In der Republik Niger sind 21Prozent der Kinder chronisch unterernährt. Eine Heuschreckenplage im Jahr 2004 und eine im Land andauernde Dürre brachten Ernteausfälle mit sich. Seitdem bleibt die Nahrung für Millionen von Einwohnern aus. Nach Angaben der UN sind mehr als 3,6 Millionen Menschen von einer akuten Hungersnot bedroht.
Weil sie ein schwaches Immunsystem haben, leiden vor allem Kinder unter der Naturplage und sind als Erste für Durchfall, Malaria und Atemwegserkrankungen anfällig.
Was tut die nigerische Regierung, um dem Elend ein Ende zu setzen? Die Frage stößt auf Ratlosigkeit. Obwohl sie schon vor Jahren für genügend Nahrungsmittelvorrat hätte sorgen können, stand die Regierung der Hilfe im Weg. In den siebziger Jahren, als eine Dürre sich auf Niger erstreckte, hatte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit Speicher im ganzen Land errichtet, in denen die Getreideüberschüsse gelagert werden können. Später erhielt die nigerische Regierung von den Deutschen die Verantwortung für die Vorratshaltung, vernachlässigte es aber die Speicher weiterhin zu füllen. Jetzt, da die Krise im Land ausgebrochen ist, leisten Nigers Politiker kaum Hilfe. Erst im Jahr 2005 gab die Regierung die Katastrophe zu, nachdem sie den Kindern sehr lange eine kostenlose medizinische Versorgung verweigerten. Motive für die negative Haltung der Politiker mögen Habgierigkeit oder falscher Stolz sein. Fest steht, sie ziehen das Land immer weiter in die Krise.
Die Katastrophe erkannte die internationale Gemeinschaft früh genug, trotz alledem ignorierte sie Hilfsaktionen für Niger in der Vergangenheit, so Egeland, UN-Koordinator für humanitäre Hilfe. Dasselbe erkennt auch Bernard Kouchner, Gründer der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen: “Ich sage hier sehr deutlich: Die UN haben uns nicht ausreichend gewarnt”. Laut Kouchner hat auch Frankreich, die frühere Kolonialmacht Nigers, zu spät reagiert.

.Wie gravierend das Problem ist, zeigt sich daran, dass 30 Millionen Dollar benötigt werden, um die Not jedes dritten Einwohners etwa zu lindern, so die UN-Hilfsorganisation. Ein Anfang wurde gemacht: Rationen für 2,5 Millionen Menschen wurden im Jahr 2005 von der UN bereitgestellt. Auch andere Organe leisten Hilfe, darunter Frankreich, arabische Länder, Nachbarländer Nigers, die USA und nicht zuletzt die EU-Kommission. Seit 2003 ist die Aktion „Walk the World“, das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (World Food Programm), ebenfalls eine große Stütze zur Behebung der Krise. Ein Mal im Jahr laufen weltweit Menschen gegen den Hunger, wobei die Beteiligten für Spenden sorgen, denn jede Person zahlt für die Teilnahme an dem Lauf 4 Euro und jede Familie 10 Euro. Am vergangenen 13. Mai brachten mit der Aktion 23 deutsche Städte 42.860 Euro an Spenden zusammen. Mit dem Geld könnte man schätzungsweise 1.130 Kinder ein Jahr lang mit Nahrung versorgen. Das Programm heißt die Bundesrepublik Deutschland seit längerem willkommen: Im Jahr 2005 hat diese dem WFP 1,25 Millionen Euro für die Ernährungskrise im Niger bereitgestellt. Es wird geholfen, in kleinen und sicheren Schritten.
Aus den Augen sollte man jedoch nicht verlieren, dass die Hungersnot der Spiegel Nigers schlecht funktionierender Politik ist.
Das Land ist nur ein Bespiel von vielen dafür, dass der Weg zur Demokratie ein langwieriger ist. Von der UN bei der Hand geführt, könnte der Niger eines Tages dorthin kommen.
Selten dämlicher Artikel. Gnädigste sollten mal nachfragen warum das Ganze dort unten so verfahren ist. Empfehle Ölindustrie einmal überprüfen. Diese schmiert in dem ganzen Land alle wichtigen Politiker damit weiterhin alles so bleibt wie es ist und das Ganze auch noch unter den Augen der UNO.