Kinder sind Monster – Bilderbuchfamilien out?

Kinder bereiten viel Arbeit. Sie reizen alles aus. Sie testen, wie weit sie gehen können und wann die Eltern „ausrasten“. Viele Eltern sind überfordert. Zudem ist oft das Geld knapp und so bleibt wenig Zeit für Gemeinsames. Probleme werden aus Zeitmangel gar nicht erst angesprochen und miteinander reden nimmt oft

hgf.jpgKinder bereiten viel Arbeit. Sie reizen alles aus. Sie testen, wie weit sie gehen können und wann die Eltern „ausrasten“. Viele Eltern sind überfordert. Zudem ist oft das Geld knapp und so bleibt wenig Zeit für Gemeinsames. Probleme werden aus Zeitmangel gar nicht erst angesprochen und miteinander reden nimmt oft nicht mehr Zeit als sieben Minuten am Tag ein. Das Kind wird mit Spielzeug überschüttet und man ist froh, wenn es am Computer irgendein Spiel „daddelt“.

Der Vater bastelt nach dem schweigenden Abendbrot noch in seiner Garage, am geliebten Auto rum und die Mutter räumt auf, wenn das Kind endlich schläft. Später sitzen die Eltern am Fernseher und „glotzen“ Frauentausch, die Supernanny oder so etwas. Dabei streiten sich die Eltern, ob die Nanny nun Recht hat oder nicht bei den Erziehungstipps und das Kind kann bei dem Krach nicht wieder einschlafen. Weit entfernt von der Bilderbuchfamilie.

Stresst das Bild der perfekten Familie?

„Was uns am meisten stresst, ist nicht die unaufgeräumte Küche oder der volle Wäschekorb an sich, sondern unser Perfektionismus. Ihn richten wir an einem Idealbild aus, das wir selbst erschaffen und nicht selten aus Film und Fernsehen übernommen haben: Eine glückliche Familie sitzt in einer strahlend sauberen Küche an einem schön gedeckten Frühstückstisch. Sind die Cornflakes verputzt, springt der Vater dynamisch von seinem Stuhl auf, um die Kinder samt liebevoll geschmierten Pausenbroten zur Schule zu fahren. Die Mutter gönnt sich derweil einen kleinen Snack in der Hängematte im Garten.“ (Auszug aus: Aktives Familienmanagement)

Nicht jede Familie braucht eine Nanny

Ein positives Bild von Familien bekommen wir in den Medien nur noch selten zu sehen, -hören, -lesen. Es gibt aber durchaus Familien, die ein ausgeglichenes Miteinander leben und noch auf ihre Kinder acht geben und sich liebevoll umeinander kümmern. Nicht jede Familie braucht eine Nanny, die das Familiencaos schlichtet. Tini, Niki und Eileen Kaminski sind eine „Happy Family“. Sie sprechen miteinander, respektieren sich und achten gemeinsam auf ihre Familie. Ein Rezept haben sie nicht, aber es funktioniert einfach gut, wie sie ihr Familienleben meistern. Ob sie nun eine Bilderbuchfamilie sind, wissen die Drei nicht, aber es kommt dem Bild schon recht nah.

Hier hören Sie das Portrait einer Kleinfamilie aus dem Harz:

[audio:http://clever-radio.podspot.de/files/HappyFamilyKamis.mp3]

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Interview/Schnitt/Text: Amina Runge.

Die eingesprochenen Zwischentexte- und fragen wurden mit einem Voicereader bearbeitet.

Kommentare

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  1. Also das Interview hört sich verdammt abgehackt an. Wurde das von so einem Stimmenporgramm gesprochen? Ansonsten schöne Idee.