo Quaresma).

Involvierung im Skandal “Apito Dourado”

2004 wurde die Operation “Apito Dourado” (Goldener Anpfiff) gestartet, um illegale Einflüsse und Bestechungen im portugiesischem Fussball aufzuklären. Carolina Salgado, die ehemalige Lebensgefährtin von Pinto da Costa, wirft ihm in ihrer Autobiografie “Eu, Carolina” (Ich, Carolina) vor, Manipulierung wichtiger Spiele durch Bestechung von Schiedsrichtern betätigt zu haben.

Eine Stellungnahme von Pinto da Costa steht noch aus. Laut seiner Aussage, will er nur vor Gericht dazu Stellung nehmen. Beweise dafür gab es allerdings noch keine.

Die letzte Amtszeit

Pinto da Costa hat sich letzte Woche nach eigener Aussage zum letzten Mal als Präsident des FC Portos angeboten. Nach 25 Jahren als Präsident und den höchswahrscheinlichen weiteren drei Jahren hat er anscheinend erstmal genug vom Fussball - und von Portugal. Naja, die Ruhe hat er sich wohl verdient. Übrigens sage ich “höchstwahrscheinlich”, weil sich noch niemand als Präsident beworben hat. Wer ist denn verrückt genug, um jemanden, der unter Portos Anhängern den Rang eines Gottes einnimmt, herauszufordern?

Laut eigener Aussage will er sich absetzen und Portugal nach der Erfüllung seiner Amtszeit verlassen. Die Frage ist nun: Wer traut sich nach seiner Abdankung in diese riesigen Fusstapfen zu treten?

Pinto da Costa steht unter Beschuss…


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4 Reaktionen zu “Pinto da Costa - 25 Jahre voller Siege.”

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  1. ricdes dot com » Blog Archiv » Mein erster Post in der Readers edition

    am 28. April 2007 um 17:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Meinen Beitrag über Porto’s Pinto da Costa und 25 Jahren seines Erfolges könnt ihr hier lesen. […]

  2. tiago

    am 17. Mai 2007 um 15:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    hallo,

    zuerst möchte ich euch/dir für diese tolle hompage gratulieren!
    ich habe im netz schon sehr vieles über fussball gelesen, doch leider sind deutschsprachige pages über den port. fussball oft sehr schlecht übersetzt, oder meistens ist es der Inhalt der nichts taugt. deswegen nochmals…gratulation!

    ich habe eine frage, die ihr mir wahrscheinlich gut erklären könnt. und zwar, für was steht welcher club in portugal (v.a. die vereine: fcp, scp, slb)???
    ist z.b. porto der verein des nordens, sporting der des südens und benfica der “armen”?? Wie weit spielt die politik eine rolle im portugiesischen fussball? ich habe z.b. gehört, dass benfica der club von salazar (diktator) ist/war und die ultras von porto (sd) eng mit den irriducibili (rechtsextreme laziali) zusammenarbeiten, doch schlussendlich werden die fans von sporting als “rechte” bezeichnet, obwohl alle das gegenteil behaupten! das ist doch ein klarer wiederspruch?! in wie weit spielt die geschichte portugals eine rolle?

    tja, es war etwas schwierig all dies in einer einzigen frage zu stellen, dennoch hoffe ich dass ihr dies beantworten könnt.

    freundliche grüsse
    tiago

  3. ricardo

    am 17. Mai 2007 um 18:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    Also ich bin Porto Fan und kann einfach sagen, dass die SD’s die härtere Art von Fans sind. Sie sind durchaus wie die Diabo Vermelhos und die Sporting Fans (keine Ahnung wie die wieder heissen) zu Gewaltakten bereit. Aber das sie mit der rechten Szene zu tun hätten, wäre mir unbekannt.

    Benfica wird vllt. Verrein der armen genannt weil es halt die grösste Fanbase hat (6Mio). Und ja, der Club wurde während der Diktatur regelrecht von Salazar gepusht, sei es durch bestechungen der Schiris gewesen oder die Verhiderung von Eusebios Transfer ins Ausland nach Italien.

    Sporting ist halt der kleinere von den 3 grossen. Mit vielen Symphatisanten von den kleineren und Porto (ausser natürlich wenn es Porto benachteiligt :) Aber Sporting ist meiner Meinung nach das bessere Team hinter Porto.

  4. Pimentel Alexandre

    am 27. März 2008 um 00:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wie kann Mann nur so einen unsinn schreiben, dieser mann steht vor Gericht wegen korruption, schidsrichter bestechen das kennt Mann in Portugal schön seit 25 jahren nur leider ist das ein land wo Mann sehr gut leben kann mit bestechungen, seit 25 jahren werden Pinto da Costa jede menge sachen zugeschriben aber leider immer in denn schubladen der mächtigen in Norden von Portugal vesteckt weil schmir Gelder fliessen, dieser Mann wahre in Deutschland nur ein kleiner schwindler.. Leider in Norden von Portugal der grösste, das unschulds lamm im schafs pelz

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