Ein Volk, ein Staat, zwei Führer

Weil Australier, Bulgaren, Argentinier, Schweden und wohl auch Südkoreaner planen, demnächst mit ihren Heeren in Afrika einzufallen, ist der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi vor dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union mit der Idee vorgeprescht, eine afrikanische Armee von zwei Millionen Soldaten zu gründen. Dieses Heer könnte ein Schritt zur Schaffung der

gaddafiWeil Australier, Bulgaren, Argentinier, Schweden und wohl auch Südkoreaner planen, demnächst mit ihren Heeren in Afrika einzufallen, ist der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi vor dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union mit der Idee vorgeprescht, eine afrikanische Armee von zwei Millionen Soldaten zu gründen.

Dieses Heer könnte ein Schritt zur Schaffung der Vereinigten Staaten von Afrika sein, so Gaddafi. “Eine einzige afrikanische Regierung, eine einzige afrikanische Armee, um Afrika mit einer Truppenstärke von zwei Millionen Mann zu verteidigen. Eine Währung, ein Pass. Accra muss diese Botschaft hören”, sagte der in England ausgebildete Autokrat, der seit 38 Jahren regiert. Erste Schritte zur Einigung des Kontinents solle die Afrikanische Union schon beim anstehenden Gipfel beschließen. Gaddafi, der zugab, dass Libyen am Anschlag auf Pan-American-Flug 103 über der schottischen Stadt Lockerbie beteiligt war, hält eine gemeinsame Regierung für ganz Afrika für das “einzige Mittel, die Unabhängigkeit des Kontinents, politische und wirtschaftliche Freiheit sowie Fortschritt und Entwicklung zu sichern”, heißt es in einer Erklärung, die neben ihm auch Simbabwes Staatschef Robert Mugabe unterschrieben hat, gegen den zur Zeit in Europa ein Einreiseverbot besteht, weil er für massive Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht wird.

Verteidigung des Jammertals gegen Invasoren

Mugabe, ein überzeugter Marxist, hält Homosexualität für “unnatürlich” und “unafrikanisch“, startete Anfang der 90er einen Krieg gegen den benachbarten Kongo und schaffte es in den letzten paar Jahren, etwa 1,5 Millionen seiner Landsleute verhungern und an Krankheiten sterben zu lassen. Derzeit beträgt die Inflationsrate in Simbabwe stolze 4.500 Prozent, die in Libyen 2,5 Prozent. In Simbabwe sind 80 Prozent der Bevölkerung arbeitslos, in Libyen 30.

Nahe liegend, dass Staatsmänner mit solchen Problemen zuerst einmal daran denken, eine Armee zu gründen, um das eigene Jammertal gegen Invasoren verteidigen zu können.

Quelle: politplatschquatsch.blogspot.com

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