Es findet sich kein Ausweg mehr, alles wird nur immer schlimmer… Jesse Ausubel von der Rockefeller University in New York räumt jetzt mit den letzten Illusionen auf: Im Inderscience’s International Journal of Nuclear Governance, Economy and Ecology führt der Forscher aus, dass das vermeintlich so nachhaltige Errichten von Windkraftanlagen, das umweltpolitisch für unbedenklich gehaltene Stauen von Flüssen und die Aussaat von friedlichen Feldfrüchten zur Erzeugung von artenerhaltender Biomasse die Umwelt ganz besonders nachhaltig und gründlich ruiniert.Ausubel hat analysiert, wie viel Land die unterschiedlichen Arten von Energieerzeugung verbrauchen. Dabei verglich er die Zerstörung der natürlichen Umwelt durch die Verwendung erneuerbarer Energien mit der durch Nuklearanlagen und kam zu dem erschütternden Ergebnis, dass “Atomkraft die wahre grüne Energie ist“, wie er sagt. “Gemessen in erzeugten Watt per Quadratmeter liegt die Nuklearenergie in astronomischen Dimensionen vor ihren Konkurrenten.”
Ineffiziente Irrwege…
Als Beispiel nennt Jesse Ausubel den hypothetischen Versuch, die Energieproduktion der kanadischen Atommeiler durch saubere Wasserkraft zu ersetzen. “Dazu müsste man die komplette Provinz Ontario mit ihren 900.000 Quadratkilometern Fläche mit 680.000 Billionen Litern Wasser fluten und einen 60 Meter hohen Damm errichten”, schildert er. Allerdings kämen am Ende dennoch nur 80 Prozent des Stromausstoßes der 25 kanadischen Atommeiler heraus, denn Wasserkraft sei nur in der Lage, pro Quadratkilometer den Strom zu erzeugen, den 12 Kanadier verbrauchen.Auch die Energieerzeugung aus Biomasse hält der Forscher für einen ineffizienten Irrweg. Um ein Atomkraftwerk zu ersetzen, müsste auf 2.500 Quadratkilometern bester landwirtschaftlicher Anbaufläche Biomasse zur Verstromung angebaut werden. Für Ausubel ist das Urteil klar: “Biomasseanbau voranzutreiben ist kriminell.”
Etwas besser schneidet bei ihm noch die Windenergie ab, deren Flächenverbrauch der Forscher weit unterhalb der beiden konkurrierenden nachhaltigen Technologien ansiedelt. Ein 770 Quadratkilometer großes Areal voller Windkraftanlagen könne ein 1000-Megawatt-Atomkraftwerk schon ersetzen, hat er errechnet. Um aber den Stromverbrauch der USA zu decken, selbst unter den Bedingungen, dass der Wind immer blase, sei damit immer noch eine Fläche von der Größe des Bundesstaates Texas notwendig: 780.000 Quadratkilometer voller Windkraftanlagen. Denn umgerechnet seien diese so uneffektiv, dass 100 Quadratmeter mit Windkrafterzeugungsanlagen bebaute Fläche gerade mal ausreichen, ein oder zwei Glühbirnen brennen zu lassen. “New York City würde jeden Quadratmeter von Connecticut brauchen, um seinen Energiebedarf aus Windkraft zu befriedigen.”
Am Ende bekommt auch die viel gelobte Solarenergie noch ihr Fett weg.
Eine Solaranlage müsse etwa 150 Quadratkilometer groß sein, um ein 1000 Megawatt-Atomkraftwerk zu ersetzen. Dazu sei eine Menge an Material notwendig, die bis zum Zehnfachen über der liege, die für herkömmliche Kraftwerke benötigt werde. “Angeblich erneuerbare Energien fressen Stahl, vernichten Fläche, sie brauchen jede Menge neue Straßen, Leitungen”, beschreibt Ausubel. Verglichen damit hinterlasse die Nutzung der Atomkraft selbst mit allen Bergbaufolgeschäden und der späteren Endlagerung der strahlenden Reste “den kleinsten Fußabdruck in unsere Umwelt”. Jesse Ausumbel ist sicher: “Erneuerbare Energien mögen erneuerbar sein”, sagt er, “aber grün sind sie sicher nicht.”
Quelle: politplatschquatsch.blogspot.com
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LOL.
Ja, und natürlich ist das International Journal of Nuclear Governance, Economy and Ecology eine hochgradig glaubwürdige Quelle, wenn es um den Vergleich anderer Technologien mit Kernenergie geht.
Andere Frage: Wieviele Kernkraftwerke bräuchte man, um die gegenwärtigen Kohle- und Gas-Kraftwerke zu ersetzen? Wie lange würde dann das Uran reichen? Und was würde es kosten?
“Den kleinsten Fußabdruck” ist witzig. Klar, den sieht man ja nur 20.000 Jahre lang.
Das dumme ist nur, dass er ausklammert, dass der Großteil der von Wind- und Solaranlagen bedeckten Fläche durchaus für andere Anwendungen zur Verfügung steht. Ich habe jedenfalls noch niemanden gesehen, der aus seinem Haus ausgezogen ist, nachdem er Solarzellen oder Wärmekollektoren aufs Dach geschraubt hat, nur weil diese Teile jetzt da oben waren. Genauso lässt sich unter einer Windkraftanlage durchaus Landwirtschaft betreiben.
Ich würde als Gegenstandpunkt http://www.aspeninstitute.org/atf/cf/%7BDEB6F227-659B-4EC8-8F84-8DF23CA704F5%7D/EEEethanol3.pdf
und
http://www.keystone.org/spp/documents/FinalReport_NJFF6_12_2007%281%29.pdf
als Anfang mal vorschlagen -aber sowas interessiert dich ja nicht.
Ein paar Zitate:
“We have about 450 million acres of cropland in the United States with approximately another 580 million acres of grassland pasture and range. Forest use land totals about 640 million acres, for a total of nearly 1700 million acres of land potentially available to produce feedstocks for ethanol production. Approximately 40 million of these acres are in the Conservation Reserve Program, a government program designed to take more fragile lands out of conventional grain or oilseed production. If we devote only 100 million acres to energy crop production and obtain an average of 15 tons of biomass per acre per year on that acreage and then convert that biomass to ethanol at 100 gallons per ton (approximately 85 percent of the theoretical maximum yield), we will produce 150 billion gallons of ethanol per year. This is equivalent to about 75 percent of the gasoline we currently use, taking into account ethanol’s lower energy content per gallon.”
“To add 700 GWe to current nuclear capacity world-wide over the next 50 years would require completing, on average, fourteen 1,000-megawatt-electric (MWe) plants each year. Before 2050, however, it will also be necessary to replace retiring nuclear capacity (approximately 370 GWe) or to construct another 7.4 (1,000-MWe)
reactors each year over the next 50 years. If we assume that the existing nuclear fleet is replaced over that 50-year period, then 1,070 GWe (about 21.4 GWe a year) must be built world-wide in order to yield a single climate-stabilization wedge while maintaining the low-carbon benefits of existing nuclear generation. Failure to replace the existing nuclear-plant fleet with new units, other low-carbon electric generation facilities, or energy efficiency improvements would effectively create a negative half-wedge or increase total emissions by 12.5 GtC over the next half century.
The rough estimated capacity increase needed to meet fresh and spent
fuel requirements for a 50-year ramp-up from 370 GWe to 1,070 GWe are:
€¢11-22 large enrichment plants, each yielding 4-8 million €œkilogram separative work units per year€ (kg SWU/y)9 (compared to 17 existing plants);
€¢18 fuel fabrication plants, each producing 1,000 tons of fuel per year (compared to 24 existing facilities world-wide); and
€¢10 nuclear waste repositories the size of the statutory capacity of Yucca
Mountain€”713,000 tons of spent fuel.”
Man muss schon fragen, ob ihr ernsthaft vorhabt, dafür zu sorgen, dass aus rein statistischen Gründen Terroristen binnen kürzester Zeit das Zeug für eine schmutzige Bombe beieinander haben.