In früheren Artikeln Ohne Schulabschluß – weil du ein Junge bist?! und Diskriminierung von Jungen in der Schule? wurde festgestellt, dass in deutschen Schulen eine Jungendiskriminierung stattfindet. Da keine überproportionale Sitzenbleiberquote festgestellt wurde, stellte sich die Frage, ob überproportional viele Abschulungen die Ursache für die Diskriminierung der Jungen sind.
In der Abbildung wird deshalb dargestellt, wie sich Jungen und Mädchen in Klasse 7, 8, 9 und 10 innerhalb ihres Geschelchts auf die drei Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium in Deutschland verteilen. Eine erhöhte Tendenz von Abschulungen bei Jungen lässt sich nicht feststellen. Vielmehr findet augenscheinlich die Diskriminierung der Jungen durch die Schullaufbahnentscheidung der Lehrer statt.
Spekulationen
Über die Ursachen für die Diskriminierung der Jungen durch die Lehrer kann nur spekuliert werden. Die Zunahme von Frauen im Lehrerberuf kann aber als Indiz gewertet werden, dass die Lehrer nur in der Förderung weiblicher Lernstrategien ausgebildet werden. In der Schule werden explorative männliche Lernstrategien eher mit schlechten Noten bestraft, so dass die Jungen nur mit Lernstrategien wider ihre Natur sich durch das Schulleben quälen. Nach seinen Erfahrungen aus der Schule wird der Junge seine männlichen Lernstrategien nur wenig als Lehrer ausleben können. Deshalb wird er nach bestandenem Abitur lieber ein Studium wählen, in welchem er voraussichtlich seine männlich-explorativen Lernstrategien besser ausleben kann. Dies könnte ein Grund sein, warum mehr Frauen als Männer sich für den Lehrberuf interessieren.
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Nachtrag/ Quelle Photo: Die Daten basieren auf den Statistiken der Statistischen Bundesamtes. Eine genauer Analyse findet sich in dem Artikel http://www.buergerstimmen.de/politik/selfpolitik_110.htm. Dort zeigt sich auch, dass die Tendenz der selektiven Diskriminierung der Jungen in allen Bundesländern ähnlich ist.
Die besonderen Probleme der während der entscheidenden Jahre in der Schule zu Männern heranreifenden Jungen ist in vielen Wissenschaften bekannt. Im Schulalltag
wird das aber nicht berücksichtigt. Offenbar hindert die falsche Scham die Lehrer und Eltern, zu realisieren, dass pubertierende Jungen in einem geradezu unglaublichen Maße vom Geschlechtshormon Testosteron überflutet werden. Dass sie überhaupt noch hier und da an andere Dinge denken können als ihre in diesen Jahren übermächtigen sexuellen Bedürfnisse, erfordert schon ein großes Maß an Disziplin. Mädchen haben auch ihre Probleme, ihre Frauenrolle zu finden und müssen erst lernen, von den Eltern unabhängig zu werden. Die Probleme der Jungen sind aber unvrhältnismäßig viel größer. In ihrer Not rotten sie sich in dieser Zeit gern zu “Jungbullenvereinen” zusammen. Wann hat aber je “Schule” solche Erkenntnisse aus anderen wissenschaftlichen Bereichen umgesetzt?
Da wird, z.B., seit eh ud je von den Kindern schon am frühen Morgen volle Leistung verlangt, obwohl bekannt ist, dass sie dazu vor 09.00 Uhr in der Frühe nicht in
der Lage sind. Üblicherweise findet dann der Religionsunterricht statt.