„Nur wenn die Goldene Regel als Fundament für Toleranz und Respekt anerkannt wird, kann sie als angemessenes ethisches Prinzip für den interkulturellen und globalen Dialog angewandt werden. “
Diese Worte sind der Schluss, den der Autor Josef Bordat aus einer, wie er es nennt „Meditation“ über Empathie und Güte zieht. In seinem philosophischen Artikel auf OhmyNews vergleicht er die Aufforderungen verschiedener Religionen zur Empathie und Toleranz und stellt fest, dass sie sich, trotz unterschiedlichster Zeiten und Kulturen, immer gleichen. Als „Goldene Regel“ ließe sich auch die Grundlage der meisten ethischen Theorien festhalten: „Behandele den Anderen so, wie Du behandelt werden möchtest.“
Umso trauriger stimmen daraufhin auf die anderen Beiträge auf OhmyNews:
Umer Farooq gibt auch heute – bzw. gestern Nacht – einen Bericht zu den jüngsten Ereignissen rund um die Rote Moschee und zur Tötung des Geistlichen Abdul Rashid Ghazi, dem nach Angaben des pakistanischen Innenministeriums die Möglichkeit zur Aufgabe verweigerte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels seien noch 25-30 Studenten in dem besetzten Gebäude gewesen. Zudem habe es Berichte zur Ausweitung der Gewalt gegeben: Im Norden Pakistans sei es zu Angriffen auf Staatsbeamte gekommen.
Ebenfalls zu Ausschreitung sei es in Kamerun gekommen, berichtet Yemti Harry Ngienla, der auch ein kurzes Interview mit Mitgliedern der Oppositionspartei APF (Alliance of progressive Forces) führte, die offenbar von Schlägern der machthabenden Partei (CPDM – Cameroon People’s Democratic Movement) angegriffen worden waren. Kurz zuvor hatte der Staat zu Besonnenheit, Frieden und Harmonie während der Wahlvorbereitungen aufgerufen (am 22. Juli wird in dem afrikanischen Land gewählt).
Zu den Gedichten der Seite ist ein bewegendes hinzugekommen: „Lost Dreams Recovered“ von Amin George Forji beschreibt die Flucht einer Familie während des Genozids in Ruanda.
Ein „Featured Article“ von Deborah Ann Dilley betrachtet die kurdische Blogszene – die, obwohl über sie auf Global Voices schon länger als über die türkischen Blogs berichtet wird, zu schrumpfen scheint. Eine Begründung dafür könnten die Hacker sein, die es den Bloggern schwer machen, ihre Seiten zu halten. Eine neue Organisation, „The Arab Network for Kurdish Rights“ versucht, die kurdischen Onlinestimmen zu schützen. Das sei, wie auf der Seite Hevallo deutlich wird, gerade jetzt wichtig, da die psychologische Kriegsführung und Kriminalisierung der kurdischen Bemühungen in der Türkei besonders stark seien und Stimmen, die aus kurdischer Sicht für Ausländer berichteten, von großer Bedeutung.
Carlos Raúl van der Weyden Velásquez hat die Reaktionen auf die riesigen Demonstrationen in Kolumbien zusammengetragen, zu denen aufgerufen worden war, nachdem 11 Abgeordnete von FRAC Guerilla ermordet worden waren. Die Stimmung der Blogger wirkt erleichtert darüber, dass endlich etwas gegen die Entführungen geschieht – so schreibt Atrabilioso schlicht: Endlich! Und auch Doppiafilia äußert ihr Freude darüber, dass endlich ein Ende der Apathie zu spüren sei. Sarkastisch dagegen der Blog von Bilioso: Die Demonstrationen könnten nicht als Erfolg gewertet werden, zu viele seien schon durch die Hände der FARC gestorben.
Dass Barcelona einen Besuch wert ist, wissen die meisten und denken an La Rambla, den Strand oder die „Sagrada Familia“. Dass Barcelona auch sonst eine der europäischen Städte mit der höchsten Lebensqualität ist, wird im Artikels von Adrian Miller deutlich, der beschreibt, weshalb die katalonische Stadt eine der „grünsten“ Europas ist. Dazu gehört ein Programm, das Fahrräder für jedermann ausleihbar in der Stadt etabliert hat ebenso wie der Ausbau des 120 Kilometer langen Fahrradwegnetzes. Auch ein neues Abfallsystem trägt zum angenehmen Leben in der Stadt bei: Müllcontainer werden unter die Erde verlegt, der Müll nur noch nachts abgeholt – für Sondermüll wie Batterien, CDs oder Druckerpatronen gibt es Extra-Container.
Auf der Huffington Post lässt sich heute ein Live Chat mit Michael Moore nachlesen, der gestern Nacht stattfand – Jonathan aus Los Angeles konnte endlich fragen, was sicher vielen auf dem Herzen brennt: „Haben Sie je daran gedacht, Präsidentschaftskandidat zu werden?“ Die Antwort Michael Moores lautet nein – doch es gibt auch ernstere Fragen, unter anderem zu den Auseinandersetzungen Moores mit dem CNN Hausarzt Dr. Sanjay Gupta, der Moore Datenmanipulation in seinem Film „Sicko“ vorwirft, sowie eine Menge links zum amerikanischen Gesundheitssystem.
Kommentare
Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.