Web 2.0 und Tourismus in Österreich

“My land is your land” – Die Zeiten sind vorbei, in denen man ins Reisebüro marschierte, um bei den Profis die besten Reiseinformationen zu bekommen. Seit der Jahrtausendwende entsteht im Web 2.0 die Konkurrenz zum etablierten System. Zahlreiche Plattformen bieten Reisenden die Möglichkeit, sich aus dem Internet Informationen aus erster

cool1.jpg“My land is your land” – Die Zeiten sind vorbei, in denen man ins Reisebüro marschierte, um bei den Profis die besten Reiseinformationen zu bekommen. Seit der Jahrtausendwende entsteht im Web 2.0 die Konkurrenz zum etablierten System. Zahlreiche Plattformen bieten Reisenden die Möglichkeit, sich aus dem Internet Informationen aus erster Hand zu holen.

IgoUgo und Travelpod sind bereits bekannte Plattformen dieser Art. “Überleben wird der, der die kritische Masse zusammenbringt”, erklärt Fr. Mag. Karin Schmollgruber von der PR-Agentur passion PR, das Prinzip von erfolgreichen Plattformen.

Die Inhalte werden vom User erstellt (user generated content)

Das bedeutet, dass sowohl Text- und Bildmaterial durch Reisende entstehen, um authentische Eindrücke im Web zu sammeln. Vorbei ist die Zeit von beschönigten Werbefotos und PR-Slogans.

Speziell für den Österreichreisenden gab es bis Anfang Mai 2007 nur wenige Möglichkeiten vom user generated content zu profitieren. Durch eine Kooperation von MindTake New Media Consulting und Werbung Österreich wurde coolaustria.com online gestellt; befindet sich derzeit aber noch in der Pre-Launch-Phase.

Herrn Mag. Klaus Oberecker, Verantwortlicher für coolaustria.com, Geschäftsführer bei MindTake New Media Consulting, sieht klare Vorteile in Web 2.0-Anwendungen: “Unser Ziel ist es, eine Seite zu etablieren, die unverfälschte Tipps und Eindrücke anbietet. User zeigen durch Fotos, wie Hotels wirklich aussehen und durch Einträge, wo sich die besten Restaurants befinden.”

Derzeit finden sich noch einige Schwachstellen auf der Seite…

Es gibt noch keine einheitliche Übersetzung ins Deutsche und Englische, was aber für den internationalen Reiseverkehr wichtig wäre (UEFA EURO 2008). Zudem finden sich noch sehr wenige Empfehlungen von rund 150 Usern (darunter auch eine Testuser von Werbung Österreich) auf coolaustria.com.

In der Blogosphäre wird das Projekt noch kritisch beäugt. Zu bemängeln sind die AGBs von coolaustria.com, die die Nutzungsrechte für hochgeladene Bilder automatisch der Firma MindTake New Media Consulting zuweisen. Ein klarer Zwiespalt in der Welt des Social Networkings. Die weiteren Entwicklungen bis zum offiziellen Launch bleiben abzuwarten.

Die Studierenden des Studiengangs “Journalismus und Unternehmenskommunikation” (Jahrgang 2006) der FH JOANNEUM in Graz recherchierten zum Thema Web 2.0., Blogging und Bürgerjournalismus in Österreich. Wir haben ihre Ergebnisse hier zusammengefasst und danken ihnen für diesen Beitrag.

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