…Erster Deutscher Weiterbildungstag 2007. “Da 30 Prozent des Wirtschaftswachstums vom Bildungsstand der Bevölkerung abhängt und eine konsequente Weiterbildung den Wirtschaftsstandort Deutschland sichert, muss Bildung als „vierte Säule“ in Reformzielen und Finanzkonzepten etabliert werden.” (Pressemitteilung 12.06.2007 Hannover)
Investitionen in die Weiterbildung sind notwendig
Bildung braucht einen höheren Stellenwert und deshalb wurde der erste „Deutsche Weiterbildungstag“ ins Leben gerufen. In acht Schwerpunktzentren soll auf die Wichtigkeit von Bildung aufmerksam gemacht werden. Bildung und Wissen sind der Schlüssel, um den wachsenden Herausforderungen im persönlichen und beruflichen Bereich gerecht zu werden. Obwohl dies in Wissenschaft und Politik unbestritten ist, sind notwendige Investitionen in die Weiterbildung unterblieben. Im Gegenteil. Von Bund, Ländern und Kommunen wurden – wie zum Beispiel bei der Bundesagentur für Arbeit – Mittel gekürzt. Dadurch ist unser Weiterbildungssystem im europäischen Vergleich noch weiter zurückgefallen, so die Veranstalter des Weiterbildungstages.
Zügige Schaffung der notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Edgar Schramm, stellvertretender BBB-Vorsitzender und Geschäftsführer des Berufsfortbildungswerks bfw, sieht es als gesamtgesellschaftliche und politische Aufgabe, jetzt die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit zukünftig mehr Menschen die Weiterbildungsangebote nutzen. Er forderte auf einer Pressekonferenz, „ein stimmiges Konzept“ für die Finanzierung der beruflichen Weiterbildung und die zügige Schaffung der notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Edgar Schramm hat für den Schwerpunktort Hannover die Koordination des Weiterbildungstages am Freitag den 15.06.2007, übernommen. Er fordert:“ Bildung und Weiterbildung muss wieder an die Spitze
der Reformen gesetzt werden.“
Weiterbildung erhöht die Chancen aller Menschen
In der extra für den Weiterbildungstag von Erwerbslosen, die sich in einer Weiterbildung befinden, aufgelegten Zeitschrift
WEITER : BILDUNG (Herausgeber bfw und v.i.S.d.P: Procon GmbH Medienbildungszentrum Hannover), sagte Bundespräsident Horst Köhler: „ Lebenslanges Lernen erweitert den Horizont, erschließt neue Fähigkeiten und trägt dazu bei, den Geist wach zu halten.“ Er meinte weiter, dass der erste Deutsche Weiterbildungstag deutlich macht, wie zahlreich und vielseitig die Angebote zur Weiterbildung sind und welche neuen Ideen es für das Lebenslange Lernen gibt.“
Vierte Säule im Bildungssystem
„Nur wenn die Weiterbildung als vierte Säule im Bildungssystem verankert wird“, so Veronika Jaeger, Direktorin der Volkshochschulen (VHS Niedersachsen e.V.), „kann Erwachsenbildung ihren vielfältigen gesamtgesellschaftlichen Aufgaben gerecht werden.“ Ihrer Meinung nach, „ gehören dazu unter anderem die Integration von Migranten, die Alphabetisierung bzw. Grundbildung für Jugendliche und Erwachsene, das Nachholen von Schulabschlüssen sowie die Kooperation mit Schulen, Kindergärten und Hochschulen sowie die Fortbildung von Arbeitslosen, Berufs- und Erwerbstätigen. Auch Angebote zu politischer Bildung, zu Werte und Normen und zu Demokratiefähigkeit gehören dazu. Veronika Jaeger fordert eine „grundlegende Erhöhung“ der Ausgaben für Bildung und Weiterbildung, damit Deutschland im europäischen Vergleich aufholen kann.“
Geplante Veranstaltung in Hannover und anderen Städten
Auf dem “Platz der Weltausstellung” gibt es im Zeitraum von 13.00 bis 17.00 Uhr eine lockere Folge professionell durch Andreas Kuhnt moderierter Talks mit Prominenten wie MdB Edelgard Bulmahn, dem Niedersächsischen Kultusminister Bernd Busemann, Ex-Landesministerin und IGM-Bundesvorstandmitglied Regina Görner, Herrn Walter Heitmüller (Präsident der Handwerkskammer), Sebastian Wertmüller (Vorsitzender der DGB-Region Niedersachsen-Mitte), Götz von Einem (Geschäftsführer operativ der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der BA), dem Regionspräsidenten Hauke Jagau, der Landtagsvizepräsidentin Astrid Vockert, dem BBB-Vizechef Edgar Schramm, der Bürgermeisterin Ingrid Lange. Eingeleitet und verbunden werden die Talks durch Livemusik. Daneben präsentieren sich ca. 20 Bildungsträger unter einem einheitlichen Erscheinungsbild. Weiter wird es Mitmachaktionen geben. In Berlin gibt es eine große, öffentliche Veranstaltung auf dem Alexanderplatz mit dem Anschlagen der »6 Thesen zur Weiterbildung« um 5 vor 12 an eine symbolische Rathaustür. In Nürnberg ist das Thema: Bildung verführt! Entdecken Sie den Garten des Wissens! Ein großes Informationsfest mit einem prominenten Kabarettisten am zentralen Platz vor der Lorenzkirche.
Weitere Veranstaltungen in anderen Städten und Regionen, sowie weitere Statements von Prominenten sind im Internet zu finden, unter: http://www.deutscherweiterbildungstag.de/index.php?article_id=51
Quatsch, ich habe vor kurzem eine Weiterbildung gemacht, in diesem Kurs waren auch einige ältere Jahrgänge ab 50 Jahren aufwärts denen diese Weiterbildung vom Arbeitsamt aufgezwungen wurden weil diese ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen würden. Keiner von den 5 älteren Teilnehmern hat nach bestandener Weiterbildung deswegen eine Arbeit gefunden.
Die heutigen “Weiterbildungsmassnahmen” verdienen den Namen Weiterbildung nicht mal im entferntesten. Diese Akademien Schulen und was weiss ich wie die alle heissen, sind nichts anderes als Geld und Zeitverschwendung. Ich habe die Weiterbildung locker bestanden aber nicht weil das Institut so gut war (deren Arbeitsmittel waren gelinde gesagt eine Frechheit) sondern weil ich das Glück hatte mir die Unterlagen kostengünstig aus dem Internet holen zu können. Wenn du dich heute weiterbilden willst dann kommt es billiger sich in die Universität zu setzen und dort mitzuschreiben als irgendeinen teuren Kurs zu belegen. Und die VHS ist ideal dafür geeignet um sich die Langeweile zu vertreiben aber nicht um wirklich etwas zu lernen. Die Methode des innovativen Lernens z.B ist besonders toll für die Ausrichter solcher Kurse, stelle einen “Dozenten” vor die Klasse der nur dafür da ist zu sorgen das die Kursteilnehmer eine Verlängerung beantragen (Zeit ist viel zu kurz) oder falls sich die Teilnehmer überfordert fühlen, eine Abänderung ihres Lernzieles vornehmen, was darin endet das die Teilnehmer nur noch eine interne Larifari Prüfung ablegen um ein Zertifikat des Ausrichters zu erhalten und der Ausrichter weiter Geld bekommt. Diese ganze Industrie ist inzwischen nichts weiteres mehr als reine Abzocke und sie arbeitet mit dem Arbeitsamt Hand in Hand weil diese so ihre Statistik und ihr Budget bereinigen können. Ich vergass zu erklären was innovatives Lernen in der Branche bedeutet. Das bedeutet die Teilnehmer bekommen ein Skript und ein Haufen unnützer Unterlagen in die Hand gedrückt dann werden sie vor einen Pc gesetzt und dann dürfen sie sich alles was sie brauchen selbst beibringen, falls sie Fragen zum Lernstoff haben dürfen sie den Dozenten befragen der ihnen entweder keine oder nur nicht verwertbare Antworten gibt. Zudem ist der Dozent der natürlich auf Billiglohntarif arbeitet natürlich hoch motiviert und demzufolge fast nie im Unterrichtsraum anwesend. Entweder beim Kaffeetrinken oder bei anderen nichtberuflichen Tätigkeiten. Natürlich sind die Kursteilnehmer mit dieser Entwicklung hochzufrieden und beginnen deswegen ihren Unterricht mit vollem Elan. Wenn man keine Ahnung hat von der Materie ist man von Beginn an verloren. Meiner Meinung nach ist diese ganze Industrie durch und durch korrumpiert und der praktische Nutzen, ausser du besitzt genügend Vorkenntnisse und kannst dir die Sache selbst zusammenreimen, gleich Null. Kostet dem Steuerzahler Millionen und bringt nichts ein. Aber sobald man sich gegen die überteuerten und schlechten Kurse wehren will, sei es direkt bei den Massnahmeträgern (Arbeitsamt) oder bei den Ausrichtern dieser Farce, dann bist du sofort ein Querulant oder undankbar. Beschwerden bringen ausser gelegentlichem Auswechseln von Dozenten nichts ein. Man darf sich sogar vom Arbeitsamt beschimpfen lassen das es doch nur zu ihrem Besten sei und sie sich lieber freuen sollen das sie überhaupt eine Chance für eine solche Weiterbildung erhalten haben. Um ehrlich zu sein ich habe mir das Ganze selbst über Internet beigebracht, der Schulpc mit dem Lernprogramm funktionierte sowieso nur eingeschränkt, also warum zum Teufel sollte ich für diesen Quatsch 5000 Euro aufwenden oder besser der Steuerzahler. Der Witz an der Sache ist dieser das eine solche Weiterbildung sogar noch verhältnismässig billig ist. Andere Massnahmen kommen in viel größeren Gebührenordnungen daher. Also summa summarum der Artikel ist nichts als Werbung für Müll.