Youtube will Nazi-Videos sperren

Wie Google-Sprecher Kay Oberbeck gegenüber “stern.de” äußerte, will Youtube jetzt alle Filme rechtsextremen Inhalts entfernen. ” Es ist selbstverständlich, dass Youtube selbst größtes Interesse hat, illegale, volksverhetzende Videos von der Plattform zu entfernen. (…) Diese Inhalte sind illegal und verstoßen gegen die Youtube-Richtlinien.” Die Video-Plattform war wiederholt negativ dadurch aufgefallen,

colrt.jpgWie Google-Sprecher Kay Oberbeck gegenüber “stern.de” äußerte, will Youtube jetzt alle Filme rechtsextremen Inhalts entfernen. ” Es ist selbstverständlich, dass Youtube selbst größtes Interesse hat, illegale, volksverhetzende Videos von der Plattform zu entfernen. (…) Diese Inhalte sind illegal und verstoßen gegen die Youtube-Richtlinien.” Die Video-Plattform war wiederholt negativ dadurch aufgefallen, dass sich rechtsextreme Videos wie etwa der verbotenen Band “Landser€œ oder des nationalsozialistischen Propaganda-Films “Jud Süss€œ auf der Seite gefunden worden waren.

Enge Zusammenarbeit mit der Polizei

Aufgrund massiver Proteste jüdischer Organisationen, will Youtube künftig nun stärker darüber wachen, welche Clips hochgeladen werden und zusammen mit den Nutzern das Beschwerde- und Meldesystem für anstößige Inhalte verbessern. Oberbeck räumte jedoch ein, dass kein System perfekt sei. Man müsse hart daran arbeiten, es noch engmaschiger gestalten. Zur Verfolgung der Urheber verspricht Oberbeck deshalb eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei.

Erst kürzlich betonte der Kulturpolitiker Hans-Joachim Otto gegenüber dem Tagesspiegel. “Wenn die Betreiber nicht schleunigst auf das Problem reagieren, wird sich der Bundestag damit beschäftigen müssen.” Grünen-Abgeordnete Monika Lazar wünscht sich gar eine internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung solcher Videos, wie es sie schon jetzt im Bereich der Kinderpornographie gäbe. Auch Samuel Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland hatte Anfang dieser Woche mit einer Klage wegen Volksverhetzung gedroht.

Wie presseportal.de am gestrigen Mittwoch jedoch berichtete, seien noch weitere Videoplattformen betroffen. Nach Recherchen des Fachmagazins Werben & Verkaufen (w&v) sei auch auf MyVideo und Clipfish entsprechendes Material gefunden worden.

(fk/no)

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Kommentare

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  1. So schlimm es ist, aber ich vermute, dass man die Verbreitung solcher Videos niemals stoppen kann. Entsprechende Gruppierungen bräuchten sich ja nur einen Server im Ausland hinstellen, auf den die jeweiligen Gerichte keinen Einfluss haben.
    So wie es bei Filesharing gemacht wird.