“Seit dem 19. März sind die Tierschützer, unter der ‘Regie’ von der Tierschutzgruppe Rüppurr und anderen europäischen Auslandstierschutzvereinen, in großer Sorge um die 102 griechischen Hunde, die in Ancona beschlagnahmt wurden. Sie müssen dort unter unglücklichen Bedingungen in acht italienischen Tierheimen ihr Dasein fristen. Diese Hunde wurden von griechischen Tierschützern im eigenen Land gerettet, tiermedizinisch versorgt, liebevoll aufgepäppelt und gesund gepflegt. Die Tiere wurden des Weiteren geimpft, gechipt und erhielten einen EU-Pass.
Dann gingen diese Hunde auf die Reise, um ein sicheres und behütetes Leben bei ihren Adoptiv- oder Pflegefamilien in Deutschland, Belgien und Holland zu haben. Doch die Reise endete für die Hunde, in Ancona – Italien. In einem Interview äußerten sich Frau von Kopp und Frau Heiser zu den 102 festgehaltenen Hunden.” (Quelle: Hoffnung für vier Pfoten)
Interview mit der “Ancona Tierschutzgruppe”
Die “Ancona Tierschutzgruppe” (wie Frau Heiser es nennt) besteht unter anderem aus:
Mareike Heiser Hoffnung für vier Pfoten e.V.
Marion Noss Die Arche e.V.
Petra von Kopp Tierschutzgruppe Rüppurr e.V.
Autorin: Gibt es auch Organisationen oder Arten, aus Griechenland Hunde zu bekommen, vor denen sie warnen möchten?
Ancona Tierschutzgruppe: Nein und dieses Thema steht, im Zusammenhang mit unseren Ancona-Hunden unserer Meinung nach, nicht zur Debatte. (meinen Frau Heiser und Frau von Kopp)
Autorin: Werden die 102 Hunde in Deutschland auch noch weiter betreut?
Ancona Tierschutzgruppe: Allgemein können wir sagen, sobald die Hunde an ihren Bestimmungsorten angekommen sind, werden sie von den verschiedenen Tierschutz-Organisationen selbstverständlich weiterhin betreut – wie jeder Hund, den wir bisher aus Griechenland holen konnten. Speziell für unsere Vereine können wir versichern: Wir kümmern uns ein Hundeleben lang um unsere Tiere. (meint Frau Heiser)
Autorin: Wie werden die Familien, bzw. zukünftigen Herrchen und Frauchen ausgewählt?
Ancona Tierschutzgruppe: Nach den Ansprüchen, die der jeweilige Hund hat. Viel Bewegung, Zweithund oder andere Kriterien. Berufstätig, Wohnverhältnisse, Familienverhältnisse und viele Dinge mehr. Die neuen Menschen unserer Hunde werden allein nach den Bedürfnissen, Eigenheiten, Charaktereigenschaften der Tiere ausgesucht. Mensch und Hund müssen zusammen passen. Wir werden von unseren griechischen Partnern regelmäßig über die Hunde informiert, was uns erst in die Lage versetzt, die passenden Familien zu finden. (meinen Frau Heiser und Frau Kopp)
Autorin: Gibt es eine Überprüfung?
Ancona Tierschutzgruppe: Selbstverständlich gibt es eine Vorkontrolle, Gespräche und auch nach der Vermittlung stehen wir mit den “Adoptanten” in Kontakt. Auch bei Problemen oder Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung und helfen, wenn es notwendig sein sollte. (meinen Frau von Kopp und Frau Heiser)
Autorin: Kann man bei so vielen Hunden aus dem Ausland finanziell profitieren? Wenn ja, WER profitiert davon?
Ancona Tierschutzgruppe: Wenn man einen Tierschutzverein aufgebaut hat und führt wird man nie Profit erzielen, denn die Tiere, die wir betreuen, benötigen manchmal sehr hohe finanzielle Mittel für die tierärztliche Versorgung (OPs und andere tierärztliche Maßnahmen) und für die Verpflegung und die Unterbringung. Wir holen ja nicht nur junge und gesunde, sondern auch kranke, verletzte und alte Tiere, denen in Deutschland sehr viel besser geholfen werden kann als in Griechenland. Sollte es jemanden geben, der vom Auslandstierschutz profitiert, so sind es die deutschen Tierärzte. Und nicht zu vergessen, dass wir natürlich unsere griechischen Partner finanziell für z. B. Kastrationen unterstützen. (meinen Frau Heiser und Frau von Kopp)
Autorin: Wird die Tierschutzgruppe, die diese 102 Hunde nach Deutschland rettet, als “Held(in)” gefeiert?
Ancona Tierschutzgruppe: Schon heute kann man sagen, dass es niemals nur eine Organisation oder eine Person wäre, die als Retter unserer Hunde gefeiert werden könnte. Wir alle haben zusammen gearbeitet und getan, was notwendig war und ist, um unsere Hunde aus Ancona wieder zu bekommen. Allen voran unsere griechischen Partner. Die einzigen, die wir alle gemeinsam als wirkliche “Helden” feiern werden, sind unsere Hunde, sobald sie endlich hier bei uns in Deutschland sind. (meint Frau Heiser)
Autorin: Warum streiten sich Tierschützer untereinander?
Ancona Tierschutzgruppe: Tierschützer streiten sich aus den gleichen Gründen wie ein Ehepaar, Freunde, Kollegen und Nachbarn – weil sie unterschiedlicher Meinung sind. (meint Frau Heiser)
Autorin: Was ist der Vorteil davon (vom Streit)? Oder wer hat Nachteile davon?
Ancona Tierschutzgruppe: Nachteile entstehen, dass hier nicht miteinander geredet wird, weil man es nicht nötig hat und man Nerven und Zeit verschwendet für Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Wie Stillschweigen über Dinge zu bewahren, die der Sache schaden und Menschen verunglimpfen. (meint Frau von Kopp)
Frau Heiser meint: Der Vorteil eines Streits könnte sein, dass danach die Fronten geklärt und ein vernünftiges Gespräch möglich ist. Nachteile könnten sein, dass irgendwann gar nicht mehr miteinander geredet wird.
Autorin: Was ist ein “Schreibtisch-Tierschützer”?
Ancona Tierschutzgruppe: Diese und die folgenden zwei Fragen halte ich für nicht relevant für das eigentliche Thema. Da aber klar ist, warum Sie Fragen stellen, werde ich sie beantworten. Ein “Schreibtisch-Tierschützer” ist ein Mensch, der keine praktische Erfahrung im direkten Tierschutz hat, der nicht in der Materie steckt und dem daher meist auch das oft so wichtige “Insider – Wissen” fehlt. Da ich annehme, dass Sie hier auf jemanden Bestimmtes abzielen, so gehört “er” im Falle Ancona ganz sicher zu den “Schreibtisch-Tierschützern”, denen das Hintergrundwissen fehlt, das aber auch nicht jedem zugänglich gemacht werden kann. Daher wäre es schön gewesen, wenn “er” sich aufgrund unserer Hinweise in diese Richtung zurück gehalten hätte. (meint Frau Heiser)
Autorin: Gibt es auch Schreibtisch-Tierschützer, die ein riesiges Netzwerk an Tierschützern jeweils vor Ort haben und so trotzdem aktiv etwas bewegen können?
Ancona Tierschutzgruppe: Wenn es sie geben sollte, so habe ich noch nichts von ihnen gehört. Und wenn jemand ein relativ umfangreiches Netzwerk hat, so hilft es eigentlich nur bei ausgesprochen allgemeingültigen Fällen. Wenn ein solches Netzwerk aktiviert wird, um z. B. sehr viele Unterschriften für eine Petition zusammen zu bekommen oder um eine Fahrerkette zur Rettung eines oder mehrerer Tiere bilden zu können, so ist das absolut sinnvoll. Da sind sowohl Sinn und Zweck als auch der Hilfswunsch klar vorgegeben, und es kann zu keinen negativen Resultaten führen. In spezifischeren Fällen können derart aktivierte Massen schnell ein unerwünschtes Eigenleben entwickeln. Hier kann eine Hilfe nur möglich sein, wenn die eigentlich Betroffenen die Art der gewünschten Hilfe vorgeben. (meint Frau Heiser)
Frau von Kopp: Nicht alles was sich in den Verteilern tummelt sind Tierschützer. Es mögen Tierfreunde sein, das spreche ich nicht ab. Aber aktiver Tierschutz heißt eigentlich, dass man wenig Zeit hat um sich den ganzen Tag am PC zu tummeln. Und man sollte dann auch mit guten Beispielen voran gehen und nicht nur andere auffordern: Tut was. Und wenn es schon so läuft, dann aber bitte ehrliche und redliche Tierschützer nicht beleidigten und beschimpfen.
Autorin: Wenn ein Schreibtisch-Tierschützer vor Ort Leute hat, die ihm/ihr helfen, Tiere zu retten und ihm/ihr entsprechende Informationen zukommen lassen, was ist daran “falsch” so zu arbeiten?
Ancona Tierschutzgruppe: Wir bezweifeln sehr, dass – und wir reden von Herrn G. – Leute vor Ort hat, die ihm helfen Tiere zu retten. Hier handelt es sich um die Organisationen, die um Hilfe bitten und die auch für die Unterbringung und die Rettung der Tiere sorgen. Herr G. verbreitet lediglich die Mails. (meint Frau von Kopp)
Frau Heiser: Nun, vielleicht sollten Sie zunächst sagen, was Sie unter “Rettern oder Helfern vor Ort” verstehen. Ansonsten finden Sie die Antwort auf diese Frage in der Antwort der vorangegangenen Frage.
Autorin: Warum schadet die Berichterstattung über 102 Hunde, die im Ausland leiden?
Ancona Tierschutzgruppe: Es schadet nicht eine Berichterstattung als solche. Die hätten wir uns schon vor Monaten gewünscht. Da wäre es gut gewesen, wenn die Medien über die Fakten berichtet und zusätzlich die Politiker “genervt” hätten. Wir haben so gut wie jede Zeitung und auch alle anderen Medien angeschrieben und sie mit Informationen über den Ancona-Fall versorgt. Leider total vergeblich. Doch dies nur nebenbei. Wir wehren uns lediglich gegen eine Berichterstattung, die über Dritte lanciert wird, mehr Agitation als Fakten sowie üble Nachrede enthält und mit den eigentlich Betroffenen nicht abgestimmt ist. (meint Frau Heiser)
Frau von Kopp: Es schadet nicht, wenn über den Fall berichtet wird, nur muss hier sehr bedacht vorgegangen werden.
Autorin: Was ist an der Stellungnahme des Herrn Yiannis Vassiliou nicht korrekt? Diese Stellungnahme belastet diesen Mann doch überhaupt nicht?
Ancona Tierschutzgruppe: Die Stellungnahme von Herrn Yiannis Vassiliou ist korrekt, da er sie selbst verfasst hat. Es ist absolut schlecht, wenn hier über einen großartigen Mann, der schon 1000den Hunden und Eseln und Pferden das Leben gerettet hat, ein Part wegen angeblicher Steuerhinterziehung gewidmet wird. Richtig ist, dass die griechischen Tierschützer in großer Not sind und keine andere Möglichkeit haben, die Tiere außer Landes zu bringen und jeder natürlich soviel Hunde wie möglich auf die Transporte schickt. Und Yiannis macht es nicht aus Geldgier sondern weil er die Verzweiflung der Leute mitkriegt.
Wie viel letztendlich pro Hund bezahlt wird, ist Sache der Griechen und geht hier in Deutschland niemanden etwas an.
Herr Vassiliou muss auch seine Trucks bezahlen, Steuer, Versicherung, Fähre und Benzin und auch seine Fahrer. Auch bei ihm fällt das Geld nicht vom Himmel und die Dinge müssen finanziert werden.
Frau Garagouni – auf die wir noch zu sprechen kommen – freut sich natürlich, wenn hier solche Details an die Öffentlichkeit kommen mit einem total unpassenden Kommentar. (meint Frau von Kopp)
Frau Heiser: Seine eigene Stellungnahme belastet ihn natürlich nicht. Das hat auch niemand behauptet. Herr Vassiliou hat auf seine Anhörungen und seine Verhandlung warten müssen, denn die Termine wurden von der italienischen Justiz vorgegeben. Nun hat diese Verhandlung am 05.07.07 statt gefunden, und wir alle warten auf die Bekanntgabe des Gerichtsspruches.
Autorin: Wer ist Herr Yiannis Vassiliou? Warum ist er so wichtig für diese Hunde?
Ancona Tierschutzgruppe: Yiannis Vassiliou transportiert in seinen Lkw’ s von Berufs wegen Reit- und Turnierpferde innerhalb Europas oder auch geschundene Esel, die anderswo ein besseres Leben bekommen. Wenn es Platz gibt, dürfen die griechischen Tierschützer Hunde auf den Truck geben. In diesen klimatisierten und überwachten Trucks reisen die Hunde gut und stressfrei. Sie haben jederzeit Zugang zu Trinkwasser, werden regelmäßig gefüttert, die tiefe Einstreu wird unterwegs gesäubert. Da muss kein Hund in seinen eigenen Fäkalien reisen. Viele Fluggesellschaften haben die Preise für den Transport von Tieren drastisch angehoben, so dass es finanziell nicht mehr zu bewältigen ist. Aus diesem Grunde ist Herr Vassiliou für die griechischen Hunde ein einziger Segen. Er nimmt Geld dafür, denn er hat ja auch entsprechende Ausgaben. Ansonsten liebt er Tiere und tut alles dafür, so viele wie möglich in ein besseres Leben zu bringen. (meint Frau Heiser)
Frau von Kopp: Yiannis Vassiliou ist der Inhaber und Fahrer der Pferdetrucks. Es werden teuere Rennpferde von Griechenland nach Deutschland, Belgien, Holland und England gefahren in sehr teuren klimatisierten und hellen Trucks. Wenn da noch Platz frei ist, dürfen Hunde mit ausreisen, oder Esel.
Autorin: Was hat er falsch gemacht, dass er jetzt vor Gericht stand?
Ancona Tierschutzgruppe: Wenn Sie seinen Bericht lesen, können Sie lesen, dass Frau Garagouni die griechischen Behörden mobil gemacht hatte, den Truck noch in Griechenland zu stoppen. Das war nicht mehr möglich, da die Trucks schon auf der Fähre waren. Die Polizei und der Amtstierarzt kamen an Bord und untersuchten die Trucks. Die Weiterfahrt wurde genehmigt. Doch Fr. Garagouni informierte ENPA in Italien, die eine eigene Polizeigewalt haben in Italien und die machten die Hafenpolizei mobil. Da wurde er aufgefordert die Hunde alle in einen Truck unterzubringen. Es kann sich sicherlich jeder vorstellen, was das bedeutet hat. Es wurden Hunde zusammengesetzt, die sich nicht kannten – was beim Einchecken gegeben war – und es kam zu einem heillosen Durcheinander. Herr Vassiliou hat sich ja dieser Maßnahme dann auch widersetzt und die Umsetzungen gestoppt. So wurden die Trucks in Ancona im Hafen kontrolliert und da wurden die Hunde dann beschlagnahmt. Angeblich war es ein tierquälerischer Transport. Aber man kann sich vorstellen, wie die Hunde reagiert haben, nach den ganzen Aufregungen der Umsetzungen und dann standen da zig Polizisten und alles ging von vorne los. Dass da die Boxen nicht mehr so in Ordnung waren nach dem ganzen Theater kann sich jeder vorstellen. Auch dass die Hunde durch den Wind waren. Wir wissen, da wir schon jahrelang mit Yiannis zusammen arbeiten, dass die Transporte immer vorbildlich waren und die Tiere auf der Fahrt mit Futter und Wasser versorgt werden und die Einstreu so gut ist und auch gereinigt werden während der Fahrt. (meint Frau von Kopp)
Frau Heiser: Er wird der Tierquälerei bezichtigt. Seinen Ursprung nahm das Ganze in Griechenland, wo Frau Garagouni, eine “Tierschützerin”, die es nicht wünscht, dass griechische Tiere im Ausland ein besseres und sichereres Leben führen, ihren enormen Einfluss auf bestimmte Ministerien ausnutzte, um den Transport von Herrn Vassiliou bereits in Griechenland aufzuhalten. Als das nicht gelang, weil herbei gerufene Amts-Veterinäre den Transport untersucht und für gut befunden hatten und daher die Weiterreise gestatteten, informierte sie ihre Freunde bei der ENPA – eine der größten, einflussreichsten, aber auch umstrittensten Tierschutz-Organisation in Italien. Diese nutzten ihren Einfluss auf die italienischen Behörden. Herr Vassiliou wurde noch auf der Fähre angewiesen, alle Hunde in einen Truck zu packen. Eine schier unglaubliche Forderung, denn so wurden Hunde, die sich nicht kannten, auf engstem Raum zusammen gepfercht. Entsprechende Panik herrschte. Daraufhin weigerte sich Herr Vassiliou weiter zu machen. Als er in Italien ankam, stand die Polizei schon bereit, und das Unheil nahm seinen Lauf.
Autorin: Welche Gefährdung geht aus, wenn man Gerichtstermine veröffentlicht, die zumindest in Deutschland doch sowieso jeder erfahren kann? Wo ist der Unterschied zum Ausland?
Ancona Tierschutzgruppe: Die Gefährdung geht eben davon aus, dass bei Bekanntwerden irgendwelcher Termine zur Unzeit unqualifizierte Äußerungen und Aktionen zu befürchten sind.
Autorin: Wer ist Frau Garagouni? Und welche Rolle spielt sie bei den 102 Hunden?
Ancona Tierschutzgruppe: Was Sie mit diesem Fall zu tun hat, wissen Sie bereits. Ansonsten ist Frau Garagouni eine “Tierschützerin”, die irgendwann einmal eine Organisation gegründet hat, die sie selbst als Dachverband aller griechischen Tierschutzorganisationen bezeichnet, was falsch ist. Wirklich gerettet hat Frau Garagouni noch kein Tier in Griechenland. Allerdings gibt es einige schlimme Tierheime, in die sie die Streuner setzt. Dort kommen sie nur tot wieder heraus. Die griechischen Tierschützer, die die von ihnen betreuten Hunde ins Ausland schicken, sehen sich pausenlos ärgerlichen Prozessen ausgesetzt, weil Frau Garagouni Klage gegen sie eingereicht hat. Wir Deutsche finden am allerwenigstens Gnade vor ihren Augen. Sie tut alles, um zu verhindern, dass die griechischen Streuner, die ihrer Meinung nach Eigentum des griechischen Volkes sind, nach Deutschland kommen. Dies alles unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes, will sie doch verhindern, dass all diese griechischen Tierchen in Versuchslabore und/oder in die Pelzindustrie kommen. (meint Frau Heiser)
Frau von Kopp: Über dieses Thema sollten Sie einmal einen Bericht schreiben, denn diese Dame – beinahe 80 Jahre alt – versucht seit Jahren alle Tierschützer in Griechenland zu beschuldigen und das Leben zur Hölle zu machen. Sie nennt sich Tierschützerin. […]Sie bezichtigt die griechischen Tierschützer des Diebstahls, wenn sie den Straßenhunden helfen. Es gab schon viele Anklagen diesbezüglich. […] (die anderen Sätze waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, so die Autorin)
Autorin: Warum wird sie so oft erwähnt in diesem Zusammenhang?
Ancona Tierschutzgruppe: Siehe oben. Weil sie die Drahtzieherin für all diese ganzen Missstände ist. Unglaublich aber wahr. (meint Frau von Kopp)
Autorin: Hat Tierschutz mit Macht zu tun?
Ancona Tierschutzgruppe: Das kann ich Ihnen nicht beantworten, da ich hier meine Arbeit so gut es geht mache und mich eigentlich um diese Machtspielchen – die es leider gibt – nicht kümmere. (meint Frau von Kopp)
Autorin: ENPA, wer oder was ist das?
Ancona Tierschutzgruppe: Die größte italienische Tierschutz-Organisation.
Autorin: Sie haben von der “Hundelieferung” 6 Hunde zu erwarten, sind Ihnen die anderen 96 genauso wichtig?
Ancona Tierschutzgruppe: Diese Frage sollte sich eigentlich erübrigen, denn wenn wir uns nur um unsere 6 Hunde kümmern würden, dann könnte ich mich entspannt zurücklehnen. Selbstverständlich setzen wir uns für alle Hunde ein, denn da liegt ja das Hauptproblem. Und wenn Sie meine Berichterstattung auf unserer HP gelesen haben von Beginn an, dann können Sie auch daraus entnehmen, dass ich vom ersten Tag an für alle gearbeitet habe und nicht nur für unsere Hunde aus Ioannina. Aber hier kenne ich die Gesichter und weiß über die Hunde Bescheid. Über die anderen Hunde weiß ich leider nichts. Und ich kenne die Vorgeschichten, weil die Hunde schon bei unseren Partnern im Haus gelebt haben bis zur Ausreise. (meint Frau von Kopp)
Frau Heiser: “Hundelieferung” ist sogar noch mit dieser Schreibweise ein echtes Unwort. Auch wir haben sechs Hunde in Ancona, die wir endlich in Deutschland haben möchten. An ihnen hängt unser Herz natürlich besonders, aber wir arbeiten genauso hart auch für alle anderen Hunde, denn hinter jeder Zahl stehen ein Leben, ein Schicksal und eine zerbrechliche Seele.
Autorin: Haben Sie die Vermittlung der ganzen Hunde organisiert? Kennen Sie alle Besitzer?
Ancona Tierschutzgruppe: Nein, denn wie schon gesagt, es sind mehrere Organisationen und Privatpersonen beteiligt. Über meine Organisation kann ich sagen, dass wir selbstverständlich jeden einzelnen Menschen kennen, der auf seinen Hund aus Ancona wartet. Und so werden die anderen die Menschen für ihre eigenen Hunde kennen. (meint Frau Heiser)
Frau von Kopp: Dieser Transport setzt sich aus vielen griechischen Tierschützern zusammen, die mit unterschiedlichen Tierschutzorganisationen in Deutschland, Belgien und Holland zusammen arbeiten. So wie wir mit Mary O’Connor in Ioannina und Myra Antoniou in Athen. Jede Organisation ist für die Hunde verantwortlich, die sie auf dem Transport hat. Wir versuchen nur allen Hunden zu helfen. Ob es gelingt, wissen wir leider noch nicht.
Autorin: Ist es wichtig, WER die Hunde am Ende gerettet hat?
Ancona Tierschutzgruppe: NEIN. Wichtig ist, dass der richtige Weg beschritten wird und dass allen Hunden geholfen wird. Und der richtige Weg ist leider im Moment nicht mehr, hier Dinge zu verbreiten, die an der Wahrheit vorbei gehen oder der Sache schaden, sondern viele, viele Unterlagen beizubringen, zum Notar zu gehen und wieder bei Gericht einzureichen. Und vor allem zu versuchen, dass es für alle Hunde gemacht werden kann. Leider sind Hunde auf dem Transport, deren Papiere nicht so ordentlich sind und so korrekt ausgefüllt wurden und daran halten sich die Italiener auf. Es ist schwierig das zu verstehen aber das sind die Tatsachen. (meint Frau von Kopp)
Autorin: Ist es eine verlässliche Quelle, wenn Leute vor Ort waren und selbst recherchiert haben?
Ancona Tierschutzgruppe: Das denke ich doch. Denn hier bin ich mir absolut sicher, was meine Partnerin Mary O’Connor angeht, die den Hauptteil der Arbeit leistet im Moment, dass alles korrekt ist. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Wir kennen uns persönlich und haben ständigen Kontakt – täglich.
Mary O’Connor war mit Myra Antoniou jetzt drei Mal in Ancona. (meint Frau von Kopp)
Autorin: Danke für das Interview und die Beantwortung der Fragen. Ancona Tierschutzgruppe: Hinter diesen Antworten stehen voll und ganz (eigene Aussage der unten aufgeführten Personen)
Mareike Heiser Hoffnung für vier Pfoten e.V.
Marion Noss Die Arche e.V.
SOS Strays (siehe Hoffnung für vier Pfoten)
Petra von Kopp Tierschutzgruppe Rüppurr e.V.
Mary O’Connor, Despoina Frigka, Myra Antoniou,
Vesna Jones Greek Animal Rescue England
Der römische Gerichtshof hat die Beschlagnahmung bestätigt
In einer E-Mail vom 15.07.2007 schreibt Frau Heiser wie folgt:
“Am Freitag, dem 13.07., erfuhren wir, was die Gerichtsverhandlung am 05.07. in Rom ergeben hat. Dem Unglück verheißenden Tag entsprechend, war es keine gute Nachricht. Das Gericht hat klar festgestellt, dass die Beschlagnahmung unserer Hunde absolut rechtens gewesen sei. Somit muss sich Yiannis Vassiliou in einer weiteren Verhandlung, allen gegen ihn vorgebrachten Anklagepunkten stellen.
Aus Ancona wird kolportiert, dass die Staatsanwaltschaft die Hunde in ihrer Gesamtheit beurteilen wird und nicht plant, jeden Fall für sich allein zu verhandeln. Die Aussage soll gewesen sein: ‘Und wenn nur bei einem Hund die Papiere nicht in Ordnung sind, so wird keiner dieser Hunde Italien verlassen.’ Dessen ungeachtet planen unsere Rechtsanwälte eine weitere Eingabe, damit unsere Hunde trotzdem in kleinen Gruppen oder einzeln vor Gericht verhandelt werden.
Allerdings wird sich das alles wieder enorm hinziehen, da in Italien im August allgemeine Ferienzeit ist. In diesem Monat läuft also absolut nichts. Der Termin für die Verhandlung über Yiannis Vassiliou wird erst irgendwann im September festgesetzt. Die Eingabe für unsere Hunde wird ebenfalls nicht vor September bearbeitet werden. Selbst bei wohl wollendster Betrachtung der gesamten Vorgehensweise drängt sich der Verdacht auf, dass hier klar auf Zeit gespielt wird, um uns zu zermürben und zur Aufgabe zu drängen. Dieser Versuch wird allerdings nicht von Erfolg gekrönt sein, denn wir werden nun wieder verstärkt nach Alternativen suchen, um unsere Hunde letztendlich doch noch befreien zu können.”
Was mich wirklich betroffen macht, ist die Tatsache, dass es auf den Vorgängerartikel 89 Reaktionen gegeben hat. Selbstverständlich ist das nicht in Ordnung, was mit den Hunden geschieht.
Ich würde mir wünschen, dass es mindestens genau so viel Anteilnahme für dieses Geschehen gibt, das bereits seit dem Jahr 2003 dokumentiert wird:
http://www.robert-fisk.com/iraqwarvictims_page1.htm
Leider tauchen diese Bilder in den westlich geprägten Medien nicht auf … . Na dann noch viel Spaß beim “kuscheln” mit dem Schmusetier und willkommen im hier und jetzt.