Boykotte an Thüringer Hochschulen

Ab Oktober müssen Thüringer Studenten 50 Euro mehr pro Semester zahlen. Die Studentenvertreter der Hochschulen des Landes rufen seit dem Frühjahr zum Boykott dieses, aus ihrer Sicht unsinnigen, Verwaltungskostenbeitrages auf. Den Studenten geht es hierbei nicht allein um den nicht unbedeutenden Einschnitt in ihre Finanzen, sondern es geht auch ums

boykott.jpgAb Oktober müssen Thüringer Studenten 50 Euro mehr pro Semester zahlen. Die Studentenvertreter der Hochschulen des Landes rufen seit dem Frühjahr zum Boykott dieses, aus ihrer Sicht unsinnigen, Verwaltungskostenbeitrages auf. Den Studenten geht es hierbei nicht allein um den nicht unbedeutenden Einschnitt in ihre Finanzen, sondern es geht auch ums Prinzip – der Beitrag wird als Vorstufe von Studiengebühren kritisiert.

Mindestens zwanzig Prozent der Studenten einer Hochschule müssen für den Boykott stimmen, damit er durchgesetzt wird. An allen Thüringer Unis gab es diese Boykottaufrufe: an der Uni Erfurt, der FH Erfurt, der FSU Jena, der FH Jena, der FH Nordhausen, der HfM Weimar, und der BU Weimar. An den Fachhochschulen in Jena und Nordhausen scheiterte der Boykott bisher. Nur der Stura der Ilmenauer Universität schaffte das selbstgesetzte Ziel von 20 Prozent Boykotteilnehmern. Die Entwicklung des Boykotts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena gilt allgemein als Entscheidung für die Boykott-Bewegung an den Thüringer Hochschulen. Die Rückmeldefrist endet hier am 12. August.

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Wie auf der thueringerblogzentrale zu lesen ist, wird der Ton an den Hochschulen zunehmend schärfer. Als Teil der Universität und Körperschaft des öffentlichen Rechts dürfe der Studierendenrat nicht zum Boykott aufrufen. Die Boykottaufrufe des STURA sollen fortan “Konsequenzen” haben. Künftige Plakatierungsaktionen werden verfolgt. Der Thüringer Kultusminister, Jens Goebel, drohte den 1011 Studenten der Technischen Universität Ilmenau, laut “Thüringer Allgemeine” mit Rausschmiss. Diese hatten den seit dieem Semester geltenden Verwaltungskostenbeitrag von 50 Euro nicht an die Hochschule, sondern an ein Treuhandkonto überwiesen. Die Zinsen für das Treuhandkonto werden für das Honorar der betreuenden Rechtsanwältin und Kampagnenkosten genutzt.

Kommentare

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  1. Wieso 20 %? Wenn also fast 80 % der Studierenden dagegen sind, wird dennoch boykottiert? Was ist denn das für eine Absurdität? Dazu noch gesetzeswidriges Verhalten? Die Studierenden wollen studieren, nicht die Politiker oder Hochschulleiter. Raus mit solchen Leuten, um Platz zu machen für Leute, die wirklich lernen wollen.

    Franz