In Geocacherkreisen ist ein Spruch sehr beliebt: “Wir spielen mit milliardenschwerer Technik des US- Militärs, und was macht Ihr so bei Euren Hobbies?” Die Rede ist von GPS und Geocaching. Eine moderne Art der Schnitzeljagd. Geo steht für Erde (griechisch) und Cache steht im Englischen für Versteck. Soweit die Begrifflichkeiten.
Wie funktioniert das Geocaching?
Wie aus der altbekannten Schnitzeljagd abgeleitet, versteckt jemand einen so genannten Geocache. Der “Verstecker” wird als Owner oder deutsch, Eigentümer bezeichnet. Meist ist das eine einfache Dose mit einem Logbuch und ein oder mehreren Tauschgegenständen. Der Owner ermittelt die exakten Koordinaten des Versteckes, mithilfe seines GPS-Gerätes. Danach stellt er diese Daten auf einschlägige Webseiten im Internet und für alle anderen Geocacher kann es losgehen. Ausgerüstet mit einem GPS-Gerät und den Koordinaten des Schatzes, gehen sie auf die Jagd.
Was macht der Geocacher mit dem Cache?
Hat er den Cache(-Schatz) gefunden, trägt er sich in das Logbuch als Finder ein und tauscht eventuell die Gegenstände gegen neue. In “Fachkreisen” nennt man diese Gegenstände Goodies. Es sind oft Werbepräsente, Spielzeuge oder auch Ü-Eier. Zuhause trägt der Geocacher (Finder) seinen Fund auf einschlägigen Geocaching-Sites ein und kommentiert den Fund. Dann meldet er, was er wogegen getauscht hat. Und die Jagd beginnt erneut.

Abenteuerlust macht dieses Spiel so erfolgreich
Wer im Alltag keine Abenteuer erlebt, der macht sich eben welche. Oder er lässt sich Abenteuer machen. Geocaching hat mittlerweile eine große Anhängerschar mit vielen kreativen Menschen so dass immer für jeden etwas dabei ist. Immer wieder gibt es Neues zu finden, erleben und zu treffen. Es ist ein, manchmal recht sportliches, Abenteuerspiel für Jung und Alt. Das lösen von Rätseln sowie Klettern oder gar Tauchen sind einige der vielen Anforderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten. Mit Sicherheit auch für gestresste Manager eine willkommene Abwechslung.
Markus Gründel ist leidenschaftlicher Geocacher
2002 fand Markus Gründel seinen ersten Cache. Nach vielen anderen Funden versteckte er seine ersten nationalen und auch internationalen Geocaches. Seitdem organisiert er Events zu verschiedenen Anlässen und Themen selbst. Walpurgis, Abseilen und Knotenkunde sind dabei nur ein kleiner Teil seines leidenschaftlichen Engagements. Weiter betreut Markus Gründel das erste deutsche Travelbug-Museum.
Ein unverzichtbares Handbuch für Geocacher
Markus Gründel ist außerdem Autor des Buches: “Geocaching- Basiswissen für Draußen”. Es ist ein wirklich gelungenes, kleines Handbuch für alle, die Geocachen möchten und sich noch nicht mit den ganzen Begrifflichkeiten oder Koordinatenberechnungen auskennen. Nach dem allgemeinen Erklärungsteil über das Geocaching, zeigt sein Buch liebevoll und gut sortiert, alle notwendigen Ausrüstungen, Gegenstände und Tipps auf. Am Ende des Handbuches findet der Leser und Handbuchbenutzer, Tabellen mit Hexadezimalzahlen, Ver- und Entschlüsselungscodes sowie Geheimzeichen, Farben und andere Buchstaben und Zahlencodes. Auch jede Menge Links fehlen nicht in diesem kleinen, aber wichtigen Handbuch für echte Geocacher. Ein paar kleine Fotos lassen den Geocacher ahnen, wo so alles kleine “Goodies” versteckt sein könnten.
Erschienen als Taschenbuch beim Conrad Stein Verlag in der Reihe “Outdoor”.
Geocaching Links:
Diese Website dient als zentrale Informationsplattform der deutschsprachigen Geocaching-Gemeinde.
Hier finden sich Informationen zum Nachtcaching.
Das ist eine Seite von Geocachern für Geocachern.
Eine Homepage des Autors mit weiteren Links und Dokumenten zum Geocachen.
Danke für diesen Bericht,
also in Fachkreisen redet man nicht von “Goodies” sondern von “Trades” und es ist bei vielen Cachern verpönt Ü-Eier zu tauschen, da sich dadurch schnell der Cache mit Plastikmüll anfüllt.
Die “zentralen Informationsplattform” der deutschen Geocacher ist trotzdem geocaching.com auch wenn geocaching.de eine Übersichtskarte anbietet verlinken Sie den Inhalt auf die “offiziellen” Seiten wie geocaching.com, opencaching.de und navicache.com.
Gruß
OEttinger-Friend