YouPEC: Kriege um Energie und Rohstoffe?

Mari Roald Bern kommt aus Norwegen, studiert in Freiburg im Breisgau, einer wunderschönen grünen Universitätsstadt im Südwesten, und hatte zwei böse Überraschungen mit einer ganz anderen Realität, als sie auf der YouPEC-Konferenz (RE-Bericht) in Berlin war. Als ich mit der S-Bahn in Richtung FEZ und YouPEC gefahren bin, habe ich

Nichts Erschreckendes? , Foto: klimaschuetzer.deMari Roald Bern kommt aus Norwegen, studiert in Freiburg im Breisgau, einer wunderschönen grünen Universitätsstadt im Südwesten, und hatte zwei böse Überraschungen mit einer ganz anderen Realität, als sie auf der YouPEC-Konferenz (RE-Bericht) in Berlin war.

Als ich mit der S-Bahn in Richtung FEZ und YouPEC gefahren bin, habe ich mich erschrocken. Ein Werbeposter mit blauem Fluss, grünen Bäumen und glücklichen Schafen strahlte mir entgegen. An sich ein Bild von Harmonie und Ruhe. Nichts Erschreckendes. Aber die Buchstaben “Klimaschützer der Woche” verursachten eine Gänsehaut bei mir.

Es ist ein Irrtum, dass man das Klima schützen kann. Endlich hatten wir uns geeinigt (das heißt: die mächtigen Frauen und Männer haben es ausgesprochen), dass sich das Klima aufgrund menschlicher Aktivitäten verändert. Das ganze Leben auf dieser Erde prägt das Klima und wird geprägt von ihm. Ich atme Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. Die Pflanzen und Bäume um mich herum machen es umgekehrt. Die Kehrseite von der Verbrennungsmotoren-Gesellschaft ist, dass Kohlendioxid und andere Treibhausgase (zum Beispiel die von der industriellen Fleischproduktion emittierten) in zu großen Mengen ausgestoßen werden. So entsteht der Klimawandel. Wichtig ist aber, dass der Klimawandel an sich keine Katastrophe ist. Die Konsequenzen des Klimawandels sind oft mit Katastrophen verbunden. Die heuchlerische Argumentation, die gerade von der politisch und wirtschaftlich sehr mächtigen “Klimaschützer”-Kampagne aufgebaut wird, lautet, dass man die Ursachen des Klimawandels schlicht umgeht.

Im Gespräch mit Herrn Frank Umbach von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) habe ich mich zum zweiten Mal erschrocken. Er behauptete, dass wir Kriege um Energie und Rohstoffe werden führen müssen. Deshalb müsse Deutschland neu investieren: erstens in Atomkraftwerke und zweitens in Kohlekraft, denn ein Mix aus verschiedenen Energiequellen sei nötig. Seiner Meinung nach ist es zu riskant, den Atomausstieg jetzt (oder 2010) zu vollziehen, weil Deutschland ohne Atomtechnologie verletzlicher sein wird, wenn die Kriege um Energierohstoffe ausbrechen werden.

Die fossilen Energiequellen sind nicht erneuerbar. Atomstrom kann kein Happy-End versprechen. Sonne, Wind, Biomasse oder Wellen werden immer da sein. Ohne dass wir darum Kriege führen müssen.

Als junge Europäerin glaube ich, dass wir jetzt eine große Verantwortung und viele Möglichkeiten haben. Viel Geld muss investiert werden. Was jetzt gemacht wird, prägt die nächsten 20 bis 40 Jahre. Erneuerbare Energien bieten ein Mix: Die Sonne muss nicht scheinen, um Biomasse zu benutzen. Die autonome Rohstoffversorgung in der Form dezentralisierter Produktion (Kraft-Wärme-Kopplungen) stärkt die Position lokaler Akteure. Egal, ob ein kleines Dorf oder eine große Stadt: Es ist besser, das öffentliche Geld in lokale Energieproduktion (und somit Arbeitsplätze und später Einnahmen) zu investieren, als es an einen der vier Energieriesen in Deutschland wegzuverschicken. Wenn wir jetzt die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien schaffen, entstehen die Strukturen einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Gesellschaft.

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  1. Blockkraftwerke und autarke Regional-Versorger – sind erstens billiger,
    auf längere Leitungsverluste bei der elektrischen Energie bezogen.
    Zweitens sind sie nicht MÄCHTIG, und somit können sie nicht, wie andere,
    als ERPRESSER und LOBBYISTEN, die sich die ABGEORDNETEN ZUSAMMEN-
    KAUFEN, auftreten. Wäre allein schon ein ernsthafter Grund, meine ich.

    Zum zweiten entscheiden regionale EVUs flexibler, können moderne
    Technologien einfacher und schneller austesten und einsetzen und haben
    damit allein schon die nötige Akzeptanz der umliegenden Verbraucher.

    Ein überregionaler Leitungsverbund durch eine STAATLICHE Netzagentur
    ist gar nicht sooo schlecht, denn die gleicht dann regionale Ausfälle oder
    Überbedarf notfalls im Verbund aus. Das kann nicht allzu teuer sein, vor
    allem ist da die langfristige Kapazitätsplanung voraussehbar, keine bösen
    Kostenexplosionen, die dem Verbraucher mit viel Getöse untergejubelt
    werden könnten!!!

    Von neuen, bzw “anderen” Technologien will ich hier gar nicht reden, denn
    das ist m.E. ein eigenes Thema. Die Schweiz macht es in einigen Kantonen
    vor, wo Dörfer z.B. eine eigene, FREIE ENERGIE-Versorgung aufgebaut
    und am laufen halten.

    Aus nachvollziehbaren Gründen wird in der gleichgeschalteten BANANEN-
    Republik BRD-Presse über SOWAS natürlich gar nicht berichtet. Nur im
    Internet kann man dazu fundiert pfündig werden. Aber, wir hams ja.
    Und – der Deutsche is halt so gutmütig, mit dem kann man alles machen.
    Wie bei Onkel Fritz, dem man alle Maikäfer der Welt ins gemachte Bett
    entleert. Wobei Max und Moritz am Ende eben doch dafür zahlen werden…
    Die wissen es nur noch nicht, in Bärlin!
    Turbo