Nachhall – Nun springt mal schön

Auf und ab springen, das war der Ratschlag des für Polizei und innere Sicherheit zuständigen Ministers Tony McNulty an seine englischen Landsleute. Gemeint war, so zu tun, wenn man Zeuge einer Gewalttat wird, um die Aufmerksamkeit vom Opfer abzulenken. Nun Herr Nulty, vielen Dank für den Tipp, denn in dieser

wrfwfa.jpgAuf und ab springen, das war der Ratschlag des für Polizei und innere Sicherheit zuständigen Ministers Tony McNulty an seine englischen Landsleute. Gemeint war, so zu tun, wenn man Zeuge einer Gewalttat wird, um die Aufmerksamkeit vom Opfer abzulenken. Nun Herr Nulty, vielen Dank für den Tipp, denn in dieser Hinsicht gibt es hierzulande einiges zu tun.

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Anstieg der rechts gerichteten Gewaltkriminalität

Seit Einführung eines neuen Definitionssystems der damaligen rotgrünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder im Jahr 2001, ist die rechtsgerichtete Kriminalität in Deutschland erheblich gestiegen. Nachdem in den ersten Jahren ein Rückgang zu verzeichnen war, ist 2006 ein Anstieg von rund 14 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr, zu beklagen. Einer Veröffentlichung des Bundesinnenministeriums zu Folge, liegt das Problem insbesondere bei Jugendlichen, Heranwachsenden und jungen Erwachsenen, der Altersgruppen der 14 bis 24jährigen also. Obwohl die Bundesregierung für sich einen entschiedenen Kampf gegen die politisch motivierte Kriminalität reklamiert, ist doch keine Veränderung zum Besseren feststellbar. Dies bestätigt auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Gerade auch in der sowohl physisch, wie psychisch schmerzhaften Variante der politisch motivierten Gewaltkriminalität gibt es einen Anstieg von drei Prozent, im rechten Spektrum sogar einen Zuwachs von deren 7,8.

Acht Inder erleiden eine Hetzjagd

Die zunehmende Verrohung von Jugendlichen und Heranwachsenden insbesondere, und hier soll auch die politisch motivierte Gewaltkriminalität von links nicht ausgeschlossen werden, ist augenscheinlich das vorherrschende Grundübel. Ganz besonders erschreckend ist, wie nun wieder mal geschehen, dass die mitfeiernden Gäste beim Altstadtfest im sächsischen Mügeln tatenlos zusehen und niemand sich für die acht angegriffenen Inder verwandt hat, als sie brutal zusammengeschlagen wurden. Sie flüchteten und fanden Zuflucht in einer anliegenden Pizzeria. “Herzlich Willkommen zum Stadtfest” stand auf einem Tranparent, gespannt über dem Eingang zur Innenstadt.

Briten zählen zu den gewalttätigsten Industrienationen

Derweil ist höchst interessant anzuschauen, was die Süddeutsche Zeitung in ihrer montäglichen Ausgabe berichtet. Demnach will eine EU-Studie ermittelt haben, dass die Briten zu der gewalttätigsten Industrienation überhaupt zählen. Die Chance – wenn es denn eine ist – überfallen zu werden, sei im Empire größer als in den USA. Sich “definitiv” zurückhalten, würde jeder dritte Bürger des Vereinigten Königreiches, wenn eine Gruppe 14jähriger eine Bushaltestelle zerlege. In Deutschland würden nur unglaubliche sieben Prozent wegschauen.

Nicht auszudenken was geschehen wäre, wenn bei der neuerlichen Gewalttat auf die acht Inder in Sachsen nur sieben Prozent weggeschaut hätten. Man hätte die Inder geschützt und gleichzeitig wunderbare Werbung für Deutschland gemacht. Es ist ja gerade das, was immer gerne im Ausland hinterfragt wird. Wie findet Ihr uns? Sicher, Gewalt gegen Ausländer und eine Bushaltestelle ist nicht zu vergleichen, aber der Kern ist der Anstieg der rohen, rücksichtslosen Gewalt und hier muss massiv angesetzt werden. Nun kommen allenthalben die immergleichen Kommentare der politischen Nomenklatura rund um den Unglücksort. Nicht hinnehmbar seien solche Gewaltausbrüche, die Vorgänge müssen rasch aufgeklärt werden.

Dann bis zum nächsten Stadtfest. Vielleicht hilft ja das, liebe Landsleute: Nun springt mal schön!

Kommentare

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  1. Erst machen Politiker über Jahrzehnte grobe Fehler bei der Eingliederung von Migranten. Dann wird das Problem noch ein paar Jahre unter den Tisch gekehrt. Aktuell wird das Problem geleugnet und in ein paar Jahren sind wir wieder Nazideutschland.