Ein Thema, das in der Blogosphäre immer Mal wieder Anlass zu Diskussionen gibt, ist das Thema Werbung. Dabei stellen sich zum Beispiel Fragen wie: Macht Werbung in Blogs überhaupt Sinn? Wie glaubwürdig sind Blogs mit Werbung? Gibt es Unterschiede in der Akzeptanz von gesponserten Beiträgen und Werbung in Blogs?
Um was geht es eigentlich?
Es geht um Aufmerksamkeit und Geld. Überall dort, wo es im Internet nämlich viele Besucher gibt, versuchen Unternehmen und Organisationen in Form von Werbung auf ihre Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Das Prinzip ist einfach: Wo sich meine Zielgruppe tummelt, sollte auch meine Marke sein.
Dabei wird hauptsächlich zwischen zwei Formen von Internetwerbung unterschieden:
Bannerwerbung
Wer kennt sie nicht, all die blinkenden Leaderbords, Skyscraper und PowerAds. Das herrschende Motto lautet: Wer gesehen werden will, muss Eindruck machen. Entweder durch Schrillheit oder durch die Grösse der Werbefläche. Die Anzeigen sind statisch und verändern sich auch dann nicht, wenn sich der Inhalt einer Website ändert. Erfolgsquoten werden in Form von Click-Through-Raten (CTR) oder Brand Impressions festgehalten.
Kontextuelle Werbung
Die wohl bekanntesten Repräsentanten dieser Art von Internetwerbung sind die Google AdWords. Das Konzept sieht vor, die Anzeigen auf einer Internetseite abhängig vom jeweiligen Inhalt zu schalten. Die Werbung kann dabei in Form von Text, statischen Bildern oder bewegten Videobotschaften platziert werden.
Weil diese Methode in der Theorie intelligenter ist als simple Bannerwerbung, gilt sie vielerorts als relevanter. Probleme tauchen jedoch immer dann auf, wenn die zum Einsatz kommenden mathematischen Algorithmen die unterschiedlichen Bedeutungen einzelner Wörter nicht unterscheiden können.
Die Rolle von Weblogs
Nun, mit der Entwicklung des Web 2.0 ist nebst den klassischen Themen- und Nachrichtenportalen und diversen Social Networking Plattformen eine weitere Form von Internetpräsenz für die Werbetreibenden interessant geworden: Das Weblog (kurz: Blogs).
Zahlreiche Blogs erreichen mittlerweile sehenswerte Leserzahlen. Und überall dort, wo es im Internet bekanntlich Besucher gibt… aber das hatten wir schon. Die Attraktivität von Blogs als Werbefläche liegt aufgrund der thematischen Ausrichtung zudem im gezielteren Einsatz der Werbung. Doch die Schwierigkeit für Werber liegt häufig darin, die richtigen Blogs überhaupt zu finden.
Aus diesem Grund werden zur Zeit zahlreiche Unternehmen und Plattformen ins Leben gerufen, die sich auf die gezielte Vermarktung von Blogs spezialisieren. Die Werbeplatzierung erfolgt dabei ebenfalls mittels standardisierten Werbemitteln, also klassischer Bannerwerbung. Zusätzlich werden die einzelnen Blogs jedoch auch inhaltlich kategorisiert auf speziellen Aggregatorenseiten gebündelt und kontextuell miteinader verbunden. Das bringt den Betreibern von Blogs zusätzlichen Besucherverkehr.
Eine klassische Win-win-Situation könnte man meinen. Im Moment jedoch zögern vor allem noch die grossen Werbetreibenden, ihre Reklame auf Blogs zu platzieren. Ein Grund für diese Zurückhaltung ist auf die Unberechenbarkeit des Mediums zurückzuführen.
Aber auch bei der Leserschaft stossen Blogs zum Teil auf Akzeptanzprobleme. Häufigster Kritikpunkt: die Glaubwürdigkeit. Hier scheiden sich auch innerhalb der Blogger-Community die Geister.
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