Deutschlands drittgrößter Stromerzeuger Vattenfall Europe hat sich eine neue Tochter zugelegt: Die Hamburger Vattenfall Europe New Energy. Damit will das Unternehmen seinen Anspruch verdeutlichen, den schnell wachsenden Markt für erneuerbare Energien nicht zu verschlafen.
2008 erster Offshore-Windpark vor Sylt
Vorstandschef Klaus Rauscher erklärte, Vattenfall wolle bald 15 Prozent seines Stroms regenerativ erzeugen. Bis 2030 wolle das Unternehmen seine CO2-Emissionen halbieren. 2050 will Vattenfall nur noch “kohlendioxidneutral” Strom erzeugen. Erreicht werden sollen diese schönen Ziele mit “kohlendioxidfreien Braunkohlekraftwerken”, mit Wasserkraft und mit Offshore-Windparks.
Die neue Gesellschaft betreibt mit zunächst 300 Beschäftigten und einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro bereits sechs Anlagen zur Müllverbrennung, eine Klärschlammverwertung und einen Windpark. 2008 will Vattenfall seinen ersten großen Offshore-Windpark vor Sylt errichten. Geplant sind Windräder mit insgesamt 400 MW Leistung. Das ist beinahe ein halbes Atomkraftwerk. Bei Erfolg soll der Windpark später verdoppelt werden.
Besänftigung der Kunden…
Vattenfall hat in den letzten Wochen durch die Ankündigung von Preiserhöhungen mehrere Tausend Kunden in Berlin und Hamburg verloren. Viele von ihnen sind gleich auf Ökostrom umgestiegen. Vattenfall möchte sie zurückgewinnen. An diesem Beispiel wird deutlich, wie stark Verbraucherinnen und Verbraucher sein können, wenn sie von der Möglichkeit Gebrauch machen, preisgünstig auf Ökostrom umzusteigen.
Quelle:
Franz Alt
Wenn es nach Franz Alt gehen würde, würden wir wohl alle demnächst so rumlaufen: http://www.solarresearch.org/SAW_CO2.pdf