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Politik + Wirtschaft + Kultur

“Das Gesamtsystem Bundesrepublik ist in Gefahr”

Mittwoch, den 23. Mai 2007 um 17:59 Uhr von Vlad Georgescu
Photo: Autor

Die Zeichen stehen auf Sturm. Spätestens seit Einführung der Hartz-Gesetze formiert sich in Deutschland ein massiver, teils militanter Widerstand gegen den Staat. Großdemonstrationen, Randale und Anschläge könnten schon bald das Straßenbild bestimmen – unabhängig vom G8-Gipfel in Heiligendamm. Eine unliebsame Tatsache, die kaum ein Politiker wahrhaben will. Mit solchen Thesen wartet das Buch “Brennpunkt Deutschland – Warum unser Land vor einer Zeit der Revolten steht” auf. Lifegen.de sprach exklusiv mit dem Co-Autoren des Werks, Vlad Georgescu, über die Risiken für Vater Staat.

LifeGen.de: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat im Vorfeld des G8-Gipfels vor den Gefahren eines neu aufkeimenden Terrorismus gewarnt. Teilen Sie seine Befürchtungen?

Georgescu: Offensichtlich hat der Minister unser Buch gelesen. Aber im Ernst: Was Herr Schäuble medienwirksam postuliert beobachten Polizei und Staatsschutz schon seit Jahren. Die vorhandenen, durchaus verfassungsfeindlichen Strukturen im Lande mit den Kritikern des G8-Gipfels in einem Atemzug zu nennen erscheint mit jedoch weltfremd und unadäquat.

LifeGen.de: Die Serie von Brandanschlägen, etwa auf den Privatwagen des BILD-Chefredakteurs Kai Diekmann, lassen Schäubles Warnungen doch zu?

Georgescu: Nicht in diesem Zusammenhang. Die ersten Anschläge, die von der so genannten militanten gruppe (mg) ausgeübt wurden, fanden doch bereits vor Jahren statt.

LifeGen.de: Davon hörte man aber so gut wie nichts…

Georgescu: Dabei sind die Indizien unübersehbar, und liegen den Innenministerien von Bund und Ländern vor. So registrierten Mitarbeiter des Berliner Landeskriminalamts die ersten Zusammenhänge zwischen Sozialabbau und Gewaltbereitschaft in der Silvesternacht des 31. Dezember 2002: Das Finanzamt Neukölln-Süd war in Flammen aufgegangen. Im Rausch des Jahreswechsels blieb der Anschlag, zu dem sich eine bis dahin unbekannte “militante gruppe” (mg) bekannte, wenig beachtet. Doch keine drei Monate später schlug die linksextreme mg erneut zu, und ließ mehrere Jeeps der Bundeswehr in Flammen aufgehen. Unsere eigenen Recherchen ergaben, dass es durchaus ein terroristisches Potenzial in Deutschland gibt, nur: die Ursachen scheinen andere zu sein, als jetzt vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm von der Politik gebetsmühlenartig vorgetragen wird.

LifeGen.de: Das hätten wir gerne näher erläutert.

Georgescu: Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit finden seit Jahren Anschläge auf Einrichtungen des Bundes, der Länder oder des Staates statt, in den meisten Fällen allesamt gut koordinierte Aktionen militanter Gruppen. Das Spektrum der potenziellen Aktionen ist weit. Von legalen Demonstrationen gegen Sozialabbau bis hin zu Anschlägen auf Einrichtungen der Wirtschaft, von Kundgebungen radikaler Parteien bis hin zu Terrorakten gegen Einrichtungen des Bundes und der Länder. Von den Medien weitgehend ignoriert, finden diese Aktionen meist nur in den Verfassungsschutzberichten der Länder oder in der polizeilichen Kriminalstatistik eine Erwähnung.

LifeGen.de: Politiker sprechen da eher von “Chaoten”…..

Georgescu:…und leben mit dieser Einschätzung auf einem anderen Planeten. Schon heute bekennen sich mehr als eine Million Menschen offen zu rechtsextremen Parteien und wählten diese mit ihrer Zweitstimme in den vergangenen drei Bundestagswahlen. Linksextreme bringen es hierzulande auf weitere 33.000 Sympathisanten, wovon etwa 2400 in Berlin zu finden sind. Hinzu kommen mindestens 31.000 islamische Fundamentalisten, davon allein 4000 in der deutschen Hauptstadt. Ich glaube nicht, dass all diese Menschen Chaoten sind. Sie sind nicht mehr für diesen Staat – das sollte uns zu denken geben.

LifeGen.de: Trotzdem: Wer Hartz IV erhält wird doch kein Extremist?

Georgescu: Glücklicherweise haben Sie Recht. Aber ein Mechanismus lässt sich deutlich erkennen: Der Extremismus lockt vor allem diejenigen, die sich in der Gemeinschaft nicht mehr aufgehoben fühlen, am Rand der Wohlstandsgesellschaft leben, denen Orientierung für Gegenwart und Zukunft fehlt oder die sich der “Dominanzkultur” des Westens oder dem Massenkonsum nicht unterordnen wollen.

LifeGen.de: Die große Mehrheit der Bevölkerung wendet sich von den Extremen ohnehin ab….

Georgescu: …sollte man meinen. Fakt aber ist, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz bereits seit Mitte der Neunziger Jahre alarmiert zu sein scheint: Nahezu ein Fünftel aller Erwachsenen in Deutschland nahm damals an einer Demonstration gegen die Regierung teil. Die Liebe zum Staat scheint begrenzt.

LifeGen.de: Sollten wir uns sorgen?

Georgescu: Ja. Denn das Gesamtsystem Bundesrepublik ist in Gefahr. Neben dem Aufstieg der Rechtsextremen erlebt auch die militante Linke seit Anfang des neuen Jahrtausends ein fulminantes Comeback. Die Frage, ob Gewalt ein legitimes Mittel zur Beseitigung des bestehenden Systems ist, haben die militanten Gruppen nach einer mehr als zehn Jahre andauernden Diskussion für sich entschieden – und setzen zur Durchsetzung ihrer Ziele wieder auf den bewaffneten Kampf.

Das Interview führte Dr. Rolf Froböse

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113 Reaktionen zu ““Das Gesamtsystem Bundesrepublik ist in Gefahr””

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  1. Rolf Ehlers

    am 23. Mai 2007 um 19:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    Marita Vollborn und Vlad Georgescu haben Recht, dass das Gesamtsystem
    Bundesrepubklik in Gefahr ist. Das Ausmaß der Gefahr ist aber geringer als zu Zeiten der RAF. Man kann auch nicht, wie die beiden Autoren das tun, die Bedrohungen aus den verschiedensten Ecken - mg, Rechtsradikale und Islamisten - einfach addieren. Die Islamisten, z.B., werden sich mit keiner anderen Gruppe verbrüdern. Auch sind die beharrenden Kräfte stärker als von den Autoren eingeschätzt. Da ist zum Einen der fast allgemeine Konsens, der den sorgfältig betriebenen Rechtsstaat betrifft -mit der fast allgemeinem Ablehnung der Demontageversuche der Polizeiminister Schily und Schäuble. Tragbar ist auch der humanistische Grundkonsens in unserer Gesellschaft. Auch Glaubensüberzeugungen außerhalb des Islamismus eigenen sich heute als Transporteure menschlicher Wertvorstellungen. Sogar negative Erschei- nungen wie die illegitime faktische Macht der Wirtschaft und die Gleichschaltung der öffentlichen Medien haben eine stabilisierende Wirkung.

    Aber Vorsicht ist angezeigt. Wenn die große Masse einmal begreift, wie sie nach
    Strich und Faden belogen wird, wie die Außensteuerung unseres Staates seine
    Handlungsfähigkeit einschränkt und unfähige und korrupte Politiker die nötigen
    grundlegenden Reformen vernachlässigen, dann und nur dann kann es gefährlich
    werden für den Bestand unseres Gemeinwesens in seiner heutigen lausigen
    Verfassung. Überleben würde der Staat auch grundstürzende Veränderungen. Aber wer garantiert, dass es dann besser wird?

  2. Klaus Fatal

    am 23. Mai 2007 um 19:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die Gefahr geht also von militarisierten gewaltbereiten Armen aus. Nun wie können Menschen auch für einen Staat sein der sich zu ihrem gefährlichsten Feind entwickelt hat? Das hat wenig mit aber auch mit fehlender demokratischer Kinderstube zu tun.
    Schlimmeres Übel jedoch, wie schon 1933 sind jedoch die Besitzstandwahrer, absolut unfähig und unwillig die notwendigsten Anpassungen in ihrem Leben zu vollziehen. Beispiel: die Zustände im Telecom-Konzern. Seit Jahren versucht man dort halbherzig und stümperhaft die Krankheiten des Konzerns zu kurieren. Gegen den Betonwiderstand der Gewerkschaften zum Beispiel. Die somit die Personalkrise mitverschuldet haben. Und nun mal wieder ausziehen zum Kampf für die mit Bestverdienensten und priviligiertesten Arbeitnehmer der Republik. Was der Konzern diesen zumuten will wären Traumkonditionen für das Heer der Zeitarbeitnehmer in Deutschland. Für die tun DGB und Konsorten: Nichts. Warum ein spezieller Tarifvertrag für Zeitarbeitnehmer direkt vom DGB und keine Einbindung in die Einzelgewerkschaften? So ist niemand so richtig zuständig und die Industrie hat ihre Galeerensklaven. Dieser Mist wurde in den 90er Jahren zugeschnitten auf die Bedürfnisse der damaligen Regierungs- und Arbeitsamtpolitik.
    Mit all den unsinnigen gewerkschaftlichen Dogmen wie Bestrafung von Mehrarbeit.
    Zur Vorbereitung des Billiglohnlandes Deutschland. Neger werden gemacht. Die Unterschiede dieser Verträge zu den vielgescholtenen der Christlichen Gewerkschaften sind marginal. Da bewirbt sich Randstad, einer der grössten im Zeitarbeitsgeschäft stolz mit der Bezahlung nach DGB-Tarif. Das die auftragsbezogen zahlen gehört auch dazu? Also Einsatz als Helfer gegen Helferlohn. Ein Facharbeiter kriegt ja die unglaubliche Summe von 8,50€ pro Stunde! Und Urlaubstage gleich Werktage und nicht Arbeitstage? Das ist halt gesetzlich. Der einzige Tarif des DGB der noch hingeschluderter ist das ist der für Prostituierte.
    Also meine Solidarität mit Telecom-Beschäftigten ist: Null. Persönliche Erfahrungen gerade mit Verdi lass ich mal aussen vor, sonst gibts noch eine Unterlassungsklage.
    Zur Gefahr durch Linksradikale kann ich mich am Beispiel der MLPD äussern: In dieser Eliteorganisation des Proletariats sind (arme) Arbeitnehmer genau das was sie sonst auch sind nämlich Arbeitstiere und Stimmvieh. Der Laden ist fest in Händen von Kleinbürgern mit Ambitionen zu Grösserem. Die Leute fahren entsprechend ihrem Alter und Vermögen Harley und Mercedes und wohnen im eigenen Haus. Vor deren Gewaltbereitschaft braucht sich niemand zu fürchten. Und die Beispiele die Herr Georgescu da zusammenklaubt sind doch kalter Kaffee. Nein nein, der Fisch stinkt zuerst am Kopf. Und die gefährlichsten Leute hierzulande sitzen in schwarzen übermotorisierten Audis. Wo steht der Dax diese Woche? Und wo bitte schön sollen die ca. 25% “Wertschöpfung” der letzten Wochen denn herkommen? Die bisherigen Methoden der Umverteilung sind da zu träge. Die Lösung: Preissteigerungen bei Grundartikeln auf breiter Front. Wir werden sehen.
    Und noch ein dummer Spruch: das Leben findet einen Weg, immer. Die Evolution richtet sich nicht nach dem was Technokraten wollen oder Besitzstandswahrer.
    Wenn keine Veränderungen möglich sind dann fährt die Fuhre halt mit Vollgas vor die Wand.

  3. Langer

    am 23. Mai 2007 um 19:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    Solange niemand mehr von den so genannten “Volksvertretern” auf das Volk hört bzw. dessen Willen umzusetzen, wird immer weniger Vertrauen in Regierung und deren Anordnung erhalten. Selbst die “Salami-Taktik” wird irgendwann von jeden erkannt und wer bis jetzt noch zur Spitze gehalten hat, macht sich Gedanken über den Staat und die Richtung wohin sich alles bewegt. Ich lehne Gewalt eigentlich ab aber irgendwann hat man mich in eine Ecke getrieben wo ich mich wehre mit Mitteln die sich mir gerade bieten. Trotzdem hoffe ich auf Deutschland und die Welt.

  4. Rolf Ehlers

    am 23. Mai 2007 um 20:50 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus Fatal: Dieser Leserbrief ist der eigentlich wichtige Artiikel zum Thema!
    Die Besitzstandswahrer sind überall, gerade bei der SPD und den Gewerkschaften.
    Sie haben den Kampf für das Allgemeinwohl längst aufgegeben. Ganz wie die
    Politiker aller traditionellen Parteien (wann folgen die Linken?).

    Es ist richtig: neben der Beteiligung an außenpolitischen Abenteuern der Amerikaner (oder auch der von ihr dominierten NATO oder welchen Organisation auch immer) sind die größten Skandale dieser Republik die Legalisierung der früher verbotenen Arbeitnehmerüberlassung, die Zeitarbeit und die Zulassung und horrende Honorierung privater Arbetitnehmervermittler - letzteres verbunden mit der fast völligen Enthaltung der Arbeitsämter von wirklicher Arbeitsvermittliung. Danach folgen die hilflosen Schulungen der Arbeitslosen und die Schönfärbung der Statistiken.

    Nur die Dummwähler, die nach oben schielen wo sie gern hin möchten, fühlen sich noch gut aufgehoben. Allerdings meine ich, dass die Karre so klapprig sie ist, doch
    so stabil ist, dass sie nicht gegen die Wand fährt. Die Geschichte kennt kennt hunderte von Jahren währende Perioden großer allgemeiner Verblödung. Wird man
    das später auch von unserer Zeit sagen? Meine Hoffnung ist, dass die Bürger in vielen Ländern der Erde heute den Mund aufmachen können. Dass ihr Unmut nicht
    gleich in politische Münze umgesetzt wird, ist zu erwarten. Aber wer weiß, wenn nach und nach jeder weiß, in welcher Sackgasse unsere Gesellschaft steckt, wird
    auch klar werden wie man das änder kann - ganz gewiss nicht mit Gewalt sondern
    unter Nutzung und in der Verteidigung unserer garantierten Menschenrechte.

  5. Christian K.

    am 23. Mai 2007 um 22:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wer macht nun eigentlich die Republik kaputt ?
    Link anklicken, Film anschauen.
    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2007/05/21/falschparken-gefahrdet-die-innere-sicherheit/
    Das muß man nicht kommentieren.

  6. TankGirl

    am 23. Mai 2007 um 22:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Dieser Staat, so wie einst war ist nicht mehr zu retten und wird sterben und sich stark verändern. Sorry.

    Aber die ständig wachsende neoliberale, rechtskonservative Politik (auch von Seiten der SPD (was mich wahnsinnig schockt)), die ihren Fokus nur noch auf die Wohlhabenden lenkt und sich via Lobbyisten immer stärker zum Hampelmann der Wirtschaft machen lässt, auf der anderen Seite aber den Grossteil der Bevölkerung kriminalisiert mit allerlei Ûberwachungsgesetzen umsich schmeisst um sie letzlich zu kontrollieren und sich damit die Macht auch gegen den Suverän, dem Boss der Politiker (dem Volk) zu verteidigen und auszubauen, diesen Staat kann man nicht mehr mögen.

    Grundrechte und Freiheiten werden sukkessive in kleinen Dosen immer weiter abgebaut. Und wozu? Damit den Volksaufstand, der zweifelsohne kommen wird und mit die Regierung garantiert rechnet, niederzuprügeln. Gleichzeitig läuft die Propaganda und Indoktirnirungsmachine des Herrn Göbbels, ähhh… ich meinte Schäubles auf Hochtouren. Seine penetrante Wiederholung des Modewortes Terrorismus (im Haushalt sterben mehr Leute jedes Jahr….), “Gefährdung der Sicherheitslage” (wieso merk ich davon nix???) , etc, etc. (halt der üblich Wolfi Müll) suggerieren jedem Blöd-Zeitungs Leser doch das es richtig sei wesentliche Teile des Grundgesetzes, der Freiheit und des Rechtsstaates zu unterlaufen und ins Gegenteil zu pervertieren. Sicherheit über alles. “Heil Schäuble!” wird es schallen.

    Die Politikerriege in Berlin hat Angst. Angst vor dem eigenem Volk.
    Wenn 82 Millionen aufstehen würden könnten weder gesamte Polizei nichts dagegen tun, sondern würde überrannt werden. Daher ja auch der Plan die Bundeswehr im inneren einzusetzen. Wogegen soll dann die Bundeswehr kämpfen? Gegen einzelne islamistische Terroristen? Dafür ist sie weder ausgerüstet und trainiert. Und Objektschutz gegen Selbstmordanschläge ist schlicht nicht möglich. Das weiss auch jeder Stratege. Nein, die Bundeswehr ist perfekt geeignet um Massen von aufständischen platt zu machen. Zumindest ein Zeit lang. Auch die Bundeswehr wird nicht 82 Millionen auf Dauer in Schach halten können. Da kommen dann die Überwachungstechniken zum Zuge.

    Dieser Staat wird von Jahr zu Jahr undemokratischer und unfreier. Wer das nicht erkennt ist dumm. Oder ein Mittäter.

    Hitlers Gestapo und die Stasi der DDR sind ein Witz dagegen was derzeit aufgebaut wird. Übrigens nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Ich frage mich was dahinter steckt. Ich glaube da kommt noch eine ganz böse überraschung auf uns alle zu.

    Langsam wird mir auch klar wie Hitler anno 33 an die Macht kommen konnte.
    Und wer sagt “Ich habe doch nichts zu verbergen”, hat sich schon perfekt an eine Diktatur und an den Polizeistaat (die kommen wird wenn man nichts dagegen tut) angepasst. Hallo ihr Mitläufer und Waschlappen. Ihr seid perfektes Diktatur Stimmvieh. Für keine 2 cent Demokratie und Freiheitsempfinden.

    Ich bin heute in die DKP eingetreten. Zum Teil aus Protest, zum Teil weil ich die Poltik und diese Richtung in die die BRD steuert nicht mittragen kann. Ich will keine Parteiwerbung machen, will damit aber zum Ausdruck bringen, das dieser Staat es selbst verschuldet wenn die Massen radikalisert und immer gewaltbereiter werden.
    Eine andere Chance sich zu wehren scheint es nicht mehr zu geben. Wahlen haben ihren Wert verloren seit SPD und CDU quasi das selbe ist, und Poltik GEGEN das Volk und dessen Willen gemacht wird.

    LEUTE WACHT AUF!!!!

  7. TankGirl

    am 23. Mai 2007 um 22:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    ZItat Merkel :”Deutschland habe keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit.”

    Quelle : http://www.focus.de/politik/deutschland/cdu-jahrestag_nid_15699.html

    Noch Fragen?

  8. Rolf Ehlers

    am 24. Mai 2007 um 11:22 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Christian K.: Herzlichen Dank für den Hinweis. Diese Wahnsinnsrede kam nicht in
    den Nachrichten. Sie bedarf wirklich keines Kommentars. Es ist viel ernster als ich
    dachte.

    @Tankgirl: Stimmt alles. Aber die 82 Millionen sind so schrecklich vereinnahmt, dass
    sie nicht erreicht werden wollen. Daher verpuffen Aufrufe. Gewalt ist auch keine
    Lösung. Sie trifft den, der sie ausübt härter als seine Gegner und Unschuldige dazu.
    Ich kann den Eintritt in die DKP verstehen, es ist wenigsten ein Zeichen. Aber die
    DKP steht auch für eine vergangene Welt und war in der Praxis immer wieder ein Helfer totalitärer Regime. Dazu stimmt ihre Philosophie nicht.

  9. TankGirl

    am 24. Mai 2007 um 13:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Rolf Ehlers

    >Aber die 82 Millionen sind so schrecklich vereinnahmt, dass
    >sie nicht erreicht werden wollen

    Das ist ja das traurige. Wie anno 33. Dumm, unpolitisch, naiv, ahnungslos. Damals wie heute. Und träge.

    >Gewalt ist auch keine Lösung.

    Eigentlich nicht. Da gebe ich dir recht. Nach Möglichkeit sollte es innerhalb des Systems geschehen. Aber es kann Situationen geben wo ein herrschendes Unrechtsystem (und auf den Weg dahin sind wir meiner Meinung nach) nur durch Gewalt beseitigt werden kann. So wie das 3. Reich durch Gewalt (von innen und aussen) zerstört wurde. Widerstandskämpfer sind nicht immer böse. (genauso wie Stauffenberg heutzutage gelobt wird und nicht gehasst wird weil er eine Bombe gegen Hitler plaziert hat)

    >war in der Praxis immer wieder ein Helfer totalitärer Regime. Dazu stimmt ihre
    >Philosophie nicht.

    Ja Totalirismus ist nicht das Optimum. Natürlich wäre es besser wenn die Mehrheit btw. alle von sich erkennen würden das ausuferender Kapitalismus und Neoliberalismus noch schlimmer sind und zu beseitigen sind. Das ist ja das schlimme. Augenscheinlich geht es den Leuten gut. Ohne zu merken das sie mit sinnlosen Kosum weichgespült, verdummt und letzdenendes ausgebeutet werden. Warum geht denn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf? Warum gibt es die Mehr-Klassen Medizin? Warum verdienen Manager immer mehr und die eigentlich produktiven Mitarbeiter immer weniger unter immer schlechtern Bedingungen? Diese masslose Gier nach immer mehr Geld, immer mehr Macht ist vollkommen krank.

  10. TankGirl

    am 24. Mai 2007 um 13:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    Kleiner Nachtrag : Die CDU ist auf einem Jahreshoch *heul*. Anscheinend will eine grosse Menge einen neuen Spitzel und Unrechtsstaat. Und die “braven” Leute fragen sich wie die NSDAP an die Macht kam….

    Ich krieg das kotzen.

    Achja : es lese sich bitte jeder den Paragraphen 20 des Grundgesetzes, Absatz 4 durch. Dieser Paragraph erlaubt damit auch den gewaltsamen (!) Widerstand, falls Demokratie und Freiheit gefährdet sind. D.h einen neuen Hitler DARF und SOLL man straffrei töten….

  11. forseti

    am 24. Mai 2007 um 16:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wir befinden uns bereits in einer neuen weimarer Republik, die ich als “Bonner Republik” bezeichnen würde.
    Der Untergang der Republik naht.
    Wiedereinmal haben die “parlamentarischen Demokraten” versagt.

  12. Klaus Fatal

    am 24. Mai 2007 um 18:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    Orson Welles, der Autor des seinerzeit oft benannten Romans über einen totalitären Staat “1984″soll wie ich mich erinnere in etwa so gesagt haben, wobei ich eigene Worte benutze: die sozial verbrämten Technokratiestaaten der Zukunft werden die absolute Form der Diktatur darstellen. Diktaturen die nicht mehr zu stürzen sein werden.
    Nun ich hoffe Herr Orwell hat die Bedeutung und Macht von Weltkonzernen unterschätzt. Von denen her wird ein solcher Unfug kommen jenseits staatlicher Eingriffsmöglichkeiten das die gegenwärtige Zivilisation daran zugrunde gehen wird. Siehe Beispiel Afrika. Unsere Freundin Angela forderte ja gerade eine Verdopplung der Entwicklungshilfen für diesen Kontinent. Man könne ja CO2-Lizenzen versteigern zur Finanzierung. CO2-Lizenzen: der Unfug läuft. Allein die geplanten Braunkohlekraftwerke in BRD werden mehr CO2 erzeugen als der gesamte Kraftverkehr zusammen. Aber Opa Müller und Hausfrau Schmidt die so gern die Tempobremse machen auf “ihrer” Durchgangsstrasse laufen los um als erste die schöne Plakette in der Windschutzscheibe zu haben…. weil wir fahren ja ein sauberes Auto. Das die VAG-Drecksschleuder mörderischen Feinstaub ohne Ende verbläst interessiert nicht. Halt, Feinstaub der im Gehirn ablagert verblödet in erster Linie, Alsheimer und so. Das passt ja dann wieder. Forseti, wir leben in der Berliner Republik, Bonn war mal. Da wird ein Ex Palast der Republik (immerhin grösstenteils für die Bevölkerung gebaut einschliesslich KiKa) weggeputzt um DAS Symbol des wilhelminischen Grossmachtssucht wiedererstehen zu lassen, das Stadtschloss. Von der Gründung angefangen hat das preussische Deutsche Reich Unglück und Elend über die Welt gebracht und ganz besonders über die Deutschen. Hitler, ein Abklatsch des letzten Kaisers (und der war schon eine Witzfigur) eine Marionette der industriellen Militärmaschine. Direkte zwangsläufige Folge des Deutschen Reiches. Wie habe ich diese potthässliche Ruine im Niemandsland der Berliner Mauer gehasst und auf den endgültigen Abriss gewartet. Dem Niederländer van der Lubbe der den Reichstag angesteckt hatte, wenn er es denn war, sollte man ein Denkmal bauen an der Stelle den der Unglücksbau verschandelte. Und leider immer noch verschandelt. Und VAG gehört jetzt dem Hause Porsche. Der Sippe des Herrn Piech, der ja seinerzeit unseren geliebten Gerhard in die Welt der Hochfinanz einführte und als brauchbar bekannt machte. Und Gerhard wurde Kanzler…
    Und noch ein Schmankerl: in einem alten Handbuch (aus Kohlschen Zeiten) des Computerspiels Civilization wird die Sozialdemokratie als Regierungsform klassifiziert mit der sich gut unpopuläre Massnahmen gegen die Bevölkerung durchsetzen lassen an denen eine konservative Regierung scheitern würde. Tja,
    Gerhard ist immer noch brauchbar um Vermögen des russischen Vokes in den Westen zu schaffen und gut zu investieren.

  13. paule

    am 24. Mai 2007 um 18:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    In der Bonner Republik waren die politischen und wirtschaftlichen Machtstrukturen weit weniger verflochten als in der Berliner Republik. Viele Behörden waren dezentralisiert und konnten so ein gesundes Eigenleben als Korrektiv zu zentralistischen Machtgeiern entwickeln.

    Der Bürger muss erst begreifen, dass es bei ihren Selbstverwaltungsorganen nicht nur auf Funktionalität ankomt, sondern auch darauf, dass möglichst viele konkurrierende Machtzentren da sind.

    Nichts ist wirkungsvoller gegen diktatorische Tendenzen als eine Vielzahl kleiner Häuptlinge. Viele haben vergessen wie genial nach dem Krieg eben unter Berücksichtigung menschlicher Schwächen die Organe der Republik konstruiert wurden.

    Leider waren die Regeln nicht stark genug um insbesondere gegen die Dickfälligkeit einzelner Regenten zu bestehen. Insbesondere unter Kohl, aber auch unter Schröder und Merkel wurden fundamentale Prinzipien inhaltlich zerstört.

  14. Mario Donick

    am 24. Mai 2007 um 18:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ tankgirl

    ich glaube, es war in einem der vielen lawblog-kommentare, in dem ich las, dass §20, absatz 4 des grundgesetzes natürlich nur eine moralische unterstützung ist. was durchaus viel wert sein kann, einem im fall des falles aber nicht schützt ;)

  15. TankGirl

    am 24. Mai 2007 um 19:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Mario

    Was mich nicht davon abhalten würden Schäuble (endgültig) die Treppe runterzuschupsen wenn er seine faschistische, verlogene Fresse weiterhin so weit aufreisst und seine offensichtichtlichen Traumatas nach dem Anschlag auf ihn an der Bevölkerung auf und abarbeiten will. Schade das es damals nicht ganz geklappt hat.

  16. paul

    am 24. Mai 2007 um 20:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    Tankgirl, sei mal realistisch, Schäuble ist einer der letzten die der weltweiten Terrorismusmode hinterherlaufen. Es ist eine alte Methode, die Untertanen zu disziplinieren indem man einen Volksfeind kreiert.

    Wenn uns Politiker Terrorschutz als die wichtigste Aufgabe der Gegenwart verkaufen argumentieren sie völlig irrational.

    Autos, Zigaretten, ecklige Burger, ja selbst die gemeine Haushaltsleiter töten jeder für sich mehr Menschen in Deutschland als Terroristen.

  17. Mario Donick

    am 24. Mai 2007 um 20:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ tankgirl

    Und was hättest du dann gewonnen? Du wärst dann der Beweis dafür, dass die (mich ebenfalls sehr aufregenden) Sicherheitsbestrebungen gerechtfertigt waren, aber nichts würde sich ändern …

  18. TankGirl

    am 24. Mai 2007 um 20:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Paul
    Na das ist doch mein Rede! Mit “Terrorismus” die Leute zu belügen und ruhig zu stellen.

    @Mario
    Im Moment hätte ich da nichts gewonnen. Aber ab wann war es denn bei Hitler gerechtfertigt ihn zu töten?

  19. Mario Donick

    am 24. Mai 2007 um 20:57 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ tankgirl

    die gleichsetzung von schäuble mit hitler finde ich ziemlich übertrieben. hitler erscheint mir rückblickend schlicht _böse_ - schäuble erscheint mir, wie du auch sagst, in erster linie traumatisiert. darum passt der manchmal zu hörende ausspruch “der rollende mielke” (obwohl ich den auch grenzwertig finde) imo eher. herr mielke sagte einst: “ich liebe … ich liebe doch … alle, alle menschen” und ich glaube, der dachte das wirklich bzw. war überzeugt, sein tun wäre zum wohle der menschen. der war genauso verblendet wie schäuble, der wahrscheinlich ebenfalls glaubt, er handle zum wohle der bevölkerung.

  20. TankGirl

    am 24. Mai 2007 um 21:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Mario

    Nun ja (Zitat eines anderen Internetusers)
    - Erosion der Grundrechte
    - Veränderung der Verfassung
    - geplanter Einsatz der Bundeswehr im Innerern
    - “gelbe Sterne” ähm, ich meine RFID-Pässe
    - Denunziantentum
    - Geheime Lager, Duldung von Folter
    - unkontrollierbarer Geheimdienst

    Erinnt sehr an die Zustände im 3. Reich, oder?
    Auch wenn Schäuble nicht Hitler ist, ist er dennoch verachtenswert, abscheulich und die grösste Gefahr für Freiheit und Demokratie die frei rumlaufen darf.

  21. Mario Donick

    am 24. Mai 2007 um 21:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ tankgirl:

    ich hatte gerade ziemlich viel zu deinem posting geschrieben, aber irgendwie wurde das nicht gespeichert … hmpf. ich würde die diskussion gerne per mail fortsetzen.

  22. TankGirl

    am 24. Mai 2007 um 21:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Mario

    Tja, die Chance will ich Schäubles Häschern und seiner Gestapo (Verfassungschutz (fie müssten eigentlich gegen IHN ermitteln) und BKA) nicht geben und meine Mail addy hier öffentlich posten.

    Schlag was anderes vor! :-)
    Ansonsten gerne

  23. Mario Donick

    am 24. Mai 2007 um 21:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ tankgirl

    das dachte ich mir :) da ich selber unanonym poste und meine identität dank google überall zu finden ist, kannst du dich vertrauensvoll an mariodonick [at] arcor [punkt] de wenden ;)

  24. M.Buettner

    am 24. Mai 2007 um 22:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    Leute, leute, nett das ihr alle mal aufwacht, hat lange gedauert. Versucht doch einmal alles querzulesen was seit den 70er Jahren passiert ist und dann seht euch die bisherigen Ergebnisse an. Natürlich läuft der Prozess noch aber das Endergebniss dürfte doch klar sein oder? Eine neokonservative Weltdiktatur. Die Globalisierung ist der Wegbereiter dorthin. Ob in den USA oder Deutschland, England oder Frankreich, überall herrscht eine Klientel die man nur als faschistisch, oder fällt einem ein anderes Wort dafür ein, bezeichnen kann. Wo der Bürger ohne Geld einen Scheiss wert ist. Der nur als Pausenclown für die manipulierten Wahlen auftritt, obwohl das manchmal nicht notwendig ist, da ja der mündige Bürger (kicher) ja die Wahl hat zu wählen, welches Übel er denn gern hätte. Tolle Auswahl, wirklich. Natürlich fällt die Wahl zwischen unfähigen oder korrupten Volksvertretern (haha) ziemlich schwer. Aber man hat die Wahl!! Natürlich ist das alles reine Spekulation aber die Zeichen die man überall sieht bringen einen doch ins Grübeln oder? Und ich kann jeden verstehen der sich dagegen wehrt in einen Sklaven verwandelt zu werden. Denn die zwei Klassengesellschaft unterteilt sich nämlich so. Oben die Herrschenden unten die doofen Leibeigenen. Ein Rückschritt ins Mittelalter, in die Zeit des Feudalismus aber ob Feudalismus oder Totalirismus der Tarif bleibt sich gleich wenn man im falschen Lager ist.

  25. TankGirl

    am 24. Mai 2007 um 22:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    @M.B
    Ich bin erst MItte der 70er geboren worden und bis Mitte der Neunziger war ich
    unpolitisch wie ich zugeben muss (sorry). Aber seit dem bin ich Jahr für Jahr weiter und weiter nach links gerutscht (nicht das ich je rechts der Mitte war).

    Tja, entweder kommt diesmal wirklich das 1000 jährige Reich der neoliberalen Grosskapitalistenschweine oder in 20 Jahren heisst es wieder “wir haben doch nichts gewusst, es nicht gewollt, etc, etc.” (halt die Sprüche nach dem 3. Reich)

  26. M.Buettner

    am 24. Mai 2007 um 23:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Tankgirl
    Gräm dich nicht, ich war früher auch absolut unpolitisch aber das was im Moment hier abläuft hat mich aus der Lethargie des Herdentriebs gerissen. Im Moment fallen mir wieder Heines Worte ein (Denke ich an Deutschland in der Nacht dann bin ich um den Schlaf gebracht). Und dazu die ganzen Nebenkriegsschauplätze wie CO2 Quatsch und Ähnliches dann kann es einem eh Angst und Bange werden. Der Bürger wird von vorne bis hinten vergackeiert und er schnallt es nicht. Traurig aber wahr.

  27. paule

    am 25. Mai 2007 um 10:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    M.B. man könnte fast glauben, die Telekom ineziert den ganzen Dopingschwachsinn um vom G8 Gipfel abzulenken. So aber sind vom Brennpunkt über Magritt bis hin zu den bunten Revolverblättern alle mit einem Thema zu gemüllt.

    Obwohl das Thema richtig aufbereitet ganz spannend wäre. Es geht doch darum, das man sich nicht selbst mit Giften vollpumpen darf, andere aber schon.

    Dopingmittel aus eigenen Willen, Gier oder Geltungssucht zu nehmen ist verboten. Mit Gentechnik und anderen Müll ertragsoptimierte Lebensmittel dürfen ihre Herstellungsverfahren verschweigen. Sprich die, die keine Kohle haben müssen den Chemiecocktail der Agrarindustrie fressen - und haben noch nicht mal die Chance ihre Produktauswahl nach dem Giftgehalt zu treffen.

    Schlimmer noch selbst selbst die Hersteller behördenbekannter Gammelfood können kaum geoutet werden, ohne dass Journalisten oder Behörden riesige Schadensersatzansprüche riskieren.

    Da fragt sich wirklich, wass sollen wir mit einem so machtlosen Staat noch bewerkstelligen. Demonstrierten die Bauern vor 30 Jahren noch in Brüssel für höhere Milchpreise, so finden die Demos heute vor den Zentralen von Aldi und Co statt.

    Da gibt es keine offenen Fragen mehr - oder ?

  28. M.Buettner

    am 25. Mai 2007 um 16:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Paule
    Leider muss ich dir recht geben. Wenn man sich alleine die genetisch behandelten Lebensmittel ansieht, dann kann einem nur schlecht werden. Die bauen hier genmanipulierte Sorten an und glauben die würden nicht streuen, für wie blöd halten die uns eigentlich? Aus Kanada gab es vor ein paar Jahren eine Warnung vor dem genetischen Anbau, die hatten dort schlimme Erfahrungen gemacht, aber gab es hier deswegen ein Verbot oder Riesenschlagzeilen in den Mainstreammedien? Also ich habe keine gesehen, mag sein das ich blind bin aber ich denke nicht. Es kommt nur das ans Licht der Öffentlichkeit was den Herrschenden genehm ist nicht das was negative Folgen nach sich ziehen könnte. Die Kontrolle der Neoliberalen über die Medienlandschaft ist so umfassend das wirklich wichtiges aber für sie negatives einfach weggelassen wird. Dazu kommt die zunehmende Massenverblödung der Jugend durch Fernsehen, Musik und anderer Zerstreuungsmittel (heutiges Niveau). Die Bildungsträger der heutigen Generation tuen ein Übriges um die Bildung auf ein lächerliches Niveau zu drücken. Wenn ich die heutige Schulbildung mit meiner damaligen vergleiche, manoman. So schafft man sich eine Herde von Fachidioten die in ihren Bereichen brilliant sein mögen aber wehe es weicht nur einen Millimeter von ihrem Horizont ab dann Schluss. Zusammenhänge erkennen oder ein breites Spektrum überblicken scheint diesen Schulabsolventen nicht mehr möglich zu sein.

  29. TankGirl

    am 25. Mai 2007 um 16:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    @M.B

    >Zusammenhänge erkennen oder ein breites Spektrum überblicken scheint diesen
    >Schulabsolventen nicht mehr möglich zu sein.

    Na da ist doch gewollt. Intellekt war schon immer der schlimmste Feind eines Unrechtstaates. Eine Herde Schafe lässt sich halteinfacher kontrollieren als ein Rudel Wölfe.

    Die Einflussnahme auf die Medien durch die Wirtschaft wird doch immer krasser und grenzt an Erpresseung : “Schreibst du nichts positives oder gar was negatives, entziehen wir dir die Werbung und verklagen dich”. Wie soll da unabhängiger Journalismus entstehen??? Schliesslich sind auch Zeitungen nur Wirtsachaftsunternehmen und sich auf die Werbung angewiesen.

    Nur eine klitzekleines Beispiel : In den USA beispielsweise wurde der Chefreadakteur einer Computerzeitung gefeuert weil er einen negativen Artikel über Appel schreiben wollte, der daraufhin die Werbung stoppte.

    In Deutschland stoppte McDonalds die Werbung in mehreren Zeitungen nachdem es negative Publicty gab.

    Die Zeitungen in Oldenburg sind gleichgeschaltet da sie quasi alle einer Firma gehören. etc, etc, etc.

    BWT : Hab ein interessantes ZItat von Dieter Hildebrand gelesen : “In Zeiten den Schnüffelstaates bedroht man jemanden nicht mehr mit dem Dolch sondern mit einem Dossier”

  30. M.Buettner

    am 25. Mai 2007 um 18:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Tankgirl
    Ich sehe du erkennst das Ausmass der Kontrolle, die über die sogenannte dritte Macht im Staat herrscht. Es gibt ein Zitat von einem amerikanischen Journalisten so um die Jahrhundertwende der darin explizit sagt das es keinen freien Journalismus gäbe. Derjenige der zahlt bestimmt. Und wer zahlt das meiste? Ratet mal. Das was ich allerdings als schlimmstes empfinde, ist die Tatsache, das inzwischen die ganze Welt, Stück für Stück gleichgeschaltet wird.

  31. TankGirl

    am 25. Mai 2007 um 18:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es gäbe dann einen freien Journalismus, wenn die Zeitung “X” keinerlei Werbung mehr enthielte und ein gutes Anwaltsteam hat, sowie aus integeren, nicht-regierungs hörigen Journalisten bestünde.

    Nur,
    1) Niemand ist bereit das vielfache für ein Exemplar zu zahlen (Horst Blöd : “ach et jippt doch die Bild-Zeitung für 60 cent. Die les’ ich dann, datt reischt mer”)

    2) Auch die integeren Journalisten werden immer weniger. (auch wenn es sie noch gibt). Allerdings werden sie dann auch gerne mal deswegen ermordet. (Siehe Russland z.B). Wenn auch die Situation nicht ganz sooooooooo dramatisch ist wie in einigen anderen Ländern - wirklich trauen kann man wenigen, auch wenn sie im Deckmantel der Seriösität daher kommen.

    PS : Ich möchte mich für die zahlreichen Tippfehler meines vorherigen Beitrags entschudligen.

    Proletarier aller Länder vereinigt euch.

  32. Mario Donick

    am 25. Mai 2007 um 18:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    *sfz* Es war schon immer so, dass es die Mächtigen gab, dass es Gleichschaltung von Meinungen und später von Medien gab, dass es die Masse gab, die das nicht störte und ein paar wenige, die immer mal wieder versuchten, was zu verändern. Das ist jetzt nicht anders.

    Ich möchte gerne mal von euch (v.a. Tankgirl und m. b.) wissen, wie ihr euch eine gerechte Welt jenseits vom derzeitigen Kapitalismus und nicht minder imperfektem Kommunismus älterer Prägung vorstellt. Ich glaube, im tagesschau.de-Forum habe ich gelesen, dass eine komplette Neuorganisation des menschlichen Soziallebens hin zu kleinen Stammesgemeinschaften nötig wäre, damit Kommunismus funktioniert.

    Ich frage mich, wie sowas realisiert werden sollte. Das “Schöne” an der westlichen Demokratie ist nämlich, dass man zwar gegen alles mögliche momentan noch relativ straffrei demonstrieren darf, dass es aber niemanden, aber absolut niemanden, der was zu entscheiden hat, stört.

    Kurz gesagt, ich teile eure Kritikpunkte, aber ich habe keine Ahnung, was man tun könnte, um auch nur irgendetwas zu verändern - außer selbst in die Politik zu gehen und dann selbst das zu machen, was man eigentlich verändern wollte.

  33. Red Zorro

    am 25. Mai 2007 um 18:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    Kann nur sagen: Lest mal den Artikel “G8: Polizei spielt Stille Post”, den es hier Blog gibt. Je instabiler das System, desto härter die Überwachungsmaßnahmen nach innen - hieß einst die Devise in der DDR.

  34. M.Buettner

    am 25. Mai 2007 um 19:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Mario, nichts gegen deine Demokratiegläubigkeit aber glaubst du wirklich das wir noch in einer Demokratie befinden? Falls ja befindest du dich im Irrtum. Seit den 70er Jahren wird Stück um Stück die einstige demokratische BRD durch einen totalitären Überwachungsstaat ersetzt. Und Demonstrationen stören doch siehe den G8 Gipfel. Aber im Grossen und Ganzen gebe ich dir recht das normale kleine Demos die Herrschenden nicht weiter taxieren. Das ändert sich in dem Moment wenn die Zahl der Demonstranten zu hoch wird um sie zu kontrollieren. Genau aus diesem Grunde wird gerade die Bundeswehr umprogrammiert um solchen Auswüchsen Herr zu werden. Gesetzesvorlagen werden und wurden geschaffen um die Kontrollmechanismen zu verfeinern und auf den Tag X (Aufstand) vorzubereiten. Dieser Tag wird kommen falls sich hier in Deutschland nichts Grundlegendes ändert. Das hat sogar ein Professor in einem Fernsehinterview vorausberechnet. Nach seiner Einschätzung bleiben noch etwa 15 Jahre Zeit. Ups 15 Jahre komisch diese Zahl kenne ich doch irgendwoher, ach ja unsere Weltuntergangspropheten von der Klimafront (IPCC undsoweiter) haben ja diesen Zeitrahmen gesteckt. Merkwürdiges Zusammentreffen oder? Aber dazu soll sich jeder selber Gedanken machen ob und was dieses zu bedeuten hat.

  35. Mario Donick

    am 25. Mai 2007 um 23:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die “einstige demokratische BRD” kenne ich nicht, weil ich erstens zu jung dafür bin und zweitens die ersten 8 Jahre meines Lebens in der dann nicht mehr existenten DDR gelebt habe. D.h. selbst die kenne ich mehr vom Hörensagen als aus eigener bewusster Erfahrung. Insofern ist der einzige Maßstab, den ich an Demokratie anlegen kann, der, den ich seit 1990 sehe. Mag sein, dass der von einer gewissen Naivität gezeichnet ist.

    Aber auch von einem Glauben an das Gute im Menschen. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass Herr Schäuble tatsächlich davon überzeugt ist, die Bevölkerung nur schützen zu wollen - vor was für Hirngespinsten auch immer - und er nur schrecklich fehlgeleitet ist.

    Woran ich allerdings nicht glaube, ist an einen “Plan”, der auch nur die nächste Wahlperiode überdauert. Nur, weil ein Professor was in einem Fernsehinterview berechnet, glaube ich dem das nicht gleich - ich arbeite selber an der Uni und die Leute kochen auch nur mit Wasser, und ich bin sicher, seine Berechnung kann von anderen genauso kompetenten Leuten widerlegt werden, je nach Erkenntnisinteresse. Ich glaube nicht an “Verschwörungstheorien” - ich sehe es eher so:

    Eine Menge Leute glauben, sie würden für irgendein “Gemeinwohl” handeln. Aber weil Menschen beschränkt sind, klappt das nicht. Wenn es mehrere Leute mit mehreren “Gemeinwohlen” gibt, entsteht Chaos. Das, was ihr tut, tut ihr auch mit dem Gedanken an ein “Gemeinwohl” im Kopf - aber ebenfalls beschränkt und ohne das Wissen, dass das, was ihr tut oder zu tun gedenkt, wirklich richtig ist, oder ob das nicht zu Dingen führt, die noch schlimmer sind als das, was ihr zu verhindern gedenkt -

    Damit will ich nicht sagen, dass man nicht versuchen könnte, die Folgen des Chaos abzumildern. Aber dass es irgendwann eine weltweite Gesellschaft gibt, die wahrhaft friedlich, freiheitlich, tolerant und demokratisch ist, glaubt ihr doch selbst nicht. Es wird immer jemanden geben, dem gerade das nicht passt.

    Im Übrigen habt ihr meine Frage noch nicht beantwortet.

  36. Christian K.

    am 26. Mai 2007 um 00:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Mario,
    du hast meinen Link nicht genutzt, schade. Schäuble ist nicht fehlgeleitet. Er tut genau, was von ihm erwartet wird.

  37. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 00:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Aber auch von einem Glauben an das Gute im Menschen.

    An sich gebe ich dir Recht, nur hat eine gewisse geldgeile kapitalistische Oberschicht alle Hemmungen, alles Gewissen und alle Verantwortung über Bord geworfen. Ist ja auch hinderlich auf dem Wege der “Gewinnmaximierung” (ein selten widerliches, perverses Wort und Idee), der Maximierung des “Share-Holder Values” und der Steigerung des eigenen Einflusses und Profites.

    Es gilt die tönernen Füsse des Fundamentes auf den diese Species wandelt zu zerschlagen und auf diesen Ruinen neu zu beginnen.

    Es geht ja nicht nur um Wolgang “Psycho” Schäuble, sondern die gesamte Klientel dir er und Merkel vertreten. (gerade bei Merkel bin ich da entsetzt wie menschlich kalt sie ist. Von einer ostdeutschen Frau hatte ich mir besseres erhofft, mal wieder enttäuscht). Wen vertritt denn die CDU und ander wirtschaftsfreundlichen Parteien im In und Ausland? Sind es die vielen Menschen oder nur eine kleine Lobbygruppe mit viel Einfluss.

    10% der Menschen verfügen über >50% des Reichtums
    Weitere 40% über 40% des Restvermögens
    Die Hälfte der Menschheit muss sich mit 1,2% des gesamten BIP (weltweit) begnügen, also fast nichts.

    Und du fragst dich wo die Ungerechtigkeit und die heftigen Reaktionen herkommen???

    >Aber dass es irgendwann eine weltweite Gesellschaft gibt, die wahrhaft friedlich,
    >freiheitlich, tolerant und demokratisch ist, glaubt ihr doch selbst nicht. Es wird
    >immer jemanden geben, dem gerade das nicht passt.

    Wenn man nichts dafür tut, wenn man Ausbeutung, Unterdrückung und immer ungehemmteren Kapitalismus als “Gott” gegeben ansieht, wenn man nicht dafür sorgt das die Ursachen von Unzufriedenheit, Armut, Hoffnungslosigkeit, Neid, etc gemildert wenn nicht abgeschafft werden, wenn man sich träge der Verblödung, des Konsums und der Ignoranz hingibt, und sich dadurch, durch Unterlassung also, quasi selbst zum Täter wird, dann wird diese Gesellschaft allerdings schwer verwirklichbar sein. Wenn du möchtest das es dazu kommt, solltest du nicht von vorne herein sagen “Ach das geht eh nicht, also versuche ich es erst gar nicht” (sehr dumme Einstellung und sehr sehr fatalistisch traurigerweise), sondern aktiv dabei helfen, deine Stimme erheben und sie einem Chor geben der halt ein anderes Lied singt.

    Wenn das Gute nur Illusion ist, warum sollte das Böse dann Realität sein?
    Oder anders : Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn das Gute nichts tut!

    Denk mal darüber nach!

  38. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 00:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    “Und du fragst dich wo die Ungerechtigkeit und die heftigen Reaktionen herkommen???”

    Das frage ich mich nicht - das ist mir bewusst.

    “Wenn man nichts dafür tut […] dann wird diese Gesellschaft allerdings schwer verwirklichbar sein.”

    Wenn man _was_ tut? Was ist mehr als bloßes seine-Meinung-sagen, aber damit ignoriert werden? Was ist mehr als im alltäglichen Leben zu versuchen, möglichst “sozial” zu seinen Mitmenschen zu sein und zu versuchen, Grundrechte zu leben? Was wäre wirkungsvoll? Und vor allem, welche Gesellschaftsform schwebt dir vor als Ziel? Du sagst, auf den Ruinen neu anfangen - aber in welcher Form?

  39. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 01:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    >und zu versuchen, Grundrechte zu leben?

    Genau das wird ja gerade von Schäuble gerade torpediert. Die stören in ja, wie er selbst gesagt hat.

    Was du tun kannst? Jede Menge
    - ausserparlamentarische Aktionen
    wie Demo, Protestbriefe, Mahnwachen, Deine Stimme erheben, deine Mitmenschen davon zu überzeugen das mit diesem Staat nichts mehr stimmt, sie aufzuwecken, strecke deine Faust gen Himmel. (und in Schäubles Gesicht),Man kann solidarität mit unterdrückten Ländern zeigen
    - Tritt einer Partei bei die ein Gegengewicht ist. Es muss nicht wie bei mir die DKP sein, obwohl es schön wäre, aber wenn die Massen den Bekloppten hinterher rennen, dann geben wir den Irren auch die Chance das Land noch kaputter zu machen. Je mehr Menschen NICHT mehr die sogenannten Volksparteien (eigentlich ist es eine Einheitspartei) wählen, desto geringer wird ihr Macht.
    - Innerparlamentarisch
    Sorge dafür das du einer alternativen Partei angehörst und ändere die Dinge selbst.

    Man kann NOCH viel tun.

    Leiste Widerstand. Auf jede erdenkliche Weise.

    Wie gesagt, wenn die Leute nur geschlossen aufstehen würden…
    Aber du kannst dafür sorgen das sie ihren fetten Arsch aus der Couch erheben.

    Kannst ja mal die Zeitung “Unsere Zeit” lesen, das gibt dir vielleicht in paar Anregungen.

  40. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 01:16 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ach nachtrag bezüglich Gesellschaftsform : natürlich Sozialimus.
    Wohin der Kapitalismus, auch der “soziale” führt, sehen wir ja gerade.
    Ich gebe zu das die DDR oder Russland z.B nicht richtig funktioniert haben. Was wiederum daran lag das der Sozialimus nicht wirklich umgesetzt wurde so wie er von Marx erdacht wurde.

    Übrigens : die Marktwirtschaft ist nicht im Grundgesetz verankert, der Sozialismus also voll Verfassungskonform… (alter Irrglaube das es anders wäre)

  41. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 01:27 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nun, auf die Dinge, die du genannt hast, bin ich schon selbst gekommen, teilweise mach ich das sogar.

    “Was wiederum daran lag das der Sozialimus nicht wirklich umgesetzt wurde so wie er von Marx erdacht wurde.”

    Ich glaube nicht, dass du oder sonstwer mit Sicherheit sagen kann, wie Marx sich das gedacht hat. Es ist schwierig, theoretische Modelle in der Praxis umzusetzen, weil die Menschen nicht so funktionieren, wie sich der Urheber der Theorie das gedacht hat. Oder weil die Theorie an sich methodische Fehler hat. Oder weil es, wenn dann doch versucht wird, Theorien umzusetzen, Leute dagegen sind und man dafür sorgen muss, dass diese die Umsetzung der Theorie nicht stören. Und schon sind wir wieder bei der Einschränkung von Grundrechten.

  42. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 01:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Ich glaube nicht, dass du oder sonstwer mit Sicherheit sagen kann, wie Marx sich
    >das gedacht hat.

    Das Marxistische Manifest. Lesen bildet.
    Dazu die Schriften von Lenin und Liebknecht und du bis auf nen guten Weg :)

    >Oder weil die Theorie an sich methodische Fehler hat.

    Wenn es so wäre, das man es nicht hätte ernst nehmen können hätte es nicht so einen durchschlagenden Effekt gehabt, Übrigens hat Marx schon 1848 die Globalisierung beschrieben und vieles weitere was heute so shice ist.

    > Leute dagegen sind

    Es fragt sich warum sie dagegen sind! Fürchten sie um ihre eigenen Pfründe? (von Grosskapitalisten kannst du nur schwerlich ein Hurra auf den Sozialismus/Kommunismus erwarten), Sind sie zu faul umzudenken? Wissen sie vielleicht nicht worum es geht? Haben sie falsche Vorstellungen? Sind sie durch die Medien und dem Konsum eingelullt? All dies kann man ändern.

    Wenn man den Sozialismus wirklich gerecht und wie er gedacht war umsetzt, und die Leute aufklärt und sie aus der Couch rausholt, wird die Mehrheit früher oder später den Sozialismus begrüsssen, eben gerade weil die Mehrheit auf Dauer mehr durch Kapitalismus verliert als gewinnt. Und das nennt sich dann Demokratie.

  43. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 01:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    Und schon wieder wurde mein Kommentar nicht gespeichert.

    Also nochmal:

    “Lesen bildet”

    Ich bin Germanist. Ich lese nicht. :-P Im Ernst, du weißt, dass ich meinte, dass du, selbst wenn du es gelesen hast, es nicht 100% so verstanden hast, wie der Autor es meinte. Das ist ein Grundproblem menschlicher Kommunikation. Interpretation ist immer nötig, und die führt immer zu Abweichungen.

    “All dies kann man ändern.”

    Ja, wenn du die Medien in deinem Sinne gleichschaltest, kannst du das. Aber vielleicht wollen die Leute auch gar nicht geändert werden, einfach weil sie der Meinung sind, dass du falsch liegst. Diese Meinung musst du ihnen in einem demokratischen System lassen. Du musst ihnen sogar das Recht zugestehen, dein System abschaffen zu wollen. Wirst du aber nicht tun, wenn die Gefahr wirklich besteht.

    “Wenn man den Sozialismus wirklich gerecht und wie er gedacht war umsetzt […] das nennt sich dann Demokratie.”

    Wann soll das sein? Reden wir gerade von Jahrhunderten? Andere Zeiträume kann ich mir in der extrem verflochtenen Weltlage nicht vorstellen.

  44. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 02:13 Uhr | Link | Kommentar melden

    >du weißt, dass ich meinte, dass du, selbst wenn du es gelesen hast, es nicht 100%
    >so verstanden hast, wie der Autor es meinte. Das ist ein Grundproblem
    >menschlicher Kommunikation. Interpretation ist immer nötig, und die führt immer zu
    >Abweichungen.

    Natürlich, aber man kan versuchen so nah wie möglich daran zu bleiben.

    Der Kapitalismus ist gerade dabei sich seiner Anziehungskraft zu berauben in dem er seine Fratze immer unverhohlener zeigt. Das mit den Volksaufständen ist, das denke ich auch, nur eine Frage der Zeit bis er es zu weit getrieben hat. Spätestens wenn auch Karl-Heinz im Schrebergarten sich kein Bier mehr leisten kann, und die Schere zwischen arm und reich nicht nur völlig aufgeklappt, sondern gesprengt wurde, wird das Ende des Kapitalismus kommen. Und nein, ich rechne nicht mit Jahrhunderten, sondern noch zu meiner Lebzeit.

    Nicht umsonst werden die Leute immer mehr radikalisiert und der G8 Gipfel muss sich einbunkern.

    Ich selbst hätte mir noch vor Jahren nicht träumen lassen das ich in die DKP gehe. Ich glaubte auch noch an die “soziale Marktwirtschaft”, daran das es immer einen Ausgleich geben wird zwischen Kapital und Arbeit. Ja, ich habe 1998 Schröder gewählt damit Helmit “Ich sach nix” Kohl wegkommt, Heutzutage muss ich mich fast dafür schämen. Dieser Ausgleich wird weiter und weiter geschliffen und abgebaut.

    Ob es der klassische Sozialismus oder eine weiterentwickelte Form davon wird, wobei der Sozialismus nur eine Vorstufe zum Kommunismus sein kann, kann ich auch nicht sagen. Aber der Kapitalismus, und zu dieser Erkenntniss habe ich auch Zeit gebraucht, kann nicht die Antwort sein auf die Probleme der Welt (zum grossen Teil auch von ihr verursacht) und kann nicht Lösung für die Zukunft sein.

    Der Kapitalismus basiert auf grenzenlosem, immerwährendem Wachstum, auf dem Recht des Stärkeren, und Geld als allein seelig machendes Mittel. Das kann nicht auf Dauer funktionieren. Es gibt kein unendliches Wachstum.

    Eigentlich erinnert er mich an ein (gesetzlich verbotenes) Pyramidenspiel. Die wenigen die oben stehen sahne ab, die unten stehen kriegen immer weniger und müssen immer mehr ranschaffen um einen bescheidenen Gewinn zu machen und einen grossen Teil weiter nach oben abzutreten. Nur irgendwann läuft sich die Pyramide tot und die ganz unten stehen sind in den Arsch gekniffen. Und genau das passiert gerade (oder es steht kurz zuvor)

  45. M.Buettner

    am 26. Mai 2007 um 14:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Tankgirl
    Ich muss dir in vielen Teilen Recht geben obwohl ich speziell vom Kommunismus nicht allzuviel halte weil er in sich nicht umsetzen lässt wie es in Marx, Engels oder Liebknecht erdacht wurde. Die soziale Marktwirtschaft war ein ausgezeichnetes Modell einer funktionierenden Demokratie bis gewisse Kreise beschlossen haben das bis dahin wirklich gut funktionierende Modell zu unterhöhlen weil es ihrer Gier nach noch mehr Geld und Macht im Wege stand. Zudem konnten und wollten sie nicht länger tolerieren das normale Bürger ebenfalls ein Recht auf anständige Bezahlung und Recht auf ein menschenwertes Leben hatten. Ab den 70er Jahren begann man Stück für Stück jede Errungenschaft die den normalen Bürgern bis dahin ein gutes Leben ermöglicht hatte zu demontieren und im Moment beginnt die Endabnahme der Destrukturierung. Um die Bürger unter Kontrolle zu halten begann man sie systematisch zu verdummen und zu konditionieren also hat man sie mit Nichtigkeiten von der Wahrheit abgelenkt. Und leider sieht es so aus das ihre Ziele erreicht werden, die meisten Bürger haben sich zu Duckmäusern entwickelt die lieber stillhalten wenn sie wieder einmal verhohnepipelt werden anstatt auf die Barrikaden zu gehen. Insbesondere der Deutsche Michel ist von dieser Entwicklung betroffen, dieser lässt sich nämlich inzwischen alles gefallen aber selbst dieser wird irgendwann aufwachen und dann dann rappelt es im Karton.

  46. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 15:42 Uhr | Link | Kommentar melden

    War der deutsche Michel den je anders als ein Duckmäuser? Dumm, uninformiert, feige, uninteresiert, unpolitisch (auf eine gefährliche Weise). Solange der Deutsche sein Fernsehen, sein Auto, seinen Fussball und sein Bier hat ist die Welt für ihn in Ordnung. Nur leider ist dieser scheinbar süsse Apfel von innen her völlig verrottet.

    MIt dieser Uninformiertheit, diesem im Schneckenhausleben, bin ich gerade bei meinen Eltern konfontriert. Meine eigenen Eltern wollen mir Hausverbot erteilen, “weil die DKP fast noch schlimmer als die NPD sei” (Zitat). Was erstaunlich ist, wenn man bedenkt das die DKP antifaschistisch, antimilitaristisch, demokratisch, sozial und in absolut allem das Gegenteil von der NPD ist. Scheinbar empfinden die Leute es als schlimmer für eine andere Wirtschaftsform zu sein, als Ausländerfeindlich zu sein. Erschreckend oder? Diskussion? Unmöglich. Wird abgebügelt, stattdessen wird an lieb gewonnenen Illusionen und Feindbildern festgehalten. Wissen über die aktuellen Entwicklungen, über Schäubles Machenschaften, über die Situation in Deutschland und der Welt? NULL. Stattdessen wird vor sich hin gelebt, mit Gesangsverein, Gartenarbeit und Fernsehen am Abend. Zum Kotzen.

  47. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 15:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    Apropo NPD : Hab ich doch gestern jemanden getroffen, der meinte er sei “gesund rechts” (so was gibt es nicht). Er würde zwar kein Rechtsradikaler sein und mit 9 von 10 Punkten der NPD widersprechen, und er wisse das die NPD nicht regierungsfähig sei aber wählen tut er sie doch. Auf die Frage warum er dann es tut : Gestammel und Blödsinn.

    Was soll man dazu noch sagen?

  48. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 15:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    Tankgirl, ich glaube, die Reaktion deiner Eltern ist damit zu erklären, dass sie über Jahre hinweg, auch noch zu Zeiten funktionierender sozial-marktwirtschaftlicher Demokratie (*zu M.B. guckt*) daraufhin konditioniert wurden, dass der Kommunismus böse und schlecht ist, die Leute da nicht genug zu Essen haben etc. - das ist lustigerweise (bzw. traurigerweise) auch eine typische Frage, die einem als aus den “neuen Bundesländern” stammenden Menschen immer mal wieder gestellt wird: “Da hast du als Kind aber bestimmt gelitten, oder?”

  49. Klaus Fatal

    am 26. Mai 2007 um 16:08 Uhr | Link | Kommentar melden

    Vielleicht ist es ja so das die Zeit der “weissen Rasse” zu Ende geht. Das der Machtwechsel auf dem Planeten nicht unser Ding ist, nicht ursächlich. Die Volksaufstände haben längst begonnen in Südamerika. Der Subkontinent
    entgleitet dem Norden. Die Milliardenvölker Asiens haben ihre völlig eigenen
    uralten Kulturen. Im vorderen Orient scheitert der Westen an der Dynamik
    des Islam. Und dann gibt es noch eine Macht mitten aus dem weissen Herzen
    die weiter denkt und lenkt als Dow und Dax: Schock vergehe es ist Rom.
    Ob gut oder schlecht, der Einfluss in Lateinamerika und auch Asien und Afrika ist sehr stark. Diese Religion wird die Weisse Rasse überleben. Ob die protestantischen Fanatiker jedoch die Weltbühne verlassen werden wie die sowjetischen Machthaber ohne die Welt zu verwüsten bezweifle ich.
    Die kranken Hirne werden irgendein Bibelzitat zum Anlass nehmen ihre Version
    des himmlischen Zorns auszuschütten. Oder das ganze geht tatsächlich noch einige Jahrzehnte (aus westlicher Sicht) gut bis ein Mann oder eine Frau namens Antonio oder Juanita Mendez die Wahlen in den USA gewinnen wird. Und die verbleibenden 15-20% Whitties sich mürrisch abfinden oder in den australischen Wüsten verschwinden.
    Ob der deutsche Michel/Michaela sich aufraffen wird? Eigentlich egal. An der Gesamtschule gegenüber sind ca. 70% der Kids nicht gerade urdeutschen Ursprungs. Wenn der Altenberg erstmal verstorben sein wird einschliesslich mir sieht die Sache schon ganz anders aus.

  50. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 16:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ja, da hast du hast. Vermutlich verbinden sie automatisch mit Sozialismus und Kommunismus, den schlecht gemachten, falsch entwickelten Sozialimus in der DDR und in der UdSSR und wissen nicht was Sozialismus eigentlich will. Auch wenn man in der DKP ist will man keine neue Stasi. Im Gegenteil, die empfinde ich als ebenso falsch wie das was Schäuble macht. Wobei Schäuble es rein technisch es noch viel schlimmer macht.

    Leider verstehen sie nicht das es eigentlich darum geht zusammenzu arbeiten, eine grosse Gemeinschaft zu bilden, zusammen stärker als der einzelne zu sein, das jeder das ihm mögliche dazu beiträgt das es allen besser geht. Politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich.

    Beim Kapitalismus geht es doch eigentlich nur darum jeder gegen jeden und jeder für sich. Oder widerspricht mir da jemand?

    Wie kann man das den Menschen am besten klar machen? Das es nicht um Unterdrückung sondern um Befreiung geht.

  51. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 16:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Klaus

    So ganz hab ich dein Posting nicht verstanden. Es war leider etwas wirr.

    Was hat ein Religion (die eine ist so schwachsinnig wie die andere, und der Papst ist schuldig des Millionenfachen Todes und Millionen von Waisenkindern indem er Kondome und Pille verbietet. Sollte es eine Hölle geben, was ich nicht denke, wird er darin schmoren), also was eine Religion mit der Wirtschaftsform zu tun?

    >protestantischen Fanatiker

    Die grössten religiösen Fanatiker sind Katholiken und Islamisten.

    >An der Gesamtschule gegenüber sind ca. 70% der Kids nicht gerade urdeutschen
    >Ursprungs.

    Ja und? Wir sind alle Menschen. Eine Gattung. Ist doch egal woher sie kommen.
    Es gibt kein “urdeutsch”. Sind ja fast schon faschistische Gedanken.

  52. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 16:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    Das ganze kapitalistische System ist auf protestantischen Wurzeln aufgebaut. Darum hat Religion was damit zu tun.

    “Wie kann man das den Menschen am besten klar machen? Das es nicht um Unterdrückung sondern um Befreiung geht.”

    Man könnte versuchen, die Leute erfahren zu lassen, was Solidarität, Mitmenschlichkeit und Selbstlosigkeit bedeutet. Viele werden einen nur für verrückt halten - aber einige werden vielleicht davon “infiziert”. Ich selbst zumindest kann nicht egoistisch bleiben, wenn ich die Selbstlosigkeit einiger Freunde oder Bekannter von mir sehe. Aber das braucht Vertrauen. In der Regel misstraut man heute aber eher, weil man sonst als Teil des kapitalistischen Systems schnell untergehen kann.

  53. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 16:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    Zum Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Protestantismus:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_protestantische_Ethik_und_der_%27Geist%27_des_Kapitalismus

  54. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 16:33 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Aber das braucht Vertrauen. In der Regel misstraut man heute aber eher, weil man
    >sonst als Teil des kapitalistischen Systems schnell untergehen kann.

    Ein weiterer Grund den Kapitalismus abzuschaffen und ihm den Kampf anzusagen.

    Aber letzen Endes wird er sich eben durch dieses Misstrauen und den Missbrauch selbst zerstören. Wenn jeder jeden betrügt um des eigenen Vorteils willen, wird es zu Anarchie und Revolution führen. Dauert halt nur länger als Marx es glaubte. ;)

  55. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 16:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    Welchen Anarchie-Begriff brauchst du hier? Einen alltagssprachlichen, der für Chaos steht, oder einen politischen, der ja eine für sich stehende Gesellschaftsform wäre?

  56. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 16:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ok, präziser gesagt Anomie. Also Chaos. Wenn die bindenden Elemente, der Konsens das Kapitalismus ach so toll sei weg ist, wenn der letzte Rest Sozialpolitik beseitigt ist und der Kapitalismus in Reinkultur (Manchesterkapitalismus) wieder kommt, dann denke ich kommt das Chaos in Form von Aufständen

  57. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 17:08 Uhr | Link | Kommentar melden

    Anomie, okay.

    Kann sein. Aus diesem Chaos kann nun aber alles mögliche erwachsen und unterschiedliche Gruppen werden versuchen, ihre Sichtweise durchzusetzen. Sozialismus, Faschismus, religiöser Fundamentalismus oder vielleicht auch nur eine “erneuerte” Sozialdemokratie, die dann wieder 40, 50 Jahre funktioniert, bevor sie erneut auseinander bricht.

    Ich befürchte nur, dass die Nazis diejenige Gruppe wären, die eine chaotische Situation am “besten” ausnutzen würde - die würden wahrscheinlich nicht großartig diskutieren und versuchen, demokratisch zu agieren, sondern schnell, auf lokaler Ebene irgendwelche Entscheidungen treffen und mit Gewalt durchsetzen. Weil sich die Mehrheit der Bevölkerung in erster Linie nach Essen, Ruhe und Ordnung sehnen würde, würde das akzeptiert werden. Die “Linken” würden danach vertrieben, eingesperrt oder getötet werden, das Volk würde seinen neuen Führern danken und wir hätten “The Reich” 2.0.

    Was ich damit sagen will … ich traue der Bevölkerung nicht zu, aus einer anomischen Situation ein überregionales friedliches, kommunistisches Gemeinwesen zu entwickeln.

  58. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 17:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    Mach mit keine Angst :s

  59. Mario Donick

    am 26. Mai 2007 um 17:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich will dir keine Angst machen, sondern nur auf einige realweltliche Probleme und, hehe, “Sachzwänge” hinweisen, denen man sich bei der Umsetzung idealistischer Ideen gegenüber sähe und auf die man sich beizeiten einzustellen hätte, wenn man wirklich vor hat, utopische Theorien umzusetzen, und das dann noch besser als beim 1. gescheiterten Versuch geschehen. ;)

  60. M.Buettner

    am 26. Mai 2007 um 19:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Mario/Tankgirl
    Ihr habt gute Ansichten bzw Durchsichten des momentanen Sachverhaltes, leider muss ich Mario Recht geben in der Anomie ab diesen Zeitpunkt schlägt der Faschismus egal ob braun ob grün oder rot, dann beginnt das Massaker von neuem mit gleichem Ausgang. Das Proletariat (anlehnung an Tankgirl) wird sich gegenseitig hinrichten und die Überreste werden wieder von den gleichen Großkapitalisten beherrscht werden. Die einzige Chance aus diesem Kreislauf auszubrechen ist die Offenlegung der ganzen verbrecherischen Absichten dieser Klientel und ihre sofortige Wegsperrung. Wenn es zu einem Bürgerkrieg oder einem Religionskrieg kommen sollte werden diese Kreise das überleben und sie hätten ihr Ziel erreicht, eine Verringerung der Weltbevölkerung und damit eine bessere Überwachungsmöglichkeit der Überlebenden. Ein Aufstand ohne Ziel der Zerschlagung der Neoliberalen ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Hintermänner hinter unseren Politikern nebst diesen müssen weg von den Schalthebeln der Macht, dann geht es auch wieder aufwärts mit Deutschland und der Welt. Aber vermutlich (anlehnung an Klaus) werden wir sowieso in nächster Zeit einen Atomkrieg miterleben dürfen (siehe Iran), das Regime in Washington zielt ja eh auf einen Krieg ab und um so ein Debakel wie Iraq zu vermeiden werden diesmal Atomwaffen benutzt (Mininukes) aber ob sich das gewisse Staaten gefallen lassen (China, Indien und Russland) darf dahingestellt werden, ich bezweifle es aber nach den Theorien eines gewissen Samuel P Huntington muss die Erde eh gereinigt werden von der islamischen Gefahr und wenn das mit einhergeht mit einem dritten Weltkrieg umso besser. Gewisse neoliberale Thinktanks in den USA haben solche Szenarien eh schon vorausberechnet. Wahrscheinlich die gleichen die den Iraq Krieg angeleiert haben und damit auf die Schnauze gefallen sind. Aber beim nächstenmal wird immer alles besser (Kicher).

  61. TankGirl

    am 26. Mai 2007 um 19:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Ein Aufstand ohne Ziel der Zerschlagung der Neoliberalen ist von vornherein zum
    >Scheitern verurteilt.

    Also dafür stehe ich gerne und jederzeit auf! ;)

    >Die Hintermänner hinter unseren Politikern nebst diesen müssen weg von den
    >Schalthebeln der Macht, dann geht es auch wieder aufwärts mit Deutschland und
    >der Welt.

    Die Hintermänner sind das Gross und Grösskapital deren Mudusenkopf der G8 Gipfel ist. 8 Regierungschefs wollen 6 Milliarden Menschen regieren, kontrolieren, knechten und ihnen sagen was richtig sein soll. Pervers nenn ich dass. Und das Gegenteil von Demokratie.

    >Wahrscheinlich die gleichen die den Iraq Krieg angeleiert haben und damit auf die
    >Schnauze gefallen sind.

    Wieso auf die Schnauze gefallen? Glaubst du allen ernstes es ging jemals um heere Ziele?

    Die US- Waffenindustrie hat sich ne Goldene Nase am Iraq verdient. Erst wurde Saddam mit US Hilfe aufgerüstet gegen den Iran (1. Mal verdient), im 1. Golfkrieg wurde er wieder zwangsabgerüstet (2. Mal verdient) und im 2. Goldfkrieg dann ganz vernichtet um ihn jetzt wieder mit Hilfe der USA wieder gegen den Iran aufzubauen (3. Mal verdient). Das kann dann endlos wiederholen. Kriegskapitalismus im Extrem.

  62. Christian K.

    am 31. Mai 2007 um 11:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    http://video.google.com/videoplay?docid=-1808074637702017317&hl=de

  63. M.Buettner

    am 31. Mai 2007 um 13:59 Uhr | Link | Kommentar melden

    Danke Christian, das sagt wirklich alles aus wie weit wir in Deutschland bereits gekommen sind.

  64. Christian K.

    am 31. Mai 2007 um 14:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    @M.Buettner

    Freut mich, wenn`s jemand zur Kenntnis nimmt. Nach meiner persönlichen Erfahrung haben viele Leute kein Interesse mehr an der Demokratie als solcher - infolgedessen haben sie auch kein Interesse mehr an Aufklärung und wollen nur noch ihre Ruhe. Dann können sie weiter die Welt ignorieren, zumindest solange die Welt nicht zu ihnen kommt.
    Das deutsche Volk hat innerlich bei der Demokratie gekündigt.

  65. Andreas Bastelberger

    am 5. Juni 2007 um 12:28 Uhr | Link | Kommentar melden

    Warum müssen wir in Deutschland eigentlich immer wieder vom einen Extrem ins andere springen? Erst lassen wir uns viel zu viel gefallen, dann wollen wir wieder aus Wut und Zorn gegenüber dem “System” gleich wieder eine neue Staatsordnung, allerdings ohne zu wissen, wie die Probleme konkret gelös6t werden sollen.

    Eine bei der der Arbeitsagentur beschäftigte Französin brachte es einmal sehr deutlich auf den Punkt: “Wenn sich die französische Regierung sich dass gegenüber der eigenen Bevölkerung erlaubt hätte, was sich die deutsche Regierung erlaubt hat, dann hätte es den Aufstand dort schon längst gegeben.”

    Und Tankgirl, glaube doch bitte nicht dass die marxistischen Rezepte des 19. Jh. die Probleme auch nur ansatzweise lösen könnten. Der Marxismus ist ein nationalökonomischer Ansatz und damit hoffnungslos veraltet. Wir haben es heute mit einem globalisierten, neoliberalen Kapitalismus zu tun, der die soziale Frage neu stellt. Insofern gibt es allerdings Parallelen zum 19. Jh.

    In dem Shadowrun-Rollenspiel sind die Strategeme der neuen Machteliten (insbesondere der internationalen Konzerne und Hedgefonds) bereits durchgespielt worden; in den daraus folgenden Romanen ausführlich beschrieben worden. Es hat ja schon einmal eine Initiative dieser globalen Konzerne gegeben, indem in den von der Öffentlichkeit kaum beachteten M.A.I.-Papieren eine Gleichstellung internationaler Konzerne mit Staaten gefordert wurde.

    Der Gang in die Schatten hat bereits begonnen - und wähle deine Feinde mit Bedacht ;-) .

  66. TankGirl

    am 5. Juni 2007 um 13:41 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Warum müssen wir in Deutschland eigentlich immer wieder vom einen Extrem ins
    >andere springen?

    Den sogenannten 3. Weg wollten schon Blair und Schröder gehen. Dabei raus gekommen ist allerdings nichts anderes als Sozialabbau, Neo-Liberalismus und Fortbestehen der Ungerechtigkeiten. Nicht nur im eigenem Land sondern auch in der 3. Welt.

    >Erst lassen wir uns viel zu viel gefallen, dann wollen wir wieder aus Wut und Zorn >gegenüber dem “System”

    Gegenüber dem Kapitalismus und dessen verbrecherischen Protagonisten.

    >gleich wieder eine neue Staatsordnung, allerdings ohne zu wissen, wie die Probleme
    >konkret gelös6t werden sollen.

    Keine neue Staatsordnung, sondern eine neue Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Das ist ein gigantischer Unterschied. Nur weil man den Sozialismus (Wirtschafts und Gesellschaft) einführt heist es nicht das man die Demokratie abschafft und ne Diktatur errichtet (das wäre die Staatsform).

    Bitte denke differenziert und informiere dich.

    >Eine bei der der Arbeitsagentur beschäftigte Französin brachte es einmal sehr
    >deutlich auf den Punkt: “Wenn sich die französische Regierung sich dass
    >gegenüber der eigenen Bevölkerung erlaubt hätte, was sich die deutsche Regierung
    >erlaubt hat, dann hätte es den Aufstand dort schon längst gegeben.”

    Na da haben wir es doch : der deutsche MIchel ist träge und lässt sich alles gefallen.

    >Und Tankgirl, glaube doch bitte nicht dass die marxistischen Rezepte des 19. Jh. die
    >Probleme auch nur ansatzweise lösen könnten.

    Doch das glaube ich. Weil er die Alternative darstellt. Eine Alternative zur globalen Ausbeutung.

    >Der Marxismus ist ein nationalökonomischer Ansatz und damit hoffnungslos
    >veraltet.

    Im Gegenteil. Er ist aktueller denn je. Je mehr der Kapitalismus sich seiner Fesseln entledigt, je weiter die Ausbeutung und die Ungerechtigkeit und die Umverteilung des Kapitals in Richtung reich vorangeht. desto mehr wird deutlich das der Kapitalismus als das enttarnt wird was er ist : gefährlich für die Massen und überaus verabscheuungswürdig.

    > Wir haben es heute mit einem globalisierten, neoliberalen Kapitalismus zu tun, der
    > die soziale Frage neu stellt.

    Genau das ist doch das Problem das es gilt zurückzudrängen. Du kannst doch nicht sagen : weil der Kapitalismus global ausbeutet kann man kein System dagegensetzen das das eingrenzt. Was ist denn das für ein Schwachsinn?

    Genau dieser neoliberale Kapitalismus muss zerstört werden.

    Erst dann kannst du auch eine soziale Antwort geben und haben.

    Du schilderst genau die Probleme der Globaliserung und der Macht und Geldgier der Konzerne, hebst aber die Hände und unterwirfst sobald es darum geht dies zu unterbinden. Ich verstehe dich nicht. Sorry.

  67. Andreas Bastelberger

    am 5. Juni 2007 um 14:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Tankgirl
    “Du schilderst genau die Probleme der Globaliserung und der Macht und Geldgier der Konzerne, hebst aber die Hände und unterwirfst sobald es darum geht dies zu unterbinden. Ich verstehe dich nicht. Sorry.”

    Mein Ansatz ist ein völlig anderer, ich weigere mich auf die neu gestellte soziale Frage eine extremistische Antwort zu geben, zumal solche “Revolutionen” in der Vergangenheit gescheitert sind. Gewalt ist auch keine Antwort. Und schließlich überrascht mich das Statement, dass du keine neue Staatsordnung sondern nur eine neue Gesellschafts- und Wirtshaftsordnung willst. Was ist dann mit der “Diktatur des Proletariats”, wie es die DKP als kommunistische Partei fordert. Tut mir leid, aber das ist unausgegoren, überholt und wenig hilfreich.

    Wir brauchen in der Tat eine neue Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, die durchaus sozialistischen Charakter tragen kann. Im alten Israel kannte man eine solche Form, wie sie heute unter den Kubbutzniks immer noch praktiziert wird. Der einzelne Mensch kann sich individuell entfalten, kann auch Reichtum erwirtschaften, muss dann aber 20% seines Einkommens zu sozialen Zwecken zzgl. zu den Steuern abgeben. Dieses System wurde erst durch die Rönmer zerstört und sorgte nachhaltig für die Lebensfähigkeit eines kleinen Volkes zwischen antiken Großmächten.

    Den Ansatz findet man auch im Grundgesetz als “soziale Verantwortung in der Marktwirtschaft”, nur wird im Zuge der Umwandlung zur “Neuen sozialen Marktwirtschaft” zum neuen Raubrittertum der Meritokratie - und das global. Und das obwohl - im Gegensatz zum Marxismus dieser “jüdische Sozialismus” in der Praxis über 2000 Jahren bewährt hat.

  68. TankGirl

    am 5. Juni 2007 um 15:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Mein Ansatz ist ein völlig anderer, ich weigere mich auf die neu gestellte soziale
    >Frage eine extremistische Antwort zu geben,

    Warum ist es extremistisch den Sozialismus einzuführen?
    Es nicht extremistischer als am Kapitalismus festzuhalten.

    Du argumentierst genauso wie es die Megakapitalisten gerne hätten. Die haben nach den Ende der UdSSR und der DDR auch gesagt das der Kapitalismus den Endsieg errungen hat und der Kapitalismus jetzt auf alle Ewigkeit unüberwindlich sein wird.

    Das ist Unsinn. Nichts währt ewig. Hat man am römischen Reich, am 3. Reich, an der Mauer und an vielem anderen gesehen.

    >Gewalt ist auch keine Antwort.

    Wer hat denn von Gewalt gesprochen???
    Ich jedenfalls nicht.

    Ich glaube ernsthaft das du reichlich phantasielos in Clichees am Anfang des 20. Jhd feststeckst. Nicht ohne Grund wird in der DKP über den Sozialismus des 21. Jahrhunderts diskutiert.

    Das was du vielleicht in deiner beschränkten Sicht dir denkst ist eine erneute Oktoberrevulotion. Da muss ich dich aber enttäuschen. Dafür steht die DKP nicht. Das ist die MLDP, die ich als absolut verbohrt und nicht lernfähig ablehne.

    >“Diktatur des Proletariats”, wie es die DKP als kommunistische Partei fordert. Tut
    >mir leid, aber das ist unausgegoren, überholt und wenig hilfreich.

    Und mir zeigt es wieder das du keinen Blassen Dunst hast, sondern nur was aufgeschnappt hast und daraus die ein Weltbild samt Argumenten zimmerst.

    Bitte informiere dich erstmal was damit gemeint ist.

    Und bitte lerne erstmal zu unterscheiden zwischen dern verschiedenen Parteien, ihren Programmen und den verwendeten Termini.

    >Der einzelne Mensch kann sich individuell entfalten, kann auch Reichtum
    >erwirtschaften, muss dann aber 20% seines Einkommens zu sozialen Zwecken zzgl.
    >zu den Steuern abgeben.

    Das nennt sich Einkommenssteuer und gibt in quasi jedem Land. Das schöne ist das es gerade von den Vermögenden und Konzernen unterlaufen wird so das sie keine Steuern zahlen. Tolle Wurst. Sorry, aber das ist reichlich dünn was du bringst.

    >und das global. Und das obwohl - im Gegensatz zum Marxismus dieser “jüdische
    >Sozialismus” in der Praxis über 2000 Jahren bewährt hat.

    Du darfst nicht vergessen das die USA, als Hauptakteur im globalen Wirtschaftskrieg ein vitales und ideologische Interesse daran hatte den Kommunismus zu zerstören. Symbolhaft ausgedrückt in der Hexenjagd auf Kommunisten während der McCarthy Ära (samt schwarzen Listen, politischen Gefangenen, Säuberungsaktionen, etc), den Kriegen in Korea, Vietnam, die Bewaffnung der Taliban durch die USA (was sie heute wieder ungeschehen machen wollen), die Bewaffnung von Noriega, etc, etc. etc.

    Der Sozialismus ist auch durch Embargos (wie noch völkerrechtswidrig gegen Kuba fortbesteht), durch Progaganda, etc bekämpft worden.

    Ja natürlich lief vieles schief. Die Regierungen waren korrupt und haben dazu beigetragen das der Sozialismus von innen gebröckelt ist, aber der israelische “Sozialismus” (hüstel) existierte nicht zu einer Zeit in der die USA hegemoniale Macht über die ganze Welt anstrebte. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Die israelische Sondersteuer (treffender als es Sozialismus zu nennen) konnte sich unbeachtet, nicht angefeindet behaupten, zumal sie keine grosse Rolle spielte.

    Also da vergleichst du echt Äpfel mit Birnen.

  69. Andreas Bastelberger

    am 5. Juni 2007 um 16:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Tankgirl
    Jetzt komm bitte mal wieder herunter und reg dich ab und nimm meine Argumentation bitte nicht persönlich. Ich war früher Jungdemokrat, habe einige intensive Kontakte zur DKP und auch zu russisch-sowjetischen Delegationen gehabt. Im übrigen finde ich es interessant dass du Diskussionspartner für uninformiert hältst, nur weil sie andere Ansätze vertreten. Es ist mir schon klar, dass ich mehr mit Heiner Geissler gemein habe als mit dir, jedoch hindert mich das nicht, zu klaren Worten hinsichtlich der Raffgier einiger “Megakapitalisten” wie du diese Leute nennst zu kommen. Diese Raffgier und die Privatisierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Sozialisierung von Verlusten und Kosten ist einfach eine Art von Diebstahl und im moralischen Sinne kriminell. Das gilt insbesondere für Hedgefonds, die in Afrika Schulden aufkaufen, sich diese von der Weltbank tilgen lassen, um dann von den entsprechenden Staaten ebenfalls eine Tilgung zu verlangen. Hier beziehe ich eine klare Gegenposition, weil eine solche Handlungsweise bspw. durch nichts zu rechtfertigen ist.

    Wenn die DKP lernfähig ist, dann soll mich das freuen, ansonsten weiss ich jetzt nicht, wo ich angesichts der vielen Themen anfongen soll zu antworten. Vielleicht beim unterschiedlichen Verständnis von Sozialismus. Meiner Ansicht nach hat Marx dem entscheidenden Fehler gemacht, Feuerbach herumzudrehen. Der Geist bestimmt nämlich in VERBINDUNG mit den materiellen Verhältnissen die Verhältnisse der Menschen. Daraus folgt, eine Idee die Menschen von ihrem Elend zu befreien, und das ist ja die Grundidee des Marxismus, kann nur erfolgreich sein, wenn sie von der Philosophie her überzeugt und darauf verzichtet, Menschen von aussen her ändern zu wollen. Mein Onkel war 42 Jahre Missionar in Brasielien, in dem Dorf wurde eine klassenlose Gesellschft praktiziert und gelebt. Es geht, aber nur in Freiheit, nicht in einer Diktatur des Proletariats oder durch die Führung einer Partei. Es geht nur in einer pluralistischen Gesellschaft, in der materielle Aspekte nicht mehr im Vordergrund stehen.

    Der Inhaber der DM-Drogeriekette hat da einen sehr interessanten Vorschlag gemacht: man könne jedem Bürger ein Bürgergeld auszahlen, niemand muss hungern, jeder kann sich nach eigener Facon entfalten. Wer mehr will, der muss etwas für die Gesellschaft tun, aber nicht um sich an der Gesellschaft zu bereichern, sondern um in erster Linie etwas für die Gesellschaft selbst und somit auch für sich zu tun.

    Da trifft sich aufgeklärter Kapitalismus mit Karl Marx, denn Marx hat die soziale Frage als erstes erkannt - die Kirchen versagten. Die Analyse war sehr gut, die Schlussfolgerungen sind es nicht, weil sie unter anderem die Individualität und Psychologie der Menschen nicht berücksichtigt.

    Zum Schluss noch zum Thema Extremismus. Natürlich ist eine sozialistische oder kommunistische Einstellung nicht unbedingt extremistisch. Ausserdem muss im philosophischen Bereich, den wir jetzt hier anschneiden es erlaubt sein, alles zu denken. Extremistisch ist es aber zu übersteigern und die eigene Position als die allein seligmachende zu sehen. Wenn ich die DKP als extremistisch sehe, dann deshalb, weil ich in dem Kontakt zu ihren Funktionären als auch Mitgliedern den Eindruck einer Politsekte hatte. Wenn dies heute nicht mehr so ist, dann soll mich das nur freuen.

  70. TankGirl

    am 5. Juni 2007 um 17:33 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Diese Raffgier und die Privatisierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Sozialisierung
    >von Verlusten und Kosten ist einfach eine Art von Diebstahl und im moralischen
    >Sinne kriminell.

    Na dann sind wir doch nicht so weit auseinander. :D

    >Der Inhaber der DM-Drogeriekette hat da einen sehr interessanten Vorschlag
    >gemacht: man könne jedem Bürger ein Bürgergeld auszahlen, niemand muss
    >hungern, jeder kann sich nach eigener Facon entfalten. Wer mehr will, der muss
    >etwas für die Gesellschaft tun, aber nicht um sich an der Gesellschaft zu
    >bereichern, sondern um in erster Linie etwas für die Gesellschaft selbst und somit
    >auch für sich zu tun.

    Ja kenne ich…hat allerdings einen gewaltigen Pferdefuss. Damit fällt Harz IV+Miete weg sowie viele andere Leistungen was dazu führt das es bei den geplanten 600,- vielen, gerade den ganz schwachen, noch schlechter geht als vorher.

    Erinnert mich an den Wurm den ein Angler den dummen Fischen zum fressen ins Wasser schmeisst. Hmmm jammy..ein Wurm…oh mist ein Haken…

    Es gab noch NIE einen Vorschlag aus der Wirtschaft oder der CDU/CSU/FDP Ecke der wirklich sozial war und nicht einen versteckten Pferdefuss hatte. Alles Lug und Trug bei denen.

    Bürgergeld ja, aber wesentlich mehr als 600 Euro.

    >Ausserdem muss im philosophischen Bereich, den wir jetzt hier anschneiden es
    >erlaubt sein, alles zu denken.

    Selbstverständlich, und wenn deine beiden Beiträge vorher so gut gewesen wären wie dieser hätte ich mich auch weniger aufregen müssen.

    :)

    >Wenn ich die DKP als extremistisch sehe, dann deshalb, weil ich in dem Kontakt zu
    >ihren Funktionären als auch Mitgliedern den Eindruck einer Politsekte hatte. Wenn
    >dies heute nicht mehr so ist, dann soll mich das nur freuen.

    Nun ich bin noch nicht lang Mitglied bei der DKP. Sekten mag ich generell nicht. Sollte ich feststellen das es “nur” eine Politsekte ist, trete ich auch wieder aus.

    Allerdings : was verstehst du unter einer Politsekte? Ist nicht jede Partei irgendeine Gemeinschaft von Menschen die ähnlich denken?

  71. Andreas Bastelberger

    am 5. Juni 2007 um 20:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Tankgirl
    “Na dann sind wir doch nicht so weit auseinander. :D”

    Wie Don Camillo und Peppone…

    Es war von 1500 EUR Bürgergeld die Rede. Diese Gesellschaftform müsste in etwa so wie in Star Trek beschrieben aussehen. Aufgabe des Staates wäre es, seine Bürger positiv zu motivieren.

    Und was die DKP betrifft, ein Freund von mir war mal Mitglied der SEW (er hatte eine Wette verloren und musste eintreten). Als er dann Argumentationshilfen aus Moskau bekam und er meinte, er könne doch selber denken, warfen sie ihn wieder raus. Das regelt sich also auf ganz natürliche Weise, man muss sich nur selbst treu bleiben.

  72. TankGirl

    am 5. Juni 2007 um 21:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Es war von 1500 EUR Bürgergeld die Rede

    Also bei Maischberger haben der CDU Depp und der Cheffe von DM von 600 Euro gesprochen.

    > Als er dann Argumentationshilfen aus Moskau bekam

    Das dürfte sich mittlerweile auch von selbst erledigt haben. :)
    Aber in der Tat bin ich zwar Sozialistin/Kommunistin, aber denken kann ich immer noch selbst.

  73. Karl Fatal

    am 5. Juni 2007 um 21:57 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hi,
    also ich verfolge diese diskussion ja immer noch und es nimmt kein ende…
    mal was anderes: wie siehts denn bei euch leuten mit der liebe aus?
    glaube nicht das einer von euch (oder eine, tschuldigung) das potential oder
    karma hat an dem elend auch nur etwas zu ändern. vor jahren sah ich mal larry king auf cnn, er hatte tina turner da und die erzählte dann das sie an wiedergeburt glaubt. also larry fragt sie ob sie sich denn auch an irgendetwas erinnern könne. ja sie sei eine ägyptische pharaonin gewesen. larry schwieg bedeutungsschwer und sagte dann: die kenne ich! die turner guckte als wolle sie ihn ihren krokodilen zum frass vorwerfen (ein lieblingsausdruck des letzten bauleiters für den ich tätig sein durfte…) darauf sagte larry dann: ich war einer ihrer sklaven und sie hat mich immer gut behandelt. frau turner lachte und das eis war gebrochen.
    also leute fxxxx doch mal wieder und seit nett zueinander. werde mich jetzt aus
    der mailliste ausklinken und auf die jagd gehen… viel spass noch

  74. TankGirl

    am 5. Juni 2007 um 22:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    >also ich verfolge diese diskussion ja immer noch und es nimmt kein ende…
    >mal was anderes: wie siehts denn bei euch leuten mit der liebe aus?

    Bin lesbisch und meine Prinzessin zickt rum, liegt aber auch an ihrer psychischen Erkrankung. Ist also schwierig, Warum?

    >glaube nicht das einer von euch (oder eine, tschuldigung) das potential oder
    >karma hat an dem elend auch nur etwas zu ändern

    Sorry, bin keine Buddhistin daher halte ich auch das Konzept von Kharma für schwachsinnig.

    Wie heisst es so schön : “Religionen sind Opium fürs Volk”. Bin Erz-Atheistin.

    Aber das mit dem mal wieder ficken ist nen guter Vorschlag. ^_^

  75. forseti

    am 5. Juni 2007 um 23:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Leute!
    Bin 33, verheiratet, habe drei Kinder und im Oktober kommt das 4. ich fühle mich sehr gut, da ich meine Frau und Kinder liebe und einen Top-Beitrag für Deutschland leiste.
    Obwohl wir sehr sparsam leben müssen, könnten wir uns nichts anderes vorstellen.

    mfg forseti

  76. TankGirl

    am 6. Juni 2007 um 00:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    ROFL!

    *SCNR.*

    Der hatte was, egal ob ernst gemeint oder nicht.

  77. Andreas Bastelberger

    am 6. Juni 2007 um 01:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    “larry schwieg bedeutungsschwer und sagte dann: die kenne ich! die turner guckte als wolle sie ihn ihren krokodilen zum frass vorwerfen (ein lieblingsausdruck des letzten bauleiters für den ich tätig sein durfte…) darauf sagte larry dann: ich war einer ihrer sklaven und sie hat mich immer gut behandelt.”

    Soso, hast also für Pyradonis im Dienste Caesars gearbeitet. Ein hartes Karma, wirklich. Vielleicht sollten wir dann mal Cartman als Bundeskanzler vorschlagen, unterstützt von DER PARTEI die immer Recht hat. Den Wahlsieg feiern wir dann auf der TITANIC. *lol*

  78. M.Buettner

    am 6. Juni 2007 um 01:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    @forseti
    Selig sind die die da geistig schwach sind denn ihnen wird dereinst das Himmelreich gehören. Aber bis dahin haben die Starken ein eminent schönes Leben. Viel Spass mit den Kindern. Ob es ihnen gefallen wird in einer Diktatur gross zu werden darf bezweifelt werden.

  79. Christian K.

    am 7. Juni 2007 um 12:58 Uhr | Link | Kommentar melden

    Fällt mir jetzt nichts dazu ein, anschauen.
    http://g8-tv.org/clip.php?clipId=1721

  80. TankGirl

    am 7. Juni 2007 um 13:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    @christian

    DANKE!

    Das bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen. Das GG wird bewusst ignoriert. oberste deutsche Gerichtsurteile beiseite geschoben und der WAHRE Grund für SSchäubles (kein Tippfehler) Wunsch nach Bundeswehr im inneren kommt zu Tage : Ûberwachung der Bevölkerung. (wenn nicht noch schlimmeres (Waffeneinsatz)).

    Oh mann, und ich wette die Leute (die dumm-dämliche deutsche Mehrheit) applaudieren dem weiter zu…

    ZERSTÖRT DIESEN NEUEN STAAT UND DIESE REGIERUNG! JETZT! Bevor es zu spät ist.
    (SSchäuble und Konsorten wollen den bisherigen Staat ja auch zerstören)

  81. Christian K.

    am 7. Juni 2007 um 14:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    @TankGirl

    Hallo, ich will jetzt keine Diskussion starten. Der Mensch ist i. d. R. nicht in der Lage einen Standpunkt während eines laufenden Disputs zu revidieren. Dein Engagement für die DKP finde ich erfreulich, aber im demokratischen Sinn, wir müssen die Parteienlandschaft aufsplittern, um die Demokratie zu retten/wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang ist sogar ein NPD-Wähler für mich wertvoll, da er zur Zersplitterung beiträgt. Die NPD würde sowieso nicht akzeptiert, und wenn doch, löst sie ein seltsames Problem. Immer wenn ich SSchäuble sehe, der übrigens nicht traumatisiert, sondern Befehlsempfänger ist, zieht`s mir irgendwie den rechten Arm hoch - muß was genetisches sein.
    Das wäre aber verboten. Wenn sie die NPD im Boot hätten, dürfte man sie so grüßen, wie es ihnen zusteht - wären auch tolle Bilder für`s Ausland.
    Dein Standpunkt, die BRD zerschlagen zu wollen, wird in der Gesamtbevölkerung nicht akzeptiert - du wirst nie eine Mehrheit finden. Auch ich würde das ablehnen. Solche Träume enden in Friedenszeiten in einer Enttäuschung, in Kriegszeiten vor einer Wand.
    Die soziale Marktwirtschaft war gut, wir haben sie nur nicht mehr.
    Das grundlegende Problem ist die SPD, die ich oft genug gewählt habe. Sie hat sich verkauft. Wenn sich eine ganze Partei als Prostituierte anbietet, muß sie entfernt und ersetzt werden.

  82. TankGirl

    am 7. Juni 2007 um 14:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    Zerschlagen im Sinne von die faschistoiden. rechtsstaatswidrigen, anti-demokratischen Strukturen und Politiker ausmerzen.

    Nicht zerschlagen im Sinne von Bomben, etc.

  83. Andreas Bastelberger

    am 7. Juni 2007 um 14:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Christian
    “Die NPD würde sowieso nicht akzeptiert, und wenn doch, löst sie ein seltsames Problem. Immer wenn ich SSchäuble sehe, der übrigens nicht traumatisiert, sondern Befehlsempfänger ist, zieht`s mir irgendwie den rechten Arm hoch - muß was genetisches sein.”

    WIE BITTE??? Ich denke hier zeigen einige ihr wahres Gesicht. Hugenberg und seine Nationalkonservativen haben das auch damals gedacht. Das Resultat: 12 Jahre Nazidiktatur und 40 Jahre Diktatur in der DDR obendrauf. Ich denke, das reicht.

  84. Christian K.

    am 7. Juni 2007 um 14:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Andreas Bastelberger

    Das war auch zum Teil Ironie. Schön, daß sie so wohltuend abprallt.

    Frage:
    Worin unterscheiden sich NPD, CDU, CSU und die SPD ?
    Denk`mal darüber nach.

  85. TankGirl

    am 7. Juni 2007 um 14:52 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Andreas

    Nur zu deiner Info : Sozialismus und Diktatur gehen nicht notwendiger weisse Hand in Hand, genausowenig wie Kapitalismus = Demokratie bedeutet.

    Ich frage mich ernsthaft wie Leute auf solch schwachsinnige Pseudo-Kausalzusammenhänge kommen.

  86. forseti

    am 7. Juni 2007 um 15:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ihr solltet nicht nur der deutschen Gesellschaft Vorwürfe machen, sondern auch einmal den Wert der nach eurem Sinn “konservativen Lebensart” erkennen und würdigen. Es gibt 10 tausende von ehrenamtlichen Helfern in Vereinen und Initiativen, die mehrmals in der Woch nicht nur Kindern und Jugendlichen sondern auch Erwachsenen eine Aufgabe oder eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zur Verfügung stellen.
    Das sind Strukturen, die eine freie Gesellschaft stützen. Mit Gewalt wurde noch nie eine fuktionierende und gerechte Gesellschaft erschaffen.
    Warum trommelt ihr dauern auf unseren Staat und unserem Rechtssystem herum. Habt ihr wirklich geglaubt, das durch die Globalisierung eine weltweite Gerechtigkeit erschaffen werden kann?
    Ausserdem könnte man meinen, das einige von euch den demokratischen Rechtsstaat der BRD abschaffen wollen.
    Glaubt ihr, das ihr im neuen System auf der Gewinnerseite seit ?

    mfg Forseti

  87. Christian K.

    am 7. Juni 2007 um 15:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    ….lmao…
    @forseti
    Diskutier woanders über Vereine, bitte.
    Wenn auch linke Revolluzerinnen zu Aktionen aufrufen, so wenden sie in der Regel doch keine an, sondern werden ihrerseits in irgendeinem Landwehrkanal entsorgt. Und, ja, du bist ein guter Untertan.

  88. M.Buettner

    am 7. Juni 2007 um 17:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    @all
    Grins jetzt wirds richtig sarkastisch aber Spass beiseite, die Aufnahmen der Bundeswehreinheiten rund um den Gipfel sind erschreckend, es ist viel schlimmer als ich gedacht habe. Wenn bereits Einheiten ohne gültige Gesetzesgrundlagen operieren, dann sieht man doch bereits wessen Geistes Kind Schäuble und Konsorten sind und worauf das abzielt.

  89. Mario Donick

    am 7. Juni 2007 um 18:28 Uhr | Link | Kommentar melden

    “Wenn bereits Einheiten ohne gültige Gesetzesgrundlagen operieren”

    Tja, das nennt sich Amtshilfe … *fg*

    [offtopic]Waren das hier nicht schon mal mehr als 88 kommentare oder täusche ich mich?[/offtopic]

  90. Mario Donick

    am 7. Juni 2007 um 18:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nochwas: Einer der Teilnehmer eines meiner Seminare an der Uni Rostock ist diese Woche von der Uni freigestellt, weil er als Reserveoffizier einen Einberufungsbescheid für die Woche des G8-Gipfels hatte. :)

  91. forseti

    am 7. Juni 2007 um 18:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    Was wollt ihr eigentlich ?
    Dumm babbeln, oder was ?
    Ich beteilige mich aktive an dem Widerstand gegen die Einschnürungen unserer Rechte in der BRD. Ich mit Vorsitzender eines Kulturvereines der z.B. Arbeitskreise für Jugendliche anbietet. Dort bringen wir uninteressierten “Kids” erst einmal “Staatskunde” bei, und zwar so das sie Spaß daran haben. Und das alles auf kommunaler Ebene. Kritisches Hinterfragen, aber immer objektive bleiben, das ist die beste Grundlage um etwas zu verbessern. Es gibt leute, die können nur kritisieren und alles schlecht reden, aber im wahren Leben ist mehr geboten. Über die grosse Weltpolitik zu philosophieren ist die eine Seite, aber aktiv und konstruktiv etwas zu leisten, die andere.

    @Christian K.

    Zitat: “In diesem Zusammenhang ist sogar ein NPD-Wähler für mich wertvoll, da er zur Zersplitterung beiträgt.”

    Wustest du eigentlich, das sich eine Menge NPD-Aktivisten erfolgreich in Vereinen oder Bürgerinitiativen engagieren ?
    Diese arbeiten ehrenamtlich und unendeckt für ihre Gemeinde oder ihre Region.
    Das heist, das ein Teil der Rechten das praktiziert, was einst die Grünen gemacht haben. Sie treten den Gang durch die Institutionen an. Und jetzt gibt es hier einige von euch, die sich durch gute Ratschläge und gejammere hervor tuen.
    Wenn alles so schlecht ist, warum wandert ihr nicht aus. Ich glaube das einige von euch nicht den Mut haben, vor Ort Stellung zu beziehen und aktive an die Bevölkerund rangehen.

    mfg Forseti

  92. Christian K.

    am 7. Juni 2007 um 20:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    @forseti
    Einiges stört mich hier, hättest du meine Links benutzt würdest du das verstehen. Vielleicht auch nicht, aber das ist dein Problem und nicht meines.
    Du vermittelst Staatsbürgerkunde und bietest mir gleichzeitig an auszuwandern - nur weil dir meine Meinung nicht zusagt ?
    Ja, du bist das neue Deutschland.

  93. forseti

    am 7. Juni 2007 um 22:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Christian K.
    Und du ermutigst andere Menschen das System zu zerstören.
    Du akzeptierst die Grundsätze der NPD bzw. das andere Personen die NPD wählen. Diese Partei möchte das vorherrschende System “BRD” abschaffen und durch ein Neues ersetzen. Und in diesem System, das die NPD anstrebt, haben Leute die mit der Antifa sympatisieren oder in irgend einer Weise zu tuen haben (G8-Aktionen) keine Platz.
    Du solltes überlegen was passiert, wenn es keinen Linksruck sondern einen Rechtsruck in Deutschland gibt.
    Ich bin mir sicher, das in jedem anderen System in Deutschland, solche Protestaktionen wie bei dem G 8 Gipfel und die darauf folgenden Blognachrichten
    nicht möglich sind.

  94. Christian K.

    am 7. Juni 2007 um 22:30 Uhr | Link | Kommentar melden

    @forseti
    Und du solltest `mal lesen lernen.
    In keinem meiner Posts habe ich zu einer Zerstörung des Systems aufgerufen - das waren andere. Im Gegenteil habe ich das SYSTEM an sich verteidigt. Die große Koalition macht es kaputt, nicht ich bin es, der das vorhat.
    Daß du die NPD mit den Grünen vergleichst - oder zumindest in einem Atemzug nennst - ist ja schon sehr seltsam.
    Du quatscht hier immer nur andere Leute voll. Dieses Land steht am Abgrund, wie würdest du es retten.

  95. forseti

    am 8. Juni 2007 um 08:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    Das Land bzw. den Wohlstand und die Freiheit können nur die Bewohner selbst retten. Und zwar vor Ort. Geht rein in Verbände, Vereine, Parteien, Bürgerinitiativen oder andere Organisationen. Lasst euch z.B. zu einer Gemeinderatswahl aufstellen. Oder werdet Vorstand eines Vereins, der sich sozial engagiert.

    Als Beispiel: Werdet zu 20zigst Mitglieder in einem Ortsverband der Jugendabteilung der Partei XY, da dies nur noch 8 Mitglieder hat, und schon seit ihr in der Mehrheit.
    Angreifen mit Demokratischen Werkzeugen.

    Oder noch ein Beispiel: Es gibt in eurem Ort oder Gemeinde oder Stadtteil noch keinen Kurs für “erkennen von kritischen Internetinhalten”, dann geht zu eurer nächsten VHS-Stelle und meldet dort für das nächste Semester einen solchen Kurs an.
    Noch eins: Schnapp Dir ein paar Jugendliche (aus deinem Verein oder Verwandschaft usw.), mache einen Termin mit deinem Landrat aus (egal ob er jetzt von der CDU/CSU oder SPd usw. ist), lasse dir seine Rümlichkeiten zeigen. Vieleicht einen Rundgang durchs Verwaltungsgebäude.
    Endlos könnte man das weiterführen, das nennt man Basisarbeit.
    Diese Arbeit ist langwierig und erfordert Zähigkeit, sie zahlt sich aber aus.
    Mit Krawallbrüdern kann man zwar einen schnellen Sieg auf der Strasse erringen, aber wenn es dann um die Lösung der Probleme geht, ziehen diese weiter zur nächsten Bambule.
    Und die grosse Politik kann Dir daheim sowieso nur bedingt helfen.
    Überzeugungsarbeit und das Wecken von Interesse am Staat und seinem Aufbau und seinen Gesetzen und Verodnungen sollte deine Aufgabe sein. Dadurch lernen andere Personen deine Vorschläge und Hinweise erst einzuordnen.

    mfg forseti

    ps. Ich habe nur die vorgehensweise der NPD heute, mit der der Grünen von früher verglichen. und da fällt mir auf, das die Grünen genau mit von mir genannten Beispielen vorwärst gekommen sind.
    Traurig ist aber, das die NPD diese Strategie anwendet und sich auf den Weg durch die Institutionen macht. Kannst du sie stoppen, indem Du mit der Antifa in z.B. Eisenach gegen ca. 50 NPDler bei einer von ihnen angemeldeten Demo protestierst ?
    Vieleich eröffnet gerade um die Ecke ein Verein (unendeckt unterstützt von der NPD)
    einen Jugendclub mit Internetcafe usw.
    Was machst du dann. Hingehen und alles zerstören ?
    Du bist immer im Wettstreit mit anderen, um die Köpfe in deiner Umgebung. Bist du alleine zu schwach, dann suche Dir Leute die es mit Dir durchziehen.
    Und komme mir bloss nicht mit der Masche habe kein Geld und keiner hört mir zu.

    Eine Bürgerinitiative zu gründe kostet nichts. Und wenn du einen Verein gründest, vieleicht sogar gemeinnützig, dann kostet dieser das zwar beim Notar ca. 30 € aber dann kannst du auch Zuschüsse für Projekte vor Ort beantragen. Wenn du dann noch viele Kinder und Jugendlich unter 18 in deinem Verein hast, steigern sich die Zuschüsse.
    Wie gesagt, das ist alles harte Arbeit und es geht eine Menge Freizeit drauf. Und vor allem sieht man meistens die Ergebnisse erst, wenn man schon kein Vorstand mehr ist und die zweite Generation am Ruder ist.
    Aber es lohnt sich!

  96. Andreas Bastelberger

    am 8. Juni 2007 um 10:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    @forseti
    Du hast es hier mit sog. orthodoxen Kommunisten zu tun, deren Programm die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie ist. Das sagen die nur nicht so laut. Im übrigen haben die genau das mit der NPD gemeinsam, gegen die über die Antifa so vehement gekämpft wird. Es ist schon bezeichnend, das die PDS, die als SED die DKP noch mit aufgebaut und finanziell unterstützt hat, in Sachsen mit der NPD zusammenarbeitet und die NPD strategisch Positionen der Linksextremen übernimmt, um damit Propaganda zu machen. Warum konnte denn Mahler - früher RAF-Unterstützer - so nahtlos zur NPD? Sie sind sich so ähnlich.

    Ubrigends kann ich mich an einen Besuch bei der DKP erinnern. Es ging unter anderem um Kernkraftwerke und das Thema bürgerlicher Ungehorsam. Als ich Gegenargumente bringen wollte, wie in Diskussionen üblich, schnappte sich ein richtig süss aussehendes Mädchen eine Klampfe und sang: “Sag mir wohin du gehst…” Das habe ich vorher nur bei einer Judgendpresseveranstaltung der Moon-Sekte erlebt. Deshalb bezeichne ich die DKP als Politsekte.

    Wenn dir Christian schreibt “Und du solltest `mal lesen lernen.” und mir schreibt “Denk`mal darüber nach.”, dann kommt dabei dieses Selbstverständnis der revolutionären Avandgarde zum Vorschein. Nur wir wissen und die anderen müssen noch lernen. Ach ja, und ein anderes Verständnis wird dann von Tankgirl gleich zu schwachsinnigen Pseudo-Kausalzusammenhängen erklärt. Was für eine Arroganz!!!

    Von daher darr man sich als Demokrat auch nicht beirren lassen.

  97. TankGirl

    am 8. Juni 2007 um 11:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    >Du hast es hier mit sog. orthodoxen Kommunisten zu tun, deren Programm die
    >Beseitigung der parlamentarischen Demokratie ist.

    Falsch! Wenn es so wäre wurde die DKP längst verboten worden sein.

    >Es ist schon bezeichnend, das die PDS, in Sachsen mit der NPD zusammenarbeitet

    Wo hast du denn den Müll her????

    >Warum konnte denn Mahler - früher RAF-Unterstützer - so nahtlos zur NPD? Sie sind
    >sich so ähnlich.

    Weil Mahler sein Fähnlein immer in den Wind hält.
    Wer die antifaschistische DKP und die NPD als ähnlich in einen Topf wirft macht sich nicht nur lächerlich, er disqualifiziert sich und mach sich der üblen Nachrede schuldig.

    Ich habe selten so eine dämmliche, grobe Beleidigung gelesen.

    >Als ich Gegenargumente bringen wollte, wie in Diskussionen üblich

    >Als ich Gegenargumente bringen wollte, wie in Diskussionen üblich

    Vielleicht waren deine “Gegenargumente” einfach nur so bekloppt wie du jetzt argumentierst?

    Das kenn ich von meiner Mutter. Wenn die versucht zu diskutieren dann will auch nur JEDER weglaufen und nicht zu hören.

    Ausserdem solltest du nicht vergessen das du nur Gast warst.

    >Was für eine Arroganz!!!

    Es ist nicht arroganz, es ist Logik, bzw. dein falsches Verständniss davon.
    Du setzt ohne Begründung, ohne Argumente einfach Sozialismus=Diktatur gleich.

    Das ist weder ein Diskussionsstil, noch logisch, nicht zwingend, noch sonst irgendwas.

    Es ist einfach nur polemisch und nicht diskussions würdig. Punkt.

  98. M.Buettner

    am 8. Juni 2007 um 11:57 Uhr | Link | Kommentar melden

    @forseti
    Ihr Engagement in allen Ehren aber wie ihnen wahrscheinlich nicht bewusst ist, das dürfte ein bisschen zu spät sein. Wie sie selber sagen das dauert alles ziemlich lange, nur die Zeit ist das Problem, die Demokratie wird “jetzt” im Moment aufgehoben nicht in 20 Jahren.
    @Bastelberger
    Leider ist ihre Argumentationsweise genauso aufgebaut wie bei den anderen Kommentatoren. Wieso soll ihre Sichtweise besser sein als die der anderen? Ich halte von der DKP genausowenig wie von der NPD oder den Grünen oder sonst einer Partei, meiner Meinung nach sind inzwischen “alle” Parteien, ausser ihren vordergründigen Programmen sowieso sehr ähnlich strukturiert und deren Vertreter sind leider meist korrupt. Aber das wirkliche Problem ist, das im Moment in Deutschland ein Zug um Zug Programm Richtung Totalirismus läuft und zwar ausgelöst durch unsere sogenannten Volksvertreter. Hintermänner sind neoliberale Geschäftemacher, denen eine Diktatur sehr zupass käme, nirgends kann man so gut absahnen wie in einer Diktatur, insbesondere wenn diese nicht als solche zu erkennen ist.

  99. Christian K.

    am 8. Juni 2007 um 17:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    @forseti
    Deine Ausführungen sind ziemlich idealistisch. Nehmen wir z. B. die SPD - weil ich die oft genug gewählt habe - um deine Theorie zu überprüfen.
    Ich sage dir, daß es schlecht aussieht, weil sich die Parteiführung die Basis vom Leibe halten will. Müntefering will nicht an seinen Versprechungen gemessen werden - woran sonst ? Der Poppbeauftragte verbringt seine Zeit vor Gericht und kuschelt mit Bären. Du kannst dich auf die Rente mit 67 freuen - dann wirst du schon etwa zehn Jahre arbeitslos sein. Die SPD widerspricht zwar öffentlich der Union, stimmt aber dann doch wie gewünscht ab.
    Du hast keine zwanzig Jahre mehr, nicht `mal zehn.
    @Andreas Bastelberger
    Du hast nicht nachgedacht.
    Nur zur Info, ich bin kein Kommi, ich habe das auch KLAR zum Ausdruck gebracht. Ich bin SOZI, ich habe nur keine Partei mehr. Werde wohl zur Linkspartei wechseln. Ich habe hier ein paar Links verteilt. Hast du die genutzt ? Was denkst du darüber ? Bitte um Antwort.

  100. Andreas Bastelberger

    am 9. Juni 2007 um 01:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Christian
    “Du hast nicht nachgedacht.” Genau diese Art geht mir entschieden auf die Nerven. Forseti hat genauso wie du das Recht sich hier zu äußern. Der agressiven Reaktion von Tankgirl entnehme ich, dass ich hier den richtigen Ton getroffen habe. Ganz einfach, indem ich wahrheitsgemäß ein Erlebnis mit der DKP geschildert habe. Ich könnte hier noch mehrere hinzufügen, aber das wäre off-topic. Das sich Extremisten in der Methodik treffen bzw. sehr gleichen entspricht meiner Erfahrung in der AGJPNW, einem Jugendpresseverband. Tankgirl kann hier toben wie sie will, ich nehme nichts davon zurück. Politische Diskussionen spielen sich für mich auf der Basis der freiheitlichen demokratischen Grundordnung ab, zu der sich ja auch die Linkspartei bekennt, insbesondere Oskar Lafontaine, den ich sehr schätze. Ich könnte mir auch im Rahmen der FDGO eine Form von Sozialismus vorstellen. Auch dies habe ich hier klar gesagt. Forseti herunter zu machen, nur weil er sich nicht ganz so geschliffen ausdrücken kann finde ich allerdings schon ziemlich dreist. Und so ganz unrecht hat er auch nicht, denn man kann sich in vielerlei Hinsicht engagieren - und sollte das auch mit Liebe im Herzen für die Menschen tun. Mein Onkel war 42 Jahre Missionar in Brasilien, hat dort einen christlichen Sozialismus propagiert (Befreiungstheologie) und gelebt - und dieser Sozialismus funktionierte genauso wie der jüdische Sozialismus der Kibbuzim. Der Satz “Religion ist Opium fürs Volk.” muss gründlich überdacht werden, weil er sich auf die Untätigkeit und das Versagen insbesondere der katholischen Kirche im 19.Jh. gegenüber der sozialen Frage bezog. Marx hat hier einfach Recht gehabt - zu seiner Zeit. Wie kommst du also darauf, ich hätte nicht nachgedacht nur weil ich eben kein Opportunist bin und einfach nachblöke, was irgendeine Partei oder Gruppierung vorgibt (vgl. Brecht: Hinter der Trommel her…). Der tantrische Buddhismus lehrt mich, dass die meisten Menschen es als Beleidigung empfinden, wenn man ihr Ego ankratzt und einfach mal die Wahrheit sagt. Ich gehöre einer atheistischen Religion an, die selbst letzendlich Sozialismus lehrt. das bedeutet unter anderem die unbedingte Gleichheit ALLER Menschen.

    Aber nun wieder zurück zum Thema. Den Google-Link konnte ich nicht sehen, ich habe nur eine weisse Fläche gesehen. Der Link, der einen Aufklärungspanzer der Bundeswehr bei der Überwachung der G8-Verbotszone zeigt war da schon interessanter. Schäuble scheint jetzt wohl völlig durchzudrehen. Als ehemaligen Mitarbeiter des früheren Innenministers Gerhard Baum schockiert mich dies zutiefst, weil hier nicht nur ohne jede Rechtsgrundlage das Verbot eines Bundeswehreinsatzes im Inneren gebrochen wurde sondern auch das Gebot der Verhältnismässigkeit der Mittel. In der Angstmache um Terrorgefahren scheinen hier einige Politiker jedes Mass und jedes Gefühl für den Rechtstaat verloren zu haben nebst jedes Gefühl für das Anliegen der Demonstranten.

    Auf der anderen Seite ich hinlänglich bekannt, dass sich Autonome gerne unter friedlichen Demonstranten verstecken, sie als Rückzugsgebiete missbrauchen, um dann ein polizeilisches Eingreifen gegen Unschuldige zu provozieren. Die Organisatoren der Demonstrationen ist hier eine gewisse politische Naivität vorzuhalten; sie hätten vielleicht besser mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten müssen, um die Autonomen zu isolieren. Mir tut es schon fast körperlich weh, dass die Demonstranten ihr politische Anliegen nicht vortragen konnten, weil die Autonomen es geschafft haben, ihre Gewalttätigkeit in den Vordergrund zu schieben. Über das Thema “Gewalt” wird also noch zu diskutieren sein, zumal sie politisch eine Ineffizienz der Ausdrucksweise gebracht hat.

    @M.Boettner
    Ihre Parteiverdrossenheit in alen Ehren, möglicherweise auf Frustrationen beruhend. Ich habe in meiner Zeit als privater Arbeitsvermittler das Elend kennengelernt, verstehe also auch den Hass mancher Menschen auf den Staat. Aber ich halte es mit W.Churchhill: Die Demokratie ist sicherlich die schlechteste aller Staatsformen, aber ich kenne keine bessere. Das Problem ist nicht das System, der FDGO sondern der Missbrauch einiger Weniger, die die Grundlagen eines demokratischen Gemeinwesens immer noch nicht verstanden haben. Dazu gehört beispielsweise auch die Sozialverpflichtung des Eigentums.

  101. Andreas Bastelberger

    am 9. Juni 2007 um 01:51 Uhr | Link | Kommentar melden

    Anmerkung:
    Ich möchte noch auf unsere amerikanischen Freunde der Bürgerrechtsbewegung aufmerksam machen:

    http://www.avaaz.org/en/climate_summit_g8

    mit der Bitte mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten. Es gab schon eine Initiative Moveon.org - Democracy in action gegen George W. Bush. Avaaz hat erheblich zum Sturz von Wolfowitz beigetragen. Das war ein großer Sieg. Wir brauchen Demokratie, wir brauchen Engagement für demokratische Grundwerte, damit wir nicht mehr Opfer von Diktaturen werden, damit eben nicht Konzerne über unser Leben bestimen. Demokratien brauchen Demokraten!!!!!

  102. M.Buettner

    am 9. Juni 2007 um 15:30 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Batelberger
    lol gleiches Recht für alle auch bezüglich der Namen.
    Leider sind ihre Argumente, zwar gut gemeint und so aber sie kommen viel zu spät. Die Demokratie ob in Deutschland, Amerika, England oder jetzt auch in Frankreich dank dessem neuen Ministerpräsidenten, sind längst unterlaufen von neoliberalen Lobbyisten die Stück für Stück die Demokratie abbauen um ihre Geschäfte in aller Ruhe durchzuführen, natürlich auf Knochen der Normalbürger. Wenn sie diese Anzeichen nicht sehen dann sind sie entweder blind oder wollen es nicht sehen. Und zu Wolfowitz lässt sich nur eines sagen, der ist selber schuld nicht irgendwelche Bürgerbewegungen, die Korruption war viel zu offensichtlich, normalerweise geht sowas viel unauffälliger vonstatten, siehe gewisse Politiker in der Bundesregierung.
    Und von Siegen zu sprechen solange Cheney im Amt ist ist in meinen Augen Hohn.

  103. Christian K.

    am 9. Juni 2007 um 22:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Andreas Bastelberger

    Da gebe ich jetzt M.Buettner völlig recht. Wolfowitz ist über die eigene Gier gestolpert, jede andere Auslegung ist einfach nur selektive Wahrnehmung.
    Ich habe drei Links gesetzt, sie ALLE funktionieren in diesem Moment. Sieh`sie dir an - wenn du nicht zu wichtig bist.

  104. Christian K.

    am 9. Juni 2007 um 23:35 Uhr | Link | Kommentar melden

    Moment, einen hab`ich noch.
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/90897

  105. forseti

    am 10. Juni 2007 um 10:27 Uhr | Link | Kommentar melden

    @M.buettner + Christian K.
    Ich glaube, das ich sehr gut auf den Niedergang des Systems vorbereitet bin. Da brauche ich nicht Mitglied in einer Systempartei der BRD zu sein. Wenn es einmal einen Aufstand oder anarchistische Tage geben sollte, dann kann ich mich auf den Schutz meiner Gemeinschaft verlassen. und zwar in allen Belangen.

    Das ist der Vorteil, wenn man mit anderen vor Ort etwas aufbaut.

    So, jetzt habe ich mir auch den letzten Link angeschaut.
    Ich habe nur durch Zufall diesen Link im Netz gefunden, der macht nich doch ein bisschen nachdenklich:

    http://www.eine-bewegung-werden.de/aktuelles.htm

  106. Andreas Bastelberger

    am 11. Juni 2007 um 01:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Christian
    Die Manipulationsmöglichkeiten der Wahlcomputer ist mir längst bekannt. Eli Pariser von moveon.org hat darauf ausdrücklich hingewiesen mit der Vermutung, dass die erste Amtszeit von George W. Bush auf Wahlfälschung beruhte. Interessanterweise hat auch Fox-Nachrichten ihn schon zum Sieger ausgerufen, bevor das sehr knappe Ergebnis überhaupt feststand. Zufall? Ich denke nicht. Ich habe mir deine Links durchaus angesehen, fühlte mich auch nicht zu wichtig ;-) - und bin von daher auch vehement gegen die Einführung von Wahlcomputern. Gut das wir den CCC haben!

    @M.Buettner
    Nein, es sind eben nicht alle Politiker korrupt. Das kann man so wirklich nicht pauschal unterstellen. Ich kann ihre Frustration nachvollziehen, die Schlußfolgerungen aber nicht, weil ich genügend Politiker kennen gelernt habe, die es eben ehrlich meinen. Ich stimme Ihnen aber insofern zu, dass es zu viele Lobbyisten im Bundestag gibt, auch - und das haben Sie nicht angesprochen - zu viele Beamte. Einige Abgeordnete haben sich seit 2004 nicht mehr im Bundestag sehen lassen und betrachten die Diäten als Pfründe (wie der Adel im Mittelalter). Hier besteht Handlungsbedarf.

    @forseti
    Völlig richtig und aufmerksam beobachtet. Die Neonazis versuchen derzeit die Linke, insbesondere die Linkspartei zu unterwandern und für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Die PDS hat zwar - und das ist lobenswert - das rot-braune Bündnis in Sachsen kritisiert und den Betroffenen mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, zeigen aber auch ihre Ratlosigkeit, weil sie die Mandatsträger nicht zwingen können, das Bündnis aufzugeben. Alamierend ist trotzdem das Zustandekommen dieser Koalition, weil dies zeigt, wie sich antidemokratische Kräfte innerhalb einer demokratischen Partei mit einer ganz klar antidemokratischen Partei verbinden.

    Für Bundespolitiker aller demokratischen Parteien bedeutet dies an zwei Fronten zu kämpfen, einerseits diejenigen im Zaum zu halten, die das demokratische System in der BRD beseitigen wollen, andererseits sich der neoliberalen/neokonservativen Vereinnahmung erwehren zu müssen.

    Was mir bei den Amerikanern immer wieder auffällt ist die Selbstheilungsfähigkeit der Demokratie. Wenn neokonservative Gierhälse wie Wolfowitz, die auch aussenpolitisch viel Unheil angerichtet haben, durch Bürgerrechtler gestürzt werden, wenn Mißstände aufgezeigt und eine öffentliche Anklage finden, das findet dies mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit auf der Basis der Verfassung statt. Die wird nie in Frage gestellt. Bei uns ist das anders.

    Bei uns ist erst einmal das “System” schuld, ohne zu hinterfragen, ob es einfach Menschen gibt, die die FDGO missbrauchen. Und anstatt auf diejenigen loszugehen, die die Demokratie für ihre selbstsüchtigen Zwecke missbrauchen, geht man pauschal gegen die Repräsentanten des Staates vor. Es fehlt das Gefühl der demokratischen Integration, das Gefühl das man als Demokrat etwas erreichen kann, wenn man nur will. Wir brauchen in Deutschland keine Untertanen, dieser Geist spukt noch viel zu häufig herum; wir brauchen Demokraten, die sich einmischen und mitreden.

  107. forseti

    am 11. Juni 2007 um 09:07 Uhr | Link | Kommentar melden

    Und jetzt sind wir wieder beim Thema. Im Moment erleben ich in meiner Heimat, das die CSU unverblümt versucht, sehr rechts orientierte Mitbürger in die Ortsverbände einzugliedern. Das bedeutet, sie versucht mit einer anderen Strategie als die der Linken, der Lage Herr zu werden. Wenn dann mal ein Orstverband mit einer Merheit von Kammeraden bestückt ist, werden diese auch auf die gewachsenen Strukturen und Verbindungen der Ortsverbände zurück greifen. Hier passiert etwas an der Basis und zwar ganz demokratisch.
    Und die Linke kann nur noch den G8 Gipfel geiseln. sie bekommt doch ihre Basis unter dem Hintern weg gezogen, oder ?

    Deswegen engagiere ich mich lieber vor Ort und versuch die Fahne hoch zu halten.

    mfg Forseti

  108. Andreas Bastelberger

    am 11. Juni 2007 um 13:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    @forseti
    Ich sage dazu nur Martin Hohmann. Die kapieren es wohl nie, dass man sich mit diesen Leuten nicht einlassen sollte. Die übliche UNterwanderungsstrategie halt.

  109. M.Buettner

    am 11. Juni 2007 um 13:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Andreas Bastelberger
    Leider sind sie mit Wolfowitz völlig auf dem falschen Gleis wie schon erwähnt. In Bezug auf Beamtentum sind wir einer Meinung. Ok in Beziehung auf Politiker bin ich etwas dünnhäutig aber leider sind eine große Anzahl von denen, die im Bundestag sitzen nichts anderes als Vertreter des Grosskapitals. Wenn man weiss wieviele in Vorständen von Grosskonzernen sitzen und sich nur dafür bezahlen lassen damit Gesetze im Sinne dieser Konzerne verabschiedet werden, dann kann es einem nur schlecht werden.

  110. Andreas Bastelberger

    am 11. Juni 2007 um 13:58 Uhr | Link | Kommentar melden

    @M.Buettner
    Wieso bin ich bzgl. Wolfowitz auf einem falschen Gleis? Der Mann ist korrupt, er ist ein ideologisch motivierter Kriegstreiber eines Think Tanks, den selbst die CIA als die “Crazy´s” bezeichnet haben, er hat die USA in einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg getrieben und dabei den islamistischen Terroristen in die Hände gespielt. Der Mann und wofür der steht ist einfach nur widerlich.

    Deshalb habe ich die Petitionen bei moveon.org mit unterschrieben (und bekomme seitdem keine Greencard-Angebote mehr).

  111. M.Buettner

    am 11. Juni 2007 um 16:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Andreas Bastelberger
    Grins, ich glaube wir reden aneinander vorbei, ich meinte nur das es keinem Bürgerbegehren zu verdanken ist das dieses A..loch jetzt weg ist, sondern seiner Gier. Ich gebe dir völlig recht in Bezug auf diesen M..kerl aber meiner Meinung nach ist Cheney wesentlich gefährlicher als Wolfowitz. Diese Drecks… ist in meinen Augen ein Massenmörder, auf dessen Geheiss im Moment der nächste Krieg, diesmal gegen den Iran vorbereitet wird.

  112. Christian K.

    am 12. Juni 2007 um 01:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich finde das Grundgesetz gut, zumindest so, wie es bisher war. Schäuble will es verbiegen.
    Eure Technik besteht darin, vier Jahre lang zu jammern und dann das Kreuz wieder an der gleichen Stelle zu machen - Stimmvieh eben.
    Wir brauchen mehr Parteien - das darf man nicht lange diskutieren, das muß man einfach machen.

  113. forseti

    am 13. Juni 2007 um 08:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    Mehr Parteien gibt es. Siehe jeweilige Landesliste oder auch Bundesliste. Aber die werden von Keinem ernst gnommen.

    Cristian K. hat recht, es gibt in der BRD grosse Herden von Stimmvieh.

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