Dr. House: Die Fans

“Früher hat man Krüppeln mehr Achtung und Respekt entgegen gebracht (Pause)…naja, nich wirklich.” Mit solchen Sprüchen hat der englische Schauspieler Hugh Laurie als Dr. House eine TV-Fangemeinde um sich geschart, die auch eine mäßige Folge verzeiht, wie Stampede in der “Serien-Arena“: “…was heißt das schon?” Denn immerhin: “House versteckt sein

House.jpg“Früher hat man Krüppeln mehr Achtung und Respekt entgegen gebracht (Pause)…naja, nich wirklich.” Mit solchen Sprüchen hat der englische Schauspieler Hugh Laurie als Dr. House eine TV-Fangemeinde um sich geschart, die auch eine mäßige Folge verzeiht, wie Stampede in der “Serien-Arena“: “…was heißt das schon?” Denn immerhin: “House versteckt sein T-Bone-Steak unter einem Salathaufen und bescheißt die Kantine.”
Dieser immer geniale, oft schroffe, manchmal zynische Serien-Arzt ist eben nicht den hinlänglich bekannten Groschenromanen entsprungen, in denen ein “Gott in Weiß” angehimmelt wird von allen Patientinnen und Krankenschwestern, während ihm eine zickige Oberschwester das Mediziner-Leben schwer macht, sobald er seine Villa verlassen und das Krankenhaus betreten hat. Dr. House hinkt zu den Patienten, in sein Büro und ins Besprechungszimmer und niemand bekommt ihn in den Untertanen-Griff, in der zweiten Staffel auch nicht der neue geldgierige Geschäftsführer der Klinik.

Luxusauto von der Mafia

Ablenkung sucht dieser auf seltene Krankenheiten spezialisierte Mediziner nicht bei Flirts mit dem garantiert blonden weiblichen Pflegepersonal, sondern als Luftgitarrist und jüngst sogar in einem Luxusauto, das ihm die Mafia geschenkt hat – und wieder schmeißt er eine Schmerztablette ein und macht dabei ein Gesicht, als wolle er im nächsten Augenblick für alle TV-Zeiten davonhinken.
Macht er aber nicht, denn bei RTL, im ORF und demnächst bei den Eidgenossen laufen erst die ersten beiden Staffeln dieser Serie, die es in den USA seit 2004 gibt, bei RTL seit dem 9. Mai 2006, im Zweiten Schweizer Fernsehen seit dem 1. Mai 2006 und seit dem 14. Juni 2007 auf ORF, während in den USA bereits die dritte Staffel ausgestrahlt worden ist und die vierte am 25. September 2007 beginnt.

5 Millionen schauen zu

Dienstag für Dienstag sitzen um die 5 Millionen vor dem RTL-Fernseher, am beliebtesten ist die Serie bei den 14- bis 49-Jährgen. Auch Mathias Opitz aus Wilhelmshaven versäumt keine Folge mehr: “Ich war sofort maßlos begeistert.” Eher ahnungslos war er, als er sich am 1. Mai 2006 die Domain www.drhouse.de sicherte. Den Tipp hatte ihm ein Freund gegeben, in Schwung bringen wollte der 26-Jährige eigentlich nur sein Forum www.serien-arena.de.

Doch nach den ersten Dr.-House-Minuten war es um ihn geschehen, die Internet-Seiten wurden immer umfangreicher und erfreuen sich großer Beliebtheit. Durchschnittlich 27500 im Monat besuchen www.drhouse.de – und Mathias Opitz macht fast alles allein. Bis auf zwei Ausnahmen: Zurzeit feilt der 26-Jährige an den Charakteren der Erfolgsserie, die von einem User erstellt wurden und demnächst online sind. Außerdem bekam Mathias Opitz Hilfe, als es um den Episoden-Guide der zweiten Staffel ging.

Geile Sprüche

Rückblickend ist der Wilhelmshavener zwar immer noch erstaunt darüber, wie er zur Erstellung dieser Seiten gekommen ist, aber das passt zu Dr. House, der Woche für Woche in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich seine Fans in Staunen versetzt, weil er wieder einmal Recht behalten hat, aber das ist gut so, findet auch Vampy im forum.kijiji.de: “…ist momentan echt meine Lieblingssendung. Die Themen sind wirklich interessant. Und die Sprüche sind, wir ihr schon sagt, echt geil.”
Da ist auch diese Nachricht “echt geil”: Universal Germany hat am 26. Juli die zweite Staffel mit allen 24 Folgen und einigen Extras auf DVD veröffentlicht und XeRo 2000 hat die vor einem Jahr auf www.forum.chip.de beklagten Entzugserscheinungen längst vergessen: “Hat echt Suchtpotenzial die Serie.”

Was sagen Mediziner über Dr. House? Dazu mehr im nächsten Dr.-House-Artikel.

Foto: los mundos del boss via Flickr. Bestimmte Rechte vorbehalten.

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