Der Horizon-Report 2007 ortet sechs Trends, wodurch sich unser weltweites Wissen in den nächsten Jahren verändern wird. Das Hochschulsystem wird sich auf Grund dieser Entwicklungen wesentlich wandeln. China, Indien, und andere asiatische Nationen produzieren Fachforscher und Denker, die enormes zum globalen Körper des Wissens beitragen (werden).
Die Vorherrschaft der westlichen Wissenschaftler gehört endgültig der Vergangenheit an. Um auf diese und viele andere Zukunftsherausforderungen mögliche Lösungen zu finden, wird die Zukunftsforschung als Datenlieferant immer wichtiger. Das Bestreben, sich mit der Zukunft zu beschäftigen, hängt damit zusammen, dass in der Gegenwart Entscheidungen gefällt werden müssen, die auch die Zukunft betreffen und somit in der Gegenwart Informationen über die Zukunft gebraucht werden. Derzeit ist die Zukunftsforschung in aller Munde – sie durchlebt einen enormen Hype. In seiner Anleitung zum Zukunftsoptimismus räumt Matthias Horx, der wohl bekannteste Trendforscher im deutschsprachigen Raum, mit der Pseudo-Apokalypse unserer Zukunft auf.
Die Zukunftsforschung analysiert deren Voraussetzungen in Vergangenheit und Gegenwart. Seit der ersten technisch-industriellen Revolution fühlt sich der Mensch selbst als Gestalter der Zukunft. Die Zukunft ist für uns gestaltbar und somit bestimmbar geworden. Daher bestimmt die Zukunft immer mehr und immer schneller das Denken und Handeln in der Gegenwart.
IT-Kenntnisse werden immer wichtiger
Besonders die Technikfolgenabschätzung, Wirtschaftswachstum, Demografie oder internationale Beziehungen sind Themenfelder der Zukunftsforschung. So gehen die Forscher heute davon aus, dass für immer mehr auch einfache Arbeiten sehr gute IT-Kenntnisse erforderlich sein werden. Daher werden Arbeitskräfte ohne IT-Kenntnisse aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt werden. Die Virtual Reality, das Web 2.0 und Pervasive Games werden zukünftig mehr und mehr unsere Freizeitgestaltung (mit-)bestimmen: Mehr als die Hälfte der Menschen besuchen eher virtuelle als physische Museen, betrachten also Exponate in virtuellen Räumen oder lassen sich historische Situationen audiovisuell vorspielen. Auch unser soziales Leben wird über virtuelle Plattformen bestimmt: Virtuelle Aktivitätsportale im Internet, in denen man sich kurzfristig und flexibel verabreden kann, um zum Beispiel miteinander Sport zu treiben, sind weiter verbreitet als herkömmliche Arten der Gruppenbildung, beispielsweise in Vereinen. Und: Die Sozialkompetenz der meisten Menschen steigt, weil sie im Internet und in virtuellen Welten leicht viele Kontakte knüpfen und dabei Erfahrungen mit verschiedenen Persönlichkeiten sammeln.
Photo Quelle/ Copyright: tracky birthday, cc creative commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.0 (via flickr)
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