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Die Notwendigkeit von Blogs - Bürgerjournalismus weltweit

Donnerstag, den 12. Juli 2007 um 17:03 Uhr von Marie Naumann
Am 11. Juni gab es in Nairobi eine Explosion - Ob Bombe, Selbstmordattentat oder Unfall bleibt ungeklärt. Foto: screenshot via Thinkersroom

Global Voices Was hier geschah, hat uns die zweischneidige Natur überall vorhandener Kommunikationsmittel wie Blogs, emails und sms vor Augen geführt. Es besteht kein Zweifel daran, dass sie mächtige Mittel zur Verbreitung von Informationen sind. Ebenso besteht kein Zweifel daran, dass sie mächtige Mittel zur Verbreitung von Desinformationen sind. Die Gerüchte und Bezichtigungen, die mich erreicht haben, machen mich sprachlos. Einige der Berichte, die ich erhielt, sprechen von Hunderten Toten, und behaupten, dass der gesamte Häuserblock der Erde gleichgemacht worden sei. Schuld wurde Al-Qaida, aus Versehen gezündeten Granaten, Mungiki [Name einer kenianischen Sekte und Massenbewegung, Anm. der Red.], Zeitbomben, elektronisch und per Handy gezündeten Bomben zugesprochen.“

Diese Worte von Thinkers Room beziehen sich auf eine Explosion in der Innenstadt von Nairobi im letzten Monat, über die Blogger sehr viel schneller berichtet hatten, als die Mainstream Medien. Sie sind zugleich Auslöser einer heftigen Diskussion um den Wert und die Bedeutung von Blogs und Bürgerjournalismus – Thinkers Rooms Kontrahent Mental Acrobatics verteidigt und unterstreicht die Notwendigkeit von Blogs und Internetplattformen:

Mein Argument ist, dass gerade solche Geschichten nicht die Gefahr von Blogs zeigen, die NOTWENDIGKEIT von Blogs und anderen Bürgermedien. Während Mainstream Medien noch in seinen Produktionsschienen feststeckte, hatten Blogger bereits darüber geschrieben was sie gesehen oder gehört hatten. Es ist nichts falsch an dem Gebrauch von Zeugenaussagen, jeder Historiker kann mir die Bedeutung solcher Quellen bestätigen.

Die an diese Aussagen anschließende Diskussion, die von Ndesanjo Macha zusammengefasst wird, zeigt zum einen die (internationale) Notwendigkeit der Auseinandersetzung von klassischen Medien mit Blogs – und in diesem Fall auch, wie stark die Kenianische Blogszene gewachsen ist.

Ebenfalls um die Notwendigkeit von Blogs geht es in einem Interview von Hamid Tehrani mit Baktash Siawash, einem afghanischen Blogger – da dieses Interview durch das Übersetzungsprojekt von Global Voices bereits in Arbeit genommen wurde, liegt es auch auf Deutsch vor.

Über eine Überwachung der Blogosphäre, die der japanische Staat unter dem Titel „Internet Richtlinien“ etablieren möchte, schreibt Hanako Tokita: Das Vorhaben sollte die Öffentlichkeit auf einer Website vom 20. Juni bis zum 20. Juli kommentieren können – leider wusste bislang kaum jemand etwas von den Plänen der Regierung, noch von der Existenz der Site. Die japanische Blogosphäre greift das Thema erst jetzt auf und ist – verständlicher Weise – empört.

Agoravox

Ein weiterer Web-basierter Artikel ist der Beitrag von Terry Heaton auf AgoraVox, der über die neue Zählweise von Nielsen für Websites bespricht und dabei einen Überblick bietet zu verschiedenen Zählweisen – die jeweils zu sehr verschiedenen Resultaten führen: So sei AOL beispielsweise auf Platz sechs wenn es um page views geht, aber an erster Stelle, wenn man die Zeit betrachtet, die auf der Seite verbracht wird.

Über die Exekution von Elijah Page durch Gift berichtet in einer Kurznachricht Chip D. Der Mann, der wegen Mordes verurteilt worden war, ist seit 1877 der 15. Mensch, an dem in dem amerikanischen Staat South Dakota die Todesstrafe vollzogen wurde. Sie sei stolz auf den Staat und stolz darauf, eine Amerikanerin zu sein, habe die Mutter des Mordopfers Chester Poage nach der Exekution gesagt.

Über die Qualen an seiner Schule, an der er in den 80er Jahren von den Lehrern nicht nur gemobbt, sondern auch brutal geschlagen wurde und seinen Werdegang als Pazifist, der aus dieser Behandlung resultierte, schreibt der Autor Danny Bernardi.

OhmyNews

Vor hundert Jahren wurde die Künstlerin Frida Kahlo geboren, ohne Frage eine der bedeutendsten Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts. Über ihr schmerzerfülltes Leben und ihr Wirken schreibt Siantruri Dinah Roma, die sich aus ganz persönlichen Gründen der Malerin verbunden fühlt.
Aus der Türkei schreibt Michael Werbowski – wir sind dabei, seinen Kommentar, der die Stimmung kurz vor den Wahlen in Istanbul wiedergibt, für unsere Leser zu übersetzen.
Auf der indonesischen Bürgerjournalismusseite wikimu.com wird über die neuen sieben Weltwunder diskutiert – vor allem das Ausscheiden des Borobudur-Tempels wird dort besprochen – Maria Margaretta Vivijanti schreibt über die Geschichte des 2800 Jahre alten Gebäudes.

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Eine Reaktion zu “Die Notwendigkeit von Blogs - Bürgerjournalismus weltweit”

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  1. gringer

    am 12. Juli 2007 um 17:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ein Blog kann in der Tat eine hohe Reichweite erziehlen und dort durchdringen, wo staatlich kontrolierte Medien versagen.

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