Kultureller Völkermord?

Er ist der Gottkönig der Hollywood-Stars, der Stichwortgeber der Weltverbesserer und wenn er nach Deutschland kommt, liegen ihm Boulevard-Prominenz und selbsternannte Intelligenzia gleichermaßen zu Füßen: Der Dalai Lama, zu deutsch “Ozeangleicher Lehrer” und Regierungschef eines nicht existierenden Landes, begeistert in diesen Tagen Zehntausende mit wichtig herausgeraunten Plattheiten wie “Verbringe jeden

finn1Er ist der Gottkönig der Hollywood-Stars, der Stichwortgeber der Weltverbesserer und wenn er nach Deutschland kommt, liegen ihm Boulevard-Prominenz und selbsternannte Intelligenzia gleichermaßen zu Füßen:
Der Dalai Lama, zu deutsch “Ozeangleicher Lehrer” und Regierungschef eines nicht existierenden Landes, begeistert in diesen Tagen Zehntausende mit wichtig herausgeraunten Plattheiten wie “Verbringe jeden Tag einige Zeit mit Dir selbst” oder “Sei freundlich zur Erde”. Der glatzköpfige Dauergrinser im roten Umhang, der von sich sagt, seine Philosophie sei die Freundlichkeit, hat sich mit der Aura des Menschenverstehers und Naturbewahrers umgeben, so dass es ihm jeder nachsieht, wenn er gelegentlich auch mal vor Überfremdung seiner tibetischen Heimat durch zuziehende Chinesen und einem dadurch ausgelösten “kulturellen Völkermord” warnt.

Es stört den Dalai Lama, dass in Tibet heute nur noch weniger als 30 Prozent der 450.000 Einwohner tibetischer Abstammung sind…

… die meisten Tibeter also Chinesen. Natürlich ist der Dalai Lama dafür, dass Marokkaner nach Spanien umsiedeln dürfen und Iraker nach Schweden kommen können, denn der Mann mit der Walter-Ulbricht-Brille betrachtet “die Verantwortung jedes einzelnen für die ganze Menschheit als universelle Religion” und glaubt, dass “Kriege aus dem Scheitern entstehen, das Menschsein der Anderen zu verstehen.”Aber wenn Chinesen in den tibetischen Teil Chinas ziehen, der Anfang des vergangenen Jahrhundert dank britischer Protektion mal für knapp vier Jahrzehnte unabhängig war, dann befremdet das den Fremdenfreund. Er hätte es doch lieber, wenn Tibet wieder wäre wie damals, als den Klöstern das ganze Land gehörte, keine Straße ins Hochland führte, Männer ihr kurzes Leben damit verbrachten, Waren auf dem Rücken über steinige Trampelpfade in die Höhe zu schleppen, Häuser wenn überhaupt, dann mit Yak-Dung geheizt wurden, die Bauern ihr Leben in Leibeigenschaft der Mönche verbrachten und denen mit ihren überzähligen Söhnen einen nie versiegenden Strom an Schülern und Nachfolgern lieferten.

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Nach den Vorstellungen des Dalai Lama reicht es schließlich, “dein Wissen mit anderen zu teilen, um Unsterblichkeit zu erlangen”. Ganz so weit sind die Tibeter noch nicht, aber nach den Daten der UNO erhöhte sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Tibet seit der Flucht des im Westen gefeierten Friedensbotschafters im Jahr 1959 immerhin schon mal von 35 Jahren auf 67 Jahre.

Quelle: politplatschquatsch.blogspot.com

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  1. Man kann die Chinesen allerdings nicht so einfach als die netten Nachbarn betrachten, die Fortschritt, Wohlstand und Gesundheit nach Tibet brachten. Immerhin wude ein Volksaufstand Ende der 1950er blutig und brutal niedergeschlagen. Natürlich ist das bei Volksaufständen immer so, es sei denn, sie sind erfolgreich – wobei es dann meistens nicht weniger blutig und brutal zugeht.

    Die letzte chinesische Volkszählung in Tibet ergab übrigens völlig andere Zahlen.