“Größe: mikro/Status: Kann gesucht werden/Versteckt am: 8. Juli 2007/Gelistet seit: 30. Juli 2007/Letzte Änderung: 30. Juli 2007/Wegpunkt:OC3D2E/Auch gelistet auf: geocaching.com.”
Mit solchen Kurzinformationen machen sich immer mehr Nordic Walker auf Schatzsuche, in Deutschland sind es bereits 30.000, weltweit 350.000.
Dieses Bild kennen wir: Frauen um die 40 bewegen sich auf gewöhnungsbedürftige Weise mit zwei Stöcken durch Parks, über Feldwege, durch Wald und Flur. Unterwegs plaudern sie über Familie und Beruf. Doch jetzt gesellen sich junge Leute und Familien mit Kindern dazu. Sie haben nicht nur Stöcke dabei, sondern auch Navigationsgeräte, denn ohne GPS findet man die meisten Schätze (“Caches”) nicht.
Noch keine festen Regeln
Feste Regeln für die neue Sportart gibt es noch nicht, erfährt man auf den Seiten von geocaching.de. Beherrschen müsse man aber das Internet, denn dort werden die “Caches” gelistet.
Wertvoll müssen die verstecken Schätze nicht sein, eine Tupperdose zum Beispiel geht als “normaler Cache” durch, bei einem “Multicache” allerdings sind Rätsel zu lösen, etwas für noch Intelligentere sind die “Mathe- und Physik-Caches”, denn wenn man sich bei den gestellten Aufgaben dumm anstellt, schaut man bei der Suche in die Röhre.
Wie bei Hase und Igel geht es zu, wenn man nach einem “beweglichen Cache” nordic-walkt. Denn: Kaum hat man ihn gefunden, wird er auch schon an einem neuen Ort wieder versteckt. Bleibt noch der “Webcam-Cache”. Über den erfahren wir auf geocaching.de: “Das sind Caches, deren Aufgabe irgendwie durch Nutzung einer WebCam gelöst werden muss.”
Immer noch nicht gefunden
Ein bislang unlösbares Versteck-Rätsel gehört zu dem “Cache”, den das Team BMW-Biker im Juni 2005 bei Konstanz hinterlassen hat. Verraten wird zwar, dass er im Aussichtsturm Hohenbodman (wegen seines weißen Anstrichs “Mehlsack” genannt) irgendwo mit Klebeband befestigt ist, aber dort werden die Nordic Walker offenbar schnell abgelenkt, denn: “Vom Turm aus hat man einen herrlichen Rundblick über das Salemer Tal und den Bodensee. Bei guter Sicht kann man das Alpenpanorama bewundern.”
Da kann man doch glatt vergessen, warum man auf diesen Turm geklettert ist, denn an der Größe des Schatzes kann es nicht liegen: “Der Cachebehälter ist 80 mal 60 mal 15 Millimeter groß.” So was müsste doch zu finden sein…
Foto: Vienze Zicton via flickr. Bestimmte Rechte vorbehalten
Sorry Herr Tjaden, aber bitte was hat Geocaching mit Nordic-Walking zu tun???
Ich bin selbst Geocacher und kenne auch eine Reihe Geocacher in meiner Region. Keiner von uns verwendet “Stöcke”. Ich halte die Kombination mit Nordic-Walking sogar für schwierig. Wie soll man das GPS bedienen und beobachten, wenn man zwei Stöck bewegen muss? Außerdem: Wer richtig NW macht will sich vor allem zügig voran bewegen, um sein Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen. Geocacher neigen eher dazu gemächlich-suchend hin und her zu schlendern
Die beiden Hobbies lassen sich nur bedingt kombinieren, und von den 30.000 dt. Geocachern dürften dies nur schätzungsweise