Seit dem 16. 8. kam es bei zahlreichen Skype-Kunden zu technischen Problemen. Einige Nutzer berichteten, sich überhaupt nicht mehr am Dienst anmelden zu können. Bei anderen Accounts war das Einloggen nur zeitweise möglich. Wieder andere Nutzer berichten, dass sie Skype nach wie vor problemlos nutzen können. Der Internet-Telefonie-Anbieter bestätigte die Schwierigkeiten. Wie das Unternehmen mitteilte, handelte es sich um Software-Probleme. Anfangs meinte man noch, die Störung innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Stunden beheben zu können. Doch erst am 18.8. hatte man die Probleme halbwegs im Griff. Um 6:00 Uhr (deutsche Zeit) lief der Betrieb bei Skype laut Unternehmen wieder relativ normal.
Offiziell wurden die Arbeiten aber noch nicht für abgeschlossen erklärt. Wer noch immer Problemen mit Skype hat, soll noch etwas Geduld haben, so die Skype-Entwickler. Nähere Erklärungen, wie es am Donnerstag zu dem massiven Ausfall gekommen ist, gab es weiterhin nicht. Bisher hieß es lediglich, der Grund sei ein “Fehler im Algorithmus der Skype-Netzwerksoftware”, die das Zusammenspiel des Skype-Programms auf den Computern der Nutzer mit dem restlichen Netzwerk regle.
Hackerangriff auf Skype wird ausgeschlossen
Skype hatte betont, dass es nicht Opfer eines Hacker-Angriffs geworden sei. Darüber war spekuliert worden, nachdem im Internet Anleitungen kursierten, wie man Skype angreifen könne. Auf SecurityLab.ru veröffentlichte kürzlich ein Unbekannter Informationen darüber, wie sich mittels eines normalen Skype-Clients eine Denial-of-Service-Attacke auf die Skype-Server ausüben lässt, die dadurch reihenweise ausfallen sollen. Skype-Sicherheitschef Kurt Sauer sagte der “New York Times” vom Freitag, die Störung sei von einer einzigartigen Kette von Ereignissen verursacht worden, “und die genaue Entwicklung ist noch nicht völlig verstanden worden”. Wie der Anbieter weiter mitteilte, wurde für die Dauer der Störung auch die Möglichkeit, die Skype-Software von der Homepage des Anbieters herunterzuladen, abgeschaltet. Dies galt allerdings nicht für alle Programm-Versionen. So konnten die Mac-OS-Version problemlos herunterladen werden, während sich die Variante für Windows-PCs in der Tat nicht downloaden ließ.
Skype verwendet für seine VoIP-Dienste nicht das von den meisten anderen Internet-Telefonie-Providern genutzte SIP-Protokoll, sondern einen eigenen Standard. Untereinander telefonieren die Kunden kostenlos. Kostenpflichtig sind auch Anrufe in andere Telefonnetze möglich. Abseits dessen kann der Service beispielsweise auch zum Chatten genutzt werden. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Anbietern läuft die Kommunikation mit Skype nicht über einen Zentral-Server, sondern nach dem sogenannten Peer-to-Peer-Prinzip direkt zwischen den Computern der Nutzer. Das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Luxemburg gehört dem Online-Auktionsriesen eBay, der dafür 2,6 Milliarden Dollar hinblätterte.
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