“Deutschland hat die sichersten Atomkraftwerke der Welt.” Gebetsmühlenartig leierten die deutschen Atommanager dieses Mantra seit Jahrzehnten herunter.
Jetzt, da sich eine Kraftwerkspanne an die andere reiht, holt sie ihre eigene Propaganda ein. Störfall, Unfall, Vattenfall – das ist die Antwort auf eine verantwortunsglose Propaganda der Atomlobby. Auch die gläubigsten Atomfreunde sind verunsichert über die Frechheiten der Vattenfall-Manager in diesen Tagen. Dübel, Leitungen, Kühlwasserprobleme, Halbwahrheiten und zu späte Informationen.
Noch immer sind nicht alle Fragen der Politik und Öffentlichkeit beantwortet.
Dass die Politik die verantwortlichen Techniker nicht direkt befragen darf, lässt vermuten, dass Vattenfall noch lange nicht mit der ganzen Wahrheit an die Öffentlichkeit ging. Was soll denn verschwiegen werden? Wovor fürchtet sich der Atomkonzern? Seit Tschernobyl wissen alle, dass AKWs niemals 100-prozentig sicher sein können. Und seit wenigen Wochen wissen die Deutschen, dass die hiesigen Atomkraftwerksbetreiber Angst vor der Wahrheit haben. Dabei sind noch immer 17 Meiler am Netz.
Und für diese 17 AKWs längere Laufzeiten? Wenn Vattenfall und Co. Politik und Öffentlichkeit weiter so an der Nase herumführen wie in den letzten Wochen, gibt es eher kürzere als längere Laufzeiten! Das Misstrauen in die Atomkraft wächst – Dank Vattenfall.
Quelle: Franz Alt 2007
Bei mir wächst eher das Mißtrauen in Franz Alt.
Vattenfall hat die Behörden nicht zu spät informiert. Es gibt dafür gesetzliche Fristen, die eingehalten wurden.
“Seit Tschernobyl wissen alle, dass AKWs niemals 100-prozentig sicher sein können.”
Wenn ich einen Eisenbahnwagen mit glühendem Koks in einer Großstadt auf dem Bahnhof anhalte und den Inhalt dann über die Wartenden am Bahnsteig ergießen lasse, scheint das für Franz Alt auch ein Beweis dafür zu sein, daß ein Kohlekraftwerk niemals sicher sein kann. Genau dies ist in Tschernobyl geschehen – und Franz Alt weiß es. Und Franz Alt weiß auch um die unterschiedliche Technolgie zwischen dem Reaktor in Tschernobyl und den modernen Reaktoren heute. Und eben weil er um diese Unterschiede weiß, ist ein solcher Vergleich erst recht der Beleg dafür, daß billigste Propaganda manchen schon genug ist.
“Jetzt, da sich eine Kraftwerkspanne an die andere reiht”
Aha – welche Pannen reihen sich denn da so aneinander? Da war zum einen der Brand eines Trafos. Ein vollkommen normales Ereignis, wie es in einem jedem Umspannwerk oder Kraftwerk jederzeit vorkommen kann und regelmäßig vorkommt. Es hat nichts, aber auch gar nichts mit einem Kernkraftwerk zu tun.
Dann wurde ein anderes KKW abgeschaltet. Klar, wenn plötzlich die EInspeisung eines ganzen Kraftwerkes ausfällt, weil es einen Brand gibt, kommt es zu Schwankungen im Stromnetz, die eine automatische Abschaltung nach sich ziehen können. Wieder ein normaler Vorgang, der der Sicherheit dient und nichts mit KKW zu tun hat.
Dann wurde ein zu hoher Wasserstoffanteil in Kühlkreisläufen entdeckt. Ein physikalisch simpler Vorgang, der bekannt ist und deshalb durch Meßeinrichtungen überwacht wird. Steigt der Anteil zu stark an, wird das registriert und die Leitungen werden gespült. Da sist keine Panne, sondern der normale Betrieb.
Was haben wir denn dann noch? Ungewollte Absperrungen durch Fehlbedienungen. Ja, und? Kommt ebenso in einem jeden Kraftwerk mal vor. Dafür gibt es Sicherheitssysteme, die verhindern, daß durch Fehlbedienungen größere Gefahren erwachsen.
Also was soll bitte diese billige und sogar zum Teil schlicht falsche Propganada Herr Alt? Sind Sie so verzweifelt, daß Ihnen die Argumente ausgehen. Traurig, wirklich traurig.
Franz