Retourkutsche in IT-Manier?

Es ist ein Streit unter Konkurrenten, die sich schon seit langer Zeit “bekämpfen“. Jetzt wurde öffentlich, dass Google dem US-Justizministerium eine Beschwerde eingereicht hat, in welcher sie behaupten, Microsoft würde mit Windows Vista gegen Kartell-Auflagen verstoßen. Dies berichtete kürzlich das “Wall Street Journal“. Grund für die förmliche Beschwerde ist die

googleEs ist ein Streit unter Konkurrenten, die sich schon seit langer Zeit “bekämpfen“. Jetzt wurde öffentlich, dass Google dem US-Justizministerium eine Beschwerde eingereicht hat, in welcher sie behaupten, Microsoft würde mit Windows Vista gegen Kartell-Auflagen verstoßen. Dies berichtete kürzlich das “Wall Street Journal“.

Grund für die förmliche Beschwerde ist die Integrierung einer neuen Desktopsuche im Betriebssystem Vista, welche dem Nutzer angeblich die Entscheidung abnimmt, Konkurrenzprodukte überhaupt zu installieren und deren Nutzung generell erschweren würde. Denn wenn die Windows-interne Suche und die Hintergrundindexierung des Google Desktop gleichzeitig laufe, werde die Leistung des Betriebssystems deutlich verlangsamt. Diese Vorwürfe wies Microsoft jedoch von sich. Allerdings sei es praktisch unmöglich, die MS-Search zu deaktivieren – nutzt man eine andere Software, wird die Performance des Systems zum Negativen beeinflusst, kontert Google.

Bangt Google um die Vorherrschaft in Sachen Desktopsuche?

Fakt ist, das es sich bei der Google-Desktopsearch “nur” um ein kleines Anwendungsprogramm handelt, welches aber für das Service Angebot und die Internet-Werbebranche allgemein eine große Rolle spielt. Auch für die Kundenbindung hat das Tool große Bedeutung.

Wie chip.de am vergangenen Montag berichtete, stößt Google mit seiner Beschwerde bis dato jedoch auf taube Ohren. Das Magazin beruft sich dabei auf die New York Times, wonach Microsoft einen Verbündeten im Ministerium habe: Thomas O. Barnett. Der stellvertretende Justizminister und oberste Wettbewerbshüter der USA habe die Beschwerde abgewiesen und auch den Ministern der Bundesstaaten empfohlen, dies zu tun.

Insgesamt umfasst das “Papier des Unmuts” ganze 50 Seiten, wobei Google schon lange Zeit mit der Regierung über diese Problematik spricht, so der Bericht. Experten aus aller Welt sind jedoch der Auffassung, dass diese Aktion gegen Microsoft ein Konter auf die jüngsten Äußerungen Microsofts sein soll: Vor kurzer Zeit kritisierte die Firma aus Redmond die Marktmacht der Firma Google, da diese vor rund zwei Monaten DoubleClick aufkauften.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. “Vorherrschaft in Sachen Desktopsuche”? 99,9% der Nutzer werden doch bestimmt die Standardsuche ihres OS und nicht die Desktop Suche nutzen.